Sieger

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Wenn die Schatten näherkommen,
seht, sie dunkeln nicht im Licht;
weil das wahre Licht des Geistes
durch die Welt des Dunklen bricht.

Wenn wir auf der Strecke bleiben,
wie es alle Menschen tun,
können wir im Strahl des Lichtes
hell erleuchtet, geistig ruhen.

Hart sind die Lektionen alle,
sie zu lernen, manchmal schwer;
doch der Dunkelheit verfallen,
wird erleuchtet niemand mehr.

Sind nur Schatten, nichts Reales,
denn die Wirklichkeit ist Geist,
und das Göttliche in ihnen,
das auch ihre Wege weist.

Wenn es Zweifel gibt, halte inne,
zieh dich bittend still zurück.
Lass den Geist den Weg dir weisen.
Halte durch die Zeit, ein Stück.

Angst und Sorgen sind die Feinde.
Zuversicht, Gelassenheit
Eigenschaften unserer Seele,
Leitstrahl in der schwersten Zeit.

Stehe unbehelligt weiter
deinen Posten in der Schlacht;
sei der Offizier des Lebens,
der den Sieg errungen hat.

Blick nach oben

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Heimatland, so wie im Traum
bist du immerzu in mir,
alles, wie von Gott getrieben,
bringt mein müdes Herz zu dir.

Treib, so wie auf Engelsschwingen,
durch den Raum der Eitelkeiten;
schau, wie all die Menschen ringen,
ihn mit Eifer zu bestreiten.

Sei kein Schaf in einer Herde,
peile an, dein Ziel, allein,
und der Weg, der in dir werde,
wird stets hoffnungsvoll dir sein.

Vielen fremd scheint dies Bestreben.
Erdgebunden, sehnsuchtslos,
wandeln sie den Weg durchs Leben,
nur ihr Ego macht sie groß.

Vernehmen nicht das zarte Schwingen,
wie’s heimlich jede Seele stimmt.
Sie hören nur die grellen Stimmen,
was mir die Luft zum Atmen nimmt.

Tröstlich vertraut

Es gibt Tage, da sieht man die Schatten nicht,
da blendet die Hoffnung mit leuchtendem Licht;

dann gibt es welche, die Bilder zeigen,
von einer Zukunft unter blühenden Zweigen;

völlig losgelöst vom weltlichen Zwang,
dreht sich die Uhr der Zeit wie im Traum alsdann.

Dann gibt es Tage, wie Blei so schwer;
man fühlt den Sinn und die Freude nicht mehr.

Sorgen zerren dann, mit fordernder Hand,
Angst erdrückt, wo vorher Vertrauen bestand.

Blei verbindet Glas im Fenster zum Licht,
damit es in Schönheit ins Heiligtum bricht.

Wie ein Tempel soll der Ort der Seele sein,
der erleuchtete Geist den Alltag erfreuen.

Mit leichteren Flügeln schwebt jeder Schritt,
wie ein windiges Segel nimmt es uns mit,

und ehe der Weg sich ins Niemandsland zweigt,
sieht man das Ziel, das sich am Horizont zeigt:

Nur grünende Zweige hat man geschaut,
die wie Knospen erblühn, wo es morgentlich blaut -
so tröstlich vertraut.

Wilder Herbst

In meiner Jugendzeit, die längst vergangen,
durchschritt ich viele Straßen ohne Ziele,
und die Motoren, die noch anders klangen,
waren nur wenig laut und nicht so viele.

Wir waren wild, wie wilder Herbstbeginn.
Ich trieb im schwingenden Warum-denn-nicht.
Was mir die Alten sagten, war mir kein Gewinn;
ich sammelte Erfahrung und nicht Pflicht.

Versäumte alles, was mir nicht gefiel:
Die Schule war mir gar ein bitteres „Ach!“,
die alten Schreibmaschinen dort ein Spiel,
Stenografie – ich gähnte mich durchs Fach.

Die Qual des Alltags lag auf mir wie Fluch;
ich sperrte mich vor dem, was kommen muss.
Versäumte absichtlich den Schulbesuch,
doch einmal war mit allem Schluss.

Der Zeitvertreib, er führte mich in ein Bistro,
das in der Nähe meiner Schule Treffpunkt war.
Ich saß allein. Drei Pärchen tanzten, doch wieso,
bin ich mit diesen Fremden mitgefahren?

