Kurze Pause

Ich habe mich dazu entschlossen, eine kleine Pause zu machen. Meine „Batterien“ müssen ein wenig aufgetankt werden, damit Neues entstehen kann.

Vielen herzlichen Dank an alle, die meinem Blog folgen und mitlesen, liken und so fleißig kommentieren. Danke auch für alle Eure tollen Beiträge, die ich mit viel Freude verfolge. Genießt die sonnigen Tage in vollen Zügen.
„Gottes-Bilderbuch“ ist immer für Euch geöffnet.

Gelöste Knoten

Gemäldeausschnitt: Maria Knotenlöserin
Johann Georg Melchior Schmidtner (1625-1705)

Gefühlte Freiheit ist des Menschen Flucht
aus Alltag, Dasein fristend in den Räumen.
Im Außen er nach Licht und Sonne sucht,
sein Geist sucht Wirklichkeit in seinen Träumen.

Sind’s oft verwirrte Fäden, unlösbar,
die Menschen um ihr Schicksal banden,
so mancher Sommertraum macht klar,
das, was verband, kam irgendwann abhanden.

So ist der Faden unsres Lebensbandes
mit vielen Knoten oft versehen.
Ein jeder muss sie selber lösen,
die eigene Schuld daran, verstehn.

Blumen am Wege

Jugend vergeht,
die Schönheit, die, wie frischer Tau, gekrönt auf Blüten ruht,
ist nur ein Augenblick des Lebens,
in der Morgenglut.

Die Zeit verweht,
mit Zeichen von Vergänglichkeit und Tod,
senkt sich die Hülle sanft ins Abendrot,
hat Jugend, Schönheit, tief in sich vergraben,
und ihre Blüten fielen,
als sie starben.

Esoterik – Religion ohne Gott?

Sulamith Wülfing (1901-1989)

Esoterik bedeutet: Gott in sich selbst zu finden.

Jesus sagte: „Wer suchet, der findet.“ Wenn ein Mensch auf der Suche nach dem wahren Weg ist, wird er zunächst überall schauen wollen. Dabei wird er immer nur sehen können, was ihm sein eigener Bewusstseinsstand erlaubt. Und immer gilt: Was ich ausstrahle, das ziehe ich an! Oft wird er aus Unwissenheit und Neugierde von seinem ihm bestimmten Weg abweichen. Diese Irrwege bringen ihn meist durch schmerzhafte Erfahrungen wieder zu seiner Bestimmung zurück. Der Mensch muss sich darüber im Klaren sein, dass er jeden Schutz verliert, wenn er genau fühlt, dass es der falsche Weg ist, den er gehen will. Wenn er dann unsanft zurückgezogen wird, bedeutet das Schmerz oder Krankheit. Was wir im Leben finden, ist nicht immer gut. Manches Gefundene, das zunächst lichtvoll zu glänzen scheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als wertloses Talmigold.

Die Bibel warnt vor den selbsternannten Lichtgestalten und falschen Propheten, denn leider bedient sich der Satan gerne der Maske des Lichts, um die Menschen zu blenden und irrezuführen. Perfide benutzt „das Böse“ auch die großen Kirchen für seine Zwecke. Heiligenscheine verdecken oft genug die Scheinheiligkeit, die darunter versteckt ist.

Mit der New Age Bewegung aus Amerika schwappte die Esoterik-Welle über die europäische Welt und brachte nicht nur neues Gutes und lichtvolle Gedanken, sondern zog den Interessierten auch jede Menge Geld aus der Tasche. Wenn man genauer hinter die Maske schaut, wird einem klar, dass der Spruch „Licht und Liebe“ schnell zu einer Floskel verkommen ist. Als ganz schlimmes Übel an dieser New Age Strömung empfinde ich, dass den Menschen eingetrichtert wird, sie seien auch Gott. Sind sie etwa in der Lage Leben zu erschaffen? Das ist klare Selbstüberschätzung!

Woher stammt die Esoterik? Handelt es sich hierbei um uralte Geheimlehren, vielleicht aus Ägypten oder dem sagenhaften Atlantis? Die Gnostiker übernahmen viele dieser Inhalte, die später von den illuminierten Freimaurern verbreitet wurden, um die Welt zu verbessern. Die zunächst edlen Absichten wandelten sich später in profitorientierte Machenschaften. Heutzutage sind diese angeblichen Isis-Mysterien vermengt mit asiatischen Elementen. Wahrsagerei und Horoskope haben die Menschen schon vor Urzeiten magisch angezogen. Es liegt in der menschlichen Natur, an solche Dinge zu glauben.

