Tag, du senkst dein Licht ins Nebelgrau der Ferne, wo zum Horizont die rosa Wolken ziehen, die so hingehaucht, wie Rosen kurz erblühen, und dann nachtverdunkelt untergehen mit der Sicht auf erste Sterne.
Mondschein, der durchs Himmelgrau des Abends bricht, hat sich zauberhaft hinzugesellt; magisch formt er seine eigene Welt. Erdverbunden schwindet alles, Licht an Licht. Welt, sie schläft. Wer schläft, der sündigt nicht!
Der Mond wird voll sein in den nächsten Tagen, die Träume ziehen durch mich, wie gesiebt; die Seele löchrig, grau, voll Unbehagen, sieht Menschen, Häuser, Wege, ungeliebt.
Bin der Pierrot im Traum, der niemals lachte, der weißgeschminkt die Augen niederschlägt, naiv und melancholisch Mitleid brachte, der wortlos diente, bis das Licht ausgeht.
Gedankengänge, die sich nicht vollenden, wie Fetzen, ausgerissen und verweht; unheilbar hier, wie Risse in den Wänden, im Haus, das bald schon nicht mehr steht.
Versunken in der Traumwelt dieses Lebens, von Mond zu Mond mit vollem Angesicht. Zeig mir dein Rund. War all mein Tun vergebens? Bin ich ein Harlekin* bei Tageslicht?
Bild KI generiert mit Gemini
*Der Harlekin als eine Figur von doppelter Natur: Gauner und Heiler, Priester und Teufel, Schamane und Spaßvogel.
Zusammenfassung
Das vorliegende Gedicht reflektiert in eindringlichen Bildern die Unvollkommenheit und Vergänglichkeit menschlicher Existenz. Es thematisiert unerfüllte Gedanken, brüchige Lebensräume und den Zwiespalt der eigenen Rolle, dargestellt durch die Figur des Harlekins, der zwischen Gegensätzen wie Heilung und Täuschung, Ernst und Spiel pendelt. Die Atmosphäre ist von Melancholie, Selbstzweifel und der Suche nach Sinn geprägt.
Oh Mond – jetzt ist es gut! Lass deinen silbrig fahlen Glanz verdunkeln. Du musst nicht heller als die Sterne funkeln. Machst in mir Wut!
Du kleine Leuchte dort am Himmel, besiegst den mächt’gen Arm des Schlafes, kenn schon den Namen jenes letzten Schafes, das ich gezählt, im Nachtgewimmel.
Tauche in Dunkel deine silbrig grauen Fäden, spinn nicht mehr ein, was nur der Nacht gehört! Der neue Tag klopft schon – du bist es, der ihn stört. Die Helligkeit greift durch die Fensterläden.
Die helle Mondnacht zog mein Träumen an, voller Gesichter hier und dort; verwoben mit dem Jenseits dann und wann, an einem unbekannten Ort.
Wo Rotation uns Jahreszeiten schafft, der Erdball um die Sonne kreist, lebt man dort Gegenwart, ganz ohne Tag und Nacht, in ewigem Licht, das eigenartig gleißt.
Wie fremde Sphären - einfach grenzenlos; ein jeder zieht ins Haus, das ihm gebührt. Entfernungen sind klein und niemals groß - nur ein Gedankensprung, der dort zum Ziele führt.
Kein Schlafen, nur ein Wachen, körperlos; der Geist hält inne, wenn er Stärkung braucht. Es übertrifft der Sinne Vorstellkraft, so schön ist alles, wie in Pracht getaucht.
Und jede Klangoktave klingt wie Chor, mit Hörbereichen, die dem Menschen fremd, denn diese Töne dringen nicht ins Ohr, sind körperlichem Spektrum divergent.
Begrenzt ist auch die sehende Natur; die Farbscala ist nicht die Wirklichkeit. In die Materie inkarniert zeigt sich die Spur des Paradieses der Unendlichkeit.
Eine Silberstraße übers Meer baut der Mond. Da komm ich dir entgegen, doch ein kurzes Stück nur, deinetwegen, dass du selber findest zu mir her.
Alle schlafen. Nur wer träumen kann, weiss die Erdenschuhe abzustreifen, und des Mondenlichtes Strahl zu greifen, und den Weg zu finden dann und wann.
An der Silberstraße deiner Träume steh ich oft … und oft gehst du vorbei, blickst mich an, als ob ich fremd dir sei, kehrst zurück in unerschlossne Räume.
Warten muss ich, warten dir zuliebe, bis du selber mir entgegenreifst, selbst des Mondenlichtes Strahl ergreifst. – Du wärst so allein, wenn ich nicht bliebe.
Herbststurm wirbelt – Welt wird kühler, greift das Land mit tausend Händen, so, als ob’s ein Spielzeug sei, wirft’s dann fort und zieht vorbei an den starren Häuserwänden.
Vollmond, hinter Wolkenbergen - manchmal nur schaut dich die Welt, lässt sie Himmelswege ziehen, als ob sie der Zeit entfliehen, die die Nacht gefangen hält.
Fahles Licht – ziehst an den Sinnen, treibst Gedanken, wie der Wind; in den mondbeglänzten Räumen, lässt du Mensch von Schatten träumen, die am Tag vergessen sind.
Leben scheint wieder schneller geworden, Vollmond hat unruhige Nächte gebracht, Träume mit fremden Menschenhorden, redende Münder, die sprachlos gemacht.
Am hohen Himmel 3D Hologramme - ich steh auf der Straße, folg ihrer Sicht: Raumschiffe, kriegerische Belange, Künftiges in bedrohlichem Licht.
Still und mahnend ziehen sie dort, wie Wolken, doch bildhaft, in Zukunft gehüllt. Ein übles Traumbild – ich denk mich fort: Wieder ein Ort, mit erschreckendem Bild!
Hochschwanger bin ich, soll gleich entbinden, bekomme Ärzte zur Seite gestellt; allesamt mühen sich. Nicht zu ergründen, ob ich dann Neues bringe zur Welt.
Werd‘ wieder tief in Schlaf versinken, wenn neue Träume, wie Tropfen regnen, will die bittren und süßen trinken, als Geistesblitze genießen und segnen.
Der Monde fahlen Glanz hab ich genossen, wenn sie vom dunklen Firmament, wie Silberflüsse durch die Fenster flossen, besonntes Hell, das Schlaf vom Wachsein trennt.
Das Mondlicht zeichnet Himmelsblässe. Wie es Konturen auf den Häusern malt! Frau Luna ist die älteste Mätresse, die Existenz des Mondes längst bezahlt.
Es scheint, er hat sich abgewandt vom Leben, damit die Erde fruchtbar wird durch ihn, denn ohne ihn, würd‘ es kein Leben geben, und alle Jahreszeiten wär’n dahin.
Er malt das Bild des fernen Widerscheines, die Sonne drosselt durch ihn ihre Kraft. Einmal im Monat zeigt er sein geheimes und fahles Leuchten in der Nacht.
Er ist Begleiter, Lenker der Gezeiten, und wenn die Achse unsrer Erde wankt, ist er die Stütze; alle Klimabreiten und deren Ausgleich sind in seiner Hand.
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