Erfindergeist

Leonardo da Vinci (1452-1519)

Wahrnehmung und Empfindung,
dem Geiste abgerungen,
nicht endende Verbindung,
von Raum und Zeit durchdrungen.

Ein Netzwerk der Ideen,
belebte Fantasien,
globales Zeitverstehen,
kosmische Energien.

Universales Leben,
mit frischem Geist erschaffen,
erwachende Gedanken,
die Zukunft leichter machen.

Erfindergeist in Zeiten,
wo vieles noch verborgen;
den neuen Weg bereiten,
der Welt von Übermorgen.

Die Grenzen überschreiten,
geheimnisvoll und groß,
wie Schöpfer Samen streute,
einst in den Erden Schoß.

Keime der Himmelsführung,
Wurzeln im Heimatbild,
Bewusstsein der Berührung,
die allen Menschen gilt.

Leonardo da Vincis vitruvianischer Mensch

Beginn und Ende

Hans Andersen Brendekilde (1857-1942)

Die Woche beginnen mit sanften Klängen,
die, wie Blumenwiesen auf grünen Hängen,
die duftigen Bilder und Töne uns zeigen,
die, wie wallende Nebel aus den Mooren steigen,

Mit freudiger Achtung den Tag beginnen,
ihn heilig machen, wie ein himmlisches Schwingen.
Und liebend empfangen die Sonne am Morgen,
die Stunden betrachten in Glück oder Sorgen.

Die Bläue des Himmels als Geschenk erachten;
auch im Alter den Körper als solches betrachten.
Mit goldener Flamme einst himmelan fliegen,
um schweigend in den Armen des Schöpfers zu liegen.

Mensch

Bild: Karin M.

Einst reiner Geist,
im Reich der Glückseligkeit.
 
Frei war dein Wille,
ummantelt vom Willen des Schöpfers.
 
Du strebtest nach gänzlicher Freiheit
und Schöpfung im eigenen Reich.
 
Dein Hochmut
zahlt Tribut an den Tod,
denn dein Körper ist sterblich.
 
Ewig dein Sehnen
nach deiner geistigen Heimat.
 
Liebe ist Leitstrahl
zurück zum Hause des Vaters.
 
Steinig und leidvoll der Weg
durch die Dualität.

Leitet Verstand und Gefühl
zu göttlicher Harmonie.