Ein bisschen Kabbala

Heroische Landschaft mit Regenbogen – Joseph Anton Koch (1768 -1839)

Wasser und Zeit

Die Bibel ist nicht ein Buch mit Geschichten und vielschichtiger Deutung. Sie beinhaltet auch einen kabbalistischen Hintergrund, der oft nur den jüdischen Gelehrten bekannt ist. Doch dadurch eröffnen sich weitergehende Einsichten.

In der hebräischen Sprache hat jeder Buchstabe eine Schwingung, 
die in Zahlen ausgedrückt wird.

Selbstlaute a, e, i, o, u, werden nicht geschrieben, 
sondern lediglich durch Punkte ausgedrückt. 
Ändern sich die Punkte, ändert sich die Bedeutung.
Hebräisches Alphabet

Wasser heißt im Hebräischen = ‚majim‘ – mit dem Wortwert: Mem-Jod-Mem, 40-10-40. Mem מם ist der Buchstabe mit dem Namen ‚Wasser‘, das Fließende, Bewegende. Wasser und Mem verweisen damit auch auf den Begriff ‚Zeit‘. Sie schreitet unwiderruflich fort und löscht das Er-LEBEN des Augenblicks. Ertrinken in der Zeit und Ertrinken im Wasser sind eigentlich dasselbe. Deshalb wird Zeit immer mit der 40 oder mit 400 gemessen. So ging Moses nicht, wie geschrieben, 40 Jahre, sondern eine sehr lange Zeit durch die Wüste, die gar nicht benennbar ist.

Das Gehen durch diese Welt ist also wie ein Gehen durch Wasser und Zeit am 7. Tag. Die Berechnung des 7. Tages ist mit dem Maya-Kalender identisch. Eine sehr komplizierte Berechnung, die ich mittels Exel-Tabelle nachvollziehen konnte. Zurzeit befindet sich die Menschheit im 7. Schöpfungstag.

Noah hatte damals die ‚Teba’= das Wort, um durch das Wasser hindurchzukommen. Sein Schiff schützte ihn davor, im Wasser zu versinken. Es ist also das Wort Gottes, das die Menschen bewahren kann, in der Masse der Vielheit dieser Welt unterzugehen.

Da Jesus zum Bereich der Ewigkeit gehört, wurde er vom Wasser (der Zeit) getragen und konnte nicht darin versinken, als er darüber schritt. Dies Bild der Bibel zeigt uns, dass das Wort Gottes niemals untergehen wird.

Wenn der Mensch am 8. Tag nach der Jordan Überquerung die andere Welt erreicht hat (s. Bibel), entsteht ein neuer Zustand. Fluss oder Meer bedeuten in der Bibel immer eine Trennung zwischen Diesseits und Jenseits. Dann wird es keinen Gegensatz mehr zwischen Leben und Tod geben, wie am 7. Tag, in dem sich die Menschheit und das Hier und Jetzt befindet. Die 7 ist die Schlüsselzahl zu unserer dreidimensionalen Welt. Man sagt auch, sieben Seelen Gottes würden die Welt beleben: die materiell-physische, die vegetative, die animale, die mentale, die kausale, die göttlich-seelische und die göttlich-schöpferische. Dieselbe Aussage machte Paracelsus.

Es gibt viele Beispiele, bei denen die Zahl 7 eine große Rolle spielt. In der Bibel beispielsweise die sieben fetten und sieben mageren Jahre, Gott gab am Himmel das Zeichen seines Bundes mit Noah, den Regenbogen, der aus sieben Farben besteht. Sieben Wirbelknochen des Halses, sieben Töne einer Oktave, die sieben Hügel, auf denen Rom erbaut ist, sieben Köpfe des Drachen in den Märchen, etc.

Wenn sich eine Fläche in der 3. Dimension offenbart, entsteht ein Würfel mit sieben Faktoren: sechs Flächen und dem 7. Faktor, dem Kubikinhalt. Hierzu interessante Inhalte: http://tetraktys.de/geometrie-4.html über Kabbala: http://tetraktys.de/mystik-4.html

In der Offenbarung des Johannes stellt er das Bild des ‚Neuen heiligen Jerusalems‘, das die Braut des Lammes ist, als einen Würfel dar. (Off. Joh. 21,16).

Zwischen dem 7. und 8. Tag liegt hier noch die Schwelle des Todes. Wer diese überschreitet, kommt in den 8. Tag. Das gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die ganze Welt.

Das ist der Sinn des ewigen Lebens in der kommenden Welt. Nur der, der durch den Tod gegangen ist, darf die Auferstehung feiern.

Mystik und Metaphysik

Und wenn sie nicht gestorben sind…“ – Hoffnung auf Unsterblichkeit
Sulamith Wülfing (1901 -1989), -Die unsterbliche Seele

Wenn ein menschlicher Geist hier auf der Erde inkarniert, dann ist es so, als würde er sich in die Fessel der Unfreiheit begeben, wobei sein wahres Ich, als ein Teil seines Wesens, jenseits der menschlichen Wahrnehmung verbleibt. Mit der Geburt ist er in seiner Körperlichkeit gefangen. Dadurch gehen ihm Teile seiner Fähigkeiten verloren, d. h. sie sind zwar latent vorhanden, können aber im Laufe des Lebens nur zum Teil neu erweckt werden.

Der Kampf zwischen Licht und Dunkel und der trennende Schnitt der Scheidung, gehen durch alles was lebt. Jeder Mensch trägt Seelenanteile vieler Leben in sich. Vor Urzeiten, als sich aus der Harmonie das Chaos erhob, sind viele Wesen verzaubert und in die Materie gebannt worden. Die Geister können erlöst werden, durch die Arbeit an sich, an der Welt und am Nächsten. Es ist wie die Versteinerung im Märchen, die nur durch ein Erlösungswort oder bestimmte Taten rückgängig gemacht werden kann. Immer ist es die Liebe, die die Krusten aufbricht und den wahren Seelenkern zum Vorschein bringt.

*)Psalm 90.3: Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!

Im großen Zusammenhang stehend ist alles verbunden; selbst das Kleinste im großen Gefüge kann eine tragende Rolle spielen, denn zur vollen Harmonie bedarf es auch des geringsten Klanges.

