Ein grauer, trüber Morgen Bedeckt mein liebes Feld, Im Nebel tief verborgen Liegt um mich her die Welt.
O liebliche Friederike, Dürft ich nach dir zurück! In einem deiner Blicke Liegt Sonnenschein und Glück.
Der Baum, in dessen Rinde Mein Nam bei deinem steht, Wird bleich vom rauhen Winde, Der jede Lust verweht. Der Wiesen grüner Schimmer Wird trüb wie mein Gesicht, Sie sehen die Sonne nimmer, Und ich Friedricken nicht.
Bald geh ich in die Reben Und herbste Trauben ein; Umher ist alles Leben, Es strudelt neuer Wein. Doch in der öden Laube, Ach, denk ich, wär sie hier! Ich brächt ihr diese Traube, Und sie – was gäb sie mir?
Die Nacht kommt und die Stimmen flüstern. Hört niemand, wie die Seelen schreien? Die Gegenwart verklärt den Blick im Düstern, lässt Kopfsteinpflaster wie magnetisch sein.
Verbunden sind die Leiber der Verstreuten, die nächtens angezogen auf die Suche gehen. Verhallter Klang der Schritte – sie bereuten, die falschen Zeichen noch am Tag zu sehen.
Sie suchen Hoffnung mit und in den Allen; die wälzt sich schlaflos in vertaner Zeit. Die immer noch der Illusion verfallen, ziehen mit der Sehnsucht in die Dunkelheit.
Im Schein der Lichter glänzt das alte Pflaster, das unter vielen Füßen schon begangen; es trägt des Lebens Freud- und Leid-Desaster, der Nächte ungestilltes Glücksverlangen.
Caspar David Friedrich 1774-1840 – Frau am Fenster
Keine Stimme, die ruft, kein Herz, dem ich fehle, nur Einsamkeit, Stille, durch die ich mich quäle – aus der Ferne, der Klang der Motoren und manchmal will sich die Ruhe in meine Seele bohren.
Suche Beschäftigung, die diesen Bann durchbricht, doch wirklich finde ich sie nicht. Kann mich nicht fügen, nicht konzentrieren, möcht‘ manchmal den Verstand verlieren.
Ich schau’ die Wände an – es sind dieselben, die ich vor einer Stunde sah; verwandeln möchte ich die gelben in bunte, mit Punkten, die ich dann zählen könnte, um mich abzulenken, vom Denken.
„Gewogen und zu leicht befunden.“ – KI generiert durch Gemini
Bald kommt der Mai, in dem die Bäume früher Knospen trieben und blütenreich gen Himmel zeigten. Sie sind fast abgeblüht; mit viel zu früh verwelktem Blütenkleid, verweht der Wind es lange vor der Zeit.
Fruchtlos vergangen, ohne bestäubt zu sein durch Bienen und Getier, durch eine Unnatur der Wärme hier, hat Mensch Verrat an der Natur begangen.
Man wollte Wirtschaft stärken, ohne Rücksicht auf Verluste, Geld und Macht vermehren, und sportlich größer, besser als die anderen sein, so, ohne Rücksicht Gottes Plan verwehren.
Insekten starben für das immer mehr und größer als zuvor, durch Gift auf Ackerbreiten und Gehölz, wo man für „dreißig Silberlinge“ jeden Sinn der Ausgeglichenheit verlor.
Die große Wirtschaft welkt, und eine Krise wird Bedrängnis in den Köpfen, die bauernschlau mit weiteren Gesetzen, nicht nur aus Menschenmelken Wachstum schöpfen, sondern sich aller Ordnung Gottes widersetzen.
Geistige neue Umwandung, im Gegenlicht stehst du, wie von einer Sonne beschienen; planetenhaft gibst du deinen Glanz dem Leuchten der Atmosphäre, die dich trägt.
Es wiegt so schwer, so unheilig und schlimm, dass es zwar untergeht im Sog der Zeit, doch wie ein Steinwurf, der an Wasserflächen reibt, noch Kreise zieht, wenn er zum Abgrund treibt.
Selbst längst versunken auf den tiefen Grund, zittert die Schwingung immer noch im Raum; um kreisend die Bewegung aufzubauen, die nach Beschränkung ihres bösen Sinns, mit starker Kraft dem Übel Einlass bot. Ein tiefes Paradoxon steht im Raum. Verwerflich scheint zunächst sein Gastgeschenk: Böses treibt Mensch, bis er zum Guten lenkt.
Anlehnung an den Satz „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Er stammt aus Goethes Faust und wird von Mephisto gesprochen.
Mephisto, der Teufel, will zwar das Böse bewirken, doch seine Handlungen führen oft unbeabsichtigt zum Guten. Das bedeutet, dass negative oder destruktive Kräfte im Leben manchmal positive Veränderungen bewirken können. In diesem Kontext wird gezeigt, dass selbst das, was als böse oder schädlich gedacht ist, am Ende zum Guten beitragen kann – etwa durch das Auslösen von Bewegung, Entwicklung oder Erkenntnis.
Die alte Weide treibt in ihren Ruten die neuen Blätter, himmelwärts, zum Licht. Sie spiegelt sich verzerrt in ruhigen Fluten des Baches Lauf und fließend Angesicht.
