Der Mensch

Bild: Karin M.
Unvollkommen in der Art zu leben,
als Maschine, gut trainiert im funktionalen Sinn. -
Ist er heil, wenn körperliches Streben,
achtet, was ihm Nahrung und Hygiene bringt?

Ist er denn im Geist vollkommen,
wenn er keine Fragen nach dem Sinn des Lebens stellt?
Nur, das, was ihm nützlich scheint wird angenommen,
fern von Ethik und Moral auf dieser Welt. 

So versagen sie im Angesicht der Dinge,
wenn sich diese nicht um Oberflächlichkeiten drehen;
wichtig ist ihm, dass ihm materiell gelinge,
besser, größer, als die anderen dazustehen. 

Schauderhaft sind schrecklich intelligente Wesen,
kalte Roboter, bevölkern diese Welt mit Kraft;
lustlos, im perfekten Überfluss ihr Streben,
das nervös, neurotisch, aggressiv und freudlos macht. 

Wissenschaftlich die Natur bestimmen, 
hat nur eine Art von Weltansicht hervorgebracht,
nur, was wissenschaftlich messbar ist, wird gelingen,
nützlich, sinnvoll sein, mit materieller Kraft.

Deklassiert sind andere Werte, andere Dinge,
wichtig scheint nur, was mit klarer Sicht betrachtet;
nur, wenn Mensch in Trauer Zuflucht sucht,
ratlos ist, sind Ausnahmen erachtet. 

Dunkel sind deshalb getönt die lichten Dinge,
lieber meiden möchte man sie und umgehen.
Zeitlos, nicht kausal, wird das Gesetz gelingen,
das nicht messbar ist und göttlich anzusehen. 

Andere Wirklichkeiten kann man hier benennen,
die sich gefühlsbetont, in der Empfindung offenbaren,
in der wir Glaube, Liebe, Sehnsucht, Hingabe erkennen, 
unmessbar sind sie, wenn im Großen Geist die Hoffnung naht. 

Der Optimist

Quelle: Pinterest
Gottesdienst im Schein der Lichter
oder in der Seelenstille - 
wichtig ist, dass man ihn leistet,
nicht nur folgt dem eignen Willen.

Empfangsbereit mit allen Sinnen,
für die Vermittlung hoher Dinge,
auch hinter die Fassade schauen,
mit Oberflächlichkeiten ringen. 

Auf Inhaltslosigkeiten zeigen,
in einer Welt voll Angst und Schrecken;
Millionen Menschen auf der Flucht,
die tief in Furcht vor morgen stecken.

Verständnis haben für das Leben
und sehen, wie es wirklich ist. 
nicht an Vergangenheiten kleben,
gelassen sein - ein Optimist. 

Es ist wichtig, dass der Mensch weiß, dass er eine unendliche Seele ist, dass seine irdische Pilgerschaft ein kleiner, aber notwendiger Teil eines ewigen Lebens ist. Er sollte dieses Leben nicht in der Dunkelheit der Unwissenheit, sondern im Sonnenlicht der Erkenntnis leben, nicht mit gebeugten Schultern, sondern mit aufrechtem Kopf, nicht mit Angst, sondern mit strahlender, glorreicher Gelassenheit.

Globale Sicht

Tag des Urteils – Jean-Léon Gérôme (1824-1904)

Mensch der Erde, Geist der Welt – unbegreiflich sind die Taten,
die vollkommen in Aktion, die Gerechtigkeit darstellen.

Der Verstand, der unvollkommen, die globale Sicht der Dinge
nicht besitzt, nur eignes Wollen, sieht die Wirklichkeit verschwommen.

Göttlich ist manch Weltgeschehen und von Seinem Geist durchdrungen;
als Entschädigung zu sehen, zur Vergeltung dunkler Stunden.

Wie ein Pendel, ausgeglichen, will das Wiegen mancher Taten
Harmonie und Mitte finden, die dem Ego sind entwichen.

Waage zeigt den Grad des Wandels, zwischen Leben und Verklärung,
zeigt die Göttlichkeit der Liebe, als Gesetz vom rechten Handeln.