Der Heilige Geist ist keine Person, sondern die Liebe Gottes, die uns nicht nur mit Leben erfüllt, sondern auch treibende Kraft in uns ist. Liebe, Glaube und Hoffnung sollten diese Welt begeistern. Ohne die Liebe würden die Welt und der Mensch zugrunde gehen. Und es ist ganz gleich in welcher Form und von wem sie uns gegeben wird, wir erkennen darin immer Gottes Gesicht. ER offenbart sich durch alles, durch Mineralien, Energien, Pflanzen, Tiere und durch den Menschen, eben durch alles, was ist, d. h. nicht nur im Lebendigen. Farben und Töne, Ideen und Gedanken, Worte und Zahlen, chemische, mathematische und physikalische Gesetze, Atome und Himmelskörper, all das sind göttliche Offenbarungen.

Welcher Bewusstseinsstufe entsprechen wir selbst auf der Jakobsleiter? Die tieferen Zusammenhänge verstehen, bedeutet nicht nur Reifeprozess und innere Entwicklung, sondern letztendlich auch Selbsterkenntnis = Gotteserkenntnis.

Es war einmal vor langer, langer Zeit, als die Menschheit noch annähernd glücklich war. Das klingt wie ein Märchen und so ist es leider auch. Die Naturvölker lebten Jahrtausende lang in kosmischer Verbundenheit und waren zufrieden mit dem was sie hatten. Doch im Laufe der Zeit wuchs die Unzufriedenheit. So zeigt es sich auch im Bild von Adam und Eva im Paradies. Die Gier nach mehr ist in jedem Menschen vorhanden, und die Neugier nach Verborgenem ist der Motor des Fortschrittes und der Entwicklung.

Die vielen wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften unserer Zeit bringt der Welt der Vielfalt keine Zufriedenheit. Wissenschaft, Politik und Medien wollen uns weismachen, dass wir auf unsere technischen Errungenschaften stolz sein können. Kamen sie nicht allesamt, wie von Gott gegeben, zur rechten Zeit? Anstatt sich über das, was man hat, zu freuen und es mit anderen, die weniger haben, zu teilen, giert man immer mehr nach Macht, rüstet auf und uniformiert sich entweder beim Militär oder in der Modewelt, ertränkt seinen Frust im Alkohol, oder flieht mittels neuzeitlicher Drogen, wie TV und Computer, kurzzeitig in eine Scheinwelt. Trotzdem bleibt man im Seeleninnern leer und alleine.

Der Mensch gewann Wissen und Zivilisation, vergaß jedoch seine kosmische Verbundenheit. Wie lebt es sich im Reich der geistig Toten, wo nicht Gottesliebe, sondern Geld die Welt reGIERT? Dadurch ist Mutter Erde – ‚die Himmelskönigin‘ ins Ungleichgewicht geraten, und Satan, der ‚Herr der Welt‘, verlangt nach einem Ausgleich. Je mehr wir erhalten, desto höher wird der Preis sein. Die Bewusstseinsstufe der Menschheit befindet sich im Erdgeschoss, weit entfernt von der himmlischen Glückseligkeit. Nimmt man die Bewusstseinsstufen als Maßstab, so schauen wir in die Abgründe der menschlichen Rasse hinein.

Früher kannte man Mord und Totschlag, Krieg und Ausbeutung nur aus den Geschichtsbüchern. Heute sind die Medien voll von diesen Nachrichten. Die Welt ist klein geworden, die grausamen Bilder des Weltgeschehens sollten uns die Augen öffnen. Das sind nicht nur Bilder, sondern Dinge, die tatsächlich geschehen, Tag für Tag. Wir können dies ändern, indem wir uns selbst ändern.

Gewiss sind die Grausamkeiten erschreckend. Die Liste wäre lang, wenn ich hier alle negativen Dinge erwähnen würde. Ich möchte nur auf einen wichtigen Punkt eingehen: die BeGEISTERung, mit der sich die Menschheit neue Götzen erschafft, wie zum Beispiel im Sport und in der Musik- und Filmbranche. Es gruselt mich total, wenn man einen Sportler zum Helden erklärt, wie das heutzutage der Fall ist. Ein Sportler spielt für seinen Verein und für sein Bankkonto. Das sind die hochdotierten Gladiatoren der Neuzeit, die neuen Götter! Scheinbar gelten für diese Zeitgenossen andere Gesetze, wie auch für Kirchendiener aller Art, die niemals ein Gefängnis sehen, obwohl sich viele von ihnen immer wieder an Kindern vergreifen.

Vielleicht denke ich falsch? Immer mehr empfinde ich rein weltliche Ansichten als Belastung, und ich frage mich, wohin all diese Errungenschaften führen werden. Dann möchte ich wieder Kind sein und sehne mich nach meinen Märchenbüchern zurück. Da gab es alte Geschichten von Gut und Böse, aber am Ende siegte immer das Gute. Kinder erleben Märchen und Mythen mit ihren Geheimnissen völlig ohne Vorurteile. Wahrheit spricht eine einfache Sprache. Wir Erwachsenen haben verlernt, sie zu verstehen. Die Stimme der Wissenschaften ist oft zu laut und das Leben lockt mit weltlichen Dingen. Deshalb müssen wir wieder so werden wie die Kinder und unsere Herzen und Ohren dafür öffnen.

Wie in den alten Geschichten und Märchen kann nur die Liebe die Erstarrung durchbrechen und erlösen. Nur die Liebe kann Erlösung bringen, durch die die hässliche Gestalt des Verzauberten von ihm abfällt und ihn befreit, damit hinter der zerbrochenen Schale der alte Glanz hervorstrahlt, den alle Menschen in sich tragen, auch wenn sie sich hinter ihren weltlichen Masken aufführen wie blutrünstige Bestien.

Mystik ist für mich etwas, was im Verborgenen geschieht – das Geheimnisvolle in unserem Leben. Sie ist der Pfad, auf dem der, der vorurteilsfrei und vertrauensvoll darauf wandelt, Diesseits und Jenseits erfahren kann. Wenn man lernt, in die Dinge hineinzuschauen, erfährt man eine neue Welt und man erfährt viel über sich selbst. Das ist mit ‚Esoterik‘ gemeint: Das Göttliche in sich selbst finden, jedoch nicht die New Age Ansicht, dass jeder Mensch Gott sei. Ein Mensch kann nur tote Dinge erschaffen, Gott erschafft lebendige.

