Lichter spiegeln sich in schmutzig-nassen Pfützen, gelb und fettig, schmutzig auch und schwer. Helle Häuserfenster können gar nichts nützen. Tore, Hallen hehr und leer.
Liegt der Nebel müde auf den Straßen und der Regen rinnt und rinnt. Menschen sind zu traurig, um sich noch zu hassen, und es hüstelt irgendwo ein Kind.
In den Gärten liegen halbverfaulte Blätter, stehen Bänke, traurig, nass und grau, kommt die Sonne immer seltener und später, nimmt’s der Mond mit Scheinen nicht genau.
Dringt das halbe Tageslicht noch durch den Nebel, trüb und grau und klebrig schwer. Klirrt die Wache schläfrig mit dem Säbel und ein nasser Vogel zittert sehr.
Stehen dürre, hungrige Pferde dampfend da, mit müden Augen. Ganz durchweicht, verstreut auf nasser Erde, kann der Hafer nicht mehr taugen.
An der moderigen Mauer eine nasse Katze schleicht. Mit hervorgekehrtem Pelz ein Bauer schaut, ob ihm das Geld noch reicht.
Wir sind geblieben, ließen dich nach Hause gehn, nun stehn wir hier im Regen, allein lässt du uns stehn mit unsrer Trauer, weil wir nicht begreifen, dass dein Seelenreifen vollzogen.
So bist du uns entflogen, wie ein Vogel aus dem Käfig flieht, wenn er fern das Sonnenlicht am Himmel sieht.
Die liebsten Wünsche begleiten deine Reise und du wirst leise schwebend deine Seele heben, um zu erreichen deiner Sehnsucht unendliches Streben.
Wirst du verbunden sein mit dem, der deinen Namen rief, dann schlafe sanft in seinem Arm und tief.
Es schmerzt so sehr: Ich lese deinen Namen! Er streut mir Salz in meine offnen Herzenswunden. Aus meinem