Eine Stelle im Alten Testament, Dan 5,25: 
Daniel liest die Worte „mənēʾ mənēʾ təqēl ûp̄arsîn (מְנֵ֥א מְנֵ֖א תְּקֵ֥ל וּפַרְסִֽין)“ und interpretiert sie: „Mənēʾ: Gezählt, das heißt, Gott hat gezählt (mənāh מְנָֽה) die Tage Deiner Königsherrschaft und sie beendet. Təqēl: Gewogen, das heißt, Du wurdest auf der Waage gewogen (təqiltāʾ תְּקִ֥לְתָּא) und für zu leicht befunden. Pərēs פְּרֵ֑ס: Zerteilt (pərîsat̲ פְּרִיסַת֙) wird Dein Königreich und den Persern und Medern übergeben“.

Fazit: Alles Fehlverhalten wird Folgen haben. 

Aus tiefem Tal

Es liegt ein Steg im Mondenschein,
der führt ins tiefe Tal hinein,
der abgefallenen Menschen Welt,
erschaffen, zum Versteh’n erstellt,
durch Geistesdrang mit Sinn erbaut,
ein schmaler Weg. Zu gehen erlaubt,
dem Wand‘rer, der den Schmerz der Zeit,
wenn’s Morgenrot die Nacht vertreibt,
nicht scheut, der unbeirrt in dunkler Stund‘,
es hört, wie ferner Menschenmund
beklagt des Daseins trübe Qual,
von unten her, aus tiefem Tal.

Wo Seelenglanz, einst überreich,
verfinstert wurde, grau und bleich;
wo nur noch wirres Wort die Welt
entzweit, statt sie zusammenhält.
Fern ist der Himmel und sein Mahnen –
ein jedes Sternlein schickt ein Ahnen.
Schutzlos und leere Einsamkeit,
der Welt gelebte Eitelkeit.
Sie schreien nach Wunder und sind blind,
weil ALLES längst schon Wunder sind.
Die Rückkehr ins gelobte Land,
von dem erzählt, längst unbekannt.

Lieblosigkeit in Hoffnung tauschen,
dem Frühlingswind, dem fernen, lauschen.
Längst zugewachsen ist der Weg,
nur selten findet Mensch den Steg,
zurück ins leuchtend, klare Land,
wo ew’ger Frieden ausgespannt.
wo so vom Liebeslicht beschützt,
der Stärkere den Schwäch’ren stützt.
Jeder trägt jedem einen Teil,
des Nächsten Wohl ist eigenes Heil.
Und stehst du an des Wegs Beginn,
treib fort, den schattenhaften Sinn.
So nimm mit dir den Schmerz der Zeit,
trag ihn davon, der Steg liegt weit.

Wer bist DU und wer bin ich?

Grabstein auf dem Melatenfriedhof in Köln
Lass nicht enden der Menschheit Verlangen
nach Frieden und Freiheit, von Irrtümern frei,
lass das Leuchten erkennen, 
das vom Göttlichen sei; 
halt nicht auf ihre Sehnsucht nach gerechtem Geleit,
lass sie erklimmen die Leiter zur Ewigkeit;
lass sie gehn auf den Stufen von Anstand und Pflicht,
zeig den Grund ihrer Sendung im anderen Licht.

Die Dichte des Körpers nahm den Sinn, gab das Kleid -
bedecktes Bewusstsein, für die Wahrheit bereit.

Trügen wir nicht Dich im Innern und das heilige Erinnern, 
Du Gesetz der Harmonie;

Brücke über alle Weiten, alles Lebens, aller Zeiten.
Lichte Boten uns geleiten, hin durch alle Ewigkeiten. 

Hör‘, die innere Stimme spricht: „Wer bist Du und wer bin ich?“


 ❤


Who are you and who am I?

Do not let the desire of mankind end
for peace and freedom, free from error,
let the glow be recognized, 
that is from the divine; 

Do not stop their longing for righteous guidance,
Let them climb the ladder to eternity.

Let them walk on the steps of decency and duty,
show the reason of their mission in a different light.

The density of the body took the sense, gave the dress -
covered consciousness, ready for the truth.

If we did not carry you within and the sacred memory, 

Verbunden

Mutter und Kind – Gustav Klimt (1862-1918)
Eingehüllt in den Mantel der unendlichen Liebe –
nichts geschieht, um diese liebevolle Umarmung zu schwächen,
wie das Band, das unsere Seelen zusammenhält,
denn es ist das Band der Göttlichkeit.