Es war des Lebens missliches Geschick,
als mich drei Männer in den Wald gebracht;
dass ich noch lebe, ist ein großes Glück.
All das Geschehene hat mich reif gemacht.

So wenig haben Menschen mir gegeben,
und was sie gaben, nahmen sie zurück.
Ich legte Pflichten auf mein ‚lockeres‘ Leben
und sah: Ein Lächeln Gottes ist das Glück.

Kabbala: Das Wort „Ägypten“ in der Bibel

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Überall, wo in der Bibel von Ägypten geschrieben steht, zeichnet das Wort „Ägypten“ ein Bild der materiellen Welt des Diesseits, die von einer leidensverursachenden Zweiheit (Polarität) beherrscht wird. In der Bibel ist es der Pharao, der alle Zeichen des nahenden Untergangs übersah, als sein Volk im Meer versank.

Ich muss hier leider eine Parallele zur heutigen Zeit und den Politikern dieser Welt ziehen. Weil die Menschen sich immer noch zur Alten Welt hingezogen fühlen, muss sie sterben und eine Zurückholung muss unmöglich gemacht werden. Die zeitlich begrenzte Hülle (Körper) wird genommen, denn erst danach kann die neue Welt kommen.

Die Überlieferung sagt, jede Endzeit ist voller Dämonen. Es gibt drei große Probleme in der Welt der Materie. Das eine ist Unwissenheit, das andere ist Kummer, und das dritte ist Armut. Diese drei Dinge werden Menschen immer haben, bis das Wissen des Geistes mit der Politik verbunden ist und die Kinder der Erde so denken und leben, wie es ihnen das neue Wissen zeigt.

Unabhängig von den Systemen der Menschen, wird das vom Schöpfer eingesetzte Naturgesetz immer mit unfehlbarer Regelmäßigkeit wirken, unwandelbar, unveränderlich, unflexibel, mathematisch in all seiner Exaktheit und Präzision.

Es wird immer Siege und Niederlagen geben, aber die Seele, die sich dessen bewusst ist, sollte sich von beidem nicht beunruhigen lassen. Es wird eine Zeit kommen, in der es wie Schuppen von den Augen fallen wird, weil die Menschen in der Lage sein werden, nach ewigen Maßstäben zu urteilen und die Wahrheit erkennen.

Man erntet das, was man gesät hat. Das gilt für den persönlichen Kreis, aber auch für Stadt und Land. Es gibt keine Wunder, keine Dispensationen (bibl. Endzeit). Erlösen müssen wir uns schon selbst.

Schicksal im Wandel

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Die Gegenwart scheint traut im Glück,
wie Sonne unter Bäumen;
man wähnt ein paradiesisch‘ Stück
in seinen Lebensträumen.

Das Unglück schleicht von Haus zu Haus,
durchs Schlüsselloch, so klein,
während man treibt, beglückt im Rausch,
zieht unbemerkt es ein.

Es ist nicht schwarz, kein dunkler Hauch,
nur unsichtbare Schwingung;
Beglücktes geht, der Wohlstand auch,
folgt neuer Zeit Bedingung.

Die Zeit trägt uns durchs Schattenreich,
auf Sonne folgt der Regen;
das Schicksal trifft uns alle gleich,
gestärkt durch Gottes Segen.

Vertrauen und glauben

KI generiert, Quelle: Pinterest
Man soll sich nicht mit Weltlichem belasten,
auch wenn's im Alltag manchmal anders ist.
Es ist dann wie im Unsichtbaren tasten,
obwohl die Schlange Kaa „Vertrau mir!“ spricht.

Wir haben vieles noch zu überwinden,
was uns den Blick versperrt zum wahren Licht;
will uns Bequemlichkeit ans Alte binden,
trägt es die Abstiegsangst im Angesicht.

Reformen nennt man die, die keine sind.
Wir mäkeln an den ‚unreifen Geschenken‘,
die sauer schmecken, was Vertrauen nimmt,
kontaminiert ist es mit altem Denken.

Denn das Moderne dieser Zeit, man lehnt es ab,
weil was vorüber ist, viel besser schien;
mit dem, was Heimat ist, ging's steil bergab,
aufhalten muss man es, dem Sog entfliehen.

