Ideenfunke

In jedem Sein gibt es ein Werden,
vor jeder Wirklichkeit den Schein;
was Funke war, wird Aufbegehren,
um Pflänzlein aus der Saat zu sein.

Aus der Idee wurd' einst Erfahrung,
die ausgelebt vergangen ist;
ein Bild daraus wird Offenbarung,
die das Bewusstsein wiegt und misst.

Es wächst nach oben hin zum Lichte,
was Frucht trägt und die Art erhält,
und was nicht reift, treibt in der Dichte
der Erde, deren Dasein zählt.

Radikaler Feminismus

Karte im Tarot – Quelle: Pinterest

Führung des Staates – reformiert und wandelt,
zum Guten oder Argen;
deine Gesetze füllen Blätter,
in einem Buch,
dessen Buchstaben zu Makulatur verkommen,
wenn Unordnung nicht Ordnung sein darf,
und Berge von Paragraphen die Sicht auf Wesentliches verhindern.

Manchmal ist die Justice
auf dem linken Auge blind.

Manipuliert durch Starrsinn der Einfachen,
die Gerechtigkeit wollen und Freiheit denken,
jedoch Gleichheit erzwingen und Eigentum schänden,
Ordnung verhindern,
um ihre Unordnung zu schützen.

Gleichgesinnte mit gendernden Sternchen,
*innen feministisch erhöht,
ziehen mit schrillen Stimmen und sozialen Parolen,
das Werk der Frauen,
die geschichtlich Großes vollbrachten,
in den Rinnstein der Vergangenheit.

Von Gott verliehen

Quelle: Pinterest

Wie in einem tiefen Brunnen,
gefüllt mit geistigen Gaben,
bietet sich eine Quelle,
die niemals versiegt.

Immer wieder füllt sie sich neu,
wird auch ein Teil daraus entnommen.
Den Menschen wird sie dienen,
die sich daran selbst verwirklichen.

Denen die Gaben des Geistes verliehen wurden,
müssen auf Schwierigkeiten stoßen,
die es ihnen ermöglichen,
zu erkennen,
dass die Quelle allen Seins
auch ihres eigenen,
nicht in etwas Physischem liegt,
sondern in dem,
was geistig ist.

Sie werden erst dann mit diesen erhabenen Wahrheiten konfrontiert,
wenn sie die tiefsten Tiefen der Verzweiflung erreicht haben und glauben,
dass in der Welt der Materie kein Ausweg mehr zu finden ist.

Das ist der Zweck ihrer irdischen Existenz.
Sie werden in der Lage sein,
höhere Bewusstseinszustände zu erreichen,
die es wiederum ermöglichen,
dass größere geistige Kräfte durch sie wirken.

So getan, wird sich alles andere fügen.

Heiliger Geist Leben

Das hebräische Wort für Geist ist Ruach, was übersetzt „Wind“, „Hauch“ oder „Lebenskraft“ bedeutet.

Quelle: Pinterest

Die ganze Welt existiert aufgrund des Geistes.
Ohne Geist gibt es kein Leben, denn Leben ist Geist und Geist ist Leben.
Der Geist des Menschen muss seinen vollen Ausdruck finden.

Wirklichkeit, vom Dunkel befreite Wahrheit,
du bist nicht in der Materie zu finden,
nicht in den Körpern bist du zu entdecken.

Menschen sind geistige Wesen;
Spiritualität wächst vom Moment der Empfängnis.
Es gibt nichts, was von dieser Realität trennen kann.

Der Mensch existiert aufgrund des ewigen Geistes,
um im Sonnenlicht der Freiheit zu leben.

Wissen muss in dieser Welt regieren und die Unwissenheit vertreiben;
Wissen muss sich verbreiten,
damit nicht die Angst aktivierendes Motiv des Geistes ist.

Der Geist des Menschen muss regenerieren und sich erneuern.