Es umgibt uns alle, solange wir getreu dem Großen Schöpfergeist dienen.
Wir sind immer in Seiner Gegenwart von göttlichen Armen umschlungen,
geborgen in seiner Macht, die uns zu einem Teil von sich selbst erschaffen hat. 

Göttliches Gesetz

Bild von RÜŞTÜ BOZKUŞ auf Pixabay
Festgelegten Pfaden folgend,
gehen wir des Lebens Lauf,
fühlen uns von Gott verlassen,
nehmen tiefes Leid in Kauf.  

Erde dreht um ihre Achse,
der Gezeiten Flut verebbt,
Sterne und Planeten kreisen,
vorbestimmt im Himmelsbett.

Teil des ewigen Zyklus sein,
Jahreszeiten gehn und kommen;
wachsen, blühen und vergehen,
Frühling wird sie neu besonnen.

In Couleur der vielen Vögel
fröhlich in den Tag gesungen,
wie im Wind die Bäume tanzen,
positiv und ungezwungen.

Überall gehorcht das Leben
dem Gesetz des Großen Geistes;
ist ein Teil davon in jedem,
jeder ist Teil Seines Reiches. 

Geist des Lebens

Noch kämpft das Sein um trübe Stunden.
Des Lebenslichtes blasser Schein, er blieb.
Die ferne Zukunft ist im Nichts verschwunden,
so wie der Drang, der mich einst vorwärts trieb.

Es brannte, wie die Fackeln, heiß und groß,
so lebensdurstig war es angefacht.
Die Flamme brannte gierig, pausenlos,
erhellte meine Wege Tag und Nacht.

So, wie ein Kerzen-Heer auf einem Feld,
in Groß und Klein, mal neu, mal abgebrannt,
seh ich die Lebenslichter aufgestellt,
bis sie verlöschen, kalt und unbekannt.

In letzter Glut, zur wohl bestimmten Zeit,
verbleibt der Geist des Lebens in der Welt.
Entzündet neue Flammen, reine Helligkeit,
macht aus der Finsternis ein lichtes Feld.

Mein kleines Licht, kein Zufallshandeln,
es ist entfachter Sinn in mir.
Heilig der Geist, der Leben wandelt
in Sein und Nichtsein, dort und hier.

Körper, Geist und Seele

Quelle: Pinterest
Ist erst der Geist im Mensch erwacht,
der Göttliches empfängt,
vergeht alsdann die lange Nacht,
die Fesseln sind gesprengt.

Empfängt nun Wissen mit Begier,
die Saat beginnt zu blühen.
Emporgeschwungen siegt die Kür,
in Seinem Licht gediehen. 

Zweckdienlich ist des Körpers Zier,
sein Dasein wird vergehen,
erfüllt nur die Bestimmung hier,
sein Geist, er bleibt bestehen. 

Der Geist, das wahre DU in dir,
mit allen Seelenteilen,
wird inkarniert im Fleische hier
zur Geistesgröße treiben.

Wahrheit und Irrtum

Bild: Karin M.
Der Kampf um die Vollkommenheit wird niemals enden,
auch wenn dies unerreichbar ist auf dieser Erde,
um alle Abwehr gegen Falschheit abzuwenden
und Licht zu sein, dass Dunkel heller werde. 

Schwierig und mühsam ist das lange Dienen,
die geistige Verwirklichung aus dem Morast zu heben,
wo sie versunken liegt in Babylons Ruinen,
zurückgeworfen wird, mit hasserfülltem Beben.

Wo sie sich scharen und wo sie verbrennen,
den kleinen Teil von Wahrheit, den sie in sich fühlen;
wo sie in massenhafter Manipulation benennen,
was ihnen ‚weise‘ Männer ins Bewusstsein lügen. 

Zum Töten schreien sie und fühlen sich berufen,
den eignen Wahn und Hass im Land zu schüren,
um Andersdenkenden den Niedergang zu buchen -
Religion der Macht, mit teuflischen Allüren.

So sind die Kirchen hier auf dieser Erde,
sie malen Gott in einem Bild von Wut und Zorn;
sie streuen Zweifel, dass der Sinn verderbe -
sie sind der Stachel und der Rose Dorn.