Neuland

Diego Max
Gebunden ist manch Land, gar regungslos im Handeln,
es macht sich frei, dort neu, wo Leben lenkbar ist.
Um sich zu öffnen, Falsches umzuwandeln,
verlangen altgewohnte Muster Lösungsfrist.

Der Wohlstand wird zum Hochmut und das Werden
ein Akt von neuem Sklaventum; frei ist das Land
durch wahre Helfer, gottestreu auf Erden,
beherrschen alle Wildheit durch Verstand. 

Nicht Brücken bauen über wilde Fluten,
sondern zur Selbsterlösung, aller Freiheit Mühe.
Schenkt Friedensblumen ängstlichen Rekruten,
zeigt ihnen Schönheit frei gewachsner Blühte.   

Wie die Gedanken, die man nicht bezwingt,
hat jede Seele ihres Denkens Garten.
Ein Land, das demutsvoll von neuem Frühling singt,
dienend dem Ganzen darf es ihn erwarten. 

Zeitenwende

Quelle: Pinterest
Ich mag die Bilder nicht mehr sehen,
die manchmal in meinem Kopf entstehen!
Wenn ich mir vorstelle, ein anderer zu sein,
säße inmitten der Kriegsparteien,
fühle die Kälte des Schützengrabens
und das Gefühl nie gelebt zu haben,  
denn in mir ist schon längst alles tot,
die Einschläge spür‘ ich, die Angst und die Not.

Erschütterung liegt in Stadt und Land,
kein Baum, kein bewohnbares Haus, das ich fand.
Hier wird der Frühling nie wieder sein!
Kein Vogel singt mehr, nur verlassene Reihen.
Trostlos und nass sinkt das Land im Schlamm,
und der, der noch lebt, wird zum Opferlamm.
So stell ich mir vor, ein anderer zu sein,
verloren, vergessen in endlosen Reihen.

Ein Friedhof mit offenen Gräbern darin,
mit Menschen, die hofften zu Kriegsbeginn,
die das Grauen empfingen, das Sterben, den Tod.
Verirrtes Geschlecht treibt den Himmel rot!
Wetterleuchten seh ich am Himmel prangen,
blitzende Schauer und Häuser in Flammen,
durch ‚Schwarze Reiter‘, die sich selbst zerstören,
die dem ewig gestrigen Feind angehören.

Der Krone beraubtes Land – wie ein Baum,
der nicht grünen darf im feindlichen Raum,
dessen Wurzeln noch stehn, nach vollzogenem Beben.
Voller Sehnsucht wird zum Licht er sich heben!
Bilder in mir sind ein verzweifeltes Sehen,
denn Menschen, die dem entgegengehen,
die mit weißer Fahne der Liebe bestückt,
werden verachtet in den Abgrund gedrückt. 

Dämonen, die erobern, besetzen, zerstören,
die, wie Marionetten, Befehle des Bösen erhören,
gnadenlos, mit barbarischen Henkershänden
werden sie unzählige Leben zum Tode wenden.
Blutgetränkt tragen die Wurzeln am Ende,
wie der Baumstumpf, in sich, die Zeitenwende.  
Denk mir Bilder der Gnade, der Einigkeit -
was ist Frieden ohne Freiheit in dieser Zeit?

Der Freiheit Rosen

Büchse der Pandora – John William Waterhouse (1849-1917)
Die Welt voll teuflisch ungestümer Kräfte,
vom Wahn befangen, lösen sie die Zungen,
sie schreien ihren Sieg, als hätten ihre Mächte
den Untergang des Abendlands errungen.

Wie schlafend lag das große Volk des Nordens,
derweil die bösen, greisen Männer fern regieren,
die Hass gesteuert, mit der Lust des Mordens,
verschleierten, was sie im Schilde führen.

Die böse Fee hat ihren Bann gesprochen,
Dornröschenträume wehen durch die Zeit;
für alle unsichtbar, wie sie durch Ritzen krochen,
gefüllt von Liebe und Gerechtigkeit. 