Wozu gehört die Metaphysik? In den Bereich Vernunft oder zur Mystik? Wikipedia sagt: Sie ist eine Lehre, die sich mit den nicht erfahrbaren und nicht erkennbaren Dingen des Seins beschäftigt.

Wie nützlich ist eine Wissenschaft über Dinge, die man weder erfahren noch erkennen kann, weil der Verstand die größte Hürde für diese Erkenntnis ist? Das nennt man dann ‚Abgrenzung aus Vernunftsgründen‘. Die Ratio ist in diesem Fall sehr hinderlich, weil sie eine Öffnung in diese Richtung nicht zulässt.

Steht nicht schon in der Bibel, erst kommt das Natürliche, dann erst das Geistige? Wenn wir alle diesen „Himmel“ bereits in uns tragen, dann ist das Wort „Metaphysik“ mit „jenseitig des Natürlichen“, irreführend erklärt. Wir alle haben die Macht zur Wandlung, als christliche Erlösungsgabe, mit auf den Weg bekommen. Daran kann man glauben oder nicht. Glauben ist eine subjektive, sehr intime Angelegenheit. Für mich ist Gott viel mehr als nur eine Idee; für mich ist Gott Erfahrung, wie auch das Wissen um eine jenseitige Welt hinter dem „verschleierten Bild zu Sais“ für mich Erfahrung ist. Denn manchmal hebt Gott selbst den Schleier, und uns werden Dinge zuteil, die wahre Geschenke sind und nicht mit Geld zu beziffern. Aber er gibt nur dem, dessen Bewusstsein dafür aufnahmebereit ist.

Es ist wie im Märchen oder in dieser biblischen Geschichte: Ein Dornbusch brennt, für jedes Auge sichtbar, doch tatsächlich verbrennt er nicht, sondern existiert weiter. Unser Leben ist an Raum und Zeit gebunden, trotzdem gehören wir auch zum Bereich der Ewigkeit. Wie kann der menschliche Verstand lernen, dass beides im Grunde eine Einheit ist?!

Wenn wir uns dieser, für uns unsichtbaren Welt, öffnen, müssen wir einsehen, dass sie das Fundament für jede andere Seinsmöglichkeit ist. Was für uns im Nichts, im Unmöglichen und Undenkbaren liegt, ist in Wirklichkeit ALLES. Es bildet die Grundlage für das Sichtbare und Begreifbare.

Zitat Friedrich Weinreb: „Wissen, dass Gott IST; begreifen, dass er ihm den Weg und die Wahrheit zeigt, ja, dass erst darin das Leben IST, das also heißt, Mensch sein im Bilde Gottes, das ist der alles erfüllende, ewige Mensch in allen Welten. Könnte denn Gottes Ebenbild zu etwas anderem berufen sein als zu ewigem, sinnvollem, strahlendem, freudigem Sein?“

Gibt es jenseits der menschlichen Wahrnehmung noch eine andere, geistige Welt?

Die Metaphysik beschäftigt sich mit Spekulationen, bei denen Erfahrungen außen vor bleiben. Es ist in unserem Urwissen verankert, bleibt aber im Verborgenen und bestärkt die Sehnsucht eines jeden Menschen.

Götter von Menschen gemacht

Tötung der Erstgeborenen – Lawrenze Alma-Tadema (1836-1912)
Menschlich Verirrte, geistig entrückt,
die vor den Stiftshütten wohnten.
Durch Priestergeheiß ängstlich verzückt,
vertrieben sie alte Dämonen.

In Trance sich windend und taumelnd
im Flackern der Feuer bei Nacht.
Wie Puppen am Fadenkreuz baumelnd,
wurden zum Spielball der Macht.

Schimären-Geheul den Todgeweihten,
wie im Kreis der Steine gebannt.
Über Gebeine der vom Sandsturm Befreiten,
Fuß um Fuß, gegen Hitze und Sand.

Geopferte Leiber der Tradition.
Angeblich in Dornbusch und Säule,
erst Feuergott, dann Kriegsgottes Lohn.
Das Alte verblendet das Neue.

Kein Gott der Opfer – Lebensschenker.
Das ist der Heilige Geist auf Erden!
Begehren der Kirchen und deren Lenker,
werden niemals Zeugen der Liebe werden.

Anmerkung:

Es gibt schon viel zu lange zu viele so genannte Religionen, jede mit einer Variation einer Botschaft. Die Dinge, die ihnen am meisten am Herzen liegen, sind in Wirklichkeit ohne Wert. Die Dinge, für die in der Vergangenheit Blut geflossen ist, für die gefoltert, verstümmelt und verbrannt wurde, haben den Geist des Menschen nicht einen Zentimeter wachsen lassen. Sie haben die Menschheit in gegensätzliche Lager gespalten; sie haben Barrieren geschaffen, sie haben unnötige Unterschiede in Ländern und Familien verursacht.

Gott (als Bezeichnung) stellt sich in der Bibel 2. Mose 3,14 in meiner Übersetzung ‚Züricher Bibel‘ mit dem Namen „Ich bin, der ich bin“ vor. Weiter verrät er den Namen „Jahwe“, der bis in alle Ewigkeit gelten soll.

Geschichte:

In „Die Sendung Moses“ von Friedrich Schiller beschreibt dieser den Eingang des Isis Tempels, über dem die Inschrift stand: „Ich bin alles, was ist, was gewesen ist und was sein wird. Kein sterblicher Mensch hat meinen Schleier aufgehoben.“

Vor einiger Zeit hatte ich mir Bücher bestellt „Jahwe und Mose“ von Prof. Dr. Daniel Völter, Erscheinungsjahr 1919 und „Religion und Mythologie der alten Ägypter“ von Heinrich Brugsch, Erscheinungsjahr 1891.

In beiden Büchern werden die Parallelen zwischen der hebräischen und der ägyptischen Religion durchleuchtet. Danach wird Moses tatsächliche Existenz in Frage gestellt. Eine bildlich gedeutete Person, die in der ägyptischen Geschichte zu finden ist. Für diese Erscheinung bietet der Parallelismus zwischen Mose und Thot die beste Erklärung. Einziger Unterschied ist, dass Thot ein ägyptischer Gott war, Moses jedoch eine historisch- menschliche Persönlichkeit.

