Vertrauen und glauben

KI generiert, Quelle: Pinterest
Man soll sich nicht mit Weltlichem belasten,
auch wenn's im Alltag manchmal anders ist.
Es ist dann wie im Unsichtbaren tasten,
obwohl die Schlange Kaa „Vertrau mir!“ spricht.

Wir haben vieles noch zu überwinden,
was uns den Blick versperrt zum wahren Licht;
will uns Bequemlichkeit ans Alte binden,
trägt es die Abstiegsangst im Angesicht.

Reformen nennt man die, die keine sind.
Wir mäkeln an den ‚unreifen Geschenken‘,
die sauer schmecken, was Vertrauen nimmt,
kontaminiert ist es mit altem Denken.

Denn das Moderne dieser Zeit, man lehnt es ab,
weil was vorüber ist, viel besser schien;
mit dem, was Heimat ist, ging's steil bergab,
aufhalten muss man es, dem Sog entfliehen.

Es stört so manches, und es bleibt die Angst,
die Heimat immer mehr vermischt zu sehen;
die Nationalität, als amtliche Instanz,
achtlos vergeben, wird sie untergehen.

Ein „Made in Germany“, – es gilt nichts mehr,
zu viele Köche, die den Brei verderben.
Die Ablehnung der Fremden von weither,
kommt nicht den Nazis gleich und ihren Schergen.

Vertrauen schaffen und Heimat bewahren,
zu wissen, wo man hingehört und nicht,
dafür die eigene Nationalität bejahen,
wenn sie im Widerspruch zur Herkunft spricht.

Von Gott verliehen

Quelle: Pinterest

Wie in einem tiefen Brunnen,
gefüllt mit geistigen Gaben,
bietet sich eine Quelle,
die niemals versiegt.

Immer wieder füllt sie sich neu,
wird auch ein Teil daraus entnommen.
Den Menschen wird sie dienen,
die sich daran selbst verwirklichen.

Denen die Gaben des Geistes verliehen wurden,
müssen auf Schwierigkeiten stoßen,
die es ihnen ermöglichen,
zu erkennen,
dass die Quelle allen Seins
auch ihres eigenen,
nicht in etwas Physischem liegt,
sondern in dem,
was geistig ist.

Sie werden erst dann mit diesen erhabenen Wahrheiten konfrontiert,
wenn sie die tiefsten Tiefen der Verzweiflung erreicht haben und glauben,
dass in der Welt der Materie kein Ausweg mehr zu finden ist.

Das ist der Zweck ihrer irdischen Existenz.
Sie werden in der Lage sein,
höhere Bewusstseinszustände zu erreichen,
die es wiederum ermöglichen,
dass größere geistige Kräfte durch sie wirken.

So getan, wird sich alles andere fügen.

Alter und neuer Mensch

Baum der Erkenntnis – Quelle: Pinterest

Epheser 4,22–24: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“

Das Ziel der Menschheit ist es, ihre Unwissenheit, ihren Irrtum und ihren Aberglauben zu vertreiben und sie in das strahlende Licht der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Wissens zu bringen, damit sie beginnen kann, so zu leben und sich zu verwirklichen, wie es dem Zweck ihrer irdischen Inkarnation gemäß sein sollte.

Irgendwann kam der Verfall, die Verfälschung des geoffenbarten Wissens zu politischen, theologischen und manchmal auch staatlichen Zwecken.

Der Mensch glaubt weiterhin an Legenden. Die Geschichte von Adam und Eva ist eine solche. Gott ist die große, geistige Kraft der Schöpfung von allem.

Ich stelle ernsthaft die Frage: Lässt dieser große Geist in seiner Allmacht, seinen Sohn am Kreuz sterben, um die Erbsünde des ersten Menschenpaares zu tilgen, wie Gott es angeblich versprochen hatte? Laut Kirche hat der Nazarener durch seinen Tod den Menschen die Türe zur Wiederauferstehung geöffnet, die bis zu jenem Zeitpunkt verschlossen war. Sie gaukelt den Menschen heute noch vor, die Verstorbenen würden in ihrer alten Gestalt am jüngsten Tag wiedererscheinen.

Durch Jesus’ Lehren hat er wahrlich das Bewusstsein gestärkt und dafür gesorgt, dass die Menschen den richtigen Weg zur Erleuchtung finden.

