Du löst die Knoten, entwirrst das Verflechten, vollziehst das Naturgesetz zum stets Gerechten, malst Bilder aus farbigen Schicksalsfäden, die der Menschheit mit auf den Weg gegeben.
Solange wir träumen, sind wir die Geführten, als Körper und Sinne die Freiheit spürten; doch in all unseren tiefsten Daseinsträumen entwachsen wir langsam den Erdenräumen. Wir halten die Fäden in eigenen Händen, die schicksalhaft sich zum Richtigen wenden.
Schau näher hin, sind es wirklich Deine? Hinter dem, was du tust, steht doch stets der All-Eine!
Alle menschlichen Ideen, wie Tau entströmt, aus fernen Himmeln, Talente – hohe Bäume auf Alleen, Gott ließ sie das Unmögliche gelingen.
Die Urkraft, die ihr Werk der Erde schickt, Wunschbilder, die ins Seelenlicht getaucht, ein Denken bilden, das uns hilft und glückt, Gedanken, die der Mensch zum Leben braucht.
Es sind die hohen Kräfte, die uns dienen, sie streuen Gottvertrauen auf die Erde, und was zuerst im Seelenlicht erschienen, das baut der Mensch, es ist dann sein „Es werde!“
Christ geht über das Wasser – Julius Sergius von Klever (1850-1924)
Religion ist es, Gott* zu dienen, indem man seiner Schöpfung dient. Religion hat wenig mit den herkömmlichen Vorstellungen dieser Welt zu tun. Religion ist das, was Gott in den Menschen befähigt, sich in deren Leben zu offenbaren. Religion ist das, was die Verbindung zwischen Mensch und Gott und zwischen Mensch und Mitmenschen verstärkt. Religion ist das, was dich dazu bringt, in deine Welt hinauszugehen und zu dienen, wo immer du kannst. Religion ist Dienst, und Dienst ist Religion. Alles andere ist nicht wichtig.
Wenn der physische Körper abfällt, erweisen sich alle Glaubensrichtungen, für die Menschen lange gekämpft und gestrebt haben, als leer und vergeblich, sinnlos und zwecklos, denn sie haben nicht das Wachstum der Seele gesteigert. Wenn du dich verausgabst im Dienst an anderen, wächst deine Seele in Gestalt und Stärke.
*Ich nenne ihn so. Er hat viele Namen.
Die katholische Kirche hat in den ersten Jahrhunderten heidnische Feste umgewandelt und als christliche eingeführt. Darunter fällt auch das Pfingstfest. Das ursprüngliche, altägyptische „chamsin“, arabisch für ‚Fünfzig‘, nämlich die 50-tägige Dauer des heißen Wüstenwindes, dessen Anfang von den Juden als „pessach“ (Ostern) und dessen Ende als Wochenfest gefeiert wurde.
Die Opfer für dieses Fest waren von den Priestern vorgeschrieben: ein 7-jähriges Lamm, 2 Brote und 2 Schafe als Brandopfer. Außerdem wurden noch ein Bock für die Sünden des Volkes und 2 weitere für das Wohlergehen des Volkes geopfert.
Geld für die Priesterkasse, gestern und heute. Die Einfältigkeit des Volkes wurde stets ausgenutzt. Für jedes Orakel gab es Geld. Weissagungen Dritter wurden mit dem Tod bestraft. Um an der Macht zu bleiben, mussten die Priester dem Volk Angst machen.
Schon zu Moses Zeiten wurden Tausende aus dem eigenen Volk geopfert, durch Verbrennen, Niedermetzeln, Aufhängen oder Kreuzigen, lebendig begraben oder in den Abgrund gestoßen. Moses als Prophet benannte sein Opfer durch ein Orakel und vollzog dieses Todesurteil in der Überzeugung, dass es für das Gemeinwohl notwendig sei.
Die biblischen Gestalten konnten die Verhältnisse des Weltgeschehens nicht deuten. Immer war Glück und Unglück Wirkung unsichtbarer Wesen, deren Wille man sich erdienen musste.
Die Bibel bleibt für jeden denkenden Menschen ein wichtiges Dokument alter Zeit, auch wenn die mit Fälschungen behaftete Theologie, welche von Schriftgelehrten, Priestern, Päpsten und Kaisern beauftragt wurde, längst aufgedeckt ist.
Die Schriften sind ein vortreffliches Menschenwerk, den damaligen Bildungsstand widerspiegelnd, erhaben klingend, aber fehlerhaft. Auf keinen Fall sind sie Gottes Wort!
Menschliches Wohlergehen liegt nicht in der Täuschung, sondern in der Erkenntnis.
Markus 1,22: „Und die Menschen waren erstaunt über Jesus’ Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“
Deren vorentworfene Reden sind tot in sich selbst und beleben keine Seele. Jesus hingegen hat das Feuer in den Zuhörern entfacht und ihren Geist (ihr Bewusstsein) geöffnet, damit sie seine Botschaften verstehen konnten. So ging ihnen ein Licht auf!
