Schon als ich klein war, suchte ich auf Erden
nach Heimat. Himmlisch sollte sie mir werden,
fort von den eng gesteckten Grenzen und Verboten,
wo mich die Elternherzen banden hinter Pforten
und Kämpfe trugen in die Kindheitsecken,
wo lieblos ihre Seelen sich versteckten
und Abschied nahmen nach geraumer Zeit,
der Arbeit folgten, statt der Zweisamkeit.
Die Eltern waren abweisende Gefährten.
Sie liebten ihre Werte, wie die Gärten,
in altbewährter, wohl erzogener Art,
die alles Eigentum vor ‚bösen' Fremden wahrt.
Ich habe losgelassen, blick ins Unbegrenzte.
Die Sehnsucht band mir helle Zukunftskränze
und legt ein weißes Band zum Horizont,
wo Gott in grenzenloser Heimat wohnt.
Ströme des Leidens,
wie in glühender Lava zu steinernem Strom erstarrt,
stirbt das Leben den Tod des Erkaltens.
Von lieblosen Herzen zu Eis verwandelte Welt,
du trägst in dir die Kunst des Verwandelns.
Mit flammender Seele taue auf das Eis,
mache fruchtbar die Erde durch furchtloses Handeln.
Gott legt Stille um die Schattenherzen,
bringt sie ins Reich des Vergessens,
stillt die Ströme des Leidens durch Hoffnung,
schmiedet mit Feuer der Liebe
den Ring der Verbundenheit.
Die Schöpfung hat auf dieser Welt festgelegt, dass jedes Lebewesen nur sich selbst offenbaren kann. Wer oder was offenbart sich in einem Aggressor, der andere Menschen und Länder aus reiner Machtausübung beherrschen will? Was oder wer ist er selbst? Jede seiner Äußerungen, jede Tat, auch die, die er von ‚oben herab‘ seinen Untergebenen diktiert, jedes Wort, zeigt, was er selbst ist. Mit jedem Schritt offenbart er sich selbst oder die in ihm wirkenden Kräfte.
Gibt es so etwas wie Besessenheit? Be-geistert sein von seinem Tun, auch wenn es noch so schändlich ist. Bei einem Affekttäter sagt man: „Er war ‚außer sich‘.“ Für einen Moment hatte ein anderer Geist von ihm Besitz ergriffen.
Ich kenne eine sogenannte Schamanin/Heilerin, die ‚behandelte‘ ihre Kranken durch die geistigen Hände des verstorbenen Medizinmannes eines indigenen Volkes. Der trank vor jeder Behandlung mehr als eine Flasche Schnaps. Seltsamerweise wurde die Heilerin selbst davon nicht betrunken, obwohl sie den Alkohol ja für ihn in sich aufnahm. In den Momenten war sie wohl ‚fremdbesetzt‘.
Gewisse Dinge und Machenschaften kann man nicht erklären. Sie übersteigen den ‚gesunden‘ Menschenverstand.
Was sieht ein Mensch im Spiegel? Er sieht sich nur äußerlich, nicht aber in sein Ebenbild. Was wird ein Despot über die Tiefe seiner Seele denken? Er wird nicht wissen, dass der Großteil seines Wesens im Unbewussten liegt. Er spiegelt sich und findet sich und seine Machenschaften gut. Es scheint, er ist nur glücklich, wenn andere Menschen unglücklich sind. Sie alle sind für ihn tote Schachfiguren, eben leblos und uninteressant. Doch müssen sie für sein Spiel leben, in dem er König ist, beschützt von seinem Volk.
Der Tag wird kommen, an dem er fallen wird. Wie ich bereits in meinem Beitrag http://www.gottes-bilderbuch.de/das-boese beschrieb, wird er alles um sich mit in den Abgrund ziehen. Das Böse wird sich selbst zerstören. Es bekommt im Moment einen Namen.
Die letzten Jahre vergingen dramatisch und tragisch für alle Beteiligten. Was folgen wird, bleibt im Geheimen. Irgendwann werden die Aggressoren wissen, dass sie nicht die Nummer Eins sind.
Die Zahl 1 ist die göttliche Zahl, die auch alleine, ohne andere Zahlen, existieren würde. Sie ist unteilbar und unendlich. Nullen würden aus Eins Hunderttausende machen, wenn man sie hinter die Eins stellt. Umgekehrt bleibt nichts, würde man die Eins auslöschen. Erst die Eins danach das Viele. Nummer 1 ist Gott, dann die Welt und dann die Geschöpfe.
In hohen Sphären mit den Winden tanzen, auf weißen Wolken lichtwärts schweben; lasse von himmlischen Romanzen, mich weit in ferne Himmel heben.
Verbinde mich im Reigen mit der Zeit und flieg mit Engeln durch die Sonnenpforte, im Tanz verbunden, schwebe ich so weit, der Wind trägt mich bis an die fernsten Orte.
