Das Teuflische im Menschen

Albrecht Dürer 1471-1528 – Paradiesschlange

Es ist immer schwierig über Religionen zu reden, weil man niemandem zu nahe treten möchte. Mein Beitrag über Moses beinhaltete zwar einige Kritik, aber letztendlich gehört das Alte Testament zum Christentum. Die Bibel zeigt stets mehrfache Dimensionen. Man darf die Geschichten nicht nur als historische Ereignisse sehn, denn da wird man oft vergeblich Spuren suchen.

Es beginnt bei der Geschichte vom ‚Garten Eden‘. Tiere müssen immer noch nach den Naturgesetzen leben. Da der Mensch mit einem Verstand erschaffen wurde, mit dessen Hilfe er bewusst wird, kann er sein Leben nach seinem Willen einrichten und von seinen ‚gesunden‘ Instinkten abweichen, was sie verdirbt. Dieser ungesunde Selbstzweck bringt seinem Körper und seiner Seele Störungen und Krankheiten. Das ist die Macht der Ur-Schlange auf dem Baum der Erkenntnis des Gutem und Bösen im biblischen Paradies.

Das bedeutet, dass Satan den Menschen über seinen Verstand beherrscht und über sein Bewusstsein in ihn eindringt. Ohne den Verstand wäre Satan ein unbewusstes Naturgesetz.

Quelle: Wikipedia

Aus den vier Elementen wurde das Weltall aufgebaut. Satan gilt als Herrscher über alles Materielle, also über die heute sogenannten Aggregatzustände, d. h. Erscheinung und Zustandsform, in der die Welt existiert. Jesus warnte seine Jünger nach letzten Abendmahl: „Gehen wir, es nähert sich der Herr dieser Welt.“ Damit meinte er Satan. Er ist das Gesetz der Materie.

Die Wissenschaft hat auch die indische Vedanta-Philisophie durchleuchtet, die schon vor Jahrtausenden behauptete, dass der Mensch vor Urzeiten androgyn gewesen sei wie die Engel. Dieses Wesen trug beide Geschlechter in sich. Sie waren Mann und Frau in einer Person = ein Mensch.
1. M, 27: „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie.“

Die Bibel sagt nichts anderes aus. Adam wird als Wesen dargestellt, das am Anfang beide Geschlechter in sich trug. Erst später wurde aus ihm heraus Eva von Gott entnommen‘. So ähnlich wird diese Entwicklung auch seitens der Wissenschaft bestätigt, wenn sich dieser Prozess wohl über Jahrmillionen hingezogen haben muss.

Der Herr der Materie, Satan, hat demnach die zwei Geschlechter voneinander getrennt und Mann und Frau zu zwei selbstständigen Wesen gemacht, die sich fortpflanzen und die Welt bevölkern konnten.

Was letztendlich blieb, ist die Sehnsucht nach dem Eins-Sein, welches nach der Trennung nur noch in einem geschlechtlichen Akt für kurze Zeit vollzogen werden kann. Die Sehnsucht nach dem auf Erden unerreichbaren einzigen Ich bleibt, damit sich die Körper vereinigen, ohne innere Identität im Geiste.

Irgendwann muss der Mensch einsehen, dass die sexuelle Kraft trügerisch ist. Befriedigung empfindet er auf Dauer nie, kein Glück und keine Erfüllung. Und was geschieht, wenn er alt ist? Da bleibt nichts, wenn es mit der körperlichen Liebe nicht mehr klappt. Hatte der Mensch nicht ein ganzes Leben lang nach seiner ‚besseren Hälfte‘ gesucht? Sie sollte seine Ergänzung sein. Was gibt es auf dieser Welt?: den unbewussten Willen, sich zu vereinigen und das, was man „Liebe“ nennt. Bedingungslose Liebe kann der Mensch hier nicht erreichen, weil Satan dazwischen steht, das Gesetz der Materie.

Eine nur körperliche Erfahrung kann nicht wirklich befriedigen und selig machen. Der Mensch erinnert sich an seinen Ur-Zustand des Eins-Seins und sehnt sich danach zurück. Als er in den materiellen Körper hineingeboren wurde, ist er ‚aus dem Paradies gefallen‘.

Den Drang nach Einheit und wahrer Liebe kann der Mensch hier nur im Geiste verwirklichen. Auf diesem Weg wird er den Ausweg aus der Versklavung finden und die Form zurückverwandeln als geistige Kraft. Wenn wir die sexuelle Kraft wieder auf eine höhere Ebene erheben, ins Erhabene steigern und veredeln können, dann haben wir Satan mit seiner eigenen Kraft besiegt. Der Animus und die Anima sind im Geiste eins.

„Von der Gewalt die alle Wesen bindet,
befreit der Mensch sich, der sich überwindet!“

Johann Wolfgang von Goethe

Der Ursprung Israels und deren Götter

Moritz Daniel Oppenheim 1800-1882 – Moses und die Gesetzestafeln

Die ersten fünf Bücher der Bibel befassen sich mit der Geschichte von der Entstehung der Welt und enden mit der beginnenden Eroberung des ‚gelobten Landes‘. Zusammenhängend berichtet wird im ersten Teil vom Anfang der Welt, bis zur Bildung des Volkes Israel im Lande Goschen und im fünften Bericht vom Wanderzug in der Stein Wüste Zin bis zum Tod Moses.

Durch die griechische Übersetzung wurde vieles umgedeutet und Spuren, welche die hebräische Urschrift erkennen ließen, verwischt. Hierbei wurden die Götternamen unkenntlich gemacht (wie bei den ägyptischen Herrschern) und dem Leser dadurch suggeriert, die Kinder Israels seien Eingottgläubige gewesen, was zu Moses Zeiten und davor jedoch nie der Fall war.

Der Gott Moses wird durch eine geschichtliche Tat dargestellt: Der Führung und Errettung aus Ägypten. Dieser Gott ist zornig und eifersüchtig und lässt nur diejenigen leben, die alleine an ihn glauben. Er verlangt Opferungen und Anbetung: 2. Mose 20,24: „Einen Altar von Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und Rinder opfern.“ Neben den zehn Geboten gibt es noch zahlreiche Gesetzgebungen, die Jahwe zugeschrieben werden. Eine Frau war offenbar weniger wert als eine Jungfrau. Sklaven galten als noch minderwertiger.

Das 2., 3. und 4. Buch Moses scheint verworren, der Inhalt ungeordnet, zerrissen und ineinander verschachtelt. Hierin zeigen sich verschiedene Bildungsstufen der Schreiber. Es sind die Geschichten des einfachen Wanderlebens in der Wüste. Lt. Bibel hatten die Israeliten zuvor 430 Jahre in Ägypten gewohnt. In deren Zerrissenheit bemerkt man, dass sich Aufzeichnungen aus älteren und neueren Berichten bestehen, die Jahrhunderte auseinander liegen. In der Bibel ist von 40 Jahren die Rede. In der Kabbala ist die 40 die Zahl für einen auf Erden langen Zeitraum. Nach dem Auszug „zogen alle Heerscharen Jahwes aus dem Lande Ägypten hinweg.“

Danach erging eine neue Satzung von Jahwe aus, in der u. a. befahl, dass alle Männer beschnitten werden. 2. Mose 12,48.

Die Semiten machten damals ihre Niederschriften auf Fellen, die sie aufeinander liegend aufbewahrten, was nicht immer chronologisch möglich war. So entstanden die drei Bücher. Durch die Zerstörung Jerusalems im Jahr 586 v. Chr. wurden die meisten Felle verbrannt und der Hohepriester Esra ließ alles neu schreiben.

Die älteste urgeschichtliche erst Engel-/dann Gott-Erscheinung war wohl die Feuer-Erscheinung im brennenden Busch, dem sich Moses nur mit entblößten Sohlen nähern durfte, weil er heiliges Land betrat. 2. M, 3, 2

Nachdem Moses 2. M, 3, 13-15 den Namen der Gotteserscheinung erfragt hatte, erhielt er zur Antwort: „Jahwe (Ich bin), der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich (Moses) zu euch gesandt. Jahwe ist mein Name ewiglich, und so will ich angerufen sein von Geschlecht zu Geschlecht.“Diese Erscheinung galt als Willensäußerung einer außersinnlichen Welt, als Gestaltung eines höheren, heiligen Wesens. (1. Kön. 19, 11-12)

Denkwürdig dieser Vergleich: Auch in Westafrika gibt es dieselbe Vorstellung bei den Fetischanbetern. Auch deren höchster Volksfetisch hielt sich in einem Busch auf, dem sich nur der höchste Priester nähern durfte. Auch hier durfte der heilige Boden nur barfuß betreten werden.

Das hohe Alter dieses Felles kann man ahnen, weil man das verrohte Volk Israels und dessen Anführer Moses in seinem niedrigen Bewusstseinszustand erlebt.

In 2. M 3,22 erlaubt Jahwe seinem Volk den Diebstahl und Betrug an den Ägyptern, was er sogar als Verdienst betrachtete. Zuvor hatte Er als Zwangsmaßnahme in Ägypten alle Erstgeburt der dortigen Menschen, als auch die Erstgeburt des Viehs erschlagen lassen. In der Bibel steht 2. Mose 12,29-30: „…es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war.“, und er hatte vorher sämtliche Plagen über Ägypten ziehen lassen, um ‚sein Volk‘ freizupressen.

Das war ihm jedoch nicht genug. In (2. M 13, 12-15): Darnach sprach der Herr zu Mose: „Weihe mir alle Erstgeburt bei den Israeliten, alles was zuerst den Mutterschoß durchbricht, unter den Menschen und unter dem Vieh; mir gehört es.“ Ebenso (2. M 22,29): „Deinen ersten Sohn sollst du mir geben.“

Das ist die älteste Überlieferung zur Opferung der Erstgeburt, um sich den Schutz Jahwes sichern zu können. Bei der Volkszählung nannte man eine Zahl von 603.550 Männern zwischen 20 und 60 Jahre alt; 22.273 erstgeborene Söhne zwischen 1 Monat und 20 Jahren, wobei mehr als 170.000 hätten vorhanden sein müssen. 150.000 blieben verschwunden, d. h. waren geopfert worden, wie es die Vorschrift verlangte. Da half kein Wehklagen. 3. M, 27,29: „Wenn irgendein Mensch durch den Bannfluch geweiht wird, so darf man ihn nicht lösen, sondern er muss getötet werden.“

2. M 13, 21-22 Jahwe aber zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, und des Nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie bei Tag und bei Nacht wandern könnten. Nie wich die Wolkensäule am Tage und nie die Feuersäule bei Nacht von der Spitze des Zuges.

Die Orakellade wurde vorangetragen, begleitet vom ewigen Feuer, welches den mittels Feuer opfernden Priester nötig war, damit stets rein Erhaltenes zur Verfügung stand. Dem Volk wurde so vermittelt, dass nicht der Priester, sondern der ‚Feuerherr‘ selbst voranging, um sein Volk zu führen.

In 2. M 16, 29 wird der Sabbath eingesetzt, wobei Moses sprach: „siehe Jahwe hat euch den Schabbath gegeben.“ Das Wort bath bedeutet ‚Zelt‘ und schab, sab oder seb war ein altsemitischer Götzenname.  Jeder siebente Tag war demnach dem alten Verehrungswesen SAB geweiht und später wurde der Name auch durch Jehova ersetzt.

