Alter und neuer Mensch

Baum der Erkenntnis – Quelle: Pinterest

Epheser 4,22–24: „Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“

Das Ziel der Menschheit ist es, ihre Unwissenheit, ihren Irrtum und ihren Aberglauben zu vertreiben und sie in das strahlende Licht der göttlichen Wahrheit und des göttlichen Wissens zu bringen, damit sie beginnen kann, so zu leben und sich zu verwirklichen, wie es dem Zweck ihrer irdischen Inkarnation gemäß sein sollte.

Irgendwann kam der Verfall, die Verfälschung des geoffenbarten Wissens zu politischen, theologischen und manchmal auch staatlichen Zwecken.

Der Mensch glaubt weiterhin an Legenden. Die Geschichte von Adam und Eva ist eine solche. Gott ist die große, geistige Kraft der Schöpfung von allem.

Ich stelle ernsthaft die Frage: Lässt dieser große Geist in seiner Allmacht, seinen Sohn am Kreuz sterben, um die Erbsünde des ersten Menschenpaares zu tilgen, wie Gott es angeblich versprochen hatte? Laut Kirche hat der Nazarener durch seinen Tod den Menschen die Türe zur Wiederauferstehung geöffnet, die bis zu jenem Zeitpunkt verschlossen war. Sie gaukelt den Menschen heute noch vor, die Verstorbenen würden in ihrer alten Gestalt am jüngsten Tag wiedererscheinen.

Durch Jesus’ Lehren hat er wahrlich das Bewusstsein gestärkt und dafür gesorgt, dass die Menschen den richtigen Weg zur Erleuchtung finden.

In der Bibel gibt es eine weitere Geschichte von Abraham, der seinen Sohn töten/opfern sollte, angeblich auf Befehl Gottes. Sollte das der Beweis für Abrahams Gottesfürchtigkeit und Gehorsam sein? Noch einmal die Frage: Was ist das für ein Gott, der so etwas fordert? Auch Ibrahim wollte seinen Sohn opfern. Ja, Söhne waren damals das Wertvollste. Töchter zählten nichts.

Meiner Meinung nach hat die katholische Kirche die jüdische Überlieferung vom sündigen Paar Adam und Eva für sich selbst benutzt, um die gläubige Bevölkerung zu manipulieren und ihr ein schlechtes Gewissen zu machen.

Paulus schrieb den Ephesern: „Ihr dürft nicht mehr so leben wie die Heiden.“ Das bedeutet, man kann nicht Christ sein und weiter vortäuschen, als sei alles beim Alten. Es verlangt nach einer radikalen Umkehr und Änderung des Lebensstils.

Wie der historische Mensch lebte, erfahren wir aus der Bibel:

Adam und Eva gehorchten Gott nicht und aßen von der verbotenen Frucht. Kain erschlug seinen Bruder aus Eifersucht. All diese Ereignisse überschatteten die Menschheit und endeten mit der Sintflut. Danach geht es sündig weiter: Die Menschen wollten gottgleich sein und bauten einen Turm, um Gott zu erreichen.

Heute sind die Menschen nicht schlechter oder besser als früher, nur die Methoden sind anders.  Die Mächtigen halten die Schwachen nieder, Frauen werden erniedrigt oder vergewaltigt, es gibt Kriege mit Millionen Toten, Korruption, Diebstahl, Lügen und Betrug. Das ist der Mensch, der alte Mensch, der in der Sünde lebt. Doch das Schlimmste ist, dass die Menschen sich von Gott entfremdet haben.

Paulus schreibt in den Versen davor: „Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung hingegeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier.“ – Ja, es gab unreine Dinge in Form von sexuellen Ausschweifungen, Satanskulten oder unterschiedlichen Süchten. Das war in Ephesus so und das ist heute weltweit nicht anders, nur die Begierden sind andere geworden.

Jesus’ Lehre ist der Weg zu Gott. Das wusste auch Paulus. Das Christentum ist nicht einfach eine damals neue moralische und sittliche Weltanschauung, die sich bis in ferne Zukunft fortsetzen wird. Ein wenig anständiger zu werden, reicht nicht. Es geht darum, ein neuer Mensch in einem neuen Leben zu werden. Jesus ging es darum, den Menschen innerlich neu zu machen, und das geschieht nicht nur in einem einzigen Leben. Die Seele und ihre Anteile werden sich in mehreren Leben ‚erhellen‘ müssen. Aber das bestimmen geistige Kräfte, nicht der Mensch.

Nur, was hat den Menschen so schlecht gemacht, in all seiner Eigenwilligkeit mit seinem angeblichen Ungehorsam? Eva war es angeblich (natürlich eine Frau!), die Adam den Apfel reichte, was von Gott verboten war. In der jüdischen Überlieferung war es eine Frucht vom Baum der Erkenntnis (Gen 2,17); danach konnten sie Gut und Böse erkennen. Diese Wahrnehmung, nach dem Beweisbaren zu urteilen, ließ sie die unsichtbare Welt des Himmels vergessen. Genauso ist es auch heute.