Von wilden Ranken märchenhaft umschlungen,
vom Dornenkleid, das undurchdringlich scheint;
der Wahrheit Blüten haltend und dafür gerungen,
mit vielen Gegnern frevlerischer Reihen.    

Das Übel aller Welt durch Einklang binden,
obwohl sein Echo mahnend weiterschallt;
den schmalen Weg in die Erlösung finden,
dem Schall zu lauschen, wie er bald verhallt.

Die Büchse der Pandora endlich schließen,
die Schatten fliehen sehn in lichte Fülle,
der Freiheit Rosen süßen Duft genießen,
im dornenlosen Meer der Sommerstille. 

Der weltliche Messias

Sir Lawrence Alma-Tadema (1836-1912)

Wie nur erlöst er unsre Welt,
der biblische Messias, wie versprochen?
Kommt er herab vom Himmelszelt,
in das er vor 2000 Jahren aufgebrochen?

Ist es denn seine Welt, die hier verblieb?
Der Menschen Freiheit kann nur Selbsterlösung sein!
Ist er denn der Messias, menschenlieb;
liebt er auch die, die unbezähmbar scheinen?

Der Wohlstand wächst, hat Städte reich geschmückt,
gebildet stark und stolz für Ewigkeiten.
Durch ‚Sklavenländer‘ ist das Land bestückt,
durch deren Wildheit sah ich Diebe steigen.

Sie krönen sich mit Raub und Kostbarkeiten,
irdische Straßen deuten ihre Wege.
Ihr stetes Wachstum, das sie sich erstreiten,
dem alt gewordenen Land bringt’s keinen Segen.

Wann naht Erlösung, wann ein neues Land?
Bringt denn der Mensch nicht alte Schuld hinein?
Zieht sich mit altem Denken Sklaventum heran,
will Herr über die ‚Untermenschen‘ sein?

In deren Städte würde Hochmut wohnen,
herab der Über-Mensch auf Menschen schaut!
So würde neues Land die Selbstsucht lohnen.
Es muss von selbst erblüh’n, was man bebaut!

„Entwicklung“ heißt ein Baum des Paradieses.
Im Frucht sein, wird er stets nach neuen fragen.
Der ‚Herr der Welt‘ geht nicht auf bunten Wiesen,
er muss im Werden auch den Untergang ertragen.

Die freie Seele in des Denkens Garten,
darf unsre alte Erde neu bepflanzen,
in Gottes Land, dem niemals offenbarten,
im eignen Garten, dienend so dem Ganzen.

Krieg und Frieden

Man sehnt sich nach einer ganz anderen Art des Lebens. Hier wird man nie das Gefühl haben, die Vollkommenheit sei erreicht. Es wird klar, dass sie hier auf dieser Welt nie erreicht werden wird. Irgendwo gibt man auf, auch die Hoffnung. Man kann nicht zu Ende denken.

Was fehlt, ist für jeden Menschen unterschiedlich. Meist kann man seine hier gesetzten Ziele nicht erreichen. Wer hat Schuld daran? Einer wird sagen: Ich bin selbst schuld daran und wird depressiv. Ein anderer gibt diese Schuld seinem Partner, einer Behörde, einer Regierung. Hat man dann Frieden?

Man sucht den Ausgang, kann aber die Sehnsucht nach Frieden nicht stillen. Wir alle wollen Frieden haben auf der Welt. Doch die Unruhe in uns, treibt uns oft aggressiv voran.

Auch in friedlichen Zeiten wird gestorben. Es gibt für Menschen glückliche Zeiten, in denen es sich schwerer stirbt, als in schweren. Dann ist man nicht bereit, loszulassen. Wir verdrängen den Gedanken an den Tod.

Doch ist man auf Dauer glücklich in einer hellen, friedvollen Welt? Gewiss gönnen wir jedem Volk Frieden und Freiheit, aber zur gleichen Zeit, wo wir es gönnen, wissen wir, dass dieser Frieden nicht ewig währt. Diese Überlegung mag der Mensch nicht.

Der Mensch sucht einerseits nach einem friedvollen, harmonischen Leben, scheut jedoch die Vollkommenheit, den Gleichmut und damit die Langeweile. Wozu lebt man, wenn man alles haben kann? Was ist der Sinn des Ganzen? Wer sind wir? Jede Religion hat wohl eine andere Antwort darauf.