2. M 32, 1-20 beschreibt die Einführung des ältesten Dienstes des ägyptischen Nachtosir (Hapi und Apis) in Gestalt des jungen Rindes, weil Aaron dachte, Mose käme nicht mehr zurück. Das Volk forderte Aaron auf, ihnen einen neuen Gott zu machen, der vor dem Zug durch die Wüste voran gehen sollte. Deshalb mussten alle Leute ihr Gold zu Aaron bringen. Der goss es in eine Tonform und machte daraus ein goldenes Kalb. Da sprach das Volk: „Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat.“ Am nächsten Tag brachte Aaron an einem neu gebauten Altar Brandopfer und Heilsopfer dar. Als das geschah sprach der Herr zu Mose: „Geh, steige hinab, denn dein Volk, das du aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hast, frevelt.“

Zurückkehrend vom Berg, versöhnt Moses Jahwe durch ein grausames Opfer, will aber nicht den schuldigen Aaron hingeben. Er lässt durch die Leviten 3.000 Menschen töten, wobei jeder seinen Sohn, Bruder, Freund oder nächsten Angehörigen auswählen musste, weil Moses annahm, der ergrimmte Herr wäre so eher versöhnt. Das goldene Kalb ließ er zu Staub zermahlen und gab es denjenigen mit Wasser vermischt zu trinken, die den Gott aus Metall angebetet hatten.  

Immer wieder wird dem Volk die ausschließliche Verehrung von Gott dem Herrn eingeschärft. So auch, als die Israeliten das ‚Gelobte Land, in dem Milch und Honig fließen‘ erreichen. Dort wieder Mord und Totschlag, denn das Land ist bewohnt und Jahwe fordert sein Volk dazu auf, es gnadenlos umzubringen. 5. M 6, 10-11. Immer wieder wird gemordet und geschlachtet, bis niemand übrig bleibt. Doch manchmal ist man gnädig und überlässt die Frauen, den Kriegstreibern. Im Rachekrieg über die Medianiter wird Mose zornig über die Vorgesetzten des Heeres.

4. M 31, 14-18: „Wie, ihr habt alle Frauen am Leben gelassen?“…“So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern; auch alle Frauen, denen schon ein Mann beigewohnt hat, sollt ihr töten. Alle weiblichen Kinder aber, denen noch kein Mann beigewohnt hat, lasst für euch am Leben.“

Die reiche Kriegsbeute an Gold wurde zu Moses und dem Hohepriester ins ‚Heilige Zelt‘ gebracht, „…damit der Herr der Israeliten gedenke.“ 4. M 31, 54

Alles nur inszeniert, von Moses und den Priestern oder der Scheingöttlichkeit? Gibt es eine größere ‚Sünde‘, als im Namen des wahren Gottes zu töten, der seine Schöpfung zuvor als sehr gut befunden hatte?

Auf welch rückständiger Bildungsstufe Moses und sein Volk stand, ist selbsterklärend. Jesus lehrte uns, unsere Feinde zu lieben und die Gebote der Nächstenliebe sehr ernst zu nehmen. Wie sehr widerspricht das Töten im Namen des Herrn der Nächstenliebe!?

Braucht ein grausames Volk einen noch grausameren Gott, vor dem es Respekt haben muss und sich ihm unterwirft? Aber war das derselbe Gott, den Jesus „seinen Vater im Himmel“ nannte?

Man dachte damals, dass das Verehrungswesen durch Räucherungen und durch Tieropfer zu besänftigen wäre. Hatte man Angst oder Respekt vor einem solchen Gott?

Moses und Aaron vor der Bundeslade – James Tissot 1836-1902

In 3. M 26, 21-29 heißt es: „Wenn ihr euch aber mir entgegenstellt und mir nicht gehorchen wollt, dann werde ich euch weiter schlagen, und zwar siebenfach nach euren Sünden. Und ich werde die Tiere des Feldes unter euch senden, dass sie euch kinderlos machen und euer Vieh ausrotten und euch an Zahl verringern, und eure Wege sollen öde werden. Und wenn ihr euch dadurch nicht von mir zurechtweisen lasst und euch mir entgegenstellt, dann werde ich meinerseits mich euch entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch schlagen, und zwar siebenfach wegen eurer Sünden. Und ich werde das Schwert über euch bringen, das die Rache des Bundes vollzieht. Und zieht ihr euch in eure Städte zurück, dann werde ich die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes gegeben werden. Wenn ich euch den Stab des Brotes zerbreche, werden zehn Frauen euer Brot in einem Ofen backen, und sie werden euch das Brot zurückgeben nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und nicht satt werden. Und wenn ihr bei alldem mir nicht gehorcht und euch mir entgegenstellt, dann werde ich mich euch im Grimm entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch züchtigen wegen eurer Sünden, und zwar siebenfach. Und ihr werdet das Fleisch eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer Töchter werdet ihr essen.“

In den Orakelzelten verschloss Moses oder Aaron den Eingang und setzte sich hinein, in den Rauch betäubender Kräuter, wo er längere Zeit verblieb, bis er erregt und fiebernd, mit hochrotem, aufgedunsenem Gedicht und schrecklich verzerrten Zügen, dem Volk die ‚empfangenen Offenbarungen‘ verkündete, bis er erschöpft und von Krämpfen geschüttelt niederstürzte. Die Rauch Orakel endeten mit Moses Tod.

Nach heutigen wissenschaftlichen Gesichtspunkten würde man bei der Annahme, über diese Rauschzustände mit der geistigen Welt in Verbindung treten zu können, nur den Kopf schütteln.

Was aussieht wie Betrug und Gaukelei war in der damaligen Zeit ein redlicher Wille von Moses, der im guten Glauben versucht hatte, das Verborgene zu finden. Er nahm eigenes Leid auf sich, um seinem Volk zu dienen und für das Wohl aller zu sorgen.

Die Gottesdienste waren Moses Volk eine heilige Sache, wie heutzutage den Christen ihre Sakramente, die nach heutigen Erkenntnissen rückständig und irrend sind. Beide Parteien handelten/handeln gläubig und ehrlich. Der wahre Gott (als Bezeichnung), der Ur-Schöpfer des Universums, die universelle Ur-Energie, hatte eine fehlerfreie Welt erschaffen. Wer war dann der Erschaffer dieser unvollkommenen Welt, wie es in der 2. Schöpfungsgeschichte steht?

BEWUSST-SEIN, der Weg zurück zu Gott

Nadelöhr – Vladimir Kush 1965 –

Als Kind und Heranwachsende denkt man über das Warum des Daseins nicht nach. Ein kindliches Gemüt hinterfragt nichts, sondern nimmt widerstandslos das Althergebrachte, die Normen der Eltern und der Gesellschaft in sich auf und macht sie zunächst zu seinen eigenen.

Man wird in eine Familie und Situation hineingeboren, in denen Körper, Seele und Geist wachsen sollen. Der menschliche Wille scheint dabei frei zu sein; doch ist er das nur innerhalb eines gewissen Rahmens, denn die göttliche Ordnung regelt ALLES auf wunderbare Art und Weise. Sie lässt sich nicht umgehen oder ausschalten! Sie gleicht einem Organismus, der nach bestimmten Regeln funktioniert. Was hier nach Willenseinschränkung aussieht, geschieht teils zum Schutz, teils, um den Menschen immer wieder auf seinen vorbestimmten Weg zurückzuführen, teils als Lektion, die zu lernen nicht immer nur Spaß bringt. Um es mit den Worten von Ephides zu sagen: Die Menschen werden von Gott gestimmt wie Harfen, deren Saiten er solange anzieht, bis eine himmlische Melodie daraus erklingt.

Gewisse Besonderheiten des Lebensweges scheinen „vorprogrammiert“ zu sein, ebenso die Talente, die wir mitbringen, die aber zum Teil ungenutzt bleiben. Ich glaube, dass wir in den vielen Leben gewissen Menschen immer wieder begegnen werden, weil sie mit uns untrennbar verbunden sind, von Anbeginn an und bis in Ewigkeit. Wenn wir diese Menschen im Leben wiedertreffen, scheinen sie uns besonders vertraut zu sein. Wir werden sie entweder am Allermeisten lieben und als größtes Übel hassen, denn gerade diese Seelengefährten bringen uns DIE Aufgaben, die am Schwersten zu bewältigen sind, weil wir darunter leiden und deshalb daran wachsen werden.

Sind es nicht gerade die negativen Erfahrungen, an denen wir reifen können, die uns verändern und die uns antreiben? Dieses „Seelenumschwingen“ bringt uns zu höherem Bewusstsein. So entpuppen sich Ungerechtigkeiten, Unglück und Übergriffe, die vielleicht im Elternhaus oder im Außen irgendwann einmal geschehen sind, als echte Lernaufgaben. Oft genug ziehen sie uns den Boden unter den Füßen weg. Dann merkt man, dass es keine irdischen Sicherheiten gibt. Nichts ist von Dauer! Selbst die größte Liebe und die beste Gesundheit nicht. Dann heißt es entweder aufstehen und weitergehen oder nach dem Straucheln liegen bleiben. Wenn man eine Zeit lang im Leid verharrt, stagniert die Entwicklung. Man fühlt sich nicht nur wie gelähmt und von aller Welt allein gelassen, sondern auch von Gott. Es heißt nicht umsonst, man fühlt sich, wie „von allen guten Geistern verlassen“.

Diese Gesellschaft will keine psychischen Probleme kennen, denn das würde Schwäche bedeuten. Man will doch auch nach außen demonstrieren, dass man selbst „Herr seiner Sinne“ ist. Wenn die Psyche leidet, ist das meist ein einsames Leiden. Man muss sich selbst daraus erlösen! In einer solchen Situation wird man entweder neuen Mut sammeln oder noch tiefer sinken, weil die Ängste ziehen und kaum noch loslassen. Dann fällt man ins Bodenlose, findet im Außen keinen Halt mehr. Psychologische Gespräche können die Probleme zwar beleuchten, doch werden auch hier die guten und bösen Energien nicht betrachtet, von denen wir Menschen ein Leben lang umgeben, geführt oder verführt werden. Besetzungen geschehen deshalb völlig unbemerkt. Oft wird ein Mensch zum Alkoholiker, weil ein Geistwesen durch ihn zum Genuss des Alkohols kommen will. Das gibt es doch gar nicht, denken Sie!? Es gibt nichts, was es nicht gibt!

Satan verteidigt seine Machtansprüche und versucht, die aus dem Totenreich von Christus befreiten Seelen solange wie möglich auf seiner Ebene festzuhalten. Auch, wenn es sich so anhören mag: Das ist kein Satz aus der „Märchenstunde“. Die so genannte Hölle kann sich sehr schnell unter uns auftun, wenn wir nicht täglich dagegen ankämpfen. Wir werden gezogen von Mächten, deren Existenz der Menschheit als fragwürdig erscheint, genauso wie sie immer wieder die Existenz Gottes infrage stellt.

Jeder Mensch hat unter der Polarität zu leiden. Jeder trägt sein Päckchen als „Ernte“ aus den Vorleben oder als unbewusste Vorbereitung auf eine besondere Bestimmung.

Auch Vergebung will gelernt sein! Gehorsam sein und sich fügen müssen, sind keine leichten Aufgaben. Gemeinschaft will geübt sein, verlangt Disziplin, Respekt und die Akzeptanz anderen Meinungen. Später wird sich eine schwere Zeit als gut erweisen, dann nämlich, wenn sie die geistige Entwicklung positiv beeinflusst hat. Erst mit der Sehnsucht nach dem Reinen und Schönen erwacht die geistige Bereitschaft, die Wege dorthin von allem irdischen Ballast freizumachen, um zum Frieden in sich selbst zu gelangen.

