Schwer, wenn die Schritte vor Barrieren stehen und jedes Denken schwächt das Weiterschreiten. Gefahrlos sind die Wege kaum zu gehen, zu undurchsichtig die Unwägbarkeiten.
Türmen Barrieren auf; der fremde Wille beherrscht manch menschliches Geschick. Dann wird zum Drahtseilakt die Tatenfülle, jede Bewegung mahnt mit Todesblick.
Der Menschen Absicht ist mal gut, mal böse; Bekriegen dient als Waffe und als Schutz. All die Soldaten in dem Kriegsgetöse sind auf dem Weg der Pflicht, die töten muss.
Marschieren durch die vielen Dornenranken, den Stacheldraht, der keine Blüten trägt; das Schlimmste dieser Welt sind die Gedanken, wenn sie zum Schlachtfeld ziehn, das nie vergeht.
Die vielen Herrscher über Krieg und Frieden, die nur befehlen und bequem aus ihren Sesseln der Würde Unantastbarkeit verbiegen und sie durch falsche Pflichten an sich fesseln.
Sind wie die Steine, kalt, mit leeren Worten, wenn sie mit Eigenlob und Aberwitz berichten, sie kümmert nicht die Schönheit mancher Orte, die sie in ihrem Größenwahn vernichten.
Der Weg der Pflicht wird oft zum Überwinden, wenn er der inneren Wahrheit nicht entspricht, denn jeder Schritt wird dann zum Missempfinden, fehlt es an Liebe und an Zuversicht.
Ich wünsche dir die Auferstehung aus Ruinen, durch Hände, die dir selbst getreu und stark. Gemartert ist dein Volk! Von denen, die sich rücksichtslos bedienen, den Tod nur bringen, alles nehmen bis aufs Mark.
Ich wünsche dir mit überzeugter Seele, mit einem Herzen, das für Frieden schlägt, dass sich kein Mensch mehr ringend quäle, und dass nur Liebe eure Reihen prägt.
Ich wünsche dir in kühnsten Träumen, auf jedem minenreich ‚bepflanzten‘ Feld möge nur gute Saat sich breiten in den Räumen und Wurzeln schlagen für die neue Welt.
Voll Hass die Peiniger, schweigend die Feigen, die ganze Welt schaut deinem Ringen zu. Du gehst den Weg nach Golgatha im Leiden, als Überwinder winkt ein neuer Tag dir zu.
Ich wünsch dir weiter Mut und Gottvertrauen, in stolzer Demut wirst du deine Stirne heben. Das auferstandene Land wird Frieden schauen, die Sterne wieder leuchten auf den Wegen.
Als blutrote Fahnen
wie Leichentücher die Länder bedeckten,
als der Wahnsinn regierte
und sich die dunkelsten Mächte hinter dem
Zeichen der Sonne versteckten,
da ertönten die Parolen der scheinbaren Sieger.
Noch gegenwärtig
ist die alte Schwingung
der ewig Gestrigen auf dieser Welt,
nur änderten sich die Vorzeichen,
wie in einer mathematischen Bedingung.
Noch immer
tönt die Arroganz der Herrscherrassen,
die glauben, mit Waffen und Geld
ganze Völker in Ohnmacht und Diktat zu belassen.
Noch immer
ist die Menschheit fern von den wahren Zielen
und lässt ihre Seelen als Einsatz
auf den Spielfeldern
der mächtigen Herrscher
verspielen.
Noch immer
versuchen Machthaber, die im Dunkeln agieren,
einen Teil der Völker
dorthin zu führen.
Wann wird die Menschheit bereit sein
auf lichtvollen Pfaden
Blumen des Friedens zu säen,
fort von den dunklen Plagen
und jeglichem Kriegsgeschehen?
Obwohl sich die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen und das Leid im Warschauer Ghetto historisch und in ihren Ursachen grundsätzlich unterscheiden, drängen sich mir beim Anblick beider Tragödien immer wieder ähnliche Gefühle des Entsetzens und der Ohnmacht auf. Beide stehen in meinem Empfinden als Sinnbilder für das erschütternde Versagen der Menschlichkeit angesichts systematischen Leids.
Es reicht nicht, dass Politiker irgendwann Kränze als moralische Geste für derartige humanitäre Katastrophen niederlegen. Obwohl der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen Netanjahu und die Hamas-Führung erlassen hat, darf Netanjahu unbehelligt nach Europa einreisen, weil der Gerichtshof über keine eigene Polizei verfügt, die Haftbefehle vollstrecken könnte. Europas Politik versagt aus falscher Rücksichtnahme und der daraus resultierenden Handlungsunfähigkeit.
Eine verlogene Moral, die meint, es sei eine Täter-Opfer-Umkehr, wenn der Gerichtshof gegen die Führung Israels einen Haftbefehl erlässt. Sie lässt ein ganzes Volk in Gaza für die Verbrechen der Hamas leiden. Israel betreibt Massenmord, wenn sie die Zivilbevölkerung weiter am Hungertod zugrunde gehen lässt. Das ist ein Verbrechen! Das hat nichts mit Antisemitismus zu tun.