Gott hat den Menschen nach seiner Idee erschaffen, nach seinem Bilde, wie es heißt. Auch heute noch wird es von den Kirchen missinterpretiert. Man erklärt, Gott sehe aus, wie wir, mit ebensolchen Eigenschaften. Einziger Unterschied sei die Sterblichkeit des Menschen mit maximal 120 Jahren.

Gen 1,31: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.“ – Und danach folgt die 2. Schöpfungsgeschichte in Gen 2.

Warum soll der Mensch sein Kleid wechseln, wenn der/das erst Erschaffene sehr gut war? Der erste Mensch muss sich stark und frei gefühlt haben, bis ihm bewusst wurde, dass er sterblich ist. Möglich wäre es aber auch, wenn die Menschen zuerst in geistiger Gestalt vorhanden gewesen wären, in einer Sphäre, die man „Himmel“ nennt, im Astralleib. Wer weiß?

Pfingsten

Christ geht über das Wasser – Julius Sergius von Klever (1850-1924)

Religion ist es, Gott* zu dienen, indem man seiner Schöpfung dient. Religion hat wenig mit den herkömmlichen Vorstellungen dieser Welt zu tun. Religion ist das, was Gott in den Menschen befähigt, sich in deren Leben zu offenbaren. Religion ist das, was die Verbindung zwischen Mensch und Gott und zwischen Mensch und Mitmenschen verstärkt. Religion ist das, was dich dazu bringt, in deine Welt hinauszugehen und zu dienen, wo immer du kannst. Religion ist Dienst, und Dienst ist Religion. Alles andere ist nicht wichtig.

Wenn der physische Körper abfällt, erweisen sich alle Glaubensrichtungen, für die Menschen lange gekämpft und gestrebt haben, als leer und vergeblich, sinnlos und zwecklos, denn sie haben nicht das Wachstum der Seele gesteigert. Wenn du dich verausgabst im Dienst an anderen, wächst deine Seele in Gestalt und Stärke.

*Ich nenne ihn so. Er hat viele Namen.

Die katholische Kirche hat in den ersten Jahrhunderten heidnische Feste umgewandelt und als christliche eingeführt. Darunter fällt auch das Pfingstfest. Das ursprüngliche, altägyptische „chamsin“, arabisch für ‚Fünfzig‘, nämlich die 50-tägige Dauer des heißen Wüstenwindes, dessen Anfang von den Juden als „pessach“ (Ostern) und dessen Ende als Wochenfest gefeiert wurde.

Die Opfer für dieses Fest waren von den Priestern vorgeschrieben: ein 7-jähriges Lamm, 2 Brote und 2 Schafe als Brandopfer. Außerdem wurden noch ein Bock für die Sünden des Volkes und 2 weitere für das Wohlergehen des Volkes geopfert.

Geld für die Priesterkasse, gestern und heute. Die Einfältigkeit des Volkes wurde stets ausgenutzt. Für jedes Orakel gab es Geld. Weissagungen Dritter wurden mit dem Tod bestraft. Um an der Macht zu bleiben, mussten die Priester dem Volk Angst machen.

Schon zu Moses Zeiten wurden Tausende aus dem eigenen Volk geopfert, durch Verbrennen, Niedermetzeln, Aufhängen oder Kreuzigen, lebendig begraben oder in den Abgrund gestoßen. Moses als Prophet benannte sein Opfer durch ein Orakel und vollzog dieses Todesurteil in der Überzeugung, dass es für das Gemeinwohl notwendig sei.

Die biblischen Gestalten konnten die Verhältnisse des Weltgeschehens nicht deuten. Immer war Glück und Unglück Wirkung unsichtbarer Wesen, deren Wille man sich erdienen musste.

Die Bibel bleibt für jeden denkenden Menschen ein wichtiges Dokument alter Zeit, auch wenn die mit Fälschungen behaftete Theologie, welche von Schriftgelehrten, Priestern, Päpsten und Kaisern beauftragt wurde, längst aufgedeckt ist.

Die Schriften sind ein vortreffliches Menschenwerk, den damaligen Bildungsstand widerspiegelnd, erhaben klingend, aber fehlerhaft. Auf keinen Fall sind sie Gottes Wort!

Menschliches Wohlergehen liegt nicht in der Täuschung, sondern in der Erkenntnis.

Markus 1,22: „Und die Menschen waren erstaunt über Jesus’ Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“

Deren vorentworfene Reden sind tot in sich selbst und beleben keine Seele. Jesus hingegen hat das Feuer in den Zuhörern entfacht und ihren Geist (ihr Bewusstsein) geöffnet, damit sie seine Botschaften verstehen konnten. So ging ihnen ein Licht auf!