Die Ausbildung des persönlichen ICH-Bewusstseins lenkt die Menschen zunächst in die Welt der materiellen Dinge, die Sicherheit, Besitz, Macht und Einfluss vermitteln. Lernen, studieren und arbeiten führt jedoch noch lange nicht zu einem bewussten Handeln. Im Gegenteil: Besitz führt zur Abhängigkeit und macht gierig auf mehr. Eigennutz regiert! Man will besser sein als andere, ihnen zumindest in nichts nachstehen und das Erworbene nach außen präsentieren. Dazu gehören auch die Kinder und deren Entwicklung. Man ist stolz auf seine Fabrikate und auf das, was sie im Leben erreichen. Aber mal ganz ehrlich: Ist ein solches Denken nicht hochmütig? Man darf doch nur stolz auf eigene Leistungen sein!

Das eigene Ego wird mit positivem Denken unterstützt und mit Pseudowissen aus schlauen Büchern gestärkt. Das mag das Wissen steigern, vermittelt aber kein tieferes Bewusstsein. Der Mensch glaubt zunächst nur an sich selbst, stärkt seine finanziellen Sicherheiten und leugnet übernatürliche Dinge, weil sie nicht wissenschaftlich beweisbar sind. Ihm geht es nur darum, sein eigenes Wollen, seinen Ehrgeiz zu befriedigen und vor der Gesellschaft gut dazustehen. Ein Mensch dieser Phase ist oft Atheist. Gott hat in seinem Leben keinen Platz.

Was kann ihm dieser Gott schon bieten? Mit ihm käme nämlich die Einsicht, dass es keine irdischen Sicherheiten gibt. Gott wartet derweil geduldig im Hintergrund auf die Rückkehr seiner „verlorenen Kinder“. Das Leben selbst lehrt sie irgendwann eines Besseren und die Menschen fangen an, nach einem Lebenssinn zu fragen. Auslöser dafür sind beispielsweise Krankheit, entweder die eigene oder die eines nahe stehenden Menschen; durch Tod in der Familie oder im Freundeskreis. Der „bewusstlose“ Mensch wird „geweckt“, durch irgendein Ereignis, das ihn zum Nachdenken zwingt oder dazu bringt, etwas Sinnvolles für sich und andere Menschen zu tun. Das sorgt oft für eine drastische Richtungsänderung. Plötzlich wird den Menschen bewusst werden, wie wichtig das Leben und die Gesundheit sind. Ohne sie ist alles ein Nichts!

Leben und Liebe kann man nicht kaufen oder künstlich herstellen. Leben und Liebe sind Gott! Es sind seine Geschenke! Das irdische Gastspiel ist für uns nur von kurzer Dauer. Der Mensch wird auf einen anderen Weg gedrängt, ohne dass ihm auffällt, wie stark die höhere Macht IN ihm ist, die ihn dorthin bringt. So scheint sie aus ihm selbst zu entspringen und sein eigener Wille zu sein.

Geist und Seele beginnen dann damit, sich ein neues Kleid zu weben. Dinge, die zuvor bedeutungslos waren und als selbstverständlich hingenommen worden sind, werden mit einem Mal ganz anders gesehen. Man beginnt beispielsweise zu hinterfragen: Wie kommt Leben in einen Organismus? Geschah es durch Zufall oder gibt es möglicherweise doch einen Gott? Ist vielleicht beides dasselbe? War der Urknall ein Schöpfungsakt mit Präzisionsberechnung, wohl durchdacht von einem Wesen, dessen Geisteskraft wir Menschen nicht messen können.

Irgendwann wird der Mensch erkennen, dass alles was ist, nach höheren Gesetzen abläuft, und dass die globale Sicht, über alle Vorgänge, nur Gott haben kann. Der Mensch merkt, dass die Antworten auf scheinbar einfache Fragen, was beispielsweise gut oder schlecht ist, wichtig oder unwichtig, gar nicht so leicht zu finden sind. Vieles, was im ersten Moment „gut“ erscheint, zeigt bei näherem Hinsehen genau das Gegenteil. Man wird verführt vom äußeren Glanz und ist geblendet und blind für das, was sich Schlechtes dahinter verbirgt. Vom „Baum der Erkenntnis“ wird man ein Leben lang essen müssen und nie satt werden.

Meist sind es bittere Erfahrungen, die den Menschen zur Wahrheit und zum wahren Sehen führen. Leid ist der beste Lehrmeister, und die Höllen, die man sich selbst geschaffen hat, sind die heißesten, je weiter man sich von Gott wegbewegt!

Macht und finanzielle Sicherheit sind auf Dauer keine Glücklichmacher und oft genug entpuppen sie sich als Trugbilder. In der Stunde des Todes wird der Mensch beides verlieren und sich nach einer Sicherheit sehnen, die nicht von dieser Welt ist. Es ist gut, wenn man das früh genug, noch im Leben, erkannt hat!

Erdrückt von allzu großer Lieblosigkeit und Leere und möglicherweise aus Angst vor dem, was nach dem Ableben folgen wird, hört der Mensch auf, in der materiellen Welt nach Befriedigung und Glückseligkeit zu suchen.

Hier, an diesem Punkt, beginnt die Esoterik, die leider auf falschen Bahnen in die Vermarktung geführt worden ist. Esoterik ist eigentlich der spirituelle Erkenntnisweg, die mystische Erfahrung im eigenen Innern.

Die heilige Sprache

Turmbau zu Babel – Pieter Brügel 1525-1569

Ist jeder Mensch, der früher einmal gelebt hat, wirklich ganz verschwunden, oder lebt er weiter, von Welt zu Welt, von einer Zeit zur anderen, von Ewigkeit zu Ewigkeit?

Trotz aller Umstürze und Umbrüche bleibt ‚das Wort‘ bestehen. Von Generation zu Generation wird es schriftlich oder mündlich weitergereicht. Es ist uns Menschen die Tewa, die Arche Noah. Dort wird alles mitgenommen, in die neue Welt hinübergetragen. Dort entsteht Leben unter anderen Verhältnissen. So erzählen die Göttersagen vom Leben in früheren Welten und tragen so das Entstehen vom Uranfang mit sich durch alle weltlichen Zeitalter hindurch.

‚Das Wort‘ überlebte so manchen Weltuntergang. Angefangen von der Geschichte des Menschen im Paradies und vom Untergang des Paradieses für den Menschen. Wir lesen von Kains Vertreibung und vom Weltuntergang im Geschlecht Enosch, dem 3. Sohn Adam und Evas. Damals begann man den Namen Gottes, JHWH, anzurufen.

Weiter erfahren wir vom Untergang durch die Sintflut (diese Geschichte wird bereits im Gilgamesch-Epos beschrieben ca. 1800 v. Chr.) und der Zerstörung von Sodom und Gomorrha. Es gibt viele Weltveränderungen und Hungersnöte. Mythen erzählen von einer Distanzierung zwischen Himmel und Erde; der Abstand hätte sich 10 mal verändert. Auch hätte der Mensch des Altertums eine andere Luftzusammensetzung geatmet. Die Welt ist schon mehrfach aus den Fugen geraten und hat sich selbst erneuert. Geschöpfe, wie Dinosaurier, sind ausgestorben, angeblich durch einen Meteoriten Einschlag, dann die Eiszeit…neues, anderes Leben.

Die Bibel zeigt Bilder von Verwüstungen, durch die die Welt augenblicklich ihr Gesicht änderte. Nach dem Untergang Babels bekam die Menschheit ein anderes Bewusstsein.

Wenn Tewa, die Arche Noah des Wortes ist, was bietet sie den Menschen, wenn sich Worte wieder tiefgründig erschließen lassen und nicht, wie heutzutage nur oberflächlich ausgesprochen werden? Die Gesellschaft befasst sich im Moment größtenteils mit gedankenlos hingeworfenen Sprachfetzen – siehe Facebook und Co. Man redet davon, die Handschrift abschaffen zu wollen. Dabei hat jedes Wort einen tieferen Inhalt, jede Handschrift zeigt den individuellen Charakter des Schreibers.

Manchmal er-innern wir uns an die Gedanken in uns und nehmen sie wahr durch unsere Wahr-nehmung.

Im ‚Wort‘ wird das Bild einer besonderen Spaltung der Menschheit dargestellt, wenn nämlich beim Turmbau zu Babel eine Wortverwirrung über die Menschen kommt, weil diese durch die Errungenschaften ihres diesseitigen Denken und Handels glauben, den Sinn des Lebens zu erfahren.

So ist das auch bei den vielen Religionen: Das Wort verliert seine Einheit, gerät aus den Fugen. Jeder versteht unter den gleichen Worten etwas anderes. Damals entwickelte sich die Menschheit zurück und heute?

Die Menschheit lebt auf wissenschaftlich gestützter Basis, läuft aber jedem Wahn hinterher, seien es Mode, Schönheit oder Sport. In Demonstrationen wird der Mensch zum Messer- oder Stein schwingenden, brüllenden Primitiven, der seine Begehrlichkeiten durchsetzen will. Die vielen Gaffer, die sich am Elend anderer weiden und gar nicht wissen, was sie da tun. Die Geldgier kennt keine Grenzen, denn es gilt nicht das Wohl der Allgemeinheit, sondern lediglich das eigene. Reisen ohne Grenzen, um die primitive Kultur in die Welt zu tragen, Kinder schänden, mit Unterstützung der frommen Kirchenleute; überall Blut, Krieg und Spiele. Weltweit hungernde Menschen und andererseits maßloses Schlachten und Essen von allem was sich bewegt.

So ist die Welt minderwertig geworden. Das Wort bildet den Charakter des Menschen. In den ‚Sozialen Netzwerken‘ haben manche Menschen schon längst ihren Charakter verloren. So wird auch der Sinn der Sprache zerstört. Aber auch der fehlgeleitete Mensch ist im Wesen Mensch im Bilde Gottes.  Es braucht viel Geduld, um den edlen Kern unter dessen Hoffnungslosigkeit und Bösartigkeit zu finden.

Einerseits ist so mancher Mensch an geistiger Größe gewachsen, andererseits erscheint mancher  hier auf dieser Welt leichtsinnig und beschränkt. Deshalb braucht der Mensch hier Grenzen durch irdische Gesetze.

Mit dem Verlust des Wortes in den Sprachen geht auch die Erinnerung verloren. Mit dem Wort wird das Leben durch die Zeit getragen. Bei verstümmelten Worten und Geschichten kann Verwirrung nicht ausbleiben. Naht ein neuer Weltuntergang?

Das ganze Leben hier ist Gebet. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat sind Teil des Gespräches.

Gehen wir bedacht damit um!

Ein bisschen Kabbala

Maler unbekannt

Wasser und Zeit

Die Bibel ist nicht nur ein Buch mit vielen Geschichten. Sie beinhaltet auch einen kabbalistischen Hintergrund, der oft nur den jüdischen Gelehrten bekannt ist. Doch dadurch eröffnen sich weitergehende Einsichten.

In der hebräischen Sprache hat jeder Buchstabe eine Schwingung, die in Zahlen ausgedrückt wird.

Selbstlaute a, e, i, o, u, werden nicht geschrieben, sondern lediglich durch Punkte ausgedrückt. Ändern sich die Punkte, ändert sich die Bedeutung.

Wasser heißt im Hebräischen = ‚majim‘ – mit dem Wortwert: Mem-Jod-Mem, 40-10-40. Mem מם ist der Buchstabe mit dem Namen ‚Wasser‘…das Fließende, Bewegende. Wasser und Mem verweisen damit auch auf den Begriff ‚Zeit‘. Sie schreitet unwiderruflich fort und löscht das Er-Leben des Augenblicks. Ertrinken in der Zeit und Ertrinken im Wasser sind eigentlich dasselbe. Deshalb wird Zeit immer mit der 40 oder mit 400 gemessen. So ging Moses nicht, wie geschrieben, 40 Jahre, sondern eine sehr lange Zeit durch die Wüste, die gar nicht benennbar ist.

Das Gehen durch diese Welt ist also wie ein Gehen durch Wasser und Zeit am 7. Tag.