In der Bibel offenbart sich der Gott Jahwe in einem brennenden Dornbusch. Außerdem wird berichtet, dass Jahwe dem Volkszug durch die Wüste in einer Feuersäule voranschritt.

Der ägyptische Gott Sopd-Schu versteckt sich hinter dem Gott Jahwe. Sopd-Schu wurde in ältesten Zeiten als der Gott des Sinai verehrt. Gott Jahwe galt als der Gott, der im Dornbusch wohnt. Der ägyptische Gott wurde mit der Hieroglyphe des spitzen Dreiecks, einem Dorn dargestellt. Der in der Bibel dargestellte Dornbusch wird „Lotus-Judendornbaum“ genannt und ist im Wüstenraum zu finden.

Sopd-Schu ist demnach der Gott des Luftraums zwischen Himmel und Erde und der Gott des Windes. Er erscheint mit allen Licht-Erscheinungen darin, wozu auch das ihm zugeschriebene Zodiakallicht gehört, das wie eine säulenförmig am Horizont aufsteigende Lichtsäule in den Tropen einen Teil der Nacht mit einem milden Licht erleuchtete.

Gott Jahwe in diesen Erscheinungen war demnach lediglich eine Naturerscheinung, die sich die Menschen vor Ur-Zeiten nicht anders erklären konnten.

Das Neue Testament beruht auf dem Alten. Dennoch werde ich niemals Gottes Namen vom Sinai gebrauchen, auch wenn man beten soll „…geheiligt werde Dein Name…“ Für mich gilt Sein vertrauensvolles „Ich bin da“.

Der Große Geist wird mir zur rechten Zeit selbst den Schleier heben. Ungeduld ist hier fehl am Platz. Die letzte Zeile von Friedrich Schillers Gedicht „Das verschleierte Bild zu Sais“lautet: „Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch Schuld, sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein.“ (eines meiner Lieblingsgedichte)

Der Himmel

Wieder ein sehr gutes Video von Edi Maurer! Bis auf wenige Passagen stimme ich überein. Der gut gemachte Film ist sehenswert.

Brauchen Geistwesen überhaupt eine Art von Ernährung? Lt. Schöpfungsgeschichte ernährten sich die Menschen vegetarisch oder vegan. Wieso wurde das geändert?

Erst nachdem Noah und die Tiere der Arche gerettet worden sind, dürfen Menschen Fleisch von Tieren essen: «Alles Lebendige, das sich regt, soll euch zur Nahrung dienen.» (Genesis 9,3).

Da Noah von jeder Tiersorte ein Paar mit an Bord nahm, werden wohl schon damals einige Tierarten ausgestorben sein. Alles sehr fragwürdig!

Jesus soll lt. Video größtenteils fisch- oder fleischlos gelebt haben. Die damalige Bevölkerung war arm und hätte sich keinen großen Fleischkonsum leisten können. Anders die Priester, die schon immer wie die Made im Speck lebten, weil die Menschen gutgläubig Tieropfer brachten.

Ich lebe gerne vegetarisch, genieße aber hin und wieder Bio-Fleisch- und Fischprodukte. Was würde mit den Tieren geschehen, wenn alle fleischlos leben würden? Auf jeden Fall würden sie auch auf natürlichem Weg ständig trächtig sein und Milch geben für ihre Kälber. Und die Schweine? Ich möchte mir nicht ausmalen, was man mit ihnen machen würde.

Ist es besser ein glückliches Tier zu schlachten oder ein unglückliches?

Die heilige Sprache

Turmbau zu Babel – Pieter Brügel  1525-1569

Ist jeder Mensch, der früher einmal gelebt hat, jeder seiner Gedanken, wirklich ganz verschwunden, oder lebt er weiter, von Welt zu Welt, von einer Zeit zur anderen, von Ewigkeit zu Ewigkeit?

Trotz aller Umstürze und Umbrüche bleibt ‚das Wort‘ bestehen. Von Generation zu Generation wird es schriftlich oder mündlich weitergereicht. Es ist uns Menschen die „Tewa“, die Arche Noah. Dort wird alles mitgenommen, in die neue Welt hinübergetragen. Dort entsteht Leben unter anderen Verhältnissen. So erzählen die Göttersagen vom Leben in früheren Welten und tragen so das Entstehen vom Uranfang mit sich durch alle weltlichen Zeitalter hindurch.

‚Das Wort‘ überlebte so manchen Weltuntergang. Angefangen von der Geschichte des Menschen im Paradies und vom Untergang des Paradieses für den Menschen. Wir lesen von Kains Vertreibung und vom Weltuntergang im Geschlecht Enosch, dem 3. Sohn Adam und Evas. Damals begann man den Namen Gottes, JHWH, anzurufen.

Weiter erfahren wir vom Untergang durch die Sintflut (diese Geschichte wird bereits im Gilgamesch-Epos beschrieben ca. 1800 v. Chr.) und der Zerstörung von Sodom und Gomorrha. Es gibt viele Weltveränderungen und Hungersnöte. Mythen erzählen von einer Distanzierung zwischen Himmel und Erde; der Abstand hätte sich 10-mal verändert. Auch hätte der Mensch des Altertums eine andere Luftzusammensetzung geatmet. Die Welt ist schon mehrfach aus den Fugen geraten und hat sich selbst erneuert. Geschöpfe, wie Dinosaurier, Riesen sind ausgestorben, angeblich durch einen Meteoriten Einschlag, dann die Eiszeit…neues, anderes Leben.

Die Bibel zeigt Bilder von Verwüstungen, durch die die Welt augenblicklich ihr Gesicht änderte. Nach dem Untergang Babels bekam die Menschheit ein anderes Bewusstsein.

Wenn Tewa die Arche Noah des Wortes ist, was bietet sie den Menschen, wenn sich Worte wieder tiefgründig erschließen lassen und nicht, wie heutzutage nur oberflächlich ausgesprochen werden? Die Gesellschaft befasst sich im Moment größtenteils mit gedankenlos hingeworfenen Sprachfetzen – siehe Facebook und Co. Man redet davon, die Handschrift abschaffen zu wollen. Dabei hat jedes Wort einen tieferen Inhalt, jede Handschrift zeigt den individuellen Charakter des Schreibers.