In Apostelgeschichte 2 folgt dann ein Zitat aus dem Propheten Joel 2,28:
„Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch.“

Ausgießung des Heiligen Geistes – Quelle: Wikipedia

Golgatha

Kreuzigung Jesus von Nazareth – Christian Wilhelm Ernst Dietrich (1712-1774)
Stille trägt die Last des Tages 
und des einstigen Geschehens;
Sein Ermatten und Gemahntes
wird durch die Geschichte gehn.

Hat den bitteren Kelch getrunken,
sah sie kommen, diese Nacht;
sah die Mutter, die gesunken,
vor dem Kreuz, das Leiden macht.

Tod, der Wartende am Hügel,
mit gesenktem Blick davor,
hielt geduldig seine Zügel,
doch dann trieb sein Ross empor.

Aus der blut’gen Dornenkrone
trieben plötzlich weiße Rosen;
und man nahm Ihn aus der Mitte
seinen Leib, den regungslosen.

Will im tiefsten Deingedenken
jedes Leid auf Erden sehen;
will den Blick zum Himmel lenken
und glaub‘ an Dein Auferstehen.

Gedanken in der Woche vor Ostern

KI modifiziert, Quelle: Pinterest

Der Nazarener sah seine Jünger und die jubelnden Menschen, die er geheilt und gesegnet hatte. Er wusste, dass sie ihn in dieser materiellen Welt nicht verstanden hatten. Er sprach eine andere Sprache, eine, die das Ewige im Menschen anspricht. Jesus musste diese Welt verlassen. Er wusste: Nur wenn sein geistiges Erbe hierbleibt, hat alles einen Sinn.

Auch das leere Grab wird von der Welt nicht verstanden. Man sagt, dass der Auferstandene, nicht aussah wie Jesus in seinen letzten Tagen. Es sei ein anderer gewesen. Sie erkannten ihn nicht, weil er der Vollkommene war, mit einer noch größeren Ausstrahlung als früher. Man erfuhr ein Glücksgefühl in seiner Gegenwart, denn man konnte das Ewige erkennen.

Sehnt sich der Mensch deshalb nach der Ewigkeit, wo alle Momente, ob gute oder böse, gerichtet und repariert sind und der Geist vollkommen klar und rein?

Jesus sagte, ihn verstehen bedeutet, das Kreuz auf sich zu nehmen. Damit ist nicht die Last des Leidens gemeint, sondern dieses Leben mit all seinen Schwierigkeiten durchzustehen und gleichermaßen zu wissen: Ich gehe den Weg ins Ewige.

Deshalb heißt es: Wenn du das Leben hier suchst, verlierst du es. Je mehr du es wichtig nimmst, desto mehr verlierst du den Sinn für das Ewige. Freude kann nur sein, wenn der Mensch das Ewige in sein Leben integrieren wird. Was hilft es dem Menschen, wenn er allen Gewinn dieser Welt hat?! Seine Seele, das Ewige, der Heilige Geist Gottes in ihm leidet Schaden. Nach dem Tod wird alles zerplatzen wie eine Seifenblase. Sie schillert schön einen Moment lang, bis sie zerplatzt, und wird zu nichts.

Zitat Zürcher Bibel: Markus 8, 34–38

34 Und er rief das Volk samt seinen Jüngern herbei und sagte zu ihnen: Wenn einer mir auf meinem Weg folgen will, verleugne er sich und nehme sein Kreuz auf sich, und so folge er mir. 

35 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren, wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, wird es retten.

36 Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und dabei Schaden zu nehmen an seinem Leben? 

37 Was hätte ein Mensch denn zu geben als Gegenwert für sein Leben? 

38 Wer sich meiner und meiner Worte schämt in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird auch der Menschensohn sich schämen, wenn er kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. 

Gedanken über das Weihnachtsfest

Viggo Johansen (1851–1935)

Ganz gleich, wie Weihnachten gefeiert wird, das Fest bringt Glanz und Licht in die dunklen Wintertage. Da werden Stimmen laut, die darauf hinweisen, Weihnachten sei ein heidnisches Fest. Was ist heidnisch? Andersgläubig? Das würde bedeuten, alle Nichtchristen wären Heiden. Ich sehe das anders.

An Gott-Vater glauben, an den Schöpfer dieses herrlichen, einzigartigen Planeten, kann der Mensch auch ohne Zugehörigkeit zu einer renommierten Kirche. Hier wird unterschieden zwischen dem Christen-Gott und beispielsweise Allah, dem Gott der Muslime. Dabei gibt es nur EINEN Gott. Auch Andersgläubige feiern Weihnachten. Für die Muslime gilt Jesus immer schon als bedeutsamer Prophet.