Noah hatte damals die ‚teba‘, das Wort, um durch das Wasser hindurchzukommen. Sein Schiff schützte ihn davor, im Wasser zu versinken. Es ist also ‚das Wort Gottes‘, das die Menschen bewahren kann, in der Masse der Vielheit dieser Welt unterzugehen.

Da Jesus zum Bereich der Ewigkeit gehört, wurde er vom Wasser (der Zeit) getragen und konnte nicht darin versinken, als er darüber schritt. Dies Bild der Bibel zeigt uns, dass das Wort Gottes niemals untergehen wird.

Wenn der Mensch am 8. Tag nach der Jordan Überquerung die andere Welt erreicht hat (Bibel), entsteht ein neuer Zustand. Fluss oder Meer bedeuten in der Bibel immer eine Trennung zwischen Diesseits und Jenseits. Dann wird es keinen Gegensatz mehr zwischen Leben und Tod geben, wie am 7. Tag, in dem sich die Menschheit und das Hier und Jetzt befindet. Die 7 ist die Schlüsselzahl zu unserer dreidimensionalen Welt. Man sagt auch, sieben Seelen Gottes würden die Welt beleben: die materiell-physische, die vegetative, die animale, die mentale, die kausale, die göttlich-seelische und die göttlich-schöpferische. Dieselbe Aussage machte Paracelsus.

Es gibt viele Beispiele, bei denen die Zahl 7 eine große Rolle spielt. In der Bibel beispielsweise die sieben fetten und sieben mageren Jahre, Gott gab am Himmel das Zeichen seines Bundes mit Noah, den Regenbogen, der aus sieben Farben besteht. Sieben Wirbelknochen des Halses, sieben Töne einer Oktave, die sieben Hügel, auf denen Rom erbaut ist, sieben Köpfe des Drachen in den Märchen, etc.

Wenn sich eine Fläche in der 3. Dimension offenbart, entsteht ein Würfel mit sieben Faktoren: sechs Flächen und dem 7. Faktor, dem Kubikinhalt.

In der Offenbarung des Johannes stellt er das Bild des ‚Neuen heiligen Jerusalems‘, das die Braut des Lammes ist, als einen Würfel dar. (Off. Joh. 21,16).

Zwischen dem 7. und 8. Tag liegt hier noch die Schwelle des Todes. Wer diese überschreitet, kommt in den 8. Tag. Das gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die ganze Welt.
Das ist der Sinn des ewigen Lebens in der kommenden Welt. Nur der, der durch den Tod gegangen ist, darf die Auferstehung feiern.

Ich, Jesus Christus, Gottessohn und Knecht

Gustav Doré 1832-1883

Romanfragment von Gisela Seidel

Dieser Teil ist meine eigene Auffassung der biblischen Geschichte und dient gewissen Fragen zum besseren Verständnis. Der Roman wird nicht fortgeführt.

Joh 1,1:
Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
Dieses war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe geworden,
und ohne das Wort ist auch nicht eines geworden,
das geworden ist.
In ihm war Leben,
und das Leben war das Licht für die Menschen.
Und das Licht scheint in der Finsternis,
und die Finsternis hat es nicht angenommen.

PROLOG

Wie ein Windhauch kam ich in diese Welt, um einen Sturm zu entfachen. Es galt den Plan des Vaters auszuführen, ihm und euch Menschen zu dienen, die ihr unsere Schöpfung seid. Wir konnten alljene, die einst ihrem eigenen Maß und Willen folgend, ungehorsam geworden waren, nicht in der Finsternis belassen, weil sie ein Teil von uns gewesen sind. Durch ihr Dunkelsein blieb auch ein Teil von uns dunkel und das schon über viele tausend Jahre lang. So ist es noch immer. Die Finsternis wartet darauf, erlöst zu werden.

Aus unserem Geist erschaffen, hatten die Menschen in ihrer Bewusstlosigkeit ihre Gotteskindschaft völlig vergessen. Das war die geistige Finsternis, in der kein Licht zu ihnen dringen konnte.

Sie hatten ihre Lichtkörper verhärtet und dunkel gemacht. Ihr Geisteslicht war umgeben von harten Schalen, die immer fester und dichter wurden. Dem Eis glichen sie, das verhärtet und kalt nicht mehr das Fließen kennt und alle positiven Aspekte verloren hat. Befruchtend und lebendig seid ihr einst aus der göttlichen Quelle entsprungen. Die Kälte und Härte eures Wesens machte euch brüchig und brachte den Tod.

Wir müssen euch erinnern, dass in euch ein göttliches Licht schlummert, damit ihr die Schalen um euch zerbrecht. Das höhere Bewusstsein ist die Erinnerung an eure Urkraft, an den Ursprung, an das Zuhause, das ihr einst verlassen musstet, als ihr euch gegen mich stelltet.

Wenn diese Erinnerung nicht wäre, die Erinnerung an die göttliche Kraft in euch Menschen, auch wenn diese Macht noch gebunden ist und ihr unfähig seid, sie in eurer Körperlichkeit anzuwenden, wie könnte aus Eis je wieder Wasser werden?

Ihr alle tragt in eurer Erstarrung das Wissen und die Macht der Erlösung in euch. In eurem beengten Bewusstsein und der eingeschränkten Sichtweise, die ihr habt, seht ihr euch als begrenzte Wesen. Dann nämlich herrscht euer Körper über den Geist und wird Herr eurer Seele. Dadurch erschafft ihr eure Krankheiten und euer Unglück und werdet überwältigt von eurer Körperlichkeit, die an Stelle eures Geistes regiert. Es überwältigen euch der Zorn, der Hass, die Wut, die Angst – ihr seid dann „außer euch“ und Satan ist in euch. 

Ihr müsst wieder ein fließender Strom des lebendigen Wassers werden, das auch in der Abgesondertheit und Beschränktheit und Erstarrung dennoch alle Macht und alles Wissen um diese Macht besitzt. Ihr selbst müsst das Eis zum Schmelzen bringen und die Macht des Winters und der Dunkelheit brechen. Indem ihr euch selbst aus der Starre erlöst, erlöst ihr auch die anderen.

So wie ihr, sind alle erschaffenen Wesen und Dinge in ihren vielen Formen nur vorübergehende Erscheinungen. Das Wiedererinnern wird all diese Formen zerbrechen und zu ihrem wahren Selbst zurückführen. Die Welt und alles, was darin zu finden ist, ist erstarrter Geist. Die Erstarrung wird sich lösen und vergehen. Das ist ein langwieriger Prozess.

Erkenntnis will ich euch bringen. Brücken schlagen zwischen den Bewusstseinswelten und euer Erinnern wecken. Dadurch findet ihr zurück und werdet aus der Welt der Materie das Erkennen eures göttlichen Selbst mitbringen, das sich an vielen Erfahrungen, Formen und Zuständen veredelt hat.

Aus den Elementen der Erde erschaffen, als ungeschliffene Edelsteine verhärtet, seid ihr in die Welt der Vielfalt gezogen, als glänzende Diamanten werdet ihr einst nach Hause zurückkehren.

Mose 1,26:
Und Gott sprach:
„Lasset uns Menschen machen,
nach unserem Bilde, uns ähnlich.“

Die Schöpfung der Welten, Geister und Menschen

Jenseits von Raum und Zeit entsprang die Quelle des Seins. Am Anfang war das Wort. Schon vor dem Wort war Gott. Gott hat keinen Anfang. Er WAR, IST und wird immer SEIN.
Lange bevor ich mit Namen Jehoshua (Jesus) in die materielle Welt geboren wurde, existierte ich bereits als Bild vom ewigen Menschen in meines Vaters Urgeist, der mich schuf und in sich trug seit Äonen von Ewigkeiten. Ich bin Teil des allmächtigen Gottes und erschaffe durch ihn. Mir, dem Gott gleichen Geist, unterstanden alle nach mir erschaffenen Geister und Kräfte. Alle dienten der Harmonie des reinen Ur-Geistes, der Vater und gleichzeitig Mutter aller Dinge ist. Dieses Prinzip vereint sich auch in mir.

So war ich als Christus der Erste vor allen anderen und besitze dies Erstrecht in allem, als Gottes einzig erschaffener Sohn. Der Vater und ich sind EINS, wir zusammen sind vereint im Heiligen Geist des reinsten Bewusstseins. Die reinen Energien, die wir schufen, dienen uns und euch zur Freude und dem Universum zur Ordnung. So vermehrten sich, in für Menschen unvorstellbar langen Zeiträumen, Engelwesen, die, gleichzeitig männlich und weiblich, die himmlischen Familien, Völkerschaften und Hierarchien – Chöre genannt – bildeten.
Hinzu kamen die „himmlischen Heerscharen“, die in den Schriften erwähnt sind. Euch Menschen begegnen sie als elementare Kräfte, in Wasser, Luft und Licht, aber auch in der Materie walten sie nach unserem Willen.
Das alles entstand durch mich, denn ich wirke durch meinen Vater. Jedes Geschöpf hat ewiges Leben, durch den Lichtfunken, den allein der Vater geben kann.
Der erste und höchste von mir erschaffene Geist war Luzifer, der „Lichtträger“. Er war der schönste und größte Engel im Himmel. Er zählte zu den Engelfürsten, die nach und nach durch mich ins Dasein traten. Insgesamt waren es sechs.
Als die Zahl der Engel ins Unermessliche wuchs, gab Gottvater mir die Führung über die Geister und salbte mich, den Messias, als den Herrscher über die Welten und König in Ewigkeit, den alle Geistwesen gehorsam dienen und anerkennen sollten.
Äonen von Jahre hindurch blieb die Harmonie der himmlischen Sphären erhalten, bis erste Misstöne durch Luzifer die Klänge verdarben, die sich mir in Form von Neid und Missgunst entgegenstellten. Er trachtete nach meinem Herrscherthron, wollte auch Schöpfer sein und begann mit vielen Engeln gegen mich zu handeln. Er wollte mir, dem geistigen Menschen, Adam Kadmon, nicht mehr dienen.
Wo wir zuvor nahezu im Gleichklang miteinander waren, wurde nun die Disharmonie lauter und lauter und drang durch alle Sphären, bis schließlich ein Großteil der Geisterwelt der Aufforderung Luzifers folgte und sich ihm anschloss, als er gegen mich rebellierte.
Gott blieb nichts anderes übrig, als Luzifer und sein Gefolge abzuspalten, weil er die Harmonie und die Liebe zerstört hätte, die im himmlischen Paradies Glückseligkeiten schafft. Der einst „strahlende Morgenstern“ verlor seinen Glanz und wurde mitsamt seiner Gefolgschaft in die Sphären der Finsternis verbannt, wo sie in ärgster Bedrängnis weiter existieren mussten.
Luzifer hatte viele Milliarden Lichtwesen mit sich in den Abgrund gezogen, und nachdem sein Aufstand niedergeschmettert worden war, blieben die guten Geister bestürzt zurück. Himmlische Gemeinschaften waren zerstört, die geistigen Familien getrennt. Auf den ursprünglichen Plätzen der Verbannten lagen dunkle Schatten.