Es wird klar, dass der Frieden ein anderer sein muss. Ist es alleine der Sinn des Werdens, der uns Frieden bringen kann? Diese Welt wird beherrscht vom Wachsen und Werden und ist weit von Vollkommenheit entfernt.

Ich frage mich, was ist den Menschen geschehen, die in der Vergangenheit für ihre Freiheit im sogenannten 3. Reich sterben mussten und im 30jährigen Krieg, oder jetzt in der Ukraine oder anderswo auf der Welt? Man sucht Schuldige und Ursachen. Wer war/ist „das Böse“? War die Geschichte schuld, die Menschheit, die es in sich aufnahm? Der Militarismus? ‚Kranke‘ Wahrnehmungen? Manipulation? Schnell merkt man, dass zwischen allem ein Zusammenhang besteht, der nicht einzeln benennbar ist. Eins fügte sich ins andere. Jeder hat eine andere Friedenssehnsucht. Alle sind unzufrieden, irgendwie. Wir suchen nach Fehlern der Regierungen, Religionen etc. und wollen es bestimmen. Auch hier fehlt die Vollkommenheit, weil alles von Menschen gemacht wurde. Alle Systeme müssen unehrlich sein, denken wir.

Wir sprengen im Wissen ständig die Grenzen. Unsere Bewusstwerdung breitet sich immer weiter aus. Das Leben hat eine gewisse Unschärfe, es ändert sich ständig. Wir können gut und böse oft nicht unterscheiden, weil es zu verschwommen in der Wahrnehmung ist. Immer mehr Wissen scheint uns zu irritieren, weil es uns ständig auf diese Verschwommenheit aufmerksam macht. Was man nicht weiß, muss man glauben – ein vernachlässigtes Gebiet. Vieles kann man durch Wissen nicht erreichen. Wer sind wir? Wir sind da, wissen aber nicht warum.

Wir wollen nicht, dass jemand vom Tod redet. Tod hat mit Wissen zu tun. Was danach ist, wissen wir nicht, glauben wir nur. Glauben kommt aus dem Bereich des Nichtbewussten. Manche möchten sich dem Wissen aus Angst entziehen, Angst vor dem Tod, vor dem Atomkrieg, vor Krankheit, der Einsamkeit etc. Innerlich ahnt man die Unwahrheiten und will davon nichts hören. Es ist etwas Verborgenes in uns, das wir nicht erklären können. Wir brauchen eine Wende auf der Welt, eine Wende, die zu Gott und zu uns selbst führen soll. Wissen führt immer nur zu weiteren Antworten, die in ihrer Gesamtheit zu verschwommenen Wahrheiten führen muss.

Man möchte leben ohne ein Zerfließen der Zeit. Diese Sehnsucht nach Leben ist eigentlich die Sehnsucht nach Frieden. Der Mensch muss sich in seiner Einmaligkeit sehen. Auch der andere ist einmalig.

Den Nächsten lieben bedeutet, ihm etwas zu gönnen, das weitergeht, als ich ihn lieben könnte. Wenn ich meinen Feind liebe, bedeutet dies, dass er Beziehung zum Ewigen bekommt. Ich spüre, er muss erlöst werden. Ich gönne meinem Feind also, dass er den Weg zu Gott finden wird.

Der Mensch muss auf Erden „den gordischen Knoten lösen“ – die Überwindung eines schwierigen Problems meistern. Polarität ist als geteilter gordischer Knoten zu sehen.  Ein Gegensatzpaar, dem einem einzelnen Pol nie eine Wertung (etwa gut oder schlecht) zukommt. Die Pole sind die zwei gegenüberliegenden Enden derselben Sache, im Geiste untrennbar, zu einer Einheit verbunden und bedingen einander. Freund – Feind, Frieden – Krieg, hell – dunkel etc.  Nur Gott ist Eins – unteilbar.