Und meine Seele hebt sich in die Lüfte, vermählt sich mit den warmen Sommerwinden, trägt mich in höchste Höh‘n und über tiefste Klüfte, wird den verborgnen Weg zu Dir nach Hause finden.
Songtext Übersetzung: „O Tag, erwache! Die Atome tanzen, dank Ihm tanzt das Universum, die Seelen tanzen, überwältigt von Ekstase. Ich werde dir ins Ohr flüstern, wohin ihr Tanz sie führt. Alle Atome in der Luft und in der Wüste wissen es genau, sie sind in einem Rausch. Jedes einzelne Atom, ob glücklich oder unglücklich verliebt sich in die Sonne, von der man nichts sagen kann.“
Der Sturmwind treibt den Winter aus, er fegt das Land, die Stadt, das Haus, er säubert Beet und Ecken, die altes Laub bedecken.
Ganz wie ein Derwisch wirbelt er, schwingt seine Röcke weit und schwer, durchdringend wird sein Rauschen und alle Ohren lauschen.
Das Heer des Himmels ist erwacht, es treibt voran mit großer Macht, die Welt ins Lot zu bringen, nur Gott kann dies gelingen.
Die Trauer dieser Welt, ich will sie tragen und fern in alle Winde streuen, ich will sie an den dunklen Tagen, mit hellem Himmelslicht erfreuen, will ihr ein Lächeln zaubern, wenn heiße Tränen rinnen und durch Verzweiflungsmauern den Zweig der Hoffnung bringen, will nie den Mensch vergessen, tief sitzt sein Weltenschmerz, drum pflanz’ ich statt des Leidens nur Liebe in sein Herz.
Tausend Zweige eines Baumes, der sich hoch zum Himmel streckt, um das Licht des Lebens einzufangen, gleichen Blutgefäßen, Nervenbahnen, die vom Geist verkörpert, Energie empfangen.
Seelen, die im Lichte reifen, werden wie die Bäume blühen wollen.
Stürme überleben, Ungewittern trotzen unter dunklen Wolken, ist des Lebens Los auf Erden,
sich zu wandeln in die Energie des Ursprungs, mitzufühlen Gottesfrieden unter Bäumen.
Die Zeit scheint wie ein Uhrwerk still zu stehen, des Bösen Negativ liegt auf der Straße, als wär‘ vor vielen Jahren nichts geschehen. Das Volk, naiv, wie damals, gibt sich hin zum Fraße; dort, wo der Hass regierte, kam er wieder. Die Ignoranz der Einfalt grölt wie Donnerhall. Sie schreit! Mit gleicher Stimme hallt es wider, in viele treibt sie Angst, wie dazumal.
Teilansicht 2
Die Überheblichkeit, versteckt in vielen Sprachen, hat ihre Netze ausgeworfen übers Land. Uniformiert, bereit zu Mordes Taten, liegt wieder mal Befehl in einer Hand. Der Mensch ein Herdentier – man braucht nur pfeifen, dann hört man Säbelrasseln und Geschrei. Schon steht er stramm, ermordet seinesgleichen. „Es ist befohlen!“ macht Gewissen frei.
Teilansicht 3
Stärkt doch den ‚weißen Vögeln‘ das Gefieder, schickt sie gen Osten, lasst die Waffen schweigen! Melancholie erklingt in ihren Liedern bis zum Ural, da tanzt Europas Reigen. Grenzen verwandeln – sind des Bruders Garten, die Hände reichen, liebend dann vereint. Treibt Ethik ins Gehirn der Autokraten, lasst ihre Botschaft endlich Liebe sein!
In den Krieg – Konstantin Apollonovich Savitsky (1844-1905)
Aus einer andren Zeit entstammend, fühl ich mich ausgegrenzt, und weh tut mir manch seltsames Verlangen, wenn ich die Welt von heute seh‘.
Sie ist mir fern und fremd geworden, künstlich, gefühlskalt, – irgendwie. Gesinnungsfreunde allerorten, als stünden sie mir vis-á-vis.
Sie schreiten langsam, schweren Schrittes, wie die Soldaten auf mich zu. Ich spür‘ der schwarzen Stiefel Tritte; sie überrennen mich im Nu.
Sie geh‘n im Zeitgeist der Geschichte. Treibt böses Spiel auf altem Grund. Er dringt durch die Bevölkerungsdichte und gibt Dämonen einen Mund.
Die schreien ihre leeren Worte, in Geist und Seelen dringen sie. Besessenheit öffnet die Pforte zur Unwahrheit und Fantasie.
Vertrieben schienen sie beizeiten; sie warten stets im Hintergrund, ihr Gift des Hasses zu verbreiten, mit irrem Blick und großem Mund.
„Aus Menschensinn, unreiner Geist, fahr‘ aus!“* Sei nicht das arme Schwein, das Selbstzerstörung niederreißt. Lass Selbstkontrolle in dir sein!
*(Lukas 8,26-39)
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