Verlorene Träume

Butterfly – www.mondlicht08.de

Fahl wirft der Vollmond Schatten in die Zimmer.
Groß steht er, Stern umringt, in stiller Wacht.
Hat mich geweckt durch seinen Zauberschimmer.
Nun lieg’ ich lang schon, lausche in die Nacht.
 
Die Grillen geigen monotone Partituren.
Das Blattgewand, es rauscht im nahen Baumgeäst.
Ein Schlag fährt durch die müden Weltenuhren;
die Mitternacht hält magisch alle Zeiger fest.
 
Mein Engel singt mir Nachtwindmelodien.
Gott streut ein lichtes Ahnen in die Zeit.
Die Wesen aus den Schattenreichen fliehen
vorbei wie trüber Nebelhauch…so weit.   
 
Der Schlaf, der gnädige, ist mitgegangen.
Gedanken treiben wie das Wasser an den Strand.
Sie kommen und sie gehen; Traum verhangen
zieh ich mit ihnen ins verklärte Niemandsland.
 
Dort liegt mein Tränensee und auf dem Grunde
verlorne Träume, dicht an dicht, wie Stein an Stein.
Ich treib hinab, versink in sonnenferner Stunde;
spinn’ neue Träume, losgelöst vom Sein.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

9 Gedanken zu „Verlorene Träume“

  1. Liebe Gisela,

    gleich ein paar Male hintereinander hab ich’s gelesen, das ist ein Zauberwerk, welches mich an die zerronnenen Uhren von Dali erinnert oder an Drostes Gedicht „Durchwachte Nacht“. Wieder ganz wundervolles Poesie ! Diese magiegeladenen Zeilen sollten möglichst viele Leser erreichen und das ist der Grund, weshalb ich an dieser Stelle noch ein weiteres Mal zurückmelden möchte, dass Du mit Deinen Beiträgen nun zwar im Abonnenten-Reader zu finden bist, aber leider nicht mehr unter den einzelnen Tags bzw. Suchwörtern. Vielleicht nerve ich mittlerweile auch ein wenig, aber ich find’s halt einfach nur schade und würde Dir da wirklich sehr gerne weiterhelfen, habe aber selbst auch gar keine Idee, warum das hier nicht so läuft wie es sein sollte. Möge sich alles noch einmal zum Guten wenden, damit Deine fantastischen Gedichte nicht einfach ins Leere laufen!

    Herzlichste Grüße an Dich
    von Constanze

    1. Liebe Constanze,

      nein, Du nervst überhaupt nicht – ganz im Gegenteil.
      Es ist wirklich ermüdend, täglich erneut mit WordPress kämpfen zu müssen. Ich weiß wirklich nicht mehr woran es liegt, dass ich nicht im Reader stehe. Ich habe nichts verändert. Vielleicht muss ich nochmals den Support anschreiben. Hab sonst keine Idee. Sobald ich Schlagworte im Reader eingebe, erscheint meine Seite nicht mal mehr in der rechten Spalte.

      Ich möchte Dir ganz herzlich für deine lieben Worte danken. Gerade von Dir so etwas Positives zu lesen, baut mich sehr auf. Vielen Dank!

      Herzliche Grüße
      von Gisela

    2. Liebe Constanze,
      ich habe nachgesehen: Im Reader gehe ich unter bei den Schlagworten ‚Gedicht‘ und ‚Poesie‘. Da muss man schon lange scrollen, um meine Seite zu finden. Wenn man ‚Verse‘ eingibt, erscheine ich recht weit oben.

      Ändern kann ich hier nichts mehr. Die Kriterien, nach denen man ‚für die Mitte‘ ausgesucht wird, kenne ich nicht.
      Nur nicht aufgeben!

      Liebe Grüße
      von Gisela

        1. Es ist schwer zu erklären, denn wenn ich im Hier und Jetzt bin, rede ich ganz normal. Niemand vermutet, dass ich so schreibe.
          Ich liebe die deutsche Sprache und auch die Ausdrucksweise, wie sie heutzutage niemand mehr verwendet.
          Wenn ich Gedichte schreibe, gehe ich auf eine andere Ebene…das ist schwer erklärbar. Wenn wir hier in der zeitlichen Gegenwart sind,
          dann kommen die Gedichte aus einer zeitlosen Ferne. Vielleicht sollte ich erklärend etwas dazu schreiben.

          Danke für Dein Interesse und liebe Grüße.

          1. Danke für deine Antwort. Ich denke, ich kann „in etwa“ verstehen, was du meinst… ähnlich erging es mir bei meinen Märchen, als ich diese schrieb. Aber es war wie eine Epoche und sie kommt nie wieder…
            Anregen möchte ich dennoch, dass du deine eigenen Werke auch kennzeichnest, denn wir haben hier sehr viele „Möchtegerne-Gedichte-Zitate-Verfasser“ die sich an anderer Leute Werke bedienen und sich mit deren Federn schmücken!!!!
            Es ist ja leider so, dass diejenigen, die wirklich etwas leisten oder können, nicht beachtet werden… der oder die Gründe dürften auf der Hand liegen.
            LG

          2. Hallo Rolf,
            danke für deinen Hinweis.
            Gestohlen wird leider immer. Auf meinen alten Seiten hatte ich unter jedem Gedicht meinen Namen stehen. Nun habe ich lediglich auf der Startseite darauf hingewiesen.
            In Bezug auf deine Frage, habe ich unter der Startseite noch eine weitere Erklärung eingefügt. http://www.gottes-bilderbuch.de/home/ueber-meine-gedichte
            Ob das jemand versteht, ist fraglich. Schön, dass du Ähnliches mit deinen Märchen erfahren hast. Auch die Gedichte waren bei mir eine Phase…aber es funktioniert noch.
            Bisher werde ich von wenigen beachtet. Mal sehen, was die Zeit bringt.

            Liebe Grüße

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