In der Bibel gibt es eine weitere Geschichte von Abraham, der seinen Sohn töten/opfern sollte, angeblich auf Befehl Gottes. Sollte das der Beweis für Abrahams Gottesfürchtigkeit und Gehorsam sein? Noch einmal die Frage: Was ist das für ein Gott, der so etwas fordert? Auch Ibrahim wollte seinen Sohn opfern. Ja, Söhne waren damals das Wertvollste. Töchter zählten nichts.

Meiner Meinung nach hat die katholische Kirche die jüdische Überlieferung vom sündigen Paar Adam und Eva für sich selbst benutzt, um die gläubige Bevölkerung zu manipulieren und ihr ein schlechtes Gewissen zu machen.

Paulus schrieb den Ephesern: „Ihr dürft nicht mehr so leben wie die Heiden.“ Das bedeutet, man kann nicht Christ sein und weiter vortäuschen, als sei alles beim Alten. Es verlangt nach einer radikalen Umkehr und Änderung des Lebensstils.

Wie der historische Mensch lebte, erfahren wir aus der Bibel:

Adam und Eva gehorchten Gott nicht und aßen von der verbotenen Frucht. Kain erschlug seinen Bruder aus Eifersucht. All diese Ereignisse überschatteten die Menschheit und endeten mit der Sintflut. Danach geht es sündig weiter: Die Menschen wollten gottgleich sein und bauten einen Turm, um Gott zu erreichen.

Heute sind die Menschen nicht schlechter oder besser als früher, nur die Methoden sind anders.  Die Mächtigen halten die Schwachen nieder, Frauen werden erniedrigt oder vergewaltigt, es gibt Kriege mit Millionen Toten, Korruption, Diebstahl, Lügen und Betrug. Das ist der Mensch, der alte Mensch, der in der Sünde lebt. Doch das Schlimmste ist, dass die Menschen sich von Gott entfremdet haben.

Paulus schreibt in den Versen davor: „Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung hingegeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier.“ – Ja, es gab unreine Dinge in Form von sexuellen Ausschweifungen, Satanskulten oder unterschiedlichen Süchten. Das war in Ephesus so und das ist heute weltweit nicht anders, nur die Begierden sind andere geworden.

Jesus’ Lehre ist der Weg zu Gott. Das wusste auch Paulus. Das Christentum ist nicht einfach eine damals neue moralische und sittliche Weltanschauung, die sich bis in ferne Zukunft fortsetzen wird. Ein wenig anständiger zu werden, reicht nicht. Es geht darum, ein neuer Mensch in einem neuen Leben zu werden. Jesus ging es darum, den Menschen innerlich neu zu machen, und das geschieht nicht nur in einem einzigen Leben. Die Seele und ihre Anteile werden sich in mehreren Leben ‚erhellen‘ müssen. Aber das bestimmen geistige Kräfte, nicht der Mensch.

Nur, was hat den Menschen so schlecht gemacht, in all seiner Eigenwilligkeit mit seinem angeblichen Ungehorsam? Eva war es angeblich (natürlich eine Frau!), die Adam den Apfel reichte, was von Gott verboten war. In der jüdischen Überlieferung war es eine Frucht vom Baum der Erkenntnis (Gen 2,17); danach konnten sie Gut und Böse erkennen. Diese Wahrnehmung, nach dem Beweisbaren zu urteilen, ließ sie die unsichtbare Welt des Himmels vergessen. Genauso ist es auch heute.

Gott hat den Menschen nach seiner Idee erschaffen, nach seinem Bilde, wie es heißt. Auch heute noch wird es von den Kirchen missinterpretiert. Man erklärt, Gott sehe aus, wie wir, mit ebensolchen Eigenschaften. Einziger Unterschied sei die Sterblichkeit des Menschen mit maximal 120 Jahren.

Gen 1,31: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.“ – Und danach folgt die 2. Schöpfungsgeschichte in Gen 2.

Warum soll der Mensch sein Kleid wechseln, wenn der/das erst Erschaffene sehr gut war? Der erste Mensch muss sich stark und frei gefühlt haben, bis ihm bewusst wurde, dass er sterblich ist. Möglich wäre es aber auch, wenn die Menschen zuerst in geistiger Gestalt vorhanden gewesen wären, in einer Sphäre, die man „Himmel“ nennt, im Astralleib. Wer weiß?

Friedensreich

Am Abgrund – KI modifiziert – Quelle: Pinterest
Kraft des Geistes – Dich zu bannen, 
wird auf Erden nicht gelingen.
Aus des Himmels Lichterzauber
schwebst Du still mit breiten Schwingen.

Sende Funken den Gedanken
in das Reich der dunklen Klagen,
wo die Blindgewordenen sanken
und längst andere Götter haben.