In Apostelgeschichte 2 folgt dann ein Zitat aus dem Propheten Joel 2,28: „Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch.“
Ausgießung des Heiligen Geistes – Quelle: Wikipedia
Urew’ge Liebe, Anfang und Vollendung, Ursprung und Ziel! An jeder Wegeswendung rückschauend halt ich Rast, um mich zu laben, und auf den Spuren, die mein Fuß gegraben, geht das Erinnern meinen Weg zurück…
Und aus den Stapfen, die entgegenkommen, steigt Bild um Bild. – Du hast sie mir genommen, weil sich mein Herz, das allzu leicht verschenkte, ans Bild verlor. Doch immer wieder drängte mein hoffend‘ Herz zu nie erfülltem Glück. –
Wie ein Verbannter zog ich einst die Straßen, als ein Verkannter litt ich ohne Maßen. Nur Halbheit war mir, wo ich Ew’ges meinte, bis sich mir Bild um Bild in Dir vereinte. Von Deinem Glanz ist jedes nur ein Stück!
Urew’ge Liebe, Vater aller Wesen, Dein Siegel steht auf jeder Stirn zu lesen, Dein Glanz strahlt mir aus allen Augen wider, Dein Segen strömt als Licht zur Erde nieder.
Eh ich Dich suchte, bist Du mir begegnet, eh ich mich sehnte, hast Du mich gesegnet!
„Gewogen und zu leicht befunden.“ – KI generiert durch Gemini
Bald kommt der Mai, in dem die Bäume früher Knospen trieben und blütenreich gen Himmel zeigten. Sie sind fast abgeblüht; mit viel zu früh verwelktem Blütenkleid, verweht der Wind es lange vor der Zeit.
Fruchtlos vergangen, ohne bestäubt zu sein durch Bienen und Getier, durch eine Unnatur der Wärme hier, hat Mensch Verrat an der Natur begangen.
Man wollte Wirtschaft stärken, ohne Rücksicht auf Verluste, Geld und Macht vermehren, und sportlich größer, besser als die anderen sein, so, ohne Rücksicht Gottes Plan verwehren.
Insekten starben für das immer mehr und größer als zuvor, durch Gift auf Ackerbreiten und Gehölz, wo man für „dreißig Silberlinge“ jeden Sinn der Ausgeglichenheit verlor.
Die große Wirtschaft welkt, und eine Krise wird Bedrängnis in den Köpfen, die bauernschlau mit weiteren Gesetzen, nicht nur aus Menschenmelken Wachstum schöpfen, sondern sich aller Ordnung Gottes widersetzen.
Die alte Weide treibt in ihren Ruten die neuen Blätter, himmelwärts, zum Licht. Sie spiegelt sich verzerrt in ruhigen Fluten des Baches Lauf und fließend Angesicht.
Die hellen Birken nässen ihre Zweige im Morgentau und wiegen sanft im Wind; bald stehn sie da, in neuem Frühlingskleide, die Krone tragend, weil sie Königinnen sind.
Die Bäume öffnen sehnsuchtsvoll die Lüster - ein rechter Ort zum nächsten Nesterbau. Ein Rascheln – heimlich geht ein Flüstern durch alle Welt von Baum und Wiesentau.
Der erste Löwenzahn ist gelb erblühet, mit weißen Gänseblümchen ringsumher, die Vögel sind in aller Herrgottsfrühe dem blauen Himmel nah, im Sonnenmeer.
Im Frühlicht möcht‘ ich stehen bei den Bäumen, und Deinen heiligen Atem spüren. Fühl‘ Dich in jedem Lächeln, jedem Träumen; auf allen Wegen wirst Du mich berühren.
Ich wandre durch die Welten, bewusstseinsblind geboren, kenn nicht den Weg. Mit vielen Steinen ist er dicht belegt, es freut und schmerzt zugleich, ihn zu durchschreiten. Niemand geht leichten Fußes, ohne Leiden.
Nur eine Ahnung wacht; in mir, ein Urvertrauen.
Das Blut in meinen Adern ist ein Fluss, der altes Wissen in sich trägt und einen Geist, der Wahrheit finden muss. Durch alle Zeitenflüsse treibt sie ihn, denn alle Lebensgeister sind aus ihm.
Ob Moses Volk einst auszog aus dem Land der Pharaonen, durch Sturmesfluten und durch Wüstenschwere, nun trägt auch mich die gotterfüllte Lehre.
Gefahren trotzend geht mein Blick nach oben, wo ich, von Sonnenhand erhoben, bestaun den Bogen, bunt, wie ein Kristall. Wann immer ich ihn sehe, ist er Kompass mir. Mein Ziel erreichen, will ich, dort und hier.
Was Mensch aus Gott gemacht, in Kirchen und Gedanken, Es ist nur ein falsches Bild. Es wird vergehen, wie die Gewohnheit irdischer Belange, ganz ohne Rasse, Nationalität, im lichten Land befreit sein wird, verweht.
Wo sich die Seelen finden, körperlos und fern der Zeitenflüsse, wo Gut und Böse sich zur Harmonie verbinden, da ist mein Ursprung, möcht' ihn wiederfinden!
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