War and peace

One longs for a completely different kind of life. Here, one will never feel that perfection has been reached. It becomes clear that it will never be reached here in this world. Somewhere one gives up, including hope. One cannot think to the end.

What is missing is different for each person. Most of the time, you can’t reach the goals you set here. Who is to blame? One person will say: It’s my own fault and become depressed. Another blames his partner, an authority, a government. Does one then have peace?

One seeks the exit, but cannot satisfy the longing for peace. We all want to have peace in the world. But the restlessness within us, often drives us aggressively. Even in peaceful times, people die. There are happy times for people when it is harder to die than in hard times. Then we are not ready to let go. We suppress the thought of death.

But is one happy in the long run in a bright, peaceful world? Certainly, we begrudge every nation peace and freedom, but at the same time that we begrudge it, we know that this peace will not last forever. Man does not like this consideration.

On the one hand, man seeks a peaceful, harmonious life, but shuns perfection, equanimity, and thus boredom. What is the point of living if you can have everything? What is the meaning of it all? Who are we? Each religion probably has a different answer to this.

It becomes clear that peace must be another. Is it the meaning of existence alone that can bring us peace? This world is dominated by growing and becoming and is far from perfection.

I ask myself, what happened to the people who had to die for their freedom in the past in the so-called 3rd Reich and in the 30-year war, or now in Ukraine or elsewhere in the world? One looks for culprits and causes. Who was/is „the evil“? Was history to blame, the people who absorbed it? Militarism? ‚Sick‘ perceptions? Manipulation? One quickly realizes that there is a connection between everything that cannot be named individually. One thing joined into the other.

Everyone has a different longing for peace. Everyone is dissatisfied, somehow. We look for mistakes of the governments, religions etc. and want to determine it. Here, too, perfection is missing, because everything was made by people. All systems must be dishonest, we think.

We are constantly breaking the boundaries in knowledge. Our awareness is spreading more and more.

Life has a certain fuzziness, it is constantly changing. We often cannot distinguish good from evil because it is too blurry in perception. More and more knowledge seems to irritate us because it constantly draws our attention to this blurriness. What you don’t know, you have to believe – a neglected area. There is much that cannot be achieved through knowledge. Who are we? We are there, but we don’t know why.

We don’t want anyone to talk about death. Death has to do with knowledge. What is after, we do not know, we only believe. Belief comes from the realm of the unconscious. Some want to avoid knowledge out of fear, fear of death, of nuclear war, of illness, of loneliness, etc. Inwardly one suspects the untruths and does not want to hear about it. There is something hidden in us that we cannot explain. We need a turning point in the world, a turning point that should lead to God and to ourselves. Knowledge always leads only to further answers, which in their totality must lead to blurred truths.

One would like to live without a melting away of time. This longing for life is actually the longing for peace. Man must see himself in his uniqueness. The other person is also unique.

To love the other person means to grant him something that goes further than I could love him. When I love my enemy, it means that he gets relationship with the eternal. I feel he needs to be redeemed. So I begrudge my enemy that he will find the way to God.

Man must „untie the Gordian knot“ on earth – master the overcoming of a difficult problem. Polarity is to be seen as a divided Gordian knot.  A pair of opposites to which a single pole is never assigned a value (such as good or bad). The poles are the two opposite ends of the same thing, inseparable, connected to a unity and condition each other. Friend – enemy, peace – war, light – dark, etc.  Only God is One – indivisible.

*** Translated with www.DeepL.com/Translator (free version) ***

Mensch

Fraktal: Karin M.
Einst reiner Geist,
im Reich der Glückseligkeit.

Frei war dein Wille,
ummantelt vom Willen des Schöpfers.

Du strebtest nach gänzlicher Freiheit
und Schöpfung im eigenen Reich.

Dein Hochmut
zahlt Tribut an den Tod,
denn dein Körper ist sterblich.

Ewig dein Sehnen
nach deiner geistigen Heimat.

Liebe ist Leitstrahl
zurück zum Hause des Vaters.

Steinig und leidvoll der Weg
durch die Dualität.

Leitet Verstand und Gefühl
zu göttlicher Harmonie.