Manchmal erinnern wir uns an die Gedanken in uns und nehmen sie wahr durch unsere Wahrnehmung.

Im ‚Wort‘ wird das Bild einer besonderen Spaltung der Menschheit dargestellt, wenn nämlich beim Turmbau zu Babel eine Wortverwirrung über die Menschen kommt, weil diese durch die Errungenschaften ihres diesseitigen Denkens und Handels glauben, den Sinn des Lebens zu erfahren.

So ist das auch bei den vielen Religionen: Das Wort verliert seine Einheit, gerät aus den Fugen. Jeder versteht unter den gleichen Worten etwas anderes. Damals entwickelte sich die Menschheit zurück und heute?

Die Menschheit lebt auf wissenschaftlich gestützter Basis, läuft aber jedem Wahn hinterher, seien es Mode, Schönheit oder Sport. In Demonstrationen und Kriegen wird der Mensch zum Messer- oder Stein schwingenden, brüllenden Primitiven, der seine Begehrlichkeiten durchsetzen will. Die vielen Gaffer, die sich am Elend anderer weiden und gar nicht wissen, was sie da tun. Die Geldgier kennt keine Grenzen, denn es gilt nicht das Wohl der Allgemeinheit, sondern lediglich das eigene. Reisen ohne Grenzen, um die eigene primitive Kultur in die Welt zu tragen, Kinder schänden, mit Unterstützung der frommen Kirchenleute; überall Blut, Krieg und Spiele. Weltweit hungernde Menschen und andererseits maßloses Schlachten und Essen von allem was sich bewegt.

So ist die Welt minderwertig geworden. Das Wort bildet den Charakter des Menschen. In den ‚Sozialen Netzwerken‘ haben manche Menschen schon längst ihren Charakter verloren und zeigen anonym ihren wahren. So wird der Sinn der Sprache zerstört. Aber auch der fehlgeleitete Mensch ist im Wesen ‚Mensch im Bilde Gottes‘.  Viele meinen, wir sehen aus wie Er. Hat jemand, der ALLES ist, ein Aussehen? Nein, das würde jeden Rahmen und jede Fantasie sprengen. Gott bildete uns nach seiner Idee. Es braucht viel Geduld, um den edlen Kern unter der Bösartigkeit eines Menschen zu finden.

Einerseits ist so mancher Mensch an geistiger Größe gewachsen, andererseits erscheint mancher hier auf dieser Welt leichtsinnig und beschränkt. Deshalb braucht der Mensch hier Grenzen durch irdische Gesetze.

Mit dem Verlust des Wortes in den Sprachen geht auch die Erinnerung verloren. Mit dem Wort wird das Leben durch die Zeit getragen. Bei verstümmelten Worten und Geschichten kann Verwirrung nicht ausbleiben. Naht ein neuer Weltuntergang?

Das ganze Leben hier ist Gebet. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat sind Teil des Gespräches.

Gehen wir bedacht damit um!

Pfingsten

Christ geht über das Wasser – Julius Sergius von Klever (1850-1924)
Religion ist es, Gott* zu dienen, indem man seiner Schöpfung dient. Religion hat wenig mit den herkömmlichen Vorstellungen dieser Welt zu tun. Religion ist das, was Gott in den Menschen befähigt, sich in deren Leben zu offenbaren. Religion ist das, was die Verbindung zwischen Mensch und Gott und zwischen Mensch und Mitmenschen verstärkt. Religion ist das, was dich dazu bringt, in deine Welt hinauszugehen und zu dienen, wo immer du kannst. Religion ist Dienst, und Dienst ist Religion. Alles andere ist nicht wichtig. 

Wenn der physische Körper abfällt, erweisen sich alle Glaubensrichtungen, für die Menschen lange gekämpft und gestrebt haben, als leer und vergeblich, sinnlos und zwecklos, denn sie haben nicht das Wachstum der Seele gesteigert. Wenn du dich verausgabst im Dienst an andere, wächst deine Seele in Gestalt und Stärke.

*Ich nenne ihn so. Er hat viele Namen.
Die katholische Kirche hat in den ersten Jahrhunderten heidnische Feste umgewandelt und als christliche eingeführt. Darunter fällt auch das Pfingstfest. Das ursprüngliche, alt-ägyptische „chamsin“, arabisch für ‚Fünfzig‘, nämlich die 50tägige Dauer des heißen Wüstenwindes, dessen Anfang von den Juden als „pessach“ (Ostern) und dessen Ende als Wochenfest gefeiert wurde.

Die Opfer für dieses Fest waren von den Priestern vorgeschrieben: Ein 7jähriges Lamm, 2 Brote und 2 Schafe als Brandopfer. Außerdem wurden noch ein Bock für die Sünden des Volkes und 2 weitere für das Wohlergehen des Volkes geopfert.

Geld für die Priester-Kasse, gestern und heute. Die Einfältigkeit des Volkes wurde stets ausgenutzt. Für jedes Orakel gab es Geld. Weissagungen Dritter wurde mit dem Tod bestraft. Um an der Macht zu bleiben, mussten die Priester dem Volk Angst machen.

Schon zu Moses Zeiten wurden Tausende aus dem eigenen Volk geopfert, durch verbrennen, nieder metzeln, aufhängen oder kreuzigen, lebendig begraben oder in den Abgrund stoßen. Moses als Prophet benannte sein Opfer durch ein Orakel und vollzog dieses Todesurteil in der Überzeugung, dass es für das Gemeinwohl notwendig sei.

Die biblischen Gestalten konnten die Verhältnisse des Weltgeschehens nicht deuten. Immer war Glück und Unglück Wirkung unsichtbarer Wesen, deren Wille man sich erdienen musste.

Die Bibel bleibt für jeden denkenden Menschen ein wichtiges Dokument alter Zeit, auch wenn die mit Fälschungen behaftete Theologie, welche von Schriftgelehrten, Priestern, Päpsten und Kaisern beauftragt waren, längst aufgedeckt ist.

Die Schriften sind ein vortreffliches Menschenwerk, den damaligen Bildungsstand widerspiegelnd, erhaben klingend, aber fehlerhaft. Auf keinen Fall sind sie Gottes Wort!

Menschliches Wohlergehen liegt nicht in der Täuschung, sondern in der Erkenntnis.