Tiefgreifend hatte sich der Himmel verändert. Alle waren voller Trauer und hatten Mitleid mit den Gestürzten, doch der grauenhafte Kampf, der mit Flammenschwertern und geistigem Feuer gewonnen war, blieb allen ein Trauma. Ich selbst sah Luzifer, mein Geschöpf, wie einen Blitz vom Himmel fallen. Er riss alle mit sich in die Tiefe, Legionen und Fürsten, die ihm gefolgt waren, Millionen und Abermillionen von Wesen.
Michael, einer der treuen, führenden Erzengel, der meinem Wesen sehr ähnlich ist, geleitete die Gestürzten in die von Gott entfernteste aller Welten, in der tiefste Finsternis herrscht. Die Geistwesen verloren ihre Lichtkörper und verdunkelten sich. Ihr Wesen veränderte sich und die Disharmonie zu Gott verwandelte auch ihre Erscheinung in Hässlichkeit. Doch das Schlimmste war die geistige Dunkelheit, die sie erfüllte, die den göttlichen Funken, der in ihnen ist, schließlich ganz verfinsterte.
In dieser düsteren Stätte, fernab von den himmlischen Herrlichkeiten, herrschte Wut, Hass, Angst und Geschrei. Die Gestürzten zürnten Gottvater und mir, weil wir die Entwicklung nicht verhindert hatten, doch genauso verfluchten sie Luzifer, der nun seine Macht an denen ausließ, die ihm geblieben waren.
Es ist nicht unser Ansinnen, in einen laufenden Prozess einzugreifen oder ihn gar zu verhindern. Wir lassen allem die völlige Freiheit. Jedoch versuchen wir das Resultat zum Guten zu wenden und das Geschehene durch Führung zu erlösen.
Nach und nach verloren die Gefallenen ihr göttliches Bewusstsein und wurden zu geistig Toten. Ihre Lichtkörper waren dunkel und verhärteten sich. Sie verloren all ihre feinstoffliche Schönheit und spiegelten auch äußerlich das Missklingende ihrer Wesen wider. Je tiefer der Sturz, umso dunkler war nun der geistige Leib. Alle guten Eigenschaften, die ein Lichtwesen zuvor ausgemacht hatte, gingen verloren: Herzenswärme, Freundlichkeit, Frohsinn, Freude, Glücksempfinden, Harmonie und die Liebe. Sie wandelten sich ins Gegenteil. Ihr geistiges Licht war nahezu erloschen. Sie verloren das Gedächtnis und wussten nichts mehr von der Herrlichkeit, in der sie früher gelebt hatten. Sie existierten zwar weiter, aber als geistig Tote und waren für unsere himmlische Welt verloren.

Dennoch unterlag der Scheol der göttlichen Ordnung. Engel wachten darüber und grenzten Luzifers Machtbefugnisse ein.
Das Totenreich wurde in unterschiedliche Stufen unterteilt, die Schuldigen gerichtet und nach ihren Verschuldungen den entsprechenden Stufen zugewiesen. Dort gab es ein ewig langes Verweilen in Unseligkeit, Leiden und Verzweiflung, denn die Gottesferne ist wie ein brennendes Feuer. Je dunkler der Geistleib, desto schmerzlicher brennt der Lichtfunken, der niemals erlischt. Je nach Einsicht der Wesen bestand jedoch die Möglichkeit, innerhalb der Hölle in Besserungsstufen aufzusteigen.
Unter den Gefallenen waren Mitläufer und Anführer, Aktive und Passive. Gottvater wollte in seiner Liebe und Güte für die Reuefähigen eine Möglichkeit schaffen, zurück in die himmlischen Sphären zu gelangen. Doch ihr Bewusstsein war nicht mehr rein und musste eine lange Phase der Reinigung durchlaufen. Dafür sollte eine entsprechende Welt erschaffen werden. Diese vorübergehende Heimat sollte eine Stätte sein, die unseren Weisungen unterstand. Ein Schulungsort sollte entstehen, der dem himmlischen Paradies glich, jedoch mit festen Grenzen, die die Engel bewachten. Die Rückkehr von diesem Ort in die himmlischen Sphären sollte stufenweise erfolgen und war lediglich an eine einzige Bedingung geknüpft: Gehorsam gegenüber Gott, was auch bedeutete, dass die Geistwesen mich als ihren Herrn anerkennen mussten.

Das Paradies im göttlichen Bereich, war die Ebene der Wahrheit Gottes, die EINS ist. Auf dieser Ebene gibt es weder Gegensätze noch Raum und Zeit. Alles schwingt in völliger Klanggleichheit. Auf der Erde hingegen, wie wir die neue, materielle Stätte nannten, herrscht die ZWEI-Teilung, in der sich die Einheit Gottes im Zeitlichen manifestieren kann.

Und Gott, der Urgeist, sprach und aus dem Klang seiner zehn Schöpfungsworte formte er durch die „himmlischen Heerscharen“, Licht/Feuer, Wasser, Luft und Erde, das Universum. Gleichzeitig lag in jeder der einzelnen Schöpfungstaten die ZWEIheit. Das bestimmende Prinzip dieses Dualismus war männlich und weiblich, Licht und Wasser, hatte eine rechte und linke Seite, eine aktive und eine passive.
So wurde inmitten dieses unendlichen Raumes der Planet „Erde“ erschaffen, darauf der „Garten Eden“, über dem der göttliche Geist schwebte und die natürlichen und kosmischen Gesetze in Gang setzte, die eine fortwährende Entwicklung innerhalb ihrer Grenzen ermöglichten. Doch die Polarität war als Schatten des Abfalls geblieben und trennte die Welten in Diesseits und Jenseits, mit dem „Baum des Lebens“ darin, als Symbol für das Sein und Werden. Das Werden aber, das sich vom Sein abgetrennt hat, wurde Symbol für den „Baum der Erkenntnis“.

Nur wer die Einheit des Eins-Seins und des Eins-Werdens erkennen kann, kann auch die gemeinsamen Wurzeln dieser Bäume erkennen.

Mahnend ließ Gott diese in den Garten Eden pflanzen, die davor warnen sollten, dem Geist, der stets verneint, zu folgen. Ich war Luzifer gegensätzlich, wie das Sein dem Werden. Satan glaubte, nur durch seine eigenen Schöpfungen Sinnvolles schaffen zu können und hinderte die ihm folgenden Geister daran, sich an Gott und die Glückseligkeiten des ewigen Lebens zu erinnern. Jeder, der den Weg des Werdens, der Entwicklung, geht, nimmt die Frucht vom Baum der Erkenntnis. Gott gab den Menschen dazu die Willensfreiheit, doch er beschwor sie eindringlich, nicht von der Frucht zu nehmen, denn dann wäre der paradiesische Zustand dahin und das würde den Tod mit sich bringen, als das Gegenteil des Lebens und die Zweiheit würde auch hier Einkehr halten.
Der Geistmensch, der ursprünglich mit Gott und mit allem Geistlichen in Beziehung steht, über die Hellsicht verfügt und Gewalt über physikalische Vorgänge hat, würde dies alles verlieren, sobald er der Polarität unterworfen ist. Ihm, der geistig einst das ganze Weltall in Zeit und Raum erfüllte, würde alles fremd, feindlich und als für ihn verschlossen empfinden. Das einstige Lichtwesen würde den Schlüssel zum Zugang zu seiner Ur-Quelle verlieren, welchen er im Sinne der Erfüllung seines Daseins grundlegend besitzt, wenn es als Mensch den Weg der Entwicklung betritt.

Von nun an gab es die ZWEIseitigkeit der Schöpfung, als männlich und weiblich, als Verborgenheit und Erscheinung, als unfassbar und fassbar, kausal und a-kausal, als Sein und Werden.

Der Geist eines einstigen Himmelsfürsten aus der obersten Stufe des Totenreiches war ausgesucht. Er inkarnierte im Garten Eden in den ersten erschaffenen Menschenleib. Um in der Erd-Atmosphäre leben zu können, musste er einen materiellen Körper erhalten, der alle Bestandteile der vier Elemente in sich trug. Fortan wurde er Adam „ich gleiche“ genannt, weil er mir, dem geistigen Menschen „Adam Kadmon“ glich.

Er erhielt nicht nur einen Körper, aus Erde geformt, sondern eine Seele aus dem Geist Gottes, vom Geist bewirktes Talent, Charakter, Wille und einen instinktiven Lebenstrieb. So sind die Instinkte dem Körperlichen verbunden, wobei die Seele aus dem Geist Gottes mit der Göttlichen verbunden ist.

Von Engeln wurde Adam in die paradiesische Ebene hineingeführt. Sie zeigten ihm die Grenzen des Reiches und hielten ihn an, die göttlichen Weisungen einzuhalten und alle Tiere und Vögel mit Namen zu versehen. Gott machte die mögliche Rückkehr der Gefallenen allein von Adams Gehorsam abhängig. So war er zum Prüfstein geworden.

Gott allein hatte den Überblick über den ganzen Garten, der in einer riesigen Fläche zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris lag. Wo zu Beginn der Schöpfung das Licht im Vordergrund gestanden hatte, war der irdische Charakter nun vom Wasser bestimmt.

Auf geistiger Ebene stand Adam anfangs noch in ständiger Verbindung mit Gott, der von nun an sein HERR war. Die heiligen Geister, die ihn unterwiesen und vor Luzifer warnten, der mit Geistesmacht versuchte, in diese Sphäre einzudringen, waren stets zugegen.

Die Engel Gottes mahnten Adam zur Vorsicht, denn Luzifer und seine Helfer würden auch in ihn einzudringen versuchen, um ihn zu beeinflussen und fehlzuleiten. Er müsse sich entscheiden, ob er Gottes Stimme oder der von Luzifer folgen wollte. Das war die Prüfung: Er sollte dem göttlichen Willen folgen und die Harmonie der Welten wiederherstellen.
Nach einer langen Zeit des Alleinseins in der Abgeschiedenheit, die Adam zusammen mit den Tieren verlebte, wurde er betrübt, denn er vermisste eine andere Seele, die ihm ähnlich war. Da kein Mensch allein sein sollte, wurde aus dem Urgeist Adams, dem noch das männliche und weibliche Prinzip innewohnte, schon vor der Erschaffung der materiellen Ebene der größte Teil des Weiblichen abgespalten und dafür ein passender Körper erschaffen. In Adam blieb allein der Großteil des Männlichen zurück.

„Die Männin“, war fortan die Gefährtin an Adams Seite und sie fühlten sich einander verbunden, als seien sie ein Leib und eine Seele und ein gemeinsamer Geist. Sie durchstreiften zusammen den Garten, und solange sie mit Gott und somit auch mit sich selbst in Einklang waren und sich an dessen Weisungen hielten, waren Liebe, Harmonie und Frieden mit ihnen. Es wurde ihnen zur Aufgabe gemacht, den Garten zu behüten und zu bebauen und das Wesen der ZWEIheit nicht in sich aufzunehmen, sondern die Harmonie aus der Zeit vor der ZWEImachung wiederherzustellen.

Die Kraft des Erkennens von Gut und Böse, welches im Bild des Baumes der Erkenntnis vermittelt worden ist, sollte nur Gott vorbehalten bleiben, weil nur er die globale Sicht über alle Dinge hat, wie sie der Mensch nicht haben kann. Gott wollte mittels dieser Kraft das Leben der Vielfalt erhalten. Diese Kraft trotzdem zu verwenden, würde den Sinn der Erschaffung des Menschen zunichte machen, weil das menschliche Ego dem negativen Einfluss der luziferischen Kraft folgen würde, genau wie vor dem Engelsturz. Durch den Einfluss dieser Mächte würden den Menschen die Sinne für die äußere Welt geöffnet und zugleich ihre sinnlichen Begierden geweckt.

Hier auf Erden besteht die EINS aus einer Doppelgestalt, die in sich selbst ruht und im Gleichgewicht ist. Dieses EINSsein – die Harmonie, der Gleichklang – kann hier jedoch nur bestehen, wenn es sich spiegeln kann – die Welt der EINheit in der Welt der ZWEIheit. Nur so kann der höchstmögliche Glückszustand gebildet werden – eine Erinnerung an die Glückseligkeit der himmlischen Sphären.

