Legt die Sorgen ab, die schweren, lasst das Dunkel hinter euch. Es soll Hoffnung wiederkehren, Herzen öffnen, offen, weich, Blicke heben, Schritte wagen, jeder darf willkommen sein, denn im Licht, an hellen Tagen, wird aus Furcht ein warmer Schein.
Scheint in dunkeltrübe Seelen, macht Enttäuschung faltenfrei. Zieht aus dunkelsten Kanälen Schmutz, dass Sternenstaub er sei. Funkelt golden hier auf Erden, glänzt wie edler Stein im Licht, facettiert in Soll und Werden lupenreine Zuversicht.
Ein sprudelnder Brunnen mit Wasser des Lebens füllt ohne Unterlass Schalen des Lichts, gesegnetes Schenken des selbstlosen Gebens, einer Quelle, die finstere Schatten durchbricht.
Wo ein Regenbogen den Ursprung spiegelt und der Gold-Topf am Ende die weltliche Sphäre, hat Gott die Sicht ins Jenseits versiegelt, nur der Glaube daran füllt die seelische Leere.
Engel tragen das Licht in geöffnete Herzen, füllen leere Münder mit göttlichen Worten, dann öffnen sich Türen, weichen die Schmerzen, und der Schleier öffnet die Jenseitspforten.
Gleichgültig ist der Tod und blind scheint er, erlöst die Hoffnungslosen wie die Hoffnungsvollen. Nur als Erfüller kommt er gnädig her, muss seinem hohen Auftrag Achtung zollen.
Aus unserer Mitte fort; aus unserem Leben reißt er die Liebsten uns von unseren Herzen. Lässt nur Erinnerungen hier mit wehem Beben, das uns durchwühlt im Sog der Schmerzen.
Festhalten will man die geliebten Wesen, die unserem Dasein unersetzlich schienen; würden sie tragen, deren Kranksein zum Genesen, sie ewig nur behalten und auf immer dienen.
Nichts hält den Tod auf, weder Tür noch Wand; ist stets ein Ahnen, das im Innersten verweilt. Der Geist im Körper, der die Seele band, ist hier erloschen, nur entglitten in der Zeit.
Gestorben, neu geboren und zurück ins Licht, ätherisch höherschwingend ist der Leib. Was hier beschränkt, lebt dort mit anderer Sicht, nimmt all das wahr, was hier verborgen bleibt.
Großes Erwachen – Herbert Gustave Schmalz (1856-1935)
Es gibt ein Gesetz der Anziehung, genauso wie es ein Gesetz der Abstoßung gibt. Es gibt ein Gesetz, das besagt, dass dort, wo es Seelen-Verwandtschaft gibt, diese automatisch wirkt. Die Liebe gehört, wie die Kraft des Geistes, zu den größten Kräften im Universum. In der Bibel steht, dass die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist, denn der Große Geist ist der Inbegriff von Liebe und Weisheit.
Woher kommt der Geist, der alle Körper lebend macht? Er kommt vom Höchsten Geist, vom Schöpfer, vom Großen Geist, von Gott, von der Gottheit, von Allah oder wie auch immer man Ihn nennen mag. Dieser Geist ist die Dynamik, die es allen ermöglicht, zu existieren, zu atmen, sich zu bewegen, alle Gefühle zu haben und sich auszudrücken.
Man kann in keinem Labor den Geist sezieren. Der Mensch kann auch kein Leben erschaffen, nicht mal ein Ei, eine Pflanze oder ein Insekt. Wie niedrig die Form des Lebens auch sein mag, sie kann vom Menschen nicht hergestellt werden, weil das Leben nicht physisch ist.
Die nächste Frage wird sein: „Was ist dieser Geistkörper und woraus besteht er?“ Bisher haben Wissenschaftler nur bewiesen, dass das, was wir normalerweise sehen, nur die Oberfläche ist, was wir die Realität nennen. Wenn wir einen Tisch betrachten, scheint er solide zu sein, aber er ist es nicht. Das ist eine Illusion. Die Physiker können zeigen, dass er nicht fest ist, dass er aus winzigen Kräften besteht, die Elektronen, Protonen, Neutronen und Atome genannt werden.