Markus 1,22: „Und die Menschen waren erstaunt über Jesus Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“ 

Deren vorentworfenen Reden sind tot in sich selbst und beleben keine Seele. Jesus hingegen hat das Feuer in den Zuhörern entfacht und ihren Geist (ihr Bewusstsein) geöffnet, damit sie seine Botschaften verstehen konnten. So ging ihnen ein Licht auf!

In Apostelgeschichte 2 folgt dann ein Zitat aus dem Propheten Joel 2,28:
„Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch.“
Ausgießung des Heiligen Geistes – Quelle: Wikipedia

Fremdbesetzt

Die Schöpfung hat auf dieser Welt festgelegt, dass jedes Lebewesen nur sich selbst offenbaren kann. Wer oder was offenbart sich in einem Aggressor, der andere Menschen und Länder aus reiner Machtausübung beherrschen will? Was oder wer ist er selbst? Jede seiner Äußerungen, jede Tat, auch die, die er von ‚oben herab‘ seinen Untergebenen diktiert, jedes Wort, zeigt, was er selbst ist. Mit jedem Schritt offenbart er sich selbst oder die in ihm wirkenden Kräfte.

Gibt es so etwas wie Besessenheit? Be-geistert sein von seinem Tun, auch wenn es noch so schändlich ist. Bei einem Affekttäter sagt man: „Er war ‚außer sich‘.“ Für einen Moment hatte ein anderer Geist von ihm Besitz ergriffen.

Ich kenne eine sogenannte Schamanin/Heilerin, die ‚behandelte‘ ihre Kranken durch die geistigen Hände des verstorbenen Medizinmannes eines indigenen Volkes. Der trank vor jeder Behandlung mehr als eine Flasche Schnaps. Seltsamerweise wurde die Heilerin selbst davon nicht betrunken, obwohl sie den Alkohol ja für ihn in sich aufnahm. In den Momenten war sie wohl ‚fremdbesetzt‘.

Gewisse Dinge und Machenschaften kann man nicht erklären. Sie übersteigen den ‚gesunden‘ Menschenverstand.

Was sieht ein Mensch im Spiegel? Er sieht sich nur äußerlich, nicht aber in sein Ebenbild. Was wird ein Despot über die Tiefe seiner Seele denken? Er wird nicht wissen, dass der Großteil seines Wesens im Unbewussten liegt. Er spiegelt sich und findet sich und seine Machenschaften gut. Es scheint, er ist nur glücklich, wenn andere Menschen unglücklich sind. Sie alle sind für ihn tote Schachfiguren, eben leblos und uninteressant. Doch müssen sie für sein Spiel leben, in dem er König ist, beschützt von seinem Volk.

Der Tag wird kommen, an dem er fallen wird. Wie ich bereits in meinem Beitrag
http://www.gottes-bilderbuch.de/das-boese beschrieb, wird er alles um sich mit in den Abgrund ziehen. Das Böse wird sich selbst zerstören. Es bekommt im Moment einen Namen.

Die letzten Tage vergingen dramatisch und tragisch für alle Beteiligten. Deshalb befragte ich die geistige Welt über das Pendel. Ich habe die Frage gestellt, ob Putin Atomwaffen einsetzen wird. Wer immer mir geantwortet hat, schrieb mir: „In Deutschland nicht aber in Finnland.“ Wenn Putin alles in den Abgrund ziehen würde, käme wohl Nord Stream 1/2 in Finnland in Betracht. Damit würde er nicht nur Finnland, sondern auch uns sehr schaden, vom atomaren Schaden ganz zu schweigen.

Manches lässt sich noch abwenden, vieles bleibt im Geheimen. Irgendwann wird Putin wissen, dass er nicht die Nummer 1 ist.

Die Zahl 1 ist die göttliche Zahl, die auch allein existieren würde, ohne andere Zahlen. Die Zahl 1 ist unteilbar und ewig. Nullen werden zu Hunderttausenden, wenn man sie hinter die Eins stellt. Umgekehrt bleibt nichts, würde man die Eins auslöschen. Erst die Eins danach das Viele. Nummer 1 ist Gott, dann die Welt und dann die Geschöpfe.

Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist…

(Matthäus 22,21)
Paul Troger (1698-1762)

Seit Jahren beschäftigen mich verschiedene Themen. Der Inhalt der Bibel interessiert mich, aber dies ist geradezu unerschöpflich und an manchen Stellen fragwürdig.

Ist Deutschland ein weltliches Land oder vielleicht doch ein kirchliches?

Wieso verschwendet der Staat immer noch Milliarden an Steuergeldern für religiöse Zwecke? Damit meine ich nicht die Kirchensteuer, die nur die Mitglieder der Glaubensgemeinschaften zahlen. Ob man nun einer Kirche angehört oder nicht, ALLE zahlen die Gehälter des Klerus. Die Begründung dazu ist absurd, denn diese Entschädigungen werden wegen des Reichsdeputationshauptschlusses aus dem Jahre 1803 gezahlt.

Der gesellschaftliche Einfluss der Kirchen ließ nach und beeinflusste das gesellschaftlichen Leben Europas (Säkularisierung) weniger. Der Klerus verlor die Bedeutung ihrer soziologischen Sonderstellung, jedoch hat er immer noch eine Sonderstellung hier in Deutschland. Deshalb werden kriminelle Machenschaften der Priesterschaft immer noch von den Kirchen geschützt. Männer mit pädophilen Neigungen entziehen sich nach wie vor der Gerichtsbarkeit des Staates.

Die Verwicklung von Kirche und Staat sind in Deutschland immer noch viel enger als in anderen christlichen Ländern. Obwohl ich nicht bereit bin, Gehälter des Klerus zu zahlen, muss ich das widerwillig hinnehmen. Diese vielen Milliarden Euro sollten besser für andere Dinge ausgegeben werden.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, weshalb mich das Thema Religion so sehr interessiert: Der Antisemitismus hierzulande und in Staaten mit christlicher und muslimischer Gesinnung. Leider ist die Judenfeindlichkeit, die alle nach dem Holocaust und Hitlers Niederlage für überwunden hielten, wieder aufgeflammt. In asiatischen Ländern findet man diesen Antisemitismus kaum. Wieso also hier?