In ihrer Heiligen Schrift, dem Koran, gibt es ebenfalls eine Geburtsgeschichte Jesu. In den Versen 22 und 23 der 19. Sure wird erzählt, dass Jesus an einem „fernen Ort“ unter einer Palme geboren wurde. Vorangestellt ist hier – wie auch in der Bibel – das Wunder der Empfängnis, der Beweis, dass Gott Dinge aus dem Nichts erschaffen kann. Muslime sehen in Jesus einen Propheten, den sie Isa nennen, einen Gesandten Gottes, aber nicht – anders als die Christen – seinen Sohn.

Sind wir nicht alle Kinder Gottes? Mal mehr, mal weniger spirituell; viele in außergewöhnlicher Gestalt und mit Talenten ausgestattet, die nur von Gott gegeben sein können. Talente, die andere heilen, die mit Worten berühren. Die ‚sehend‘ machen, da, wo zuvor noch ein ‚blindes‘ Bewusstsein herrschte. Auch Jesus hat ‚sehend‘ gemacht, und obwohl er immer nur selbstlos für die Menschen da war, haben genau diese ihn ans Kreuz schlagen lassen, um ihn zu brechen. Damit sie in die Welt hinausschreien können: „Seht nur, er ist doch gar nicht Gottes Sohn! Er stirbt, wie alle anderen Menschen auch!“

Er war ein Mensch. Das hat Jesus nie bestritten. Aber er war in besonderer ‚Verbindung‘ mit der Sphäre, die manche leugnen. Er war einzigartig, wie jeder Mensch einzigartig ist. Aber seine Botschaften werden Ewigkeiten überdauern, weil sie zeitlos sind.

In einer angeblichen Engel-Offenbarung an Seth (3. Sohn Adams und Evas) wurde diesem mitgeteilt, dass in 5.500 Jahren Gottes Sohn käme und den Körper Adams wieder auferstehen lassen würde, als Zeichen, dass Jesus wirklich der Messias sei. Die verborgene Schrift, aus der diese Weisheit stammte, soll im Tempel Jerusalems aufbewahrt worden sein.

Dann gibt es noch die Fundamentalisten, die es sich auf den wortgetreuen Bibelversen bequem machen und behaupten, das Fest sei heidnisch. Sie lehnen alles ab, was mit diesen Tagen zusammenhängt, und brüsten sich damit, besser zu sein und Gott wohlgefälliger, als die anderen Menschen.

Wenn ich auf den Kommerz rund um das Weihnachtsfest schaue, kann ich verstehen, wenn man ein solches Fest nicht feiern möchte. Geht der Sinn der Geschichte verloren, wenn ich den Menschen, die ich liebe, Geschenke mache? Sicher nicht! Dabei denke ich an die ‚Heiligen drei Könige‘, die dem neugeborenen Jesuskind Geschenke brachten. Sie schenkten Gold, Weihrauch und Myrrhe. Gold zum Zeichen, dass er der Besieger des Bösen und aller Hasser ist, Weihrauch zum Zeichen, dass sein Geist von den Toten aufersteht, erhaben über Himmlisches und Irdisches, und Myrrhe zum Zeichen, dass er die Bitterkeit des Leidens und des Todes erfahren wird.

Auch wir sollten das Böse besiegen und an ein Weiterleben glauben. Alles, was wir hier auf Erden erfahren, werden wir mitnehmen hinter den Horizont, damit wir nach einer Zeit des Ausruhens ein neues Weihnachtsfest feiern dürfen. Das ist ein Geschenk von Gott an uns.

Ewigkeitssonntag

Aus dem Poesiealbum meiner Mutter:
„Lass die Winde stürmen auf der Lebensbahn, ob die Wogen türmen gegen deinen Kahn. Schiffe ruhig weiter, wenn der Mast auch bricht. Gott ist dein Begleiter. Er verlässt dich nicht.“

Jahre vergehen wie im Flug. Es ist schon ein Kreuz mit der Zeit, die physikalisch in Ordnung gebracht, vierdimensional die Relativitätstheorie bildet. Sie erfüllt, beseelt den Alltag der Menschen oder kann ihn belasten. Niemand kann das Fortschreiten der Gegenwart, von der Vergangenheit kommend und zur Zukunft hinführend, halten.

Anders als heute tickten die Uhren zu Luthers Zeiten. Damals, als die Kirchen noch gut gefüllt waren, maß man dem Kirchenjahr eine große Bedeutung zu. Das tut man noch Jahrhunderte später. Obwohl ich mich von der Kirche entfernt habe, frage ich mich: Welche Bedeutung hat das Kirchenjahr heute noch?