Die Vögel

So federleicht im Morgengraun,
immer dem Himmel nah,
singt es dort oben aus dem Baum -
ein kleines Vogelpaar.

Besingen Welt und Sonnenschein,
so wunderbar zufrieden;
möchte ich doch – so insgeheim –
leicht, wie die Vöglein fliegen.
 
Brauchte nicht schaffen, ohne Sinn,
könnt’ nur den Tag besingen,
egal, wo ich auch steh’ und bin,
würd’ Gott mir Nahrung bringen.
 
Die Seele flög zum Himmelszelt,
bis an die weißen Wolken,
beschau von oben hoch die Welt,
würd’ weit dem Winde folgen.
 
Könnt’ bau’n mein Nest auf jeden Ast,
den Gott zum Platz mir böte;
ich lebte freudig, ohne Hast,
klein, meine Lebensnöte.

Mein Weg

Bild von Jim Semonik auf Pixabay

Auf meinem Weg,
da ging ich erste, kleine Schritte,
vertrauensvoll und freudig war mein Denken,
doch endlos schienen mir die vielen Tritte;
ich fühlte Menschen, die sich aufmerksam verschenkten.
In aller Munde trug man lächelnd ein Bewundern
in meine kleine Seele, die geblendet von dem Neuen,
doch weinend sank ich in die Kissen voller Trauer
und scheute ihre Blicke in der Jahre Dauer.

War ich verbunden
mit den Kräften, die mich sandten,
so streiften ab die letzten Bilder ins Vergessen.
Ein Tor schloss sich – ich wurde neu bemessen!
Es waren fremd und unvollkommen die Verwandten.
Geöffnet stand die Tür zum neuen Leben.
Hindurch zu gehen, fasste ich den Mut,
nur vorwärts ging es, aufwärts war mein Streben,
wo mich des Lebens Härte trieb und schlug.

War auf der Suche,
nach Geborgenheit und Liebe,
wollte erwachsen werden, suchte Plan und Sinn.
Doch was ich fand, war nur ein Ideal im Buche,
vergänglich war die heile Welt darin.
Irdisch begrenzt war auch das Menschenleben;
ich sah so viele kommen, viele scheiden.
Die Lebenslust war wie ein kurzes Beben,
das mich ins Chaos stürzen ließ und leiden.

Verirrte Welt!
Ich bin des Suchens müde,
mein Gang wird schwerer, matter, jeden Tag.
So, wie das Wetter, unbeständig, trübe,
sind meine Blicke leerer und verzagt.
Die Menschen, die mir Leid zufügten, sind mir Lehrer.
Werd‘ bald schon letzte kleine Schritte gehn.
Mein Seelenreifen war kein leichter Gang, ein schwerer;
Will selig, körperlos im Staub verwehen.

Gelöste Knoten

Gemäldeausschnitt: Maria Knotenlöserin
Johann Georg Melchior Schmidtner (1625-1705)

Gefühlte Freiheit ist des Menschen Flucht
aus Alltag, Dasein fristend in den Räumen.
Im Außen er nach Licht und Sonne sucht,
sein Geist sucht Wirklichkeit in seinen Träumen.

Sind’s oft verwirrte Fäden, unlösbar,
die Menschen um ihr Schicksal banden,
so mancher Sommertraum macht klar,
das, was verband, kam irgendwann abhanden.

So ist der Faden unsres Lebensbandes
mit vielen Knoten oft versehen.
Ein jeder muss sie selber lösen,
die eigene Schuld daran, verstehn.

Herr der Lüfte

Unter den Wolken möchte ich gleiten,
so wie ein Adler, mit offenen Schwingen.
Möchte das Strahlen der Sonne durchschweifen,
als Luftherr die hohen Nebel durchdringen.

Möchte die Freiheit der Himmel erleben,
treiben, vorüber an Felsen und Wänden.
Will mich von unten nach oben erheben,
spähend, auf breiten, windigen Händen.

Schwebend und hoheitsvoll grüßt’ ich den Tag,
hätte Freyja und Pan als Gefährten,
würde dankbar mit jedem Flügelschlag,
überfliegen Wiesen und Gärten.