Pfingsten

Allen Besuchern meiner Seiten mit herzlichem Dank!

John William Waterhouse (1849-1917)

Nun schmückt sich zu dem Fest der Pfingsten
mit frischen Blumen jedes Haus,
selbst in den Hütten der Geringsten
sieht’s heute feiertäglich aus.

Die allerärmsten Siebensachen
verklärt ein Hauch von Poesie,
auf frischen Lippen liegt ein Lachen
und eine heitre Melodie.

Da draußen blumenreiche Auen
und Lust und Leben weit und breit
und rings, wohin die Blicke schauen,
nur Glück und Daseinsfreudigkeit.

Und unter all dem Jauchzen, Klingen,
inmitten froher Festtagslust,
da will’s auch mich zum Liede zwingen,
als Dankgebet aus voller Brust.

Marie Paschke-Diergarten
(1870-Sterbedatum nicht bekannt)

Zur Ausgießung des Heiligen Geistes am Pfingstfest

Pentecost – El Greco (1541-1614)

Apostelgeschichte 2, 17:

„Und es wird geschehen in den letzten Tagen“, spricht Gott, „da werde ich ausgießen von meinem Geist über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Greise werden Träume träumen.“

Apostelgeschichte 2,3-4:

Und es erschienen ihnen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer und es setzte sich auf jeden unter ihnen. Und sie wurden alle mit dem heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Zungen zu reden, wie der Geist ihnen auszusprechen gab.

Jesus hat das Feuer in den Zuhörern entfacht und ihren Geist (ihr Bewusstsein) geöffnet, damit sie seine Botschaften verstehen konnten. So ging ihnen ein Licht auf – sie waren Erleuchtete!


Friedrich Weinrebs Erklärung des Wortes “Israel”:

“Israel” ist ein Synonym für einen spirituell oder religiös “erleuchteten” Menschen, und diese “Erleuchtung” hat mit der persönlichen Einstellung eines Menschen zur Welt und zum Leben zu tun und nichts mit der Abstammung, Sprache, Kultur oder konfessioneller Angehörigkeit.

“Israel” hat also mit dem Staat Israel, mit Judentum etc. nichts zu tun. Deshalb sind Israelis genauso wenig als “Israeliten” (Erleuchtete) zu betrachten, wie das christliche Abendland, als eine Ansammlung von Christen, was ja auch nichts anderes bedeutet, als im Christusbewusstsein Erleuchtete.

Ostern und Pfingsten

Pfingsten – Ausgießung des Heiligen Geistes – Rabbula-Evangeliar 586

Was machen die Menschen aus Gott? Für mich ist es bedauerlich und abscheulich, Gott für all das Böse auf der Welt verantwortlich zu machen, obwohl es immer ‚nur‘ die Menschen waren/sind, die sich oft auf bestialische Art und Weise an anderen Völkern vergehen und vergingen.

Hier ein einfaches Beispiel, obwohl es das Osterfest betrifft: So sagten die Juden: Gott befahl einen Widder zu schlachten, weil die Ägypter diesen verehrte. Die Christen hingegen bezeugen einmütig, das Opferlamm sei ein Vorbild des Opfers Christi gewesen.

Woher stammen die Überlieferungen von Jesus Kreuzigung, die aussagen, ihm seien die Beine nicht gebrochen worden? Joh 19,36: Dies ist nämlich geschehen, damit das Schriftwort erfüllt würde (Ps 34,21): »Es soll kein Knochen an ihm zerbrochen werden.«

Allgemein war es üblich, dass die römischen Soldaten die Beine der Leidenden brachen, damit diese schneller sterben konnten.

So machen auch die Verse 4. Moses 9,12 und 2. Moses 12,46 einsichtig, dass beim Pessach (Frühlingsfest/Ostern) die Knochen des Opfers unzerbrochen bleiben sollten.