Andere Zeiten – Welt im Wandel,
seht sie nur, die Gottesfernen:
Materialismus, Geld und Handel,
Sinnestaumel, Griff nach Sternen.

Leben wollen, Frieden finden –
hat nicht jeder Mensch auf Erden,
Sehnsucht nach den höheren Dingen?!
Einmal wird es Wahrheit werden!

Christlich ist das Reich des Friedens,
das in dieser Zeit nicht endet;
Friedensreich des ew’gen Sieges,
darin Gott uns Gnade spendet.

Gefühl von Sommer

Bild von pasja1000 auf Pixabay
Der Himmel breitet seine Bläue
an Sonnentagen über Stock und Stein.
Die Welt liegt hell, dass sich ein Jeder freue,
und jedes Korn wiegt sich zur Reife ein.

Geöffnet sind die weiten Sommertore,
und alles, was sich regt nach Licht,
erblüht im rosa Schein, wie Blütenflore,
dass sie verblühn, erschreckt sie nicht.

Willst du die Gräser wachsen hören? –
Es treibt hinauf, das immer gleiche Lied!
Als wollten sie beschwingt den Tag beschwören,
der Schatten nimmt und pure Liebe gibt.

Wandel der Zeit

Quelle: Pinterest
Ob in Lüften, ob im Wasser,
und in allen irdenen Zonen,
überall im Weltenwandel,
sollen gute Kräfte wohnen.

Wo die Reden nicht nur rauschen,
in des Windes Luftgesang;
Offenbarung soll verstehen,
jeder Mensch in jedem Klang.

Sprache aus dem Mund des Kindes,
gab der Schöpfergeist von oben.
Welche Deutung gab uns Gott,
welcher Segen kommt von droben?

Menschen kommen, Menschen gehen;
andre Zeiten, andre Götter!
Einer nur wird ewig bleiben,
unberührt vom Zeitenwetter.

Denn Neuzeit erstürmt die alte –
losgelöst erscheint die Kette,
deren Glieder längst gerissen;
wie ein Fluss, der treibt vom Bette.

Torheit wär’s, den Sturm zu schelten,
als er Bäume spielend knickte:
grolle nicht den Weltgewalt’ gen,
die uns Tod und Kummer schickten.

Großer Frevel ist auf Erden
Unglück, das nur Einer richtet.
Sind des Herrschers Taten ‚groß‘,
wenn er Mensch und Land vernichtet?

Über abgrundtiefen Rätseln
huscht der Mensch mit leichtem Sinn.
Reicht dem Einen eure Hände,
dem, der übers Wasser ging.

Ursprung

Ich wandre durch die Welten,
bewusstseinsblind geboren,
kenn nicht den Weg.
Mit vielen Steinen ist er dicht belegt,
es freut und schmerzt zugleich,
ihn zu durchschreiten.
Niemand geht leichten Fußes,
ohne Leiden.

Nur eine Ahnung wacht;
in mir, ein Urvertrauen.

Das Blut in meinen Adern ist ein Fluss,
der altes Wissen in sich trägt
und einen Geist, der Wahrheit finden muss.
Durch alle Zeitenflüsse treibt sie ihn,
denn alle Lebensgeister sind aus ihm.

Ob Moses Volk einst auszog
aus dem Land der Pharaonen,
durch Sturmesfluten und durch
Wüstenschwere,
nun trägt auch mich
die gotterfüllte Lehre.

Gefahren trotzend geht mein Blick nach oben,
wo ich, von Sonnenhand erhoben,
bestaun den Bogen, bunt, wie ein Kristall.
Wann immer ich ihn sehe, ist er Kompass mir.
Mein Ziel erreichen, will ich, dort und hier.

Was Mensch aus Gott gemacht,
in Kirchen und Gedanken,
Es ist nur ein falsches Bild.
Es wird vergehen,
wie die Gewohnheit irdischer Belange,
ganz ohne Rasse, Nationalität,
im lichten Land befreit sein wird, verweht.

Wo sich die Seelen finden,
körperlos und fern der Zeitenflüsse,
wo Gut und Böse sich zur Harmonie verbinden,
da ist mein Ursprung, möcht' ihn wiederfinden!

Gleichgültig

Quelle: Pinterest
„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“,
hieß es einst in Kinderjahren,
als zu uns, aus fernen Ländern,
fremde Menschen zu uns kamen.

Italiener, die uns halfen,
neuen Wohlstand zu erwerben,
den wir einst im Krieg verloren,
durch die eigenen braunen Schergen.

