Den nahen Sommer freudevoll erwarten, wo jede Seele ist des Denkens Garten, man zwingt sie nicht, sie muss von selbst erblühn – ein stetes Kommen, Werden und Vergeh’n.
Gedankenfreiheit grenzenlos! Du darfst die Blumen deiner Seele pflanzen, setz‘ sie nach göttlichen Gesetzen, erdentief, und pflück, dem Guten dienend, sie im Ganzen.
Diashow „Dorflandschaft“ oder „Das verschwindende Russland“ nach Gemälden großer russischer Maler. Musik: Balalaika-Solo – Alexei Archipowski (Cinderella).
Jeden Menschen von innen her verstehen, in dessen eigener Muttersprache und Kultur. Ihn nicht nur als Besatzungsmacht zu sehen, die lieblos ist und dort zum Töten nur.
Dient der, der tötet, nicht dem höheren Geheiß? Dient er der Macht und mordet auf Diktat, weil er ums Leben kämpft? Was ist der Preis? Er leidet für Regierung und Verrat!
Als man ihn lehrte, dass der Feind zu töten sei, weil die Armee, in der er diente, ‚Gute‘ sind, da wählte er die eigene Tauglichkeit, um frei die Waffen abzufeuern, hörig, wie ein Kind.
Wer einmal in den Krieg zog, der bleibt dort, denn niemals kehrt er ganz nach Haus' zurück. Er käme fremd an seinen Heimatort, und fände dort nie mehr sein Lebensglück.
Aus unerfüllter Liebe und aus Schmerz in innerer Zerrissenheit und Leid, zerfließt, kaum aufgeblüht das wehe Herz – singt wie die Nachtigall in dunkler Zeit.
Die weite Landschaft russischer Kultur, die melancholisch und gefühlvoll träumt, steht für die Sehnsucht selbst, zeigt ihre Spur von Größe, die die Steppe säumt.
Die Welt von einst: In dunklem Eichenholz gerahmtes Bild in Öl; auf alter Leinwand, gelb vom Dunst, doch unter leichtem Krakele spricht jeder Pinselstrich von Kunst, die Ehrfurcht zollt dem Geist, der aus dem Rahmen fiel, den der Betrachter in Erinnerung bewahrt, und sich im Denken als ein Funken „Gestern“ offenbart.
Der Wellengang - ein sanftes Sinken, Heben in Bild und Sein. Das Meer von innen her, ein grollend tiefes Beben, im gänzlich übervollen Wimmeln, nie allein.
Oh, fremde Welt, wo Wog‘ an Woge schlägt, die Tiefe unergründlich ist und lichtlos trotzdem Leben in sich trägt, das feurig glühend, dicht an dicht, den Ursprung zeigt, der uns geprägt und der das Licht in Schatten bricht.
Die Dimension des Wassers voller Leben mit winzigen Gebinden der Natur und riesenhaften Körpern – alle schweben.
So, wie ein Himmel schwergewicht’ger Dinge, an dem allein die Last des Lebens hängt, hin zu fast wasserlosem Sand-Gemenge, aus dem fast aus dem Nichts das Leben drängt.
Die Zeit zeigt nur des Menschen enge Sicht, die Unergründlichkeit des Geistes zeigt sie nicht.
Ich habe mich dazu entschlossen, eine kleine Pause zu machen.
Vielen herzlichen Dank an alle, die meinem Blog folgen und mitlesen, liken und kommentieren. Danke auch für alle Eure großartigen Beiträge, die ich mit viel Freude verfolge. Genießt die sonnigen Tage in vollen Zügen.
Ich werde mir auf jeden Fall Eure veröffentlichten Beiträge anschauen.
Schneewittchen und die sieben Zwerge – gemalt von mir im Kindergarten 1957
Ich mag in der Vergangenheit wühlen – habe so manche Träne vergossen. Die bunten Eier …, spür‘ alte Gefühle; hab sie tief im Herzen verschlossen. Ich tue so, als wären ALLE bei mir, denn nur, weil SIE lebten, bin ich hier.
Ich mag Kamine mit rauchenden Schwaden, wie auf dem Kinderbild, wo sie nicht schaden, auf Dächern vertrauter Häuser, darin Menschen und deren Eigensinn; Gesichter, die verändert in Jahren, Falten, wie Jahresringe tragen.
Ich mag rote Ziegel, die sich dunkler verfärben, wenn der Regen sie nässt und mein Leben auf Erden. Kaminfeuer, das in Haus und Gemüt Behaglichkeit und Wärme versprüht.
Ich mag Vögel, wie sie fliegen, dort oben, jeden Flügelschlag und ihr Singen und Toben; wenn sie Platz für neue Nester finden, und dort kunstvoll Zweig mit Zweig verbinden.
Ich mag, wie in der Kindheit, auf dem Dörpel sitzen, mit dem Tretroller über die Straßen flitzen, Lakritz-Wasser trinken, Glanzbilder betrachten, die Zigarrendose, in der sie Jahre verbrachten, die Unbeschwertheit weniger Tage genießen und abends mit Grießbrei den Abend beschließen.
Ich mag Erinnerungen an unseren Garten, wo bunte Eier auf Entdeckung warteten. Wo Osterfeuer der Freude dienten und dem Brauch, und das innere Kind, wenn es lacht, mag ich auch!
Die Blütezeit nimmt ihren zarten Lauf, und Gänseblümchen seh’ ich auf dem Wege blühn, Insekten voller Leben, Löwenzahn zuhauf, und Opa seh’ ich lächelnd vor dem Garten stehn,
wie er von Oma rationierte Stumpen raucht. Ich seh’ den grauen Qualm, wie er verweht, wie der Moment, der war und zeitverbraucht in mir als Bild erneuernd aufersteht.
Spüre Geborgenheit, die Blicke treffen sich und ein Gefühl von Wärme zeigt Gesicht. Ich nehm’ es mit, soweit es trägt in sich, den Hauch „Zuhause“ jetzt und ewiglich.
Foto privat: Oma und Opa in ihrem Garten 1956
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