Durch Zweifel kommen wir zur Wahrheit Tarotkarte „Der Eremit“
Das Ego ist der Herrscher deiner Seele, der Glaube an das Ich, dein Selbstvertrauen, Bewusstsein, deines Lebens Öllaterne, Erleuchtung zündend am Erkenntnisbaum.
Aus hoher, hehrer Sphäre der Gedanken, füllst du die Früchte deiner Wahl ins Füllhorn ein, dort wächst beseelter Same an den Ranken und lässt das Fühlen dir erquickend sein.
Du bildest deinen eignen Garten Eden, hervorgebrachte Pracht und Harmonie, dort, so von Gott erfüllt, auf allen Wegen, beherrscht die Demut dich und Fantasie.
Gott, Du bist die Ewigkeit, die endlos seit dem Anfang uns umschließt. Der in seiner Herrlichkeit, die Gnade „Leben“ in uns gießt.
Wenn unsrer Hoffnung Sicht zerbricht, geb‘ unsrem Geiste Kraft und Licht. Lass unsern Glauben Hüter sein, beschütze unsrer Liebe Schein, die von dem großen Himmelslicht ein Abglanz ist. – Herr uns gebricht die Kraft, der Mut – mit Dir im Herzen sind wir gut, doch gehen wir ein Stück allein, herrscht Dunkel dort. Denn unser Sein, es ist Dein Wort,
als dessen Klang Gestalt gewonnen, wohl unter hohen, lichten Sonnen in biblischer Vergangenheit, die uns allein erscheint so weit.
Bist nur gedankenweit entfernt, den Ton zu finden, den wir einst gelernt, der die Verbindung spürt, die Gegenwart. Zeitlos bist Du, der immer bei uns harrt.
Dein Wort, das einst durchs All geklungen, es ist ein Ruf, der längst zu uns gedrungen. Es ist ein langer Weg in reinem Sein, ein Widerhall zurück zu Dir allein.
Der die Zeiten wandelt und sie lässt verwehen, lass uns alle Deine Wunder sehen. Öffne uns zu Hause Deine Tür, dieses Wissen gib uns tröstlich hier.
Du klingst in uns, so lass uns für Dich klingen, auf dem Nach-Hause-Weg will ich Dir singen!
Die ‚heilige‘ Agnes von Rom (237-250) soll mit ca. 13 Jahren den Märtyrertod gestorben sein, weil sie die Ehelosigkeit um Christi Willen und somit ihre Jungfräulichkeit verteidigte.
Mich hat die Legende um ihre Person erschüttert. Auch Heilige waren Menschen, die irrten und fanatisch in ihren Ansichten waren. Ob die vielen ‚heilig‘ gesprochenen Menschen dem auch entsprachen? Das mag Gott alleine entscheiden.
Frank Cadogan Cowper (1877-1958)
In meiner Not gibst Du mir Stärke, ein schützend‘ Kleid aus Engelshand. Durch Lichtgewand und Wunderwerke reicht mir der stille Gott die Hand.
Wenn böse Energien durchdringen den Bannkreis meines lichten Seins, so können Flammen ihn nicht bringen, den Tod, der mich mit ihm vereint.
Bringst mir, für meine letzte Stunde, ein Unschuldskleid aus Himmelslicht. Bringst bald der Welt die Todeskunde, noch eh‘ der neue Tag anbricht.
The soul of the rose – John William Waterhouse (1849-1917)
Erträumen wir ein Leben wie im Rosengarten, ein Paradies der Phantasie, verwandelt sich das Streben in ein Warten und uns’re Träume werden Ironie.
Bald überdrüssig wird des Müßigganges Bürde, denn fehlen uns des Lebens Tiefen, als ob das Einerlei nie enden würde, werden wir leid, was wir einst riefen.
So nehmet hin das Bittre und das Süße, wenn ihr das eine liebt, tretet das andre nicht mit Füßen. Nur wer im Dunkeln steht, ersehnt das Helle; wer nur im Glücke schwebt, tritt auf der Stelle.
Wer reinen Herzens sucht, sucht nicht vergebens. Such nach den Quellen, tief in dir vergraben, Du findest Quellen reinen Lebens, so schöpf aus ihnen ihre heil’gen Gaben.
Verhüllt liegt unsre Zukunft, weltverborgen, und um uns webt der lichte, helle Morgen, die weißen Zauberschleier in den Tag.
Am Abend wirft die Nacht die langen Schatten und legt sich auf des Tages Lasten nieder; leise raunt die Natur die alten Lieder, auf den Rabatten.
Die Weise, die erklingt, so fern der Nöte, sie schwebt zum Wohle aller durch die Nächte, als ob sie allem Übel Tröstung böte und Freunde brächte.
Wer hoffend lauscht, den wird der Segen finden, er eilt von Herz zu Herz, wie ein Gebet. Den rechten Weg, wirst du ergründen, wenn deine Seele es erfleht.
Wenn du die Liebe fühlst, so ganz durchdrungen, dann öffnest du dich deinem Gott in dir. Folge der Stimme, voll Vertrauen, unumwunden, öffne die Tür.
Glücklos waren manche Tage, tränenreich, die Nächte lang. Einer Dornenkrone Plage war die Überwindung dann.
Auferstanden aus Ruinen, aus der Asche Neubeginn. Menschen wählen Licht und Schatten, schmerzensreich des Lebens Sinn.
Glücklich zählen sich Erlöste, die in Christus auferstehen. Doch wer Falsches sucht, der tröste sich mit Werden und Vergehen.
Menschen tragen Lust und Not, unbeschwert und unbelehrt, kreisend durch Geburt und Tod, sind sie nur zurückgekehrt.
Irgendwann des Wanderns müde rebelliert der alte Geist, und er sucht des Auswegs Trübe, der den Weg „Erlösung“ weist.
Schmerzensreich ist diese Krone, jubelnd nimmt er sie nun an. Nicht als Sühne – nur zum Lohne, dass Erlösung werden kann.
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