Viele folgten noch, auch andere,
die uns fremd und bös erschienen;
schwarze Haare, anderer Glaube.
Glaubten wir doch an Doktrinen,

eine Sammlung von Geschichten,
theologisch und abstrakt,
die einst abgehobene Priester
jahrelang uns beigebracht.

Einfach ist der Wahrheit Mitte
in den meisten Religionen,
als sie noch gelehrt von Kräften,
die noch geistig in uns wohnen.

Von der großen Kraft beseelt,
inspiriert in alten Tagen,
alle Menschen seien gleich,
dieses Band des Geistes tragen.

Etwas bringt uns zueinander,
denn was gleich in uns, vereint.
Sonne scheint auf alle Menschen,
einerlei ist’s, wem sie scheint.

Wäre ich eine Missionarin, würde ich meine Aufgabe immer in zwei Richtungen sehen. Die eine ist rein destruktiv und die andere konstruktiv. Erstens, all das Unkraut zu vernichten, das die menschliche Seele schon zu lange erstickt hat: das Unkraut der Falschheit, das von den Kirchen gefördert wird; all die unsinnigen, abstoßenden und manchmal blasphemischen Lehren, die im Namen der Religion angeboten werden. All das muss ausgerottet werden, denn es verhindert, dass das Leben gelebt wird, wie es sollte. Das ist der zerstörerische Teil. Der konstruktive Teil besteht darin, Wissen anzubieten und zu zeigen, wie vernünftig, wie einfach, wie schön und wie wahr es für alle ist, die bereit sind, es zu empfangen. Die beiden Aufgaben gehen Hand in Hand.

Es gibt viele Menschen, die jede Kritik an der Falschheit ablehnen und deren wahres Gesicht nicht erkennen. Was soll ich dazu sagen?! Was ist der Ostersegen eines Papstes gegen den Segen Gottes, der aus unserem Herzen kommt? Jeder muss selbst ‚erleuchtet‘ werden.

In unseren Adern fließt das gleiche Blut, in jedem von uns steckt der gleiche Geist. Der große Geist hat uns alle zu Mitgliedern einer einzigen Familie gemacht.

Kinder lassen sich von der Meinung Erwachsener manipulieren. Sie erkennen nicht die zugrunde liegende Einheit. Ich habe mich als Kind darüber gewundert, dass mir mein Vater den Umgang mit einem italienischen Mädchen verbat. Ich war fasziniert von ihren wunderbaren langen, schwarzen Haaren, die sie zu einem Zopf gebunden trug. Meine Eltern lehnten alle Ausländer ab.

Die müssen daran erinnert werden, dass es keinen wahren Fortschritt gibt, bis diese geistigen Realitäten ihren Platz in allen weltlichen Systemen einnehmen.

Ich mag

Schneewittchen und die sieben Zwerge – gemalt von mir im Kindergarten 1957
Ich mag in der Vergangenheit wühlen –
habe so manche Träne vergossen.
Die bunten Eier …, spür‘ alte Gefühle;
hab sie tief im Herzen verschlossen.
Ich tue so, als wären ALLE bei mir,
denn nur, weil SIE lebten, bin ich hier.

Ich mag Kamine mit rauchenden Schwaden,
wie auf dem Kinderbild, wo sie nicht schaden,
auf Dächern vertrauter Häuser, darin
Menschen und deren Eigensinn;
Gesichter, die verändert in Jahren,
Falten, wie Jahresringe tragen.

Ich mag rote Ziegel, die sich dunkler verfärben,
wenn der Regen sie nässt und mein Leben auf Erden.
Kaminfeuer, das in Haus und Gemüt
Behaglichkeit und Wärme versprüht.

Ich mag Vögel, wie sie fliegen, dort oben,
jeden Flügelschlag und ihr Singen und Toben;
wenn sie Platz für neue Nester finden,
und dort kunstvoll Zweig mit Zweig verbinden.

Ich mag, wie in der Kindheit, auf dem Dörpel sitzen,
mit dem Tretroller über die Straßen flitzen,
Lakritz-Wasser trinken, Glanzbilder betrachten,
die Zigarrendose, in der sie Jahre verbrachten,
die Unbeschwertheit weniger Tage genießen
und abends mit Grießbrei den Abend beschließen.

Ich mag Erinnerungen an unseren Garten,
wo bunte Eier auf Entdeckung warteten.
Wo Osterfeuer der Freude dienten und dem Brauch,
und das innere Kind, wenn es lacht, mag ich auch!