Wo muss ich nach einer Erklärung suchen? Jesus war Jude, ebenso wie seine Anhänger in damaligen Zeiten. Es gibt keinen christlichen Jesus, nur einen jüdischen. Die katholische Kirche hat Jesus als erste Sekte (für mich ist sie eine!) zum Sündenbock gemacht. Die ‚bösen‘ Juden hatten in der biblischen Geschichte Barabbas freigesprochen und Jesus gekreuzigt, nachdem sie ihn kurz vorher in Jerusalem bejubelt empfangen hatten.

Die Macht der Kirche bereitete dem Judentum einen Albtraum. Juden wurden aus den Gilden ausgeschlossen und ihnen die Ausübung angesehener Berufe verboten. Ihnen blieb der verpönte Geldverleih gegen Zinsen. Sie wurden als Wucherer angefeindet und gemieden, mitunter als ‚Verräter Christi gegen Geld‘ beschimpft.

Der Ausspruch „Judensau“ stammt von Martin Luther; das Relief am Eingang der Kirche in Wittenberg ist heute noch zu sehen. Juden wurden gefangen, gefoltert und hingerichtet, ganze Gemeinschaften vertrieben.

Alle Kirchen haben dies Feuer geschürt und gegen die jüdische Bevölkerung gehetzt, wo sie nur konnten. Die Dämonisierung der Juden sollte aufrechterhalten bleiben. Man predigte von einer „verfluchten Nation“. Man duldete sie als „fremd“, sprach ihnen alles Menschliche ab. Sie galten als Urheber des Kapitalismus, es eilte ihnen ihr Ruf als Geldverleiher voraus. Verschwörungstheoretiker gab es damals wie heute.

Die Rassentheorien und der Mythos von jüdischen Christusmördern waren eine tödliche Mischung.

Die Päpste der alten Zeit machten mit Hilfe von Paulus, aus dem historischen Jesus von Nazareth, den mythischen Jesus der Christenheit.

Jesus hatte immer auf seine Tora-Treue verwiesen. Sah er sich selbst als der Messias, als Befreier von den römischen Besatzern – als König der Juden? Diese Ansichten waren für die Römer Hochverrat und wurden mit der Kreuzigung bestraft. Jesus geriet in Auseinandersetzungen mit den Besatzern, den Sadduzäern und dem Hohepriester, der in römischen Diensten stand.

Das Christentum entstand durch Paulus, nach Auflösung der jüdischen Jesus-Bewegung, mit dem neuen Plan eines vergöttlichten Jesus.

Zu Paulus ein anderes Mal mehr…

Der Staat sollte endlich damit beginnen, die schädlichen Mythen zu neutralisieren, indem von Religion nur noch die historische Bedeutung gelehrt wird. In einer Demokratie ist es Pflicht, Kirche und Staat zu trennen und die Steuereinnahmen nicht an die Kirchen zu verschwenden.

Jeder Mensch kann ohne den Einfluss einer Kirche an Gott glauben und nach seinen Geboten leben.

Vom Töten der Kinder

Zur Weihnachtsgeschichte

Heutzutage ist es leider nicht verwunderlich, wenn Menschen die Weihnachtsgeschichte um die Geburt Jesus nicht mehr kennen. Für viele ist Weihnachten ein Jagen nach Geschenken, gutes Essen und das Beisammensein mit der Familie.

Sie wollen von den biblischen Überlieferungen nichts wissen, weil der Zeitpunkt der Historie gar nicht stimmen kann. War es im Dezember, als Maria ihr Kind zur Welt brachte? Spielt das eine Rolle?

Maria steht in der Bibel und im Koran als Jungfrau, d. h. als eine Frau, der noch nie ein Mann beigewohnt hat. Das klingt unglaubwürdig. Der Heilige Geist, also Gott, soll ohne Beischlaf ein Kind gezeugt haben. Die Kirchen stellen dies als Besonderheit dar. Aber ist das nicht immer so?! Gott schenkt Leben mit jedem Kind, das hier auf Erden geboren wird. ER ist das Leben! Es entspricht leider immer noch der männlichen Auffassung, dass eine ‚unbenutzte‘ Frau mehr Wert ist als eine entjungferte.

Es sind nur Bilder, die uns die Heiligen Schriften zeigen wollen. Man muss ein paar Schritte zurücktreten, um diese genauer betrachten zu können.
Etwas ganz Neues sollte entstehen, wie ein weißes Blatt Papier, das beschrieben werden muss. DAS wurde mit der ‚unbefleckten Empfängnis‘ dargestellt. Mit Jesus ist ein neuer Geist geboren, der die ganze Welt beseelen sollte und genau das ist geschehen.

Die frohe Botschaft von Jesus Geburt wird überschattet von einer schrecklichen Geschichte: Herodes ließ alle bis zwei Jahre alten Knaben töten, aus Angst, seine weltliche Macht zu verlieren. Joseph, wurde im Traum vom „Engel des Herrn“ aufgefordert, mit Maria und dem neu geborenen Kind nach Ägypten zu fliehen und dort zu bleiben, bis Herodes gestorben sei.

Diese schreckliche Geschichte der Bibel zeigt ein grausames Bild, das Historiker bislang nicht bestätigen konnten. Wie denn auch? Es sind nur Bilder, in denen sich eine ähnliche Geschichte des Alten Testamentes wiederholt!

Wenn Kinder neu geboren werden, sind sie noch sehr mit dem Jenseitigen verbunden, mit der Sphäre, die uns der „gesunde Menschenverstand“ im Laufe des Lebens immer wieder auszureden versucht. Kleine Kinder „sehen“ aus dieser jenseitigen Verbindung heraus oft viel mehr, als Erwachsene es wahrhaben wollen.

Biologisch stammt der Mensch von seinen Eltern ab, aber seine Seele stammt von Gott ab, aus einer astralen Welt, die der Mensch nicht sehen kann. Das Weltliche, Materielle, wird in der Bibel immer als ein Bild von Ägypten gezeigt. Nach der Geburt geht die Seele in die Verbannung – nach Ägypten – solange, bis sie gar nichts anderes mehr kennt.

Das, was wir als Seele bezeichnen, ist der Bereich des Kindes, ganz gleich wie alt der Mensch auch sein mag. Dieses Kindsein bildet die Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits.