Es beginnt mit dem 1. Advent in der dunklen Jahreszeit, nachdem der depressive November seine Nebel lichtet, wieder durchlässig wird für die Strahlen des Lichterglanzes. Eine Geburt kündigt sich an; etwas ganz Neues von größerer Reinheit soll entstehen. Nicht nur deshalb wird Maria als unberührte Jungfrau und dennoch als Mutter dargestellt.

In der Adventszeit beginnt die Zeit der Besinnung. Die Hektik des Alltags soll draußen bleiben. Man besinnt sich auf das, was wichtig ist, begegnet Liebe und Einsamkeit mit anderen Gefühlen als sonst.

Im neuen Jahr dann, darf das ‚geborene Kind‘ ganz zur Entfaltung kommen. Es bringt Hoffnung auf einen neuen Frühling, auf Licht und Leben. Es ist die Zeit, in der Unkraut und Weizen noch durcheinanderwachsen. Die Zeit der Ernte scheint noch weit. Viele Blüten werden sterben müssen, um anderen das Leben zu ermöglichen. Fastenzeit und Passion – Zeit des Leidens, des Sterbens und der Wiederauferstehung. Mensch und Natur entdecken die göttliche Kraft des Werdens.

Sommer – ermüdender Alltagstrott. Man kommt zurecht, wenn auch langsam unter der Hitze der Alltäglichkeiten.

Erntedankfest – die Speicher sind gut gefüllt für den Winter. Die Felder liegen brach. Die Herbstwinde fegen darüber und erinnern uns an unsere eigene Vergänglichkeit. Aber es bleibt eine Hoffnung auf einen neuen Frühling, darauf, dass der Tod nur eine Wandlung ist.

Der Ewigkeitssonntag beendet den Jahreskreis und alles beginnt aufs Neue.

Wir sind nicht allein auf diesem Weg, der uns nach dem Lebenssinn fragen lässt.

Man sagt, man müsse das Leben planen. – Eine aus der Hektik des Alltags geborene Halbwahrheit. Lebenszeit kann nicht geplant werden. Mein Sohn ist ohne vorheriges Anzeichen gestorben. Die Hektik des Alltags und die Einstellung der Menschen haben seine Lebenszeit verschlungen. Ich musste das Gefasstsein üben und frage mich, was wirklich wichtig ist.

Das ‚Christkind‘ wird trotzdem zur Welt kommen, alles Negative über Bord werfen und uns an das Lebenswerte in dieser Welt erinnern. Das sehe ich als Sinn dieses Geburtstages, auch wenn der genaue Zeitpunkt nirgendwo bestätigt ist.

Der christliche Geist trägt das zeitlos Liebevolle in sich und wird unser Herz durch schöne Klänge für angenehme Dinge öffnen und Familien zusammenführen. Er lässt uns nicht vergessen, dass die Liebe zu Gott auch Nächstenliebe heißt. Das schließt auch die Tiere mit ein.

Gelassenheit müssen wir lernen. Sich selbst nicht mehr so wichtig nehmen. Die Zeit zurückdrehen, in der die Kirchturmuhr noch halbstündlich läutete. Eine Oase finden, in der die Hektik der Zeit draußen bleibt.

Foto: Gisela Seidel

Scheinheilige und die christliche Urgemeinde

sektenartige Verbindung

Bildquelle: Pinterest

Der Kreis, in dem Jesus und seine Anhänger gewirkt hatte, war klein und eine unscheinbare sektenartige Verbindung im Judentum. Ihr Oberhaupt war Jakobus, Jesus Bruder, neben dem eifrigen Petrus und dem schwärmerischen Johannes. Sie bekehrten Tausende, empfingen angeblich den Heiligen Geist für ihre Mission und waren Gestalter ihrer Gemeinde. Aus ihrer Gütergemeinschaft heraus sendeten sie Bekehrer zu den auswärtigen Gemeinden.

Sie waren Juden und blieben es, wie ihre Anhänger und besuchten gemeinsam die Halle Salomos. (Apostelg. 5,12) Ihr Glaube enthielt Bestandteile anderer Sekten: von den Pharisäern die Auferstehung am Ende der Welt und das Weltgericht, welches die Sadduzäer leugneten, aber trotzdem Priester sein konnten, von den Essäern, die Gütergemeinschaft und Bruderliebe, von den Sadduzäern die kluge Unterordnung unter die römische Regierung.

Im Judentum gab es vielerlei Abweichungen: Jesus erzählt von Männern, die sich in syrischer Weise selbst verstümmelten, um sündenfrei zu bleiben (Mat. 19,12), und es gab Altgläubige, die nur die Thora (die 5 Bücher Moses) anerkennen wollten. Es gab Juden, die zum Heidentum übergetreten waren, weil sie sich davon ein bequemeres Leben versprachen.

