Verbindung

Maler unbekannt

Beseelt von neuem Glück will ich dir schreiben,
in manchen Reim versteckter Weisheit Sinn,  

vieles wird wie die Sphinx zwar groß und schön,
doch um so rätselhafter bleiben,  

das Wort wird lenken deinen Weg zu Anbeginn;  
und während ich gedanklich mich im Vers verbinde,

verrinnen die Sekunden visionär;  
ersehnend fühl’ ich lang vergangne Erdengründe

– die Zeit, sie flog dahin, als obs ein Lidschlag wär‘.  
Bist Führer meiner Seele fehlend’ Hand,

bin nur im Geiste das verborgne Glied,  
hinter des Schleiers Anderwelten, unerkannt,

bin ich Vermittler, spinne dir mein Lied.  
Ich bleibe stumm, habe nur diese Zeilen,

um dir zu sagen: Sinnend wart’ ich hier!  
So sehr ein Wort verletzt, so sehr kann es auch heilen;

bin nur gedankenweit entfernt von dir.  
Du wirst es spüren: Wenn ich bei dir weile,

vergessen wir gemeinsam Zeit und Raum,  
wenn ich vom Licht des Universums schreibe,

verschmelzen Endlichkeit und Ewigkeit im Traum.  
So, wie ein Wolkenband den Himmel ziert,
so sollen die geschriebnen Worte sein,  

Gedanken, wie von Engeln inspiriert,
sie gehen tief ins menschlich‘ Herz hinein.

Gott allein hat sie gezählet…

Ich habe meine Seele gerettet – Vladimir Kush

Wolkenberge am Himmelsblau
erhellen den grauen Horizont,
rosig, wie in Sommernächten.
Ewiges Werden und Vergehen.
Treiben lautlos zerfließend,
un-begreiflich.
Entschwinden,
wie hehre Luftgestalten
mit weißen Gewändern.
Atmen die Schwere des Lebens,
Wolkenwanderer,
immer wiederkehrend.
Leuchtend in vielen Nuancen.
Inspiration für Tagträumer.

Gedanken

William Adolphe Bouguereau 1825 – 1905

Mächtige Unsichtbarkeit,
verborgene Energie
in sechster Dimension,
Verbindung zwischen den Welten.
Übermitteln lautlos
Wünsche und Träume,
manipulieren und führen,
durchbrechen Raum und Zeit,
manifestieren das Unmögliche,
senden Liebe und Zuversicht,
schmälern die Kraft des Bösen.
Mittler zwischen Verstand und Seele;
dringen bis ins Herz,
enden im Unbewussten,
lassen uns weinen und lachen,
zeigen uns Wege aus dem Labyrinth
der Alltäglichkeiten,
schenken uns ein Lächeln,
wenn wir in Gottes Arm sanft eingeschlafen sind.