Die hellen Birken nässen ihre Zweige im Morgentau und wiegen sanft im Wind; bald stehn sie da, in neuem Frühlingskleide, die Krone tragend, weil sie Königinnen sind.
Die Bäume öffnen sehnsuchtsvoll die Lüster - ein rechter Ort zum nächsten Nesterbau. Ein Rascheln – heimlich geht ein Flüstern durch alle Welt von Baum und Wiesentau.
Der erste Löwenzahn ist gelb erblühet, mit weißen Gänseblümchen ringsumher, die Vögel sind in aller Herrgottsfrühe dem blauen Himmel nah, im Sonnenmeer.
Im Frühlicht möcht‘ ich stehen bei den Bäumen, und Deinen heiligen Atem spüren. Fühl‘ Dich in jedem Lächeln, jedem Träumen; auf allen Wegen wirst Du mich berühren.
Ich wandre durch die Welten, bewusstseinsblind geboren, kenn nicht den Weg. Mit vielen Steinen ist er dicht belegt, es freut und schmerzt zugleich, ihn zu durchschreiten. Niemand geht leichten Fußes, ohne Leiden.
Nur eine Ahnung wacht; in mir, ein Urvertrauen.
Das Blut in meinen Adern ist ein Fluss, der altes Wissen in sich trägt und einen Geist, der Wahrheit finden muss. Durch alle Zeitenflüsse treibt sie ihn, denn alle Lebensgeister sind aus ihm.
Ob Moses Volk einst auszog aus dem Land der Pharaonen, durch Sturmesfluten und durch Wüstenschwere, nun trägt auch mich die gotterfüllte Lehre.
Gefahren trotzend geht mein Blick nach oben, wo ich, von Sonnenhand erhoben, bestaun den Bogen, bunt, wie ein Kristall. Wann immer ich ihn sehe, ist er Kompass mir. Mein Ziel erreichen, will ich, dort und hier.
Was Mensch aus Gott gemacht, in Kirchen und Gedanken, Es ist nur ein falsches Bild. Es wird vergehen, wie die Gewohnheit irdischer Belange, ganz ohne Rasse, Nationalität, im lichten Land befreit sein wird, verweht.
Wo sich die Seelen finden, körperlos und fern der Zeitenflüsse, wo Gut und Böse sich zur Harmonie verbinden, da ist mein Ursprung, möcht' ihn wiederfinden!
„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!“, hieß es einst in Kinderjahren, als zu uns, aus fernen Ländern, fremde Menschen zu uns kamen.
Italiener, die uns halfen, neuen Wohlstand zu erwerben, den wir einst im Krieg verloren, durch die eigenen braunen Schergen.
Viele folgten noch, auch andere, die uns fremd und bös erschienen; schwarze Haare, anderer Glaube. Glaubten wir doch an Doktrinen,
eine Sammlung von Geschichten, theologisch und abstrakt, die einst abgehobene Priester jahrelang uns beigebracht.
Einfach ist der Wahrheit Mitte in den meisten Religionen, als sie noch gelehrt von Kräften, die noch geistig in uns wohnen.
Von der großen Kraft beseelt, inspiriert in alten Tagen, alle Menschen seien gleich, dieses Band des Geistes tragen.
Etwas bringt uns zueinander, denn was gleich in uns, vereint. Sonne scheint auf alle Menschen, einerlei ist’s, wem sie scheint.
Wäre ich eine Missionarin, würde ich meine Aufgabe immer in zwei Richtungen sehen. Die eine ist rein destruktiv und die andere konstruktiv. Erstens, all das Unkraut zu vernichten, das die menschliche Seele schon zu lange erstickt hat: das Unkraut der Falschheit, das von den Kirchen gefördert wird; all die unsinnigen, abstoßenden und manchmal blasphemischen Lehren, die im Namen der Religion angeboten werden. All das muss ausgerottet werden, denn es verhindert, dass das Leben gelebt wird, wie es sollte. Das ist der zerstörerische Teil. Der konstruktive Teil besteht darin, Wissen anzubieten und zu zeigen, wie vernünftig, wie einfach, wie schön und wie wahr es für alle ist, die bereit sind, es zu empfangen. Die beiden Aufgaben gehen Hand in Hand.
Es gibt viele Menschen, die jede Kritik an der Falschheit ablehnen und deren wahres Gesicht nicht erkennen. Was soll ich dazu sagen?! Was ist der Ostersegen eines Papstes gegen den Segen Gottes, der aus unserem Herzen kommt? Jeder muss selbst ‚erleuchtet‘ werden.
In unseren Adern fließt das gleiche Blut, in jedem von uns steckt der gleiche Geist. Der große Geist hat uns alle zu Mitgliedern einer einzigen Familie gemacht.
Kinder lassen sich von der Meinung Erwachsener manipulieren. Sie erkennen nicht die zugrunde liegende Einheit. Ich habe mich als Kind darüber gewundert, dass mir mein Vater den Umgang mit einem italienischen Mädchen verbat. Ich war fasziniert von ihren wunderbaren langen, schwarzen Haaren, die sie zu einem Zopf gebunden trug. Meine Eltern lehnten alle Ausländer ab.
Die müssen daran erinnert werden, dass es keinen wahren Fortschritt gibt, bis diese geistigen Realitäten ihren Platz in allen weltlichen Systemen einnehmen.
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