Wer durch Deeksha und Reiki eine bessere Lebensenergie versprochen bekommt, sollte einmal genauer hinsehen. Damit macht man nur einige östliche Gurus und Heilsversprecher reich und immer reicher. Palmblattlesen soll Einblick in die eigene Zukunft geben; die Akasha-Welt-Chronik und ihre Gedankenkristalle sind Überbleibsel aus dem Bereich der Blavatsky-Theosophie; angebliche Geistheiler aus Brasilien oder Asien haben sich bereits als Scharlatane entpuppt. Überall wird gechannelt, ob es nun die Wesenheit Kryon oder Tobias ist, es ist stets darauf ausgelegt, die Kassen zu füllen und die gutgläubigen Menschen durch absolut „hohle“ Worte in den Bann zu ziehen. Ich war selbst bei einem Kryon-Event in Hamburg und habe mich mitziehen lassen. Bei allem, was ich darüber las, „sagte“ mir mein Bauchgefühl ein klares „Nein“. Ich denke, wenn Gott eine Botschaft für uns hätte, würde er diese allen Menschen zuteilwerden lassen und nicht nur einer Minderheit, die dafür bezahlt. Aber der Mensch braucht den schönen Schein von Gemeinschaft, sonst gäbe es keine Kirchen.

Pseudoreligionen, die durch “Licht und Liebe” blenden, bringen keine neuen Botschaften! Dass die Erde irgendwann vergeistigt werden wird, steht schon in der Bibel.

Wir leben in einer Welt der Schwingungen. Wäre sie starr, würde sie zerbrechen.

Nach einer „Körper-Geist-Behandlung“ wie z. B. durch Reiki fühlt man sich erst einmal gut. Durch das Handauflegen werden besondere Schwingungen erzeugt, die man genauso gut durch ein einfaches Gebet selbst erzeugen kann. Ich glaube durchaus, dass Geistheilung funktioniert, nur kann man das kostenlos in Gottes Namen praktizieren. Alles andere fühlt sich für mich nicht mehr gut an. Ich habe es ausprobiert und weiß, wovon ich hier schreibe.

Sicher gibt es Menschen, die mehr sehen und fühlen dürfen als andere. Es ist nicht immer leicht, die Guten aus der Masse der Schlechten herauszufiltern. Hier hilft einzig und alleine das Bauchgefühl. Große Geldforderungen sind immer der erste Hinweis darauf, dass sich hier der „Herr der Welt“ die Taschen vollstopft. Oft merkt man gar nicht, dass man manipuliert wird.

Besonders mit dem Begriff der so genannten „aufgestiegenen Meister“ habe ich gewaltige Probleme. Angeblich soll es sich um Menschen handeln, die sich im Leben so veredelt haben, dass sie nach dem Tod zu den höchsten Himmeln aufsteigen durften und von dort aus die Menschen führen und leiten. Es ist natürlich jederzeit möglich, dass Gott in seinem geistigen Reich eine Menschenseele erhöht. Trotzdem gibt es laut Bibel nur EINEN Meister: Mat 23, 10: Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen, denn einer ist euer Meister, Christus!

Schon bei den Namen der “weißen Bruderschaft” dreht sich mein Magen herum: Lord Kuthumi, der angeblich einst Franz von Assisi gewesen sein soll, Maria heißt nun Lady Mary, ebenso Saint Germain, um nur wenige zu nennen. Ich frage mich, wer diesen Unsinn erfunden hat? Dahinter zeigt die “andere Seite” ihre grinsende Maske!

Wenn ich von Saint Germain lese oder höre, muss ich sofort an den Grafen Cagliostro denken, der zu Schillers Zeiten sein Unwesen trieb, und die damalige Welt zum Narren gehalten hat. Die Geschichte dieses Grafen hat man später benutzt, indem man ihn als Saint Germain unsterblich machte. Auch der „echte“ Saint Germain war ein Abenteurer und Alchemist.

Es gab immer schon edle, menschliche Naturen, die durch eigene Leistung und Liebe ihre irdischen Inkarnationen beenden durften und den anderen Menschen vorangegangen sind. Sie benötigen keine weltlichen Adelsbezeichnungen, um sich selbst zu erhöhen.

Sicher gibt es in den höheren Himmeln Energien/Engel, die die Menschheit immer schon begleitet haben und die aus Liebe zu ihnen und zu Gott wieder inkarnieren, um zu helfen. Aber darf man Verstorbene anbeten? Ob Maria oder beispielsweise Bruno Gröning – beide waren einfache Menschen! Sie hatten ihre eigene schwere Lebenslast zu tragen. Deshalb finde ich es vermessen, ihnen meine Last aufzubürden.