Daneben musste sich die christliche Urgemeinde behaupten, was ihnen gut gelang, denn der Messias-Glaube war echt jüdisch und seine prophezeite Wiederkehr war damals nur für die Juden bestimmt. So hofften sie auf das baldige Erscheinen des Erlösers und durch ihn auf die Befreiung von der Unterdrückung durch die Römer. Niemand sonst, als die Juden konnten Nutzen davon haben. So gingen auch die von Jerusalem ausgesandten Jünger und deren Schüler allerorts nur zu Juden. Dort unterschieden sich ihre Geschichten von der Behauptung, dass der Messias bereits gelebt habe und in Kürze wiederkehren würde mit einer Legion von Engel (Mat. 25, 31), um sein Volk zu befreien und ihm alle Heiden zu unterwerfen.

In der Apostelgeschichte gibt es Belege für die Unterscheidung zu anderen Juden in der Zeit.

1. Die Begründung der Gütergemeinschaft (2, 44-45; 4, 32-37). Todesstrafe bei teilweise eigennütziger Zurückhaltung seines Eigentums (5, 1-5).

2. Die Lehre, dass der gekreuzigte Jesus aus Nazareth der echte Messias sei, auf den bereits alle alten Weissagungen Davids und der Propheten gedeutet hätten. Der am 3. Tag nach seinem Tod aus dem Grab auferstanden sei und zum Himmel geflogen ist, zur rechten Hand Gottes sitze und bald wiederkäme.

3. Die Lehre, dass jeder, der diesen Glauben vertritt, die Vergebung seiner Sünden erlangt und teilhaben soll am Reich der Herrlichkeit, welches der wiederkehrende Messias für die Juden errichten werde. Diese Verheißung sollte sich noch während der Lebenszeit der gläubigen Gemeinschaft erfüllen.

    Die Zeit forderte die Lockerung der Gesetze. Es wurden in den Gemeinschaften Heiden als Genossen aufgenommen, denen man Erleichterungen zuließ. (Apostelg. 15, 24)

    Die Menschen damals waren ungebildet und die wenigen, die durch Reichtum und Schulung höhergebildet waren, wurden in die geheimen Praktiken der Priesterschaft eingeweiht und traten dadurch mit einer gewissen Erhabenheit auf, über den Glauben des einfachen Volkes. Sie waren zusammen mit den Priestern der Meinung, dass man nur durch Mythologie das Volk in Ruhe halten konnte.

    Die Propheten der Semiten waren immer schon im Streit mit den Priestern und bezeichneten sie als Heuchler und Lügner. Diese beschuldigten sie wiederum Leugner und Spötter der Götter zu sein.
    (Apostelg. 7, 51-53)

    Die Machenschaften der damaligen Priester waren bekannt, denn ihr Glaube war ihr Broterwerb und sie lebten gut durch Täuschung des einfältigen Volkes und Pflege des Aberglaubens. In den großen Hochschulen waren alte Glaubensgerüste längst zerstört und erklärt durch Physik, Menschenverstand und Schicksal.

    Aber das Volk fürchtete die Strafe der Götter durch Krankheiten immer noch und erhoffte sich durch priesterliches Gebet die von den Göttern erhoffte Speisung der hungernden Armen. Es waren die Priester, die sich auf deren Kosten mästeten und durch Schwindel, Betrug und Unsittlichkeiten ein ‚gutes‘ Leben ergaunerten.

    Heilig

    Heiligsprechung Petersplatz – Quelle: Pinterest

    Wenn Menschen eine solche Heiligsprechung erhalten, geht eine sogenannte Weihe voraus.
    Damit will der Papst etwas Profanes in den Bereich des Heiligen tragen. Heilig heißt nicht weltlich, sondern vollkommen zu sein in den Augen der Kirche.

    Als von der Kirche ernannter ‚Stellvertreter Gottes‘ ist der Papst demnach selbst ein Heiliger schon seiner Benennung wegen. Die hohe Geistlichkeit hat dem einfachen Volk von jeher weiszumachen versucht, von besonderer Reinheit zu sein. Man offenbarte ihnen, man stünde höher als sie, weil man belesener, gebildeter und von Gott ermächtigt sei, unlautere Dinge zu sehen und abzuwenden. Doch wie viele Teufel hausen gerade in den ‚heiligen‘ Stätten?! Man hurte trotz Zölibat herum, verging sich an Kindern, log und mordete, wann immer man es brauchte. Schon seit Gründung der katholischen Kirche haben die Päpste und deren Anhang durch Schein-Heiligkeit versucht ihre Anhänger zu manipulieren. Wenn ich sehe, wie sie heute noch Hände zum Gebet faltend durch die prunkvollen Hallen des Vatikans laufen, wird mir übel.