Es stört so manches, und es bleibt die Angst,
die Heimat immer mehr vermischt zu sehen;
die Nationalität, als amtliche Instanz,
achtlos vergeben, wird sie untergehen.

Ein „Made in Germany“, – es gilt nichts mehr,
zu viele Köche, die den Brei verderben.
Die Ablehnung der Fremden von weither,
kommt nicht den Nazis gleich und ihren Schergen.

Vertrauen schaffen und Heimat bewahren,
zu wissen, wo man hingehört und nicht,
dafür die eigene Nationalität bejahen,
wenn sie im Widerspruch zur Herkunft spricht.

Von Gott verliehen

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Wie in einem tiefen Brunnen,
gefüllt mit geistigen Gaben,
bietet sich eine Quelle,
die niemals versiegt.

Immer wieder füllt sie sich neu,
wird auch ein Teil daraus entnommen.
Den Menschen wird sie dienen,
die sich daran selbst verwirklichen.

Denen die Gaben des Geistes verliehen wurden,
müssen auf Schwierigkeiten stoßen,
die es ihnen ermöglichen,
zu erkennen,
dass die Quelle allen Seins
auch ihres eigenen,
nicht in etwas Physischem liegt,
sondern in dem,
was geistig ist.

Sie werden erst dann mit diesen erhabenen Wahrheiten konfrontiert,
wenn sie die tiefsten Tiefen der Verzweiflung erreicht haben und glauben,
dass in der Welt der Materie kein Ausweg mehr zu finden ist.

Das ist der Zweck ihrer irdischen Existenz.
Sie werden in der Lage sein,
höhere Bewusstseinszustände zu erreichen,
die es wiederum ermöglichen,
dass größere geistige Kräfte durch sie wirken.

So getan, wird sich alles andere fügen.

Alter und neuer Mensch

Baum der Erkenntnis – Quelle: Pinterest

Epheser 4,22–24: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“

Das Ziel der Menschheit ist es, ihre Unwissenheit, ihren Irrtum und ihren Aberglauben zu vertreiben und sie in das strahlende Licht der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Wissens zu bringen, damit sie beginnen kann, so zu leben und sich zu verwirklichen, wie es dem Zweck ihrer irdischen Inkarnation gemäß sein sollte.

Irgendwann kam der Verfall, die Verfälschung des geoffenbarten Wissens zu politischen, theologischen und manchmal auch staatlichen Zwecken.

Der Mensch glaubt weiterhin an Legenden. Die Geschichte von Adam und Eva ist eine solche. Gott ist die große, geistige Kraft der Schöpfung von allem.

Ich stelle ernsthaft die Frage: Lässt dieser große Geist in seiner Allmacht, seinen Sohn am Kreuz sterben, um die Erbsünde des ersten Menschenpaares zu tilgen, wie Gott es angeblich versprochen hatte? Laut Kirche hat der Nazarener durch seinen Tod den Menschen die Türe zur Wiederauferstehung geöffnet, die bis zu jenem Zeitpunkt verschlossen war. Sie gaukelt den Menschen heute noch vor, die Verstorbenen würden in ihrer alten Gestalt am jüngsten Tag wiedererscheinen.

Durch Jesus’ Lehren hat er wahrlich das Bewusstsein gestärkt und dafür gesorgt, dass die Menschen den richtigen Weg zur Erleuchtung finden.

In der Bibel gibt es eine weitere Geschichte von Abraham, der seinen Sohn töten/opfern sollte, angeblich auf Befehl Gottes. Sollte das der Beweis für Abrahams Gottesfürchtigkeit und Gehorsam sein? Noch einmal die Frage: Was ist das für ein Gott, der so etwas fordert? Auch Ibrahim wollte seinen Sohn opfern. Ja, Söhne waren damals das Wertvollste. Töchter zählten nichts.

Meiner Meinung nach hat die katholische Kirche die jüdische Überlieferung vom sündigen Paar Adam und Eva für sich selbst benutzt, um die gläubige Bevölkerung zu manipulieren und ihr ein schlechtes Gewissen zu machen.

Paulus schrieb den Ephesern: „Ihr dürft nicht mehr so leben wie die Heiden.“ Das bedeutet, man kann nicht Christ sein und weiter vortäuschen, als sei alles beim Alten. Es verlangt nach einer radikalen Umkehr und Änderung des Lebensstils.