Die Tatsachen wurden auf üble Art und Weise verdreht und zu Kirchenzwecken verwendet, wahrscheinlich auch zur Schaffung des ‚Neuen Testamentes‘.  

So behaupteten die ägyptischen Priester, dass ihre heiligen Schriften von Thot (dem Gott der Weisheit) herstammten, der durch das Wort erschafft.

Thot – Gott der Weisheit wird zum Schöpfer durch die Macht der Worte. Auftraggeber dazu ist Re.
Thot bleibt ihm aber untergeordnet.

Joh 1: „ Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott…“

Die Hellenen nahmen ihn als Logos in ihren Glauben auf ; die Christen verbanden ihn mit dem Heiligen Geist, welcher die Menschen zum Weissagen befähigte und zur Verrichtung von Wundern.

So verfestigte sich diese Vorstellung bei den katholischen Priestern, die damit den Heiligendienst ausbildeten und den Einklang zur Offenbarung sahen. Diese Annahmen wurden dann auch von der Evangelischen Kirche vertreten, um die Glaubwürdigkeit der neuen Religion zu unterstreichen.

Vom Ursprung des Pfingstfestes

„Und sie (die Menschen) erstaunten über seine (Jesus) Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“ – Mar 1,22

Deren vorentworfenen Reden sind tot in sich selbst und beleben keine Seele.

Jesus (Gott) hingegen hat das Feuer in den Zuhörern entfacht und ihren Geist (ihr Bewusstsein) geöffnet, damit sie seine Botschaften verstehen konnten. So ging ihnen ein Licht auf!

In Apostelgeschichte 2 folgt dann ein Zitat aus dem Propheten Joel 2,28:

„Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch.“

Die katholische Kirche hat in den ersten Jahrhunderten heidnische Feste umgewandelt und als christliche eingeführt. Darunter fällt auch das Pfingstfest. Das ursprüngliche, alt-ägyptische chamsin bedeutet Fünfzig, nämlich die 50tägige Dauer des heißen Wüstenwindes, dessen Anfang von den Juden als pessach (Ostern) und dessen Ende als Wochenfest gefeiert wurde.

Priester und Opfer! Die Opfer für dieses Fest waren von den Priestern vorgeschrieben: Ein 7jähriges Lamm, 2 Brote und 2 Schafe als Brandopfer. Außerdem wurden noch ein Bock für die Sünden des Volkes und 2 weitere für das Wohlergehen des Volkes geopfert.

Das brachte Geld in die Kasse, gestern und heute. Die Einfältigkeit des Volkes wurde stets ausgenutzt. Für jedes Orakel gab es Geld. Weissagungen Dritter wurde deshalb mit dem Tod bestraft. Um an der Macht zu bleiben, mussten die Priester dem Volk Angst machen.

Schon zu Moses Zeiten wurden Tausende aus dem eigenen Volk geopfert, durch verbrennen, nieder metzeln, aufhängen oder kreuzigen, lebendig begraben oder in den Abgrund stoßen. Moses als Prophet benannte sein Opfer durch ein Orakel und vollzog dieses Todesurteil in der Überzeugung, dass es für das Gemeinwohl notwendig sei.

Die biblischen Gestalten konnten die Verhältnisse des Weltgeschehens nicht deuten. Immer war Glück und Unglück Wirkung unsichtbarer Wesen, deren Wille man sich erdienen musste.

Die Bibel bleibt für jeden denkenden Menschen ein wichtiges Dokument alter Zeit, auch wenn die mit Fälschungen behaftete Theologie, welche von den Päpsten und Kaisern beauftragt waren, längst aufgedeckt ist.

Die Schriften sind ein vortreffliches Menschenwerk, den damaligen Bildungsstand widerspiegelnd, erhaben aber fehlerhaft. Auf keinen Fall sind sie Gottes Wort!

Menschliches Wohlergehen liegt nicht in der Täuschung, sondern in der Erkenntnis.