Ein Wandel im Herzen und die Anwendung geistiger Werte,
sind die einzigen Mittel,
welche Frieden in unsere unruhige Welt bringen werden.

Salz der Wahrheit

Carlos Schwabe (1866-1926)
Alle Frühlingswetter sind schon bald vergangen,
längst verweht, die grüne Woge des Erwachens,
gediehen in der Wärme, nimmt sie Abschied vom Anfang,
verwandelt die Tage, die hitzig zur Ernte hin fiebern
und Schatten malen auf dem Ginster,
der leuchtend blüht in den Weiten.

Bald glühen die Rosen, frohlocken,
betören durch Duft und Gebilde,
wie in farbigen Sträußen gebunden,
befreiend durch Dornen im Strauch -
gebrochen, mit blutigen Händen.

Stolzer Wald, du bist durch sie entwurzelt;
schwach liegt manches Holz am Boden nieder,
und die Dämmerung wob graue Fäden
in den Frühschimmer erster Strahlen.

Wald um Wald verschwanden,
Erd‘ und Himmel sind verdunkelt
und der Schimmer ist verblasst,
als Schlot-Asche niederhauchte,
die sich giftig in die Böden wuschen, Wachstum lähmend,
und die Mühlen mahlten unter Hämmern.

Wo ein Wispern in den Zweigen
traumhaft schien an Sommertagen,
Schattenkühle herrschte in der Waldesstille,
wo aus duft’gem Moos und grünen Farnen,
alles war so hold und eigen im Erleben.

Heute drehen dort die Räder, und die Täler
sind von Stein und Staub gefüllt in all den Jahren.
Düstre Zweifel wohnen in den Mauern,
denn die Feigheit buhlte mit des Teufels stolzer Tochter.

Alles Göttliche verdämmerte im Argwohn,
Angst diktierte manche Schrift und Mächte,
die von Gott sich eingesetzt ernannten,
schürten diesen Wahn mit Höllenfeuer.

Geld und Macht sind höchste Götter hier auf Erden,
und die Zeit ist schwer belastet von Gesetzen,
die der Natur zuwider, eigenmächtig in der Habgier handeln.

Führt die Braut des Wahns zu Opferbänken,
damit Gott in uns den Weg zur Heimat zeigt;
lass uns in der Waldkapelle horchen nach
verlorenen Klängen.

Was der Welt an Würze mangelt,
ist das Salz der Wahrheit, die zu streuen
Weisheit bringt und Wohlergehen.
Wachsen, hin zum Licht gewandt durch Jahreszeiten -
neu erwacht erblühen in der Welt von Morgen.

Glasklar

Danke, lieber Stefan, für Deine inspirierende Komposition! 💜

Hinter den Scheiben, 
die Kontur eines Kindes.
Zurückgelassene Erinnerung;
ein längst verblasster Traum,
mit jedem Jahr entfernter,
doch niemals ganz vergessen.

Wie ein Licht am verregneten Abend,
das durch das Zwielicht dringt,
die geliebte Melodie einer Geige,
durchbrochen vom Tönen der Tropfen.

Gardinen umrahmen das Bild
der getrübten Scheiben,
setzen den Hauch eines Gedenkens –
verklärte Reminiszenz
an das innere Kind im eigenen Herzen.

Zyklus von Leben und Tod

Der Festzug der Natur wiederholt sich in jeder menschlichen Seele.

Zuerst gibt es den Frühling mit dem erwachenden Bewusstsein,
den Sommer, wenn die Kräfte des Menschen zu ihrem Höhepunkt aufsteigen, den Herbst, wenn das Leben zu schwinden beginnt, und den Winter, wenn der Schlaf in die müde, erschöpfte Seele kommt.

Aber selbst nach dem Winter des physischen Lebens kommt der Frühling für den Geist, wenn er in einer anderen Welt erwacht,
um den ewigen Zyklus fortzusetzen.

Lerne von der Natur diese Botschaft.