Du stehst im Dunkeln – unerkannt, verborgen dein Gesicht. Nie wird dein Name mir genannt, und wie ein Schatten tauchst du aus dem Licht.
Wer bist du, unbekanntes Wesen, nach dem mein Herz so sehnend dürstet? Wartest du schlummernd, bis die Zeit gereift? Siehst du nicht, wie sie gnadenlos ergreift mein klagend Leben? So wird sich bange Sehnsucht in die Stunden weben und mich verzweifeln lassen an der Seeleneinsamkeit.
Ich bitte dich, oh Zeit, nimm mir die finst’ren Qualen und zeig im Licht, was du mir vorgesponnen!
Wird neue Liebe mir den Ausgleich zahlen, für das Vertrauen, das sie einst genommen?
Die Zeit der großen Freude ist noch fern, alsdann sucht man sie in den kleinen Dingen. Bis eine neue Liebe aufgeht wie ein heller Stern, werden Alltäglichkeiten uns zum Lächeln bringen.
So fremd sind uns historische Epochen, so grausam das Geschehen mancher Zeit. Ein Lidschlag war’s und 100 Jahre krochen, so wie ein Windhauch durch die Ewigkeit.
So manche Seele hat die Zeit verschlungen, doch auch so viele neu der Welt geboren, und immer hat der Mensch danach gerungen, den Gott zu finden, den er glaubt verloren.
So viele Hilfeschreie in der Not durchdrangen den Schleier dieser andren Dimension, wo Gottes Helfer menschlich wehes Bangen in Freude wandeln, nur für Glaubenslohn.
So geht der Engel, der dich freundlich leitet, von Ewigkeit zu Ewigkeit mit dir; schützt deine alte Seele Flügel breitend, und bist du einsam, steht er vor der Tür.
So trägt er für dich manche Daseins-Bürde, und oft trägt er auch dich auf seinem Rücken; als wenn die Liebe niemals enden würde, baut er dir ständig neue Himmelsbrücken.
Gehalten von des Mondes fahler Stille, erhellen sie die dunkle Schattennacht, in holden Häuptern ruht ein großer Wille, der Gottes Liebe zaubergleich entfacht.
Sie bringen Mensch und Welt den rechten Glauben, das Schwert der Wahrheit liegt in ihrer Hand; so wie der Wein entsteht aus reifen Trauben, streu’n sie die Blüte „Seligkeit“ aufs weite Land.
Sie legt sich bunt auf graue, triste Mauern, bedeckt das Übel dieser alten Welt; vorbei der Schmerz, vergessen ist das Trauern, wenn auf die Seelen helles Leuchten fällt.
Der Himmel lässt die Geigen hell erklingen, ein feiner Ton entrinnt dem stummen All. Hört ihr von fern die leisen, sanften Stimmen? Bald klingen sie gewaltig, überall!
Gott reicht uns durch die Engel tausend Hände, gibt Zuversicht, die unser Tröster sei; wer danach greift, die alte Wahrheit fände; sie wandelt Angst in Mut, den Tod in Gaukelei.
Mit weiten, unsichtbaren, goldnen Schwingen, entfernen sie den bösen Geist der Zeit, wenn sie der Welt Wahrhaftigkeiten bringen, sieht man durch ihre Augen Ewigkeit.
Sie sind dir nah; schließ deine Augen, spüre! Mit dem Geschenk der Liebe steh’n sie dort; warten schon lang auf Einlass vor der Türe, lass’ sie hinein, schick’ sie nicht wieder fort.
Sie bringen dir die Wahrheit deines Lebens, sie zeigen freudig dir den heil’gen Gral; suchtest du Lebenssinn bisher vergebens, wird die Erleuchtung folgen, überall.
Ein Labyrinth gleicht unsrem Leben, von Hindernissen oft gefüllt, als ob es keinen Ausweg gäbe, stehn wir vor der Barrieren Bild.
Wir rennen an gegen die Steine, die sich in unsren Alltag legen, sind mutlos, wenn die müden Beine nicht Schritt halten auf unsren Wegen.
Nach langen Märschen ohne Ziel müssen wir oftmals eingestehn, dass wir in unsrem Lebensspiel uns manchmal nur im Kreise drehn.
Wir irren durch den Lebensgarten, wie durch ein Dunkel ohne Licht; sehn nicht die Wunder, die dort warten, und neue Wege gehn wir nicht.
Es gilt das Alte aufzugeben, will man das Bessere ergründen; mit Gottvertrau‘n wird man im Leben auch seinen Seelenfrieden finden.
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