Es wiegt so schwer, so unheilig und schlimm, dass es zwar untergeht im Sog der Zeit, doch wie ein Steinwurf, der an Wasserflächen reibt, noch Kreise zieht, wenn er zum Abgrund treibt.
Selbst längst versunken auf den tiefen Grund, zittert die Schwingung immer noch im Raum; um kreisend die Bewegung aufzubauen, die nach Beschränkung ihres bösen Sinns, mit starker Kraft dem Übel Einlass bot. Ein tiefes Paradoxon steht im Raum. Verwerflich scheint zunächst sein Gastgeschenk: Böses treibt Mensch, bis er zum Guten lenkt.
Anlehnung an den Satz „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Er stammt aus Goethes Faust und wird von Mephisto gesprochen.
Mephisto, der Teufel, will zwar das Böse bewirken, doch seine Handlungen führen oft unbeabsichtigt zum Guten. Das bedeutet, dass negative oder destruktive Kräfte im Leben manchmal positive Veränderungen bewirken können. In diesem Kontext wird gezeigt, dass selbst das, was als böse oder schädlich gedacht ist, am Ende zum Guten beitragen kann – etwa durch das Auslösen von Bewegung, Entwicklung oder Erkenntnis.
Ich wandre durch die Welten, bewusstseinsblind geboren, kenn nicht den Weg. Mit vielen Steinen ist er dicht belegt, es freut und schmerzt zugleich, ihn zu durchschreiten. Niemand geht leichten Fußes, ohne Leiden.
Nur eine Ahnung wacht; in mir, ein Urvertrauen.
Das Blut in meinen Adern ist ein Fluss, der altes Wissen in sich trägt und einen Geist, der Wahrheit finden muss. Durch alle Zeitenflüsse treibt sie ihn, denn alle Lebensgeister sind aus ihm.
Ob Moses Volk einst auszog aus dem Land der Pharaonen, durch Sturmesfluten und durch Wüstenschwere, nun trägt auch mich die gotterfüllte Lehre.
Gefahren trotzend geht mein Blick nach oben, wo ich, von Sonnenhand erhoben, bestaun den Bogen, bunt, wie ein Kristall. Wann immer ich ihn sehe, ist er Kompass mir. Mein Ziel erreichen, will ich, dort und hier.
Was Mensch aus Gott gemacht, in Kirchen und Gedanken, Es ist nur ein falsches Bild. Es wird vergehen, wie die Gewohnheit irdischer Belange, ganz ohne Rasse, Nationalität, im lichten Land befreit sein wird, verweht.
Wo sich die Seelen finden, körperlos und fern der Zeitenflüsse, wo Gut und Böse sich zur Harmonie verbinden, da ist mein Ursprung, möcht' ihn wiederfinden!
Singen möcht’ ich, helle, reine Töne, in die missklangreiche Welt hinein. Möcht‘ ihr bringen, was den Geist verschöne, Dur und Moll im Lied vereinen.
Wie die Vogelstimmen, die am Morgen Tag und Sonne freundlich singend grüßen, möcht‘ mein Lied, die allergrößten Sorgen wandeln, dass sie schnell vergehen müssen.
Auf dem Blütenteppich bunter Träume, unter Bäumen, deren Kronen rauschen, soll die grenzenvolle Welt der Zäune meinen hellen Liedern lauschen.
Die Akkorde möchten aufwärts schwingen, wie die Wolken, die um Berge kreisen. Augenschließend werden sie erklingen, wie ein Schiff durch Wolkenmeere reisen.
Um ein notenreiches Werk zu singen, hebt die Menschheit sich vereint zum Chor. Bleibt es nur ein Traum? – Ein hehres Ringen bringt das allerschönste Lied hervor.
Das Jubeln der Menschen vom Frieden auf Erden, bedarf der Gemüter sanftem Erblühen, deren höherer Sinn nur ihr eigenes Werden, wie geschlossene Blüten ziehen sie dahin.
Sie kommen und gehen den Gang ihres Lebens, unachtsam für das, was um sie geschieht; erkennen erst spät, wie sinnlos ihr Streben, leichtfertig, was vor dem Ernsthaften flieht.
Und reiten sie mit auf finsteren Wellen, die vorbildlich scheinen in ihrer Macht, werden sie untergehn mit den Gesellen, die so glanzvoll erscheinen in ihrer Pracht.
Sie werden niemals den Duft erfahren, dessen Süße und Sanftheit die Seele erweckt, wenn die Blüte, geöffnet nach all den Jahren, ihre leuchtende Seele zum Himmel streckt.
Ich sehe die Welt am Abgrund stehen, harrt dort aus mit wehenden Fahnen. Ich weiß, noch weiter darf sie nicht gehen, denn die Tiefe kennt kein Erbarmen.
Generationen liegen in ihr begraben, suchten Schutz durch weltliche Götter; gefallen sind nicht nur Krieger, es starben auch Fromme, Heuchler und Spötter.
Was gelebt, ist vergangen, zu Erde geworden - der Prozess ist nicht nur eine Fabel. Die Menschheit, im Elend neu geboren, baut auf Trümmern ein neues Babel.
Größer gebaut auf dem Friedhof der Welt, in vom Wind umkreisten Höhen; arglos sind sie, bis das Bauwerk zerfällt, begraben mit hämmerndem Dröhnen.
Machtkampf geht weiter – ein ewiger Krieg; Forschung schuf Selbsttötungsmaschinen. Atomenergie hat die Menschheit als Waffe besiegt und sie dafür als zu unreif beschrieben.
Wie die Lemminge stehn sie und warten darauf, dass zwischen Furcht und triebhaftem Verlangen der Erste über die Klippe geht, um Einsicht im Fall zu empfangen.
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