Europas Politiker genießen den Sommerurlaub, während kilometerlange Schlangen von Lastwagen mit Hilfsgütern an der Grenze stehen und Kinder verzweifelt um Nahrung schreien.
Die ganze Welt sollte sich erheben und gegen diese humanitäre Katastrophe angehen. Leider kann ich dies hier nur mit wenigen Worten tun.
Sturmerprobt im morgenkühlen Meer – das Geschrei des Abends ist verklungen, in den Städten stand ein Männerheer, freudenschussbereit und siegestrunken.
Ausgedient – das Alte scheint vergangen, das mit kaltem Herzen folternd trieb; Unschuld war im Spinnennetz gefangen, deren Herrschaft man auf Fahnen schrieb.
Unter toten Steinen liegt das Erbe, noch bedeckt von Trümmern und Verrat; gebt, dass nach dem Aufbau nicht verderbe, was der Tod versäumt und Leben gab.
Lass das Land auf leichten Wellen wiegen, wie ein Schiff, das bald vor Anker geht; lass es Unmoral und Hass besiegen, unter neuer Flagge auf der LIEBE steht.
Im Heer der vielen Taggedanken, steht deine Seele tief inmitten Krieg und Frieden. Manchmal, wenn es dich trifft, wirst du am Boden liegen; von Kampf und Schwere in die Knie gezwungen, hast du im Leid erstritten, was dich ließ gesunden; heldenhaft aufgerichtet nach Verlust und Überwinden, nach Nächten voller Tränen, wirst du neue Wege finden. Die Zeit hat alte Seelenwunden dir verbunden, denn was du suchtest, hast du längst gefunden. Wirst neue, hoffnungsvolle Ziele sehen: Am Ende aller Kämpfe wird der Friede stehen!
Wie Tentakel saugt es leer die Welt -
Böses hält sie fest in ihren Fängen;
hoffnungslos scheint es um sie bestellt,
blutleer wird sie sein, nach Opfergängen.
Und das sieche Volk schwimmt obenauf,
ausgebeutet durch Vampire dieser Zeit;
taumeln in den Sumpf im Todeslauf,
und das Leben trägt ein Trauerkleid.
Sind’s die letzten Phasen eines Niedergangs,
sind es letzte Zuckungen der kranken Welt?
Gibt es noch Genesung nach dem Gang
oder ist ihr Todeskampf bestellt?
Lichtgestalt – der Geist, der nie vergeht -
wandelst du noch heute durch die Reihen?
Der vor Gütigen und Reinen steht,
gib den düsteren Stirnen ein Verzeihen!
„Menetekel“ wird als Warnung offenbar,
übersättigt nagt der Hungerschrei,
denn das Unglück dieser Welt ist nah –
Göttlichkeit und Liebe steh‘ uns bei!
Die Folge aller Kämpfe ist der Friede!
In jedem Krieg ist er das edle Ziel,
gleich einer Pflanze, die in neuen Trieben,
der Art entsprechend, Früchte tragen will.
Um sich in Fülle zu entfalten,
wächst sie, bedeckt mit zarten Blüten,
der ihres Wachstums Mühen galten,
um neu bestäubt die Frucht zu hüten.
Auch unser Leben sei ein Wollen;
ein zielbewusstes Höherstreben,
und wenn wir schöpfen aus dem Vollen,
ein dankbar Nehmen oder Geben.
Im Leben ist ein Kampf enthalten,
im streitenden Gedankenheere,
wenn sich in uns zwei Lager spalten.
Befreit sie aus des Kampfes Schwere!
Denn allen Kämpfen folgt der Friede
und man verbindet alte Wunden,
beweint die nie erreichten Ziele,
verloren sind sie - längst verschwunden.
War’s nicht genug, dass der Menschen unzählige starben,
Stürzend, wie blühende Bäume, vom Blitze zerschellt?
Schleichet der Schatten, die Fackel gesenkt und die Stirne,
immer noch lüstern nach Leben durch unsere Stadt?
Wo er sein Auge erhebt, müssen Wesen ihm fallen;
Jetzt, nach den Menschen, die Bäume – das tröstliche Grün,
über Ruinen gebreiteter Schleier der Schönheit,
Spitzengardinen vor Fenstern, die keine mehr sind,
silbergewoben im Mondlicht. Lebendiger Atem
zwischen zerstürztem Gemäuer, das Leben begrub.
Ragende Stämme im Schutt und erhobene Häupter –
Beispiel und Sinnbild für uns, die wir Kämpfende sind.
Wehe der Welt, wenn die Not uns gebietet zu morden,
was wir bewundern! Und keiner weiß Trost uns denn ihr,
ihr meine Bäume! Noch sterbend in strahlender Flamme
senkt ihr den Segen der Sonne ins frierende Herz.
„Leben ist nicht genug“, sagte der Schmetterling. „Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören dazu.“ – Hans Christian Andersen im Märchen „Der Schmetterling“
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