Steht doch in der Bibel: Mat 4,10: Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan!, denn es steht geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn und ihm allein dienen!

Weltkinder

William Adolphe Bouguereau 1825-1905

Sind so verletzlich, tief in ihren Seelen,
schauen vertrauensvoll in diese Welt hinein,
gehn auf die Erde in ein neues Leben,
wollen geschenkte Gottesliebe sein.

Wachsen mit den Alltäglichkeiten,
sehen uns oft mit feuchten Augen, fragend an:
Wie kann es sein, dass noch in unsren Zeiten,
ein weißes Lächeln mehr zählt, als das schwarze nebenan?

Der Himmel segnet alle Menschenkinder,
gleich welcher Farbe, welcher Tradition.
Die Kinder sind die neuen Weltengründer,
Gott lebt in jeder alten Religion.

Am Brunnen vor dem Tore

(1822)
Text: Wilhelm Müller (1794-1827)
Melodie: Franz Schubert

Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum;
ich träumt’ in seinem Schatten so manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde so manches liebe Wort;
es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort,
zu ihm mich immer fort.

Ich mußt‘ auch heute wandern vorbei in tiefer Nacht;
da hab‘ ich noch im Dunkeln die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten, als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle! Hier find’st du deine Ruh!

Die kalten Winde bliesen mir grad’ ins Angesicht;
der Hut flog mir vom Kopfe, ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde entfernt von jenem Ort,
und immer hör ich’s rauschen: Du fändest Ruhe dort.

Lindenblüten

Postkartenmotiv

Sieh, die Linden in der Sommernacht,
deren grüne Kronen über Wege reichen,
wie im Lüftespiel die Blätter gleichen,
wenn sie rauschen, wild und sacht.

Lauscht dem Vogel in der Stille, träume,
heb dich fort im Fluge deines Denkens,
such den Schutz im Schatten grüner Bäume,
ihre Art des milden Kühle Spendens.

Blühe, wie die Blüten einer Linde,
webe einen Blütenteppich in Gedanken.
Kränze deines Lebensbaumes binde,
lasse Blütensterne um dich ranken.

Gebe jenen, die vorübergehen, einen Strauß,
schenke, was dich selber glücklich macht.
Breite deinen Blütenteppich aus,
sei wie Linden in der Sommernacht.

Maß der Zeit

Göttliche Geometrie – Vladimir Kush (1965 – )

Das Maß der Zeit, vergangenes Empfinden,
verschmilzt alsdann mit Gegenwart,

lässt Künftiges in Hoffnung gründen,
die eine Aussicht hat, auf Tat.

Ereignisse, die Wellen schlagen,
sind bald schon in vergangener Zeit,

wenn sie jedoch Gefühle tragen,
sind sie stets Gegenwärtigkeit.

Ist das Empfinden einst vorüber,
ziehn sie in „alte Zeiten“ um.

Wir ordnen Zeit, wie Pflanzenfreunde
die Blätter im Herbarium.

Bestimmen taktvoll unser Leben,
gleich, wie das Pendeln einer Schwingung;

die Rotation der Erdumläufe
sind unsrer Zeiteinheit Bedingung.

Der Zeiten Anfang? – Unerklärlich!
Es bleibt uns ein Mysterium.

Sterblich sind wir – Allväter ewig,
hier bleibt das Universum stumm.

Gewissheit

Es wird noch lang so bleiben,
und ich fürchte mich:
Nur eisiges Schweigen
zwischen den Wänden –
und ich!

Da ist kein ‚Wir’,
das sich im ‚Uns’
verschließt – kein ‚Du’.
Kein Vogel singt
ein Lied für
‚unsren’ Tag!

Mit Sonnenhänden
hast du mich berührt,
und Hoffnung in den
Garten meiner Seligkeit
gepflanzt.

Doch ewig bist du fern,
und wo die andern Pärchen
liebend beieinander sitzen,
da ist kein Platz für uns.

Du sitzt mit andern –
nicht mit mir!

Dort, wo die Hoffnung
in mir wuchs,
blüht einzig wehes Bangen,
denn deine Sonnenhand,
sie brannte mir
Entsagen in das Herz.

Die Tage ohne dich
sind dunkel mir und kalt,
und alle Wege, die ich jemals
ging mit dir,
sie liegen traurig, tot im
Schatten unsrer Liebe.

Bitte, komm bald!

(2007)