Wie der historische Mensch lebte, erfahren wir aus der Bibel:

Adam und Eva gehorchten Gott nicht und aßen von der verbotenen Frucht. Kain erschlug seinen Bruder aus Eifersucht. All diese Ereignisse überschatteten die Menschheit und endeten mit der Sintflut. Danach geht es sündig weiter: Die Menschen wollten gottgleich sein und bauten einen Turm, um Gott zu erreichen.

Heute sind die Menschen nicht schlechter oder besser als früher, nur die Methoden sind anders.  Die Mächtigen halten die Schwachen nieder, Frauen werden erniedrigt oder vergewaltigt, es gibt Kriege mit Millionen Toten, Korruption, Diebstahl, Lügen und Betrug. Das ist der Mensch, der alte Mensch, der in der Sünde lebt. Doch das Schlimmste ist, dass die Menschen sich von Gott entfremdet haben.

Paulus schreibt in den Versen davor: „Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung hingegeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier.“ – Ja, es gab unreine Dinge in Form von sexuellen Ausschweifungen, Satanskulten oder unterschiedlichen Süchten. Das war in Ephesus so und das ist heute weltweit nicht anders, nur die Begierden sind andere geworden.

Jesus’ Lehre ist der Weg zu Gott. Das wusste auch Paulus. Das Christentum ist nicht einfach eine damals neue moralische und sittliche Weltanschauung, die sich bis in ferne Zukunft fortsetzen wird. Ein wenig anständiger zu werden, reicht nicht. Es geht darum, ein neuer Mensch in einem neuen Leben zu werden. Jesus ging es darum, den Menschen innerlich neu zu machen, und das geschieht nicht nur in einem einzigen Leben. Die Seele und ihre Anteile werden sich in mehreren Leben ‚erhellen‘ müssen. Aber das bestimmen geistige Kräfte, nicht der Mensch.

Nur, was hat den Menschen so schlecht gemacht, in all seiner Eigenwilligkeit mit seinem angeblichen Ungehorsam? Eva war es angeblich (natürlich eine Frau!), die Adam den Apfel reichte, was von Gott verboten war. In der jüdischen Überlieferung war es eine Frucht vom Baum der Erkenntnis (Gen 2,17); danach konnten sie Gut und Böse erkennen. Diese Wahrnehmung, nach dem Beweisbaren zu urteilen, ließ sie die unsichtbare Welt des Himmels vergessen. Genauso ist es auch heute.

Gott hat den Menschen nach seiner Idee erschaffen, nach seinem Bilde, wie es heißt. Auch heute noch wird es von den Kirchen missinterpretiert. Man erklärt, Gott sehe aus, wie wir, mit ebensolchen Eigenschaften. Einziger Unterschied sei die Sterblichkeit des Menschen mit maximal 120 Jahren.

Gen 1,31: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.“ – Und danach folgt die 2. Schöpfungsgeschichte in Gen 2.

Warum soll der Mensch sein Kleid wechseln, wenn der/das erst Erschaffene sehr gut war? Der erste Mensch muss sich stark und frei gefühlt haben, bis ihm bewusst wurde, dass er sterblich ist. Möglich wäre es aber auch, wenn die Menschen zuerst in geistiger Gestalt vorhanden gewesen wären, in einer Sphäre, die man „Himmel“ nennt, im Astralleib. Wer weiß?

Friedensreich

Am Abgrund – KI modifiziert – Quelle: Pinterest
Kraft des Geistes – Dich zu bannen, 
wird auf Erden nicht gelingen.
Aus des Himmels Lichterzauber
schwebst Du still mit breiten Schwingen.

Sende Funken den Gedanken
in das Reich der dunklen Klagen,
wo die Blindgewordenen sanken
und längst andere Götter haben.

Andere Zeiten – Welt im Wandel,
seht sie nur, die Gottesfernen:
Materialismus, Geld und Handel,
Sinnestaumel, Griff nach Sternen.

Leben wollen, Frieden finden –
hat nicht jeder Mensch auf Erden,
Sehnsucht nach den höheren Dingen?!
Einmal wird es Wahrheit werden!

Christlich ist das Reich des Friedens,
das in dieser Zeit nicht endet;
Friedensreich des ew’gen Sieges,
darin Gott uns Gnade spendet.