    Leider ist auch heute noch ihre Fan-Gemeinde groß. Es ist so, als würden sie dem ‚goldenen Kalb‘ hinterherlaufen und es anbeten, als wäre Gott höchstpersönlich auf dem Balkon am Petersplatz. Sie bejubeln die Schein-Heiligkeit der Kirchenfürsten und sind wie verblendet von deren mittelalterlichem Erscheinungsbild.

    Die Menschheit ist auch heute noch nicht schlauer geworden. Gutgläubig in Sachen Kirche war sie schon immer. Da wird ein 15-jähriger junger Mann, der 2006 an Leukämie starb, in einem gläsernen Sarkophag als Heiliger ausgestellt, nachdem sein Gesicht und die Extremitäten aus Silikon wiederhergestellt worden sind. 2019, als man ihn exhumierte, waren sie bereits verwest. Sein Herz wurde ihm schon zuvor herausgeschnitten und dient als Reliquie in der Kathedrale San Rufino in Assisi.

    Am 7. September d. J. wurde er vom Papst heiliggesprochen, nachdem ihm der Vatikan zwei Wunderheilungen bescheinigte. Carlo Acutis, so hieß der junge Mann, war durch seine Internetauftritte als „Cyber-Apostel“ bekannt. Sein weiterer Spitzname „Influencer Gottes“ setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Aus dem heiligen Acutis wurde aufgrund seines Fachgebietes der Schutzpatron des Internets. Durch seine jugendlichen Missionierungen im Internet verlieh er der angestaubten katholischen Kirche einen modernen Glanz.

    Die Heiligsprechung verlief in rasendem Tempo, in weniger als 20 Jahren. In dem Fall war das Heiligwerden eine teure Angelegenheit, die die Eltern bezahlt haben. Man schweigt. Vermutet werden bis zu 250.000 Euro. Ist das eine Art von Trauerbewältigung?! Für den Vatikan war es ein Politikum, diesen im Internet aktiven jungen Mann, der angeblich außergewöhnlich fromm war, erst selig und danach heilig zu sprechen. Um junge Menschen mittels Internet zu missionieren, kam Carlo Acutis der Kirche gerade recht, die diesen heutzutage als Ikone in Souvenirläden in Italien vermarktet.

    Es war ein langwieriger Prozess, in dem Menschen auswerten mussten, ob Carlo Acutis zum Heiligen taugt. Dabei wurde das gesamte Leben der Person durchleuchtet, um jeden Makel aufzudecken. Die hellen und dunklen Seiten, sofern es solche gab, wurden beleuchtet.

    Nach dem Tod mussten mindestens fünf Jahre vergehen, damit der Prozess zur Seligsprechung in Gang gesetzt werden konnte. Zur Seligsprechung braucht es ein Wunder, für die Heiligsprechung zwei. Genesungen, die unerklärbar sind zum Beispiel. Bei Carlo Acutis sind zwei dieser Phänomene bekannt. Er selbst litt an einer aggressiven Form der Leukämie; bis zu seinem Hirntod vergingen nur wenige Tage. Ihm wurde kein Wunder zuteil.

    Aufgrund seiner Ansichten war Carlo Acutis sicher außergewöhnlich. Er schwärmte als 15-jähriger von Eucharistiewundern, riet seinen Mitschülern von Pornos ab und erklärte, die Jungfrau Maria sei die einzige Frau in seinem Leben.

    Mit dem Akt der Heiligsprechung demonstrierte die katholische Kirche mit viel Prunk und Augenwischerei die Macht, aus einem toten Teenager einen Heiligen zu machen.

    Jubelnde Massen und manipulierte Mitläufer; Menschen, die fasziniert zum Papst aufblickten!

    Zum Schluss angemerkt die Trauerfeier für den ermordeten ultra-rechten Charlie Kirk, die wie eine Heiligsprechung zelebriert wurde. Die Anwesenden liefen in einem fast hysterischen Gebet versunken durch die aufgewühlte Menge. Kirks Witwe warf sich trauernd jedoch tränenlos an Donald Trumps Brust. Eine ekelhafte Darbietung!

    „Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen…“ Die Welt in der wir leben!

    Die Erlösung aus Ägypten

    Die Teilung des Meeres

    Exodus 14,21 „Als nun Mose seine Hand über das Meer ausstreckte, da trieb der HERR das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind hinweg; und er machte das Meer zu trockenem Land, und die Wasser teilten sich.“


    Die biblische Geschichte zeichnet hier Moses als Erlöser, der die Ausgezogenen aus Ägypten endgültig vom Verfolger trennt, indem er die alte Welt tötet, obwohl oder gerade, weil Menschen sich noch immer zu ihr hingezogen fühlten. Frei sollten sie sein vom Alten und eine Zurückholung durch den Pharao unmöglich werden.