Auch heute noch tötet König Herodes die Kinder zur Zeit der Geburt des Erlösers im übertragenen Sinn. Dazu geht er in jedes Haus! Das bedeutet, ganz gleich, ob der Mensch 100 Jahre alt ist oder nur 20 oder 50 – sein inneres Kind wird getötet und von der jenseitigen Sphäre getrennt. Fortan kann der Mensch nicht mehr verstehen, weshalb die Welt so gegensätzlich ist. Es macht alles keinen Sinn mehr. Gott scheint dann fern und fremd zu sein. Die Welt des Materiellen (Herodes) tötet das Kind (die Seele) in uns!

Jesus muss als KIND geboren werden, weil er den Eintritt vom Jenseits ins Diesseits miterleben muss. Er bleibt jedoch vom Herodes-Mord verschont, weil ihn das Weltliche nicht bezwingen kann! (ein Bild)

Der Weg nach Ägypten, im Hebräischen: „nach unten“, ist demnach der Weg eines jeden Menschen, und die Erlösung fängt eigentlich dort an.*) Gott schenkt uns die Erlösung aus Ägypten, indem er – im übertragenden Sinn – selbst den Weg nach unten geht. Sein Heiliger Geist geht, um sich selbst in jedem Menschen zu opfern, damit wir ihm wieder näherkommen können.

Himmel und Erde verbinden… das Erkennen dieser Einheit ist das Glück des Lebens und dessen Sinn.

*)Zitat Züricher Bibel: „Und er (Jesus) sagte zu ihnen: Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.“ (Joh 3,31; Joh 17,14; Joh 18,36)

Über die Weihnachtsgeschichte

Kaiser Augustus 63 v. Chr. – 14 n. Chr.

Volkszählung in Syrien

Ich möchte über die biblische Geschichte vor ca. 2000 Jahren schreiben. Gerade sie ist so manchem Verstandesmenschen der Anlass zum Glaubensabfall. Es steht geschrieben (Züricher Bibel):
„Es begab sich aber in jenen Tagen, dass vom Kaiser Augustus ein Befehl erging, dass der ganze Erdkreis sich einschätzen lassen sollte…“ Luk 2,1

Da gibt es Gelehrte, die das in der Bibel Erzählte in einen anderen Bereich historischer Realität zwingen wollen. Alles zeitlich Fixierte muss wissenschaftlich nachweisbar sein. Hierin liegt das Böse, das seinen Machtanspruch im Zeitlichen erhebt. Die Wissenschaft will sich der Einmaligkeit des Menschen Jesus entledigen, obwohl sie einsehen muss, dass seine Geistesströmung bis in die heutigen Tage fortbesteht.

So wird behauptet, dass die Volkszählung zu einem viel späteren Zeitpunkt stattgefunden hätte, als zu Jesus Geburt.

Es war eine dunkle Zeit, in die Jesus hineingeboren wurde. Eine Welt voller Grausamkeiten, in der das jüdische Hohepriestertum neben dem römischen Imperium regierte, lange nachdem Ägypten endgültig seine Unabhängigkeit in der antiken Welt verloren hatte.

Kurz vor Jesus Geburt erhielt der römische Kaiser Augustus den Titel Pater patriae, was bedeutet „Vater des Vaterlandes“. Augustus, von dem man sagte, dass er stets als Sohn seines vergöttlichten Vaters Cäsar auftrat, ging damals neue Wege. Der Kaiser, der sich als Herrscher über die Ostprovinzen üblicherweise in religiöser Verehrung anbeten ließ, verbot sämtliche Kulthandlungen, die sich rein auf ihn als Person bezogen.

Er wollte das Finanzwesen reformieren, was ihn veranlasste, die Provinzen des römischen Herrschaftsgebietes einer gründlichen Steuerprüfung zu unterziehen. Dies geschah, als Quinctilius Varus Proconsul in Syrien war.

Für die jüdische Bevölkerung war der ihnen auferlegte Zensus ein Gräuel, weil die Abgabe ihre Freiheiten beschnitt und die römische Staatskasse füllte. 7/6 v. Chr. bis 5/4 v. Chr. war Varus kaiserlicher Statthalter von Syrien.

So nahm der damals im Dienste des Varus stehende Publius Sulpicius Quirinius die 1. Zählung in Syrien und Palästina vor.

Quirinius übernahm als Nachfolger des Varus die Statthalterei Syriens und musste nun Judäa in eine Provinz des römischen Reiches umwandeln. Die Geburt Jesus fällt genau in diese Zeit.

Eine 2. Zählung folgte zehn Jahre nach dem Tod des Herodes, nachdem dessen Sohn Archelaus verbannt worden war. Der Regierungsantritt Archelaus dient zur Datierung der Rückkehr Jesu, Marias und Josefs aus Ägypten nach Nazareth, wohin sie vor dem Kindermord in Betlehem geflohen waren.

Das Volk, das bereits lange unter dem Druck der Herodes Herrschaft gelitten hatte, der sich die römische Oberherrschaft in der Provinz zu Nutzen machte, sah sich nunmehr einer noch viel stärkeren Macht und Willkür ausgesetzt. Das römische Joch wurde rücksichtslos auf die Bevölkerung gelegt, um es zu erniedrigen und Befehlsgewalt auszuüben. Auf Varus Befehl wurden 2000 Juden ans Kreuz geschlagen, eine Strafe, mit der Rom schwere Verbrechen wie Rebellion oder Hochverrat ahndete. Eine solche Bestrafung war nur für Ausländer vorgesehen, nicht für die Bürger des römischen Reiches.

Das Judentum erwartet bis heute sehnsüchtig den in den alten Schriften angekündigten Messias, der sie aus der Unterdrückung befreien soll. Der Heiland, den sich die Hohenpriester erhofften, war ein weltlicher Messias, der ihnen ein Leben in Fülle erstreiten sollte. Sie merkten gar nicht, wie sehr sie sich durch ihr Begehren dem „Herrn der Welt“ geöffnet und ihre Seelen dem Geistigen verschlossen hatten.

Es gibt hierzulande noch Gemeinschaften, die sich diesem Glauben angeschlossen haben. Besonders die aus Amerika kommenden Fundamentalisten warten seit langem auf den Weltuntergang und die Machtübernahme durch den Messias, der dann das Paradies auf Erden errichten wird. Sie würden erfreut sein, wenn dann die Masse der sündigen Menschheit vernichtet würde und dies als Gottes Wille ansehen.

Sind das christliche Gedanken?