Weihnachtsweihe

Mondlicht08

Gott zum Gruß, meine lieben Kinder!
 
Der Weihnacht Weihe sei euch gewünscht, und der weihnachtliche Friede sei euer Begleiter in den kommenden Tagen. Der König, der Geist, der von seinen Untertanen umgeben das Fest der Weihe begeht, bekommt neue Kraft und neue Macht, denn die Ströme besonderer Art durchfließen in diesen Tagen das Erdenleben und durchfließen von der Sonne ausgehend, alle Planetenkinder, die sie um sich gesammelt hält wie eine Mutter ihre Kinder oder wie der König seine Seelenteile, seine Untertanen. Es ist ein kosmisches Geschehen, das sich im Rhythmus des Jahres vollzieht, und Winter und Frühling sind nur Abbilder dieses Geschehens: Der Winter, das große Ruhn, die Rückkehr, die Einkehr in sich selbst, – der Frühling, das Ausstrahlen, das Geben dessen, was man im großen Ruhn erwarb.
 
Und nun will ich euch ein Bild dessen geben, den ich den König nannte. Ein Bild nur kann es sein, denn Selbsterkenntnis kann nicht geschenkt werden, sie ist ein Akt, den jeder von euch selbst vollziehen muss. Aber ein Bild mag euch helfen zur Selbsterkenntnis zu gelangen.
 
Ihr seid Ströme des lebendigen Wassers. In euch liegt die himmlische Macht, und ihr seid ein Teil der göttlichen Kraft. Das Wasser seht ihr auf eurer Erde in vielerlei Formen. Es fließt und befruchtet eure Äcker, und es kann erstarren und zu Eis werden. Wenn das Eis nun zu sich spräche und sagen würde: Ich bin hart, ich bin kalt, ich bin brüchig und todbringend, so hätte es recht. Wenn aber das Eis von sich spräche: Ich bin Wasser, ich kann fließen, Tiefen ausfüllen und Früchte dem Boden entlocken, so hätte es in höherem Sinne recht. Denn es spräche aus seinem höheren Bewusstsein, es spräche aus seiner Erinnerung. Und wenn es die Erinnerung nicht hätte, die Erinnerung an seine Macht behielte, auch wenn die Macht gebunden und unfähig ist, wie könnte das Eis je wieder zu Wasser werden?
 
Und so tragt auch ihr in eurer Erstarrung das Wissen und die Macht der Erlösung in euch. Ihr sprecht aus eurem verengten Bewusstsein, wenn ihr, wie im gegebenen Bild das zu Eis gewordene Wasser es tat, euch als Mensch im Körper, als Geschöpf der Erde, als ein begrenztes Wesen bezeichnet. Und dann seid ihr das, was ich den unweisen König nannte, und in diesem Zustand werdet ihr oft verdrängt und überwältigt von den Untertanen, die an eurer Stelle regieren.
 
Mit Recht sagt ihr von einem Menschen, der in Zorn gerät: „Der Zorn hat ihn überwältigt.“ und „Er ist außer sich.“ Das entspricht durchaus dem geistigen Vorgang. Die Untertanen, die aus irgendeinem Grund in Erregung sind, überwältigen ihren König und verweisen ihn außer Landes, um ihre Herrschaft aufzurichten.
 
Betrachtet daneben den Vorgang, der an sich der gleiche, dennoch ein anderer seiner Bedeutung nach ist: Ihr sagt von einem Menschen bei gewissen Gelegenheiten: „Er schließt sich auf.“ oder „Er geht aus sich heraus.“ Auch dieser König befindet sich außerhalb seiner Burg. Den Unterschied zwischen beiden bildet nur, dass dieser freiwillig seine Tore aufschließt und seine Burg in voller Ordnung zurücklässt, um einem anderen König entgegen zu gehen. Ein König im Exil ist etwas anderes als ein König auf Reisen, der Herrscher bleibt, auch wenn er fern seiner Mauern weilt.
 
Wenn ihr aber aus eurem höheren Wissen, wie in jenem Bild das Wasser es tat, von euch sprecht als dem fließenden Strom des lebendigen Wassers – das auch in der Abgesondertheit und Beschränktheit und Erstarrung dennoch alle Macht und alles Wissen um diese Macht besitzt, – dann seid ihr der weise König und vermögt zu erlösen. Denn jede Welle, die aus der Winterstarre erwachend ihre Kraft gegen die Eisdecke stemmt, hilft mit des Winters Macht zu brechen. Und indem sie sich selbst erlöst, erlöst sie die andern.
 
Aber auch Wasser ist, wie seine erstarrte Form, das Eis, noch nicht das Letzte. Es ist auch nur eine Form. Und was des Wassers Macht und Sein ist, steht hinter eurer Erdenerkenntnis, wie euer eigenes Sein euch selbst verborgen bleibt. Dieses tiefste Wesen aller Dinge ist dasjenige, das alles Wissen in sich schließt, das in jeder Form und in jeder Gestalt die Bewusstheit seiner selbst in sich entzünden kann.
 
Ströme lebendigen Wassers seid ihr. Alle Wesen und alle Dinge sind nur dies, und ihre vielen Formen mögen euch nicht täuschen. Sie sind nur vorübergehende Gestaltung. Und die Kräfte des Wiedererinnerns werden sie alle zerbrechen, und die Wesen werden alle zu ihrem wahren Selbst zurückfinden. Alles ist erstarrter Geist, aber alle Erstarrung wird weichen und auftauen.
Das Erinnern zu erwecken, die Brücke zwischen den Bewusstseinswelten zu schlagen, dies ist euch Erkenntnis. Auf diese Weise kommt ihr zurück. Und was ihr mitbringt aus der Welt der Erstarrung, ist das Erkennen eurer selbst, das ihr an vielen Zuständen und Formen geprüft und geschliffen habt, dass ein glänzender Diamant wurde, was jetzt noch ein ungeschliffener Edelstein ist.
 