Es gibt einige Menschen, und das gilt für Kinder, wenn sie jung sind, die mit Augen und Ohren sehen und hören können, die zum Geistkörper gehören, der ein Duplikat seines physischen Gegenstücks ist. Es gibt viele Menschen, die diesen Geistkörper sehen können, weil sie ihre geistigen Augen benutzen können. Und andere können hören, was dieser Geistkörper zu sagen hat, weil sie in der Lage sind, ihre geistigen Ohren zu öffnen.
Es gibt Geräte, Radio und Fernsehen, die Schwingungen empfangen können, die die Ohren nicht wahrnehmen. All dies bedeutet, dass wir in einer Welt leben, die voller wundersamer Dinge ist, die wir nicht sehen oder hören können, weil unsere physischen Sinne eingeschränkt sind.
Ich würde sagen, dass alles, was wir sehen, nur der Schatten ist, der von der Sonne der Realität geworfen wird, dass unsere Augen und unsere Ohren in der Lage sind, Schwingungen innerhalb eines sehr begrenzten Bereichs zu registrieren. Es gibt Lichtwellen, die sich so schnell oder langsam bewegen, dass die physischen Augen sie nicht wahrnehmen können. Aber ein Teleskop oder Mikroskop kann tun, was die Augen nicht können. In ähnlicher Weise gibt es Töne, die sich zu schnell oder zu langsam bewegen, als dass unsere Ohren sie wahrnehmen könnten.
Wir sind Teil des Universums. Es ist ein langer Prozess, bis wir erkennen, dass ein übergeordneter Plan dahintersteckt. Es braucht Zeit, bis die Erkenntnis dämmert, es muss eine Krise geben, eine Schwierigkeit, vielleicht das, was man eine Tragödie nennt, die den Katalysator liefert, damit der Geist sich seiner selbst bewusst wird. Sobald dies geschieht, wird eine magnetische Verbindung mit der geistigen Welt hergestellt, die nie mehr unterbrochen werden kann.
Als ich gefangen war in der Leere, hast Du mich getragen, so manche Stunde, bedrückt vom Leid durch geistige Schwere seit Geburt in die irdische Runde.
Hast abgelenkt meine Sorgen ums Leben, Gefühle gelöscht, in die ich getrieben; hast mich geleitet durch Wissen und Streben, bist trotz manchem Übel bei mir geblieben.
In tiefer Dunkelheit warst Du die Kerze, die mir entzündet ein ewiges Licht; durch Dich wich die Trauer aus meinem Herzen, füllte es glaubend mit Zuversicht.
Hast mich geführt wie ein furchtsames Kind und den Weg gezeigt, den ich längst verloren. Warst der Fingerzeig, wenn ich ratlos und blind mein Zuhause suchte, das im Geiste verborgen.
Und wenn das Leben in Stürmen zerbrach, war Deine Nähe mein schützender Hort. Hast Hoffnung gesät, wo Zweifel erwacht, warst immer da, am entferntesten Ort.
Dein Wort war ein Trost in stummen Nächten, Dein Schweigen ein Anker im reißenden Wind. Mit Dir lernte ich, auf das Gute zu setzen, wenn im Lebensspiel andere hilflos sind.
Geh weiter voran. Nimm mich bei der Hand und führe mich still durch die Zeiten. Bist Licht auf dem Weg in ein fruchtbares Land, wirst mich in die Zukunft geleiten.
Am Ende der Zeit wird es Sterne regnen,
wie Karfunkelsteine werden sie fallen,
leuchten und kleiner sein in allem.
Die Herzen der vielen, die schon gegangen,
werden scheinbar zu pochen anfangen,
lassen den Puls der Zeitlosigkeit erfassen;
Gott wird sie im Menschsein belassen.
Im Weltall werden tausend Sonnen verschmelzen,
der Himmel wird leer sein, nur erfüllt vom Licht,
und an allen Stellen
wird sich ewiger Tag erhellen,
aus dem ein Strahlen facettenreich bricht.
Ein Klang, wie von Engelsgesängen,
wird schwebend all das Leid zu Grabe tragen,
das sich an Erdentagen
Stufen zum Himmel eines jeden baute,
und von dort oben alle Blindheit verjagen,
die in den alten Köpfen graute.
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