    Es gibt Erscheinungsformen des siebten Schöpfungstages, die mit den Entwicklungskräften der Materie in der Welt der Polarität untergehen müssen. Deren zeitlich begrenzte Umhüllung (Körper) wird genommen. Erst danach kann die neue Welt kommen, die Welt des 8. Tages.

    In der Kabbala gibt es verschiedene Zahlen, die auf etwas vollkommen Neues hinweisen. Dazu gehören die 5, die 8 und die 17. Jede Endzeit ist voller Dämonen, sagt die Überlieferung. Die Welt der Vielfalt wird zerbrechen, wenn man sie nicht nähren will.

    Überall, wo in der Bibel von Ägypten geschrieben steht, zeichnet das Wort „Ägypten“ ein Bild der materiellen Welt (das Diesseits), die von einer Leiden verursachenden Zweiheit beherrscht wird. In der Bibel ist es der Pharao, der alle Zeichen des nahenden Untergangs übersah. Ich muss hier leider eine Parallele zur heutigen Zeit und den Politikern dieser Welt ziehen.

    Die Welt wird sich häuten wie eine Schlange. Wenn die Umhüllung zerstört und bedeutungslos geworden ist, sind die einst geschaffenen Erscheinungsformen wertlos geworden. Dann zieht sich der Mensch zurück ins Alleinsein und begegnet dort in seinem Innern einer anderen Welt. Dort kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dem göttlichen Kern, der in der alten Welt der Vielfalt kaum Beachtung fand.

    In der Schlachter-Übersetzung Genesis 32,29 heißt es: Jakob stritt mit Gott und Menschen. Lt. hebräischer Überlieferung war es nicht Gott, mit dem dieser innere Streit stattfand, sondern Engel und Dämonen. Das Gute im Menschen stritt mit dem Bösen. Es war das Bild eines inneren Kampfes auf höherer Ebene, wo sich das Wesentliche aller Dinge ohne Maske zeigt. Dort ist die eigentliche Welt der Menschen, die Welt der Seele. Da sich die Seele in der Welt der Materie äußern muss und sich darin kleidet, wird sie diesem Lebenskampf ständig begegnen.

    Auch beim Sterben findet dieser Kampf statt. Der Körper kennt nur die Maßstäbe dieser Welt und will sie nicht verlassen. Er nimmt dabei dieselbe Haltung wie der Pharao ein. Auch beim Sterbevorgang gibt es einen Durchzug durch ein Meer, das vorher der Absperrung diente. Der noch Fliehende will nicht loslassen und wird auf die andere Seite geholt. Der Körper ist tot, doch nur so kann ein neues Leben beginnen.

    Fährmann Tod – Franz Lippisch (1859-1941)

    Individualität

    Fliegen lernen – Lisa Aisato *1981
    Seele mit Geist, in Körpern enger Norm,
    die physisch nur den Teil des Ganzen zeigen,
    die durch Begrenztheit und durch Leiden
    in katalytischer Manier Bewusstsein formt.

    Besonderheit, die jeder Seele Kern,
    hat keine Möglichkeit sich vollends darzutun,
    denn noch umhüllt vom Körper muss sie ruhen,
    ist ausdrucksschwach, dem wahren Selbst so fern.

    Ein winzig kleiner Teil Persönlichkeit,
    manifestiert sich als Aspekt im Erdenleben hier.
    Getrübt ist das Bewusstsein für die Lebenskür,
    bis es erweckt den Sinn versteht im Leid.

    Wir sind Seelen mit Geist, die sich durch physische Körper ausdrücken; die Persönlichkeit ist der Aspekt, der sich nur manifestieren kann, während wir auf der Erde sind. Es ist nur ein winziger Teil der Individualität, der das wahre Selbst ist, weil er keine Möglichkeit hat, sich voll auszudrücken, während er vom physischen Körper umhüllt ist.

    Bevor wir auf die Erde kamen, hatten wir unseren Weg gewählt. Unser Bewusstsein vor der Geburt war in der Lage, all die Vertiefungen zu erforschen, die sich im unterbewussten Teil unseres Geistes befinden. Hier auf Erden müssen wir durch eine Krise gehen, die zum Katalysator wird, der beginnt, das Bewusstsein zu wecken, das wir ursprünglich hatten. Eines Tages wird es uns klar werden. Nichts geschieht ohne Sinn.

    Der Geist ist der Materie überlegen. Was aus dem Geist ist, hat Bestand, was aus der Materie ist, nicht. Deshalb muss jeder sterben. Es ist nicht leicht. Aber alles ist durch ein unfehlbares Gesetz geregelt. Die Liebe ist der Schlüssel, denn die Liebe ist der Ausdruck des Großen Geistes, Gottes, des Herrn, des Schöpfers, welchen Namen die Menschen auch immer verwenden möchten.