Dazu helfe euch des hohen Festes heilige Weihe.
 
Gott mit euch!

<Ephides>
Band VIII, Turm-Verlag (1999)

Schneeflocke

Der Wind trägt dich aus fernen Weiten,
lässt dich aus grauen Himmeln gleiten,
glitzernd wie ein kristallner Stern.
 
Bist so vergänglich, winzig klein,
doch wirst du in Gesellschaft vieler Flocken
bald wie ein weißer Riese sein.
 
Ein kühler Hauch bist du, bedenkt,
aus Wasser nur – auch wenn man’s halten kann,
doch rinnt aus deinem Schmelz alsdann
wieder ein flüchtig’ Element.
 

Schöpfung

Bild: Karin M. – www.mondlicht08.de


Aus Wasser und Geist geborene Form.
Vom Gedanken zum Wort;
vom Ur-Klang bewegte
Schwingung des Seins.

Aus dem Nichts geborene Vielfalt.
Od von Erde und Wasser.
Erschaffenes Leben,
beseeltes Wunder.

Frucht vom Baum der Erkenntnis.
Bewusstes Dasein und Wahl.
Mensch sein heißt
lernen der göttlichen Ordnung.

Vom geistigen Tod zum Leben;
aus der Bewusstlosigkeit zur Erleuchtung.
Erhöht zur Auferstehung
durch göttliche Gnade und Plan.

Ein bisschen Kabbala

Maler unbekannt

Wasser und Zeit

Die Bibel ist nicht nur ein Buch mit vielen Geschichten. Sie beinhaltet auch einen kabbalistischen Hintergrund, der oft nur den jüdischen Gelehrten bekannt ist. Doch dadurch eröffnen sich weitergehende Einsichten.

In der hebräischen Sprache hat jeder Buchstabe eine Schwingung, die in Zahlen ausgedrückt wird.

Selbstlaute a, e, i, o, u, werden nicht geschrieben, sondern lediglich durch Punkte ausgedrückt. Ändern sich die Punkte, ändert sich die Bedeutung.

Wasser heißt im Hebräischen = ‚majim‘ – mit dem Wortwert: Mem-Jod-Mem, 40-10-40. Mem מם ist der Buchstabe mit dem Namen ‚Wasser‘…das Fließende, Bewegende. Wasser und Mem verweisen damit auch auf den Begriff ‚Zeit‘. Sie schreitet unwiderruflich fort und löscht das Er-Leben des Augenblicks. Ertrinken in der Zeit und Ertrinken im Wasser sind eigentlich dasselbe. Deshalb wird Zeit immer mit der 40 oder mit 400 gemessen. So ging Moses nicht, wie geschrieben, 40 Jahre, sondern eine sehr lange Zeit durch die Wüste, die gar nicht benennbar ist.

Das Gehen durch diese Welt ist also wie ein Gehen durch Wasser und Zeit am 7. Tag.

Noah hatte damals die ‚teba‘, das Wort, um durch das Wasser hindurchzukommen. Sein Schiff schützte ihn davor, im Wasser zu versinken. Es ist also ‚das Wort Gottes‘, das die Menschen bewahren kann, in der Masse der Vielheit dieser Welt unterzugehen.

Da Jesus zum Bereich der Ewigkeit gehört, wurde er vom Wasser (der Zeit) getragen und konnte nicht darin versinken, als er darüber schritt. Dies Bild der Bibel zeigt uns, dass das Wort Gottes niemals untergehen wird.

Wenn der Mensch am 8. Tag nach der Jordan Überquerung die andere Welt erreicht hat (Bibel), entsteht ein neuer Zustand. Fluss oder Meer bedeuten in der Bibel immer eine Trennung zwischen Diesseits und Jenseits. Dann wird es keinen Gegensatz mehr zwischen Leben und Tod geben, wie am 7. Tag, in dem sich die Menschheit und das Hier und Jetzt befindet. Die 7 ist die Schlüsselzahl zu unserer dreidimensionalen Welt. Man sagt auch, sieben Seelen Gottes würden die Welt beleben: die materiell-physische, die vegetative, die animale, die mentale, die kausale, die göttlich-seelische und die göttlich-schöpferische. Dieselbe Aussage machte Paracelsus.

Es gibt viele Beispiele, bei denen die Zahl 7 eine große Rolle spielt. In der Bibel beispielsweise die sieben fetten und sieben mageren Jahre, Gott gab am Himmel das Zeichen seines Bundes mit Noah, den Regenbogen, der aus sieben Farben besteht. Sieben Wirbelknochen des Halses, sieben Töne einer Oktave, die sieben Hügel, auf denen Rom erbaut ist, sieben Köpfe des Drachen in den Märchen, etc.

Wenn sich eine Fläche in der 3. Dimension offenbart, entsteht ein Würfel mit sieben Faktoren: sechs Flächen und dem 7. Faktor, dem Kubikinhalt.

In der Offenbarung des Johannes stellt er das Bild des ‚Neuen heiligen Jerusalems‘, das die Braut des Lammes ist, als einen Würfel dar. (Off. Joh. 21,16).

Zwischen dem 7. und 8. Tag liegt hier noch die Schwelle des Todes. Wer diese überschreitet, kommt in den 8. Tag. Das gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die ganze Welt.
Das ist der Sinn des ewigen Lebens in der kommenden Welt. Nur der, der durch den Tod gegangen ist, darf die Auferstehung feiern.