1. Mose 3,22:
Und Gott der Herr sprach:
„Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner,
dass er weiß, was gut und böse ist.
Nun aber, dass er nur nicht seine Hand ausstrecke
und auch von dem Baume des Lebens breche
und ewig lebe!“

Der Sündenfall

Gott erschuf die Welt, weil er das Leid der Gefallenen mildern wollte. Er dachte, dieses Geschenk würde die Menschen erinnern und beglücken. Das ist der Sinn der ganzen Schöpfung. Aber die Menschen nahmen dieses Geschenk nicht an.
Wir schufen dieses Universum und die Erde aus Liebe und gaben den gefallenen Geistern die Möglichkeit, aus Liebe zu Gott zurückzukehren. Der Mensch wurde geschaffen nach Gottes Bild und Gleichnis, mit dem Lichtfunken und den Ur-Eigenschaften der EINheit in sich, Mann und Frau als ein Wesen.

Die ersten Menschen konnten den Sinn ihres Daseins nicht erkennen. Ihre Erinnerung war nahezu ausgelöscht. Sie kannten auch das Leid der Verlassenheit in der Welt der Fülle noch nicht, die erlöst und zum Ursprung zurückgebracht werden will. Der Mensch sollte selbst das Verlangen zur Aufhebung der Trennung und der Dualität entwickeln. Erst in dieser Situation würde er begreifen, wie sehr wir, die wir selbst die Trennung entstehen ließen, und die Welt erschufen, das Ende des Prozesses der Wiedervereinigung mit den abgespalteten Sphären herbeisehnten.

Als der Mensch in männlich und weiblich geteilt wurde, sollte seine Sehnsucht nach dem EINS-werden erwachen und dieses Sehnen sollte sich auf alle Stufen, bis hin zu Gott, ausweiten.

Mit der Zeit kannte das erste Menschenpaar jeden Winkel des Paradieses, und sie ließen sich in der Nähe des Euphrats nieder, der einer der vier Flussarme des Stromes war, der den Garten bewässerte.

Adam, der als Geistgeschöpf in der alltäglichen Wahrnehmung die Zeit bisher nicht empfunden hatte, trug nun schwer an der Eigenschaft der Wasser-Seite des Weltlichen, an ihrer Trägheit, die die irdische Zeitdauer beherrscht, gemessen an der überirdischen Geschwindigkeit des Lichts.

Zum ersten Mal fühlte Adam seine Halbheit und das Verlangen nach Vereinigung mit seiner anderen, weiblichen Hälfte. Beide suchen die Verbindung, doch bald schon mussten sie einsehen, dass diese nur noch im Körperlichen stattfinden kann. Die Seele kann keine stabile Brücke mehr bauen und mit dem Körper eine dauerhaft harmonische Einheit bilden. Sie merkten, dass der Körper eigene Wege geht. So fühlten sie zum ersten Mal das Leid der Trennung.
Adam wurde sich nun seines Versagens bewusst. Schon auf der Ebene der EINS hatte er nicht verstanden, dass er das, was getrennt ist, auf der Ebene der Polarität nicht zum Ursprung zurückführen konnte.

So suchte Adam, als männlicher Teil der einstigen Einheit des geistigen Menschen, auch weiterhin nach einer Möglichkeit, das Wesentliche, Göttliche, anzustreben. Die Frau aber bildete mit ihrem Wahrnehmungsvermögen den mehr auf den Körper ausgerichteten sinnlichen Teil.

Beide trugen die naturbedingte Anlage zur Fortpflanzung in sich, was das tierische, instinktive Verhalten erweckte. Diese neue Eigenschaft war ihrem geistigen Ursprung völlig wesensfremd. Diese Kraft, sich weiter fortzupflanzen, war ihnen gegeben, um den gefallenen Geistern, durch das Eingeboren werden ins Fleisch, die Möglichkeit zu geben, sich auf Erden weiter zu entfalten, um geläutert die Stufen des Totenreiches aufzusteigen und später nach Hause zurückzukehren.
Dieser Fortpflanzungswille trug jedoch die Kraft der Entwicklung in sich, welche sich unentwegt ausbreiten will, ohne stillzustehen. In dieser Fülle verbirgt sich die Kraft der ZWEIheit. Hier kann das Tierische zur größten Entfaltung kommen.
Das wusste auch Luzifer. Für ihn steht das Symbol der listigen Schlange, die, zunächst lautlos über die Erde gleitend, urplötzlich zustößt und dem Menschen eine Entscheidung zwischen gut und böse abverlangt. Die Schlange ist das Tier, das der Materie am Nächsten ist, weil es durch den Staub des Erdbodens kriecht.

Luzifer, der mir im himmlischen Bereich nach meinem Thron getrachtet hatte, nahm nun die Gelegenheit wahr, diesen Messias-Thron auf Erden zu besetzen. Er bot den Menschen und den ihm untergebenen Dämonen ein Königreich auf dieser Welt, das Reich der nicht endenden Fülle und Entwicklung. Und dies machte er den ersten Menschen zum Angebot.

Die Frau geht, aufgrund ihrer Wahrnehmung und Sinnlichkeit, zuerst darauf ein. Der körperliche Messias hat viel zu bieten! Er zeigt ihr den Weg der Selbstständigkeit, den Weg der Sinnbefriedigung und des Genusses, auch auf materiellem und verstandesmäßigem Gebiet. Die Frau ergriff die Initiative; Adam folgte bereitwillig nach. So war die Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen genommen.

Das geteilte Ebenbild Gottes konnte als Mann und Frau körperlich eigene Wege gehen. Für die Seele war dies ein Verirren, eine Abwendung von Gott. Über die Seele erkrankte der Körper, weil täglich ein Balanceakt zu vollziehen war, um sich nicht gänzlich in dieser Vielfalt zu verlieren, aus der es kein Zurück geben kann, nur ein stetiges Wachsen und Weitergehen.

Doch diese Möglichkeit der Umkehr, zurück zur EINheit, hatten wir, die Entwicklung voraussehend, schon bedacht, damit der Mensch nicht ganz verloren geht. Das würde er nämlich auf dem Weg „der Schlange“, denn der führt unweigerlich in den Untergang.

Der „Herr dieser Welt“ bietet den Menschen an, selbst zu erschaffen. Satan will die Welt von Gott befreien und verspricht die Erlösung nach weltlichen Maßstäben. Dies steht im Gegensatz zur Rückkehr in die höheren, geistigen Welten, was reinstes, höheres Bewusstsein voraussetzt. Erst, wenn der Mensch sich die Existenz dieser höheren, anderen Welt wie-der bewusst gemacht hat, wird er einsehen können, dass der Weg der Schlange nicht der richtige sein kann. Denn alles, was die Welt der Materie zu bieten hat, ist vergänglich. Nichts davon hat Bestand, nichts wird die Zeiten überdauern, genauso wenig der Mensch.
Satan will verhindern, dass sich die Menschen an Gott und mich, als den wahren Messias erinnern. Dadurch werden sie nach ihrem Tod immer wieder in sein Reich zurückkehren müssen, aus der es damals noch kein Entrinnen geben konnte. Deshalb glaubten die Menschen an einen fernen Tag der Wiederauferstehung und erlebten die Zwischenzeiten in der Jenseitswelt teilweise in völliger Bewusstlosigkeit. Erst langsam bildete sich ein Seelenkörper, der sie diese Zeit bewusst erleben ließ und der alle Persönlichkeiten der früheren Erdenleben in sich barg.

Als die ersten Menschen die Früchte des Baumes der Erkenntnis aßen, war dies ein Sinnbild dafür, dass sie sich die ganze Welt verinnerlichen sollten. Sie sollte ein Teil von ihnen werden. Das Wesen des Guten und Bösen hingegen, sollten sie nicht in sich aufnehmen. Adam sollte die Gefallenen durch die von Gott gegebene Schöpfung zum Ursprung zurückführen. Der Mensch sollte allen Dingen auf den Grund gehen, das Wesentliche betrachten und nicht nur nach dem Äußeren urteilen. Dazu war er nicht fähig, sondern nur Gott.

Gott wollte den Menschen das höchste Glück schenken. Er schuf sie nicht, um sie zu bestrafen oder durch eine nicht zu erfüllende Weisung zu Fall zu bringen.
Der Garten Eden war ein Ort, an dem Adam und Eva leben konnten, solange sie die Kraft der ZWEIheit nicht in sich aufgenommen hatten. Sie wählten für sich den Weg der scheinbaren Freiheit, den Weg der Entwicklung, der auf den Gegensätzen basierte. Dieser brachte dem Leben den Tod. So zeigte es das Bild der ZWEIheit. Etwas anderes konnten die Menschen nicht mehr wahrnehmen. Mit ihrer Wahl kam das moralische Übel in die Welt.
Hätte der Mensch die ZWEIheit nicht in sich aufgenommen, würde er zwischen Leben und Tod keinen Unterschied sehen. Leben wäre für ihn das Erscheinen in der materiellen Welt, das jedoch im Ursprung wurzelt. Alles, was ihm im Leben widerfährt, würde er damit verbinden. Der Tod wäre dann nur ein Fortgehen aus der Welt der Erscheinung und eine Rückkehr zum Ursprung, nach Hause.
Die paradiesischen Zustände gingen für Adam und Eva mit dem Essen der Frucht und der Annahme der ZWEIheit verloren. Ihre Gier vertrieb sie aus dem Garten.
Es inkarnierten nun viele der gefallenen Geister in menschliche Körper, überall auf der Welt, in unterschiedlichen Rassen, die von den ehemaligen Himmelsfürsten bestimmt waren.
Die Menschen hatten ihre körperlichen Augen für die Dinge der Welt geöffnet und verschlossen ihre inneren Augen für die geistigen Dinge. Adam und Eva wollten sich verbergen vor Gott, sich lösen von ihm und bemerkten gleichzeitig die Nacktheit, die Verwundbarkeit Ihrer Körper, die sich unbeherrscht gaben und ihren eigenen Weg gehen wollten.
Der Weg des Menschen stand von nun an im Widerspruch zum Sinn seines Erscheinens in der Welt. Der Weg zurück war ihm versperrt. Er fand sich in einer fühlbar anderen Welt wieder und musste gezwungenermaßen alle negativen Dinge des Lebens und der Körperlichkeit kennenlernen.
Von nun an musste er den Weg durch die Zeit gehen, und erst, wenn er diesen, für ihn scheinbar unendlich langen Weg gegangen ist, wird er ins himmlische Paradies zurückkehren können.

Das Erscheinen in der Welt

Es war eine dunkle Zeit, in die ich hineingeboren wurde. Eine Welt voller Grausamkeiten, in der das jüdische Hohepriestertum neben dem römischen Imperium regierte, lange nachdem Ägypten endgültig seine Unabhängigkeit in der antiken Welt verloren hatte.

Kurz vor meiner Geburt erhielt der römische Kaiser Augustus den Titel Pater patriae, was bedeutet „Vater des Vaterlandes“. Augustus, von dem man sagte, dass er stets als Sohn seines vergöttlichten Vaters Cäsar auftrat, ging damals neue Wege. Der Kaiser, der sich als Herrscher über die Ostprovinzen üblicherweise in religiöser Verehrung anbeten ließ, verbot sämtliche Kulthandlungen, die sich rein auf ihn als Person bezogen.

Er wollte das Finanzwesen reformieren, was ihn veranlasste, die Provinzen des römischen Herrschaftsgebietes einer gründlichen Steuerprüfung zu unterziehen. Dies geschah, als Quintilius Varus Proconsul in Syrien war. Für die jüdische Bevölkerung war der ihnen auferlegte Zensus ein Gräuel, weil die Abgabe ihre Freiheiten beschnitt und die römische Staatskasse füllte. So nahm der damals im Dienste des Varus stehende Quirinus die 1. Zählung in Syrien und Palästina vor. Eine 2. folgte zehn Jahre nach dem Tod des Herodes, nachdem dessen Sohn Archelaus verbannt worden war. Quirinus übernahm als Nachfolger des Varus die Stadthalterei Syriens und musste nun Judäa in eine Provinz des römischen Reiches umwandeln. Das Volk, das bereits lange unter dem Druck der Herodes Herrschaft gelitten hatte, der sich die römische Oberherrschaft in der Provinz zu Nutzen machte, sah sich nunmehr einer noch viel stärkeren Macht und Willkür ausgesetzt. Das römische Joch wurde rücksichtslos auf die Bevölkerung gelegt, um es zu erniedrigen und Befehlsgewalt auszuüben.

Das Judentum erwartete sehnsüchtig den in den alten Schriften angekündigten Messias, der sie aus dieser Unterdrückung befreien sollte. Der Heiland, den sich die Hohenpriester erhofften, war ein weltlicher Messias, der ihnen ein Leben in Fülle erstreiten sollte. Sie merkten gar nicht, wie sehr sie sich durch ihr Begehren dem „Herrn der Welt“ geöffnet und ihre Seelen dem Geistlichen verschlossen hatten.

Gott lenkt das Geschick der Menschheit, auch wenn es im Weltlichen wie ein zufälliges Ereignis aussehen mag. So waren Ort und Zeitpunkt meiner Geburt lange vorherbestimmt. Die alten Propheten schrieben davon. Im Buch Jesaja war ich als Gottesknecht angekündigt, der viele Völker in Erstaunen versetzen und die Könige dieser Welt zum Schweigen bringen sollte. Denn wie Regen und Schnee vom Himmel herabkommen und nicht in der gleichen Form wieder zurückkehren, sondern zuvor die Erde tränken und nähren, dass sie fruchtbar wird, so sollte in den Menschen durch mich eine Saat gelegt werden, die sich zu Korn und schließlich in Brot verwandeln sollte. Denn die Menschen lebten vom Brot des Himmels, doch es war ihnen nicht mehr bewusst. Ich hatte eine Entwicklung in Gang zu setzen, die langzeitig wirkt und einen Wandel in den Köpfen und Herzen der Menschen herbeiführt.

Die Welt drohte unter dem Einfluss des Bösen zu verderben. Mich zürnte die menschliche Habgier und Schuld dieser Lügenbrut, die nur Machtdenken und Hass in sich hatte. Sie lästerten Gott und dienten ihren Götzen wie damals vor der Sintflut. Ihre Sinne waren für das Göttliche verschlossen, ihre Gebete Lippenbekenntnisse, denn sie sahen nur das Äußere und hielten es für gut. Wenn die Pharisäer und Schriftgelehrten mit erhabenem Gang und Faltenwurf im Gewand mit aufgesetzter Frömmigkeit prahlten, beugte sich das Volk ehrfürchtig und ängstlich. Wie gesäuertes Brot blähten die Priester sich auf und machten sich wichtig durch falsche Lehren und nahmen den Menschen die Wahrheit, dass Gott das Wort ist und nicht sie.

Als ich Mose vor Urzeiten zum Berg Sinai geleitete, ging ich selbst ihm als Engel voran. Nun sollte ein anderer Engel meine Ankunft verkündigen. Mit meiner Geburt sollte das Ewige dem Vergänglichen begegnen. In Johannes war der Engel geboren, der diesen Bund betreuen sollte. Er sollte meiner Geburt und mir vorausgehen. Dem Zacharias und seiner Frau Elisabeth, die von ihrem Alter her keine Kinder mehr bekommen konnte, wurde die himmlische Gnade einer Schwangerschaft zuteil, welche der Engel Gabriel angekündigt hatte. Ihr Sohn trug bereits im Mutterleib das Erkennen dieser Gnade in sich, denn er kam in Gott gereift zur Welt, in ihm Elias Geist.

Ein halbes Jahr später wurde Maria (hebräisch Mirjam) aus Nazareth in Galiläa dieselbe Gnade zuteil. Meine Mutter war damals eine junge Frau von 12 Jahren, die verlobt war mit Joseph, einem Zimmermann und Baumeister. Der Engel Gabriel offenbarte auch ihr in einer Vision eine Schwangerschaft und kündigte an, dass ihr etwas noch nie Dagewesenes widerfahren würde.
„Begnadete, der Herr sei mit dir. Du hast Gnade gefunden bei Gott!“, wurde Maria von Gabriel begrüßt, als er seine Botschaft überbrachte.
Kein Mann würde ihr beiwohnen, sondern der Heilige Geist würde ihr ein Kind in den Schoß legen, einen Sohn.

Nichts Berechenbares, sondern etwas Außergewöhnliches war ihr als Geschenk überreicht worden. Das im weltlichen Sinne Unmögliche sollte an ihr geschehen. Der „Sohn Gottes“ wollte im menschlichen Fleisch geboren werden, um die Menschheit und die im Totenreich Gefangenen zu erlösen. Im Zeichen der Jungfrau sollte der neue Mensch und die neue Welt entstehen. Die Welt sollte nicht schwanger sein durch die Materie, sondern allein durch die Zeugung des Heiligen Geistes. Das sollte die Menschen zu ihrer Bestimmung zurückführen, und das aus dieser Zeugung Entstehende sollte ewig sein.

Ohne Erbarmen und Gnade konnte die Erlösung nicht stattfinden. Mirjams Name trug dies als Zeichen in sich. Er machte deutlich, dass sie nur durch dies Erbarmen imstande sein würde, allen Schmerz und alle Bitterkeit ihres Schicksals zu ertragen.

Die Prophezeiungen der alten Schriften erfüllten sich. Der Messias sollte aus einem Sohn des Stammes David hervorgehen. Zu diesen Nachfahren des israelitischen Königs David gehörte Joseph, der im bereits betagten Alter mit Maria verlobt war.

Als nun die Zeit anbrach, in der Maria gebären sollte, begann ihr 13. Lebensjahr. Nun war die Zeit reif für die Geburt des Erlösers, denn alles Übernatürliche, Geheimnisvolle, aus der göttlichen EINheit stammende, trägt im Hebräischen die Zahlen 5, 8 und 13 als Zeichen.

Weihnachtsgeschichte

Vom Töten der Kinder

Heutzutage ist es leider nicht verwunderlich, wenn Menschen die Weihnachtsgeschichte um die Geburt Jesus nicht mehr kennen. Oder sie wollen von diesen Überlieferungen nichts wissen, weil der Zeitpunkt der Historie gar nicht stimmen kann. Es sind immer „nur“ Bilder, die uns die Heiligen Schriften zeigen wollen. Man muss ein paar Schritte zurücktreten, um diese Bilder genauer betrachten zu können.

Die frohe Botschaft von Jesus Geburt wird überschattet von einer schrecklichen Geschichte: Herodes ließ alle bis zwei Jahre alten Knaben töten, aus Angst, seine weltliche Macht zu verlieren. Joseph, wurde im Traum vom „Engel des Herrn“ aufgefordert, mit Maria und dem neu geborenen Kind nach Ägypten zu fliehen und dort zu bleiben, bis Herodes gestorben sei.

Diese schreckliche Geschichte der Bibel zeigt ein grausames Bild, das Historiker bislang nicht bestätigen konnten. Wie denn auch? Es sind nur Bilder, in denen sich eine ähnliche Geschichte des Alten Testamentes wiederholt!

Wenn Kinder neu geboren werden, sind sie noch sehr mit dem Jenseitigen verbunden, mit der Sphäre, die uns der „gesunde Menschenverstand“ im Laufe des Lebens immer wieder auszureden versucht. Kleine Kinder „sehen“ aus dieser jenseitigen Verbindung heraus oft viel mehr, als Erwachsene es wahrhaben wollen.

Biologisch stammt der Mensch von seinen Eltern ab, aber seine Seele stammt von Gott ab, vom Jenseits. Das Weltliche, Materielle, wird in der Bibel immer als ein Bild von Ägypten gezeigt. Nach der Geburt geht die Seele quasi in die Verbannung – nach Ägypten – solange, bis sie gar nichts anderes mehr kennt.

Das, was wir als Seele bezeichnen, ist der Bereich des Kindes, ganz gleich wie alt der Mensch auch sein mag. Dieses Kindsein bildet die Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits.

Auch heute noch tötet König Herodes die Kinder zur Zeit der Geburt des Erlösers im übertragenen Sinn. Dazu geht er in jedes Haus! Das bedeutet, ganz gleich, ob der Mensch 100 Jahre alt ist oder nur 20 oder 50 – das Kind in ihm wird getötet und von der jenseitigen Sphäre getrennt. Fortan kann der Mensch nicht mehr verstehen, weshalb die Welt so gegensätzlich ist. Es macht alles keinen Sinn mehr. Gott scheint dann fern und fremd zu sein. Die Welt des Materiellen (Herodes) tötet das Kind (die Seele) in uns! 

Jesus muss als KIND geboren werden, weil er den Eintritt von Jenseits ins Diesseits miterleben muss. Er bleibt jedoch vom Herodes-Mord verschont, weil ihn das Weltliche nicht bezwingen kann!

„Der Weg nach Ägypten, im Hebräischen: „nach unten“, ist demnach der Weg eines jeden Menschen, und die Erlösung fängt eigentlich dort an. Gott schenkt uns die Erlösung aus Ägypten, indem er selbst den Weg nach unten geht. Er geht, um sich selbst zu opfern, damit wir ihm wieder Näherkommen können. Himmel und Erde verbinden… das Erkennen dieser Einheit ist das Glück des Lebens und dessen Sinn. „

– Gedanken von Friedrich Weinreb aus seinem Buch „Innenwelt des Wortes im Neuen Testament“

Volkszählung in Syrien

Kaiser Augustus 63 v. Chr. – 14 n. Chr.

Von der Weihnachtsgeschichte

Ich möchte noch ein wenig über die Weihnachtsgeschichte schreiben. Gerade sie ist so manchem Verstandesmenschen der Anlass zum Glaubensabfall. Es steht geschrieben (Züricher Bibel):
  „Es begab sich aber in jenen Tagen, dass vom Kaiser Augustus ein Befehl erging, dass der ganze Erdkreis sich einschätzen lassen sollte…“ Luk 2,1

Da gibt es Gelehrte, die das in der Bibel Erzählte in den Bereich historischer Realität zwingen wollen. Alles zeitlich Fixierte muss wissenschaftlich nachweisbar sein. Jesus wird lediglich als Prophet eingestuft; man will sich der Einmaligkeit seines Wesens entledigen. Hierin liegt das Böse, das seinen Machtanspruch im Zeitlichen erhebt.  

So wird behauptet, dass die Volkszählung zu einem viel späteren Zeitpunkt stattgefunden hätte, als zu Jesus Geburt. Das stimmt nicht! Ich habe nachgeforscht: 

Es war eine dunkle Zeit, in die Jesus hineingeboren wurde. Eine Welt voller Grausamkeiten, in der das jüdische Hohenpriestertum neben dem römischen Imperium regierte, lange nachdem Ägypten endgültig seine Unabhängigkeit in der antiken Welt verloren hatte.


Kurz vor Jesus Geburt erhielt der römische Kaiser Augustus den Titel Pater patriae, was bedeutet „Vater des Vaterlandes“. Augustus, von dem man sagte, dass er stets als Sohn seines vergöttlichten Vaters Cäsar auftrat, ging damals neue Wege. Der Kaiser, der sich als Herrscher über die Ostprovinzen üblicherweise in religiöser Verehrung anbeten ließ, verbot sämtliche Kulthandlungen, die sich rein auf ihn als Person bezogen.

Er wollte das Finanzwesen reformieren, was ihn veranlasste, die Provinzen des römischen Herrschaftsgebietes einer gründlichen Steuerprüfung zu unterziehen. Dies geschah, als Quintilius Varus Proconsul in Syrien war.

Für die jüdische Bevölkerung war der ihnen auferlegte Zensus ein Gräuel, weil die Abgabe ihre Freiheiten beschnitt und die römische Staatskasse füllte. So nahm der damals im Dienste des Varus stehende Quirinus die 1. Zählung in Syrien und Palästina vor. Eine 2. folgte zehn Jahre nach dem Tod des Herodes, nachdem dessen Sohn Archelaus verbannt worden war. Quirinus übernahm als Nachfolger des Varus die Stadthalterei Syriens und musste nun Judäa in eine Provinz des römischen Reiches umwandeln. Das Volk, das bereits lange unter dem Druck der Herodes Herrschaft gelitten hatte, der sich die römische Oberherrschaft in der Provinz zu Nutzen machte, sah sich nunmehr einer noch viel stärkeren Macht und Willkür ausgesetzt. Das römische Joch wurde rücksichtslos auf die Bevölkerung gelegt, um es zu erniedrigen und Befehlsgewalt auszuüben.

Das Judentum erwartete sehnsüchtig den in den alten Schriften angekündigten Messias, der sie aus dieser Unterdrückung befreien sollte. Der Heiland, den sich die Hohenpriester erhofften, war ein weltlicher Messias, der ihnen ein Leben in Fülle erstreiten sollte. Sie merkten gar nicht, wie sehr sie sich durch ihr Begehren dem „Herrn der Welt“ geöffnet und ihre Seelen dem Geistlichen verschlossen hatten.

Ostern und Pfingsten

Pfingsten – Ausgießung des Heiligen Geistes – Rabbula-Evangeliar 586

Was machen die Menschen aus Gott? Für mich ist es bedauerlich und abscheulich, Gott für all das Böse auf der Welt verantwortlich zu machen, obwohl es immer ‚nur‘ die Menschen waren/sind, die sich oft auf bestialische Art und Weise an anderen Völkern vergehen und vergingen.

Hier ein einfaches Beispiel, obwohl es das Osterfest betrifft: So sagten die Juden: Gott befahl einen Widder zu schlachten, weil die Ägypter diesen verehrte. Die Christen hingegen bezeugen einmütig, das Opferlamm sei ein Vorbild des Opfers Christi gewesen.

Woher stammen die Überlieferungen von Jesus Kreuzigung, die aussagen, ihm seien die Beine nicht gebrochen worden? Joh 19,36: Dies ist nämlich geschehen, damit das Schriftwort erfüllt würde (Ps 34,21): »Es soll kein Knochen an ihm zerbrochen werden.«

Allgemein war es üblich, dass die römischen Soldaten die Beine der Leidenden brachen, damit diese schneller sterben konnten.

So machen auch die Verse 4. Moses 9,12 und 2. Moses 12,46 einsichtig, dass beim Pessach (Frühlingsfest/Ostern) die Knochen des Opfers unzerbrochen bleiben sollten.

Die Tatsachen wurden auf üble Art und Weise verdreht und zu Kirchenzwecken verwendet, wahrscheinlich auch zur Schaffung des ‚Neuen Testamentes‘.  

So behaupteten die ägyptischen Priester, dass ihre heiligen Schriften von Thot (dem Gott der Weisheit) herstammten, der durch das Wort erschafft.

Thot – Gott der Weisheit wird zum Schöpfer durch die Macht der Worte. Auftraggeber dazu ist Re.
Thot bleibt ihm aber untergeordnet.

Joh 1: „ Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott…“

Die Hellenen nahmen ihn als Logos in ihren Glauben auf ; die Christen verbanden ihn mit dem Heiligen Geist, welcher die Menschen zum Weissagen befähigte und zur Verrichtung von Wundern.

So verfestigte sich diese Vorstellung bei den katholischen Priestern, die damit den Heiligendienst ausbildeten und den Einklang zur Offenbarung sahen. Diese Annahmen wurden dann auch von der Evangelischen Kirche vertreten, um die Glaubwürdigkeit der neuen Religion zu unterstreichen.

Vom Ursprung des Pfingstfestes

„Und sie (die Menschen) erstaunten über seine (Jesus) Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“ – Mar 1,22

Deren vorentworfenen Reden sind tot in sich selbst und beleben keine Seele.

Jesus (Gott) hingegen hat das Feuer in den Zuhörern entfacht und ihren Geist (ihr Bewusstsein) geöffnet, damit sie seine Botschaften verstehen konnten. So ging ihnen ein Licht auf!

In Apostelgeschichte 2 folgt dann ein Zitat aus dem Propheten Joel 2,28:

„Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch.“

Die katholische Kirche hat in den ersten Jahrhunderten heidnische Feste umgewandelt und als christliche eingeführt. Darunter fällt auch das Pfingstfest. Das ursprüngliche, alt-ägyptische chamsin bedeutet Fünfzig, nämlich die 50tägige Dauer des heißen Wüstenwindes, dessen Anfang von den Juden als pessach (Ostern) und dessen Ende als Wochenfest gefeiert wurde.

Priester und Opfer! Die Opfer für dieses Fest waren von den Priestern vorgeschrieben: Ein 7jähriges Lamm, 2 Brote und 2 Schafe als Brandopfer. Außerdem wurden noch ein Bock für die Sünden des Volkes und 2 weitere für das Wohlergehen des Volkes geopfert.

Das brachte Geld in die Kasse, gestern und heute. Die Einfältigkeit des Volkes wurde stets ausgenutzt. Für jedes Orakel gab es Geld. Weissagungen Dritter wurde deshalb mit dem Tod bestraft. Um an der Macht zu bleiben, mussten die Priester dem Volk Angst machen.

Schon zu Moses Zeiten wurden Tausende aus dem eigenen Volk geopfert, durch verbrennen, nieder metzeln, aufhängen oder kreuzigen, lebendig begraben oder in den Abgrund stoßen. Moses als Prophet benannte sein Opfer durch ein Orakel und vollzog dieses Todesurteil in der Überzeugung, dass es für das Gemeinwohl notwendig sei.

Die biblischen Gestalten konnten die Verhältnisse des Weltgeschehens nicht deuten. Immer war Glück und Unglück Wirkung unsichtbarer Wesen, deren Wille man sich erdienen musste.

Die Bibel bleibt für jeden denkenden Menschen ein wichtiges Dokument alter Zeit, auch wenn die mit Fälschungen behaftete Theologie, welche von den Päpsten und Kaisern beauftragt waren, längst aufgedeckt ist.

Die Schriften sind ein vortreffliches Menschenwerk, den damaligen Bildungsstand widerspiegelnd, erhaben aber fehlerhaft. Auf keinen Fall sind sie Gottes Wort!

Menschliches Wohlergehen liegt nicht in der Täuschung, sondern in der Erkenntnis.

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag, gedenken wir dem letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern einnahm, aber auch seiner angstvollen Gebete im Garten Gethsemane und des darauf folgenden Verrats durch Judas. Aber es gab nur diesen Weg für Jesus! Sein Leidensweg musste beginnen, denn er war das „Lösegeld für viele“ Mk 10,45.

Leonardo da Vinci

Was ist denn damit gemeint? Viele Menschen warten doch immer nur auf einen Erlöser im Außen, der das Leid in der Welt wegnimmt und ihnen ein angenehmes Leben macht. Aber es ist ganz anders. Erlösung kommt niemals von außen und wird nicht geschenkt. Erlösung ist ein harter innerlicher Prozess.

Kaum jemand kennt „Das christliche Adambuch des Morgenlandes“. Es stammt aus Äthiopien und wurde etwa im 4. Jahrhundert n. Chr. geschrieben. Darin ist von einem Bund zwischen Adam und Gott zu lesen, geschlossen nach der einstigen Vertreibung aus dem Paradies. Zitat: „…Denn sie waren in dem schönen Lande des Gartens mit allen den Bäumen gewesen und sahen sich nun in einem fremden Lande, das sie nicht kannten [..]; auch waren sie noch voll von den Gnadengaben des Lichtreiches und hatten noch keine Herzen (Sinne) für das irdische Wesen.“

Die ersten Menschen waren verzweifelt! Doch Gott hatte Erbarmen und tröstende Worte: Zitat: „Ich habe über diese Erde verordnet Tage und Jahre; Du (Adam) wirst auf ihr sein und wandeln bis dass ich am Ende jener Jahre und Tage mein Wort senden werde, dasselbe das dich geschaffen hat und das du übertreten hast und das dich auch aus dem Garten ausgetrieben und als du niedergefallen warst, aufgerichtet hat; dieses selbe wird dich auch erlösen am Ende von 5 1/2 Tagen.“ Mit dieser Zeitangabe waren nach biblischem Maßstab 5.500 Jahre gemeint. Gott legte den ersten Menschen demnach die Erlösung schon mit in die Wiege hinein.

Doch wie müssen wir das verstehen? Bereits die Weisen aus dem Morgenland brachten dem Christuskind Geschenke, die Gott Adam, nach der alten Schrift, ebenfalls von seinen Engeln überbringen ließ. Drei Zeichen dieses Bundes übergab er ihnen und sprach: Zitat: „Denn ich werde kommen und dich erlösen, und Könige werden bei meiner Fleischwerdung Gold, Weihrauch und Myrrhen bringen. Gold zum Zeichen meines Reiches, Weihrauch zum Zeichen meiner Gottheit, und Myrrhen zum Zeichen meines Leidens und Sterbens.“

Gott versprach auch: „Ich werde dich und die Gerechten deiner Nachkommen in die Himmel hinaufbringen, und dir und ihnen die Ruhe geben, um die du jetzt bittest. Wenn du aber sagst: „gib mir Wasser des Lebens“, damit du trinkest und lebest, so geschieht das nicht heute, sondern erst an dem Tage, da ich in das Totenreich (Scheol) hinabsteigen, und die ehernen Pforten sprengen und die eisernen Tiegel brechen und deine Seele und die Seelen der Gerechten nach meiner Barmherzigkeit erlösen werde zu der Ruhe in meinem Garten, bis zum Ende der Vollendung der Welt. [..]das Wasser des Lebens wird Dir heute nicht gereicht, sondern an dem Tage, da ich mein Blut über deinem Haupte vergießen werde auf der Golgatha-Erde; denn mein Blut wird für dich in jener Stunde zu einem Wasser des Lebens werden und nicht für Dich allein, sondern für alle deine Nachkommen, die an mich glauben; denn darin werden sie Ruhe und Leben haben in Ewigkeit.“

Gott hat dafür gesorgt, dass es keinen endgültigen Tod mehr gibt! Das besagt der vor urewigen Zeiten geschlossene Bund. Auch im niedrigsten Bewusstsein wird das göttlich-schöpferische Selbst einmal auferstehen und den leidenden Menschen erlösen. Durch Jesus Opfer können wir nach Hause zurückkehren!
s. Psalm 90

Lasst uns also nicht voller Entsetzen auf den Karfreitag schauen, sondern auf die darauf folgende Wandlung! Wie würde es Gott freuen, wenn wir Jesus endlich von den Kreuzen dieser Erde nehmen würden.

Das Kreuz steht als symbolisches Bild für den Menschen in seiner Körperlichkeit, der seinen Verstand dazu nutzt, um sein materielles Wesen zu befriedigen. Auf diesem Kreuzsymbol ist das ihm verborgene, innewohnende göttliche Selbst gekreuzigt und in seiner Macht eingeschränkt. Es bleibt verborgen, solange es an den zwei Balken der dreidimensionalen Welt von Zeit und Raum hängt und daran stirbt.