Eine kurze Unterbrechung

Leider bin ich momentan mit meinen Gedanken woanders, nämlich bei dem nächsten ärztlichen Eingriff, der mir am Mittwoch bevorsteht.
Es wird hoffentlich alles schnell und gut vorbeigehen. Nach meiner Blutvergiftung und der Menge an Antibiotika, die mir eingeflößt worden sind,
fühle ich mich noch sehr schlapp.

Mitte Februar geht es mir sicherlich besser. Ich lasse es langsam angehen.

Bis dahin muss ich mich verabschieden und wünsche allen Lesern eine schöne Zeit. Bleibt gesund und munter.

Der Sonne entgegen

Hans Andersen Brendekilde (1857-1942)

Dem Dunkel entfliehen,
der Sonne entgegen.
Von luftiger Wärme
und Frühling umgeben.

Die gurrenden Tauben
im Nachbarbaum schauen,
wie lebenslang liebend
sie Nester erbauen.

In den Himmel blicken,
die Wolken zählen,
gestreichelt einnickend,
den Lieblingsplatz wählen.

Als Schmetterlingskinder
die Sonne empfangen.
Nach langem Winter
Wachstum erlangen.

Ein Schwirren und Summen
an luftigen Stellen,
ein Sammeln von Nektar
an blumigen Quellen.

Ein Traum von gestern,
das Treiben ist fort.
Nur leere Nester;
kein Brüten vor Ort.

Planierte Gärten,
versiegeltes Grün.
Oasen, die sterben,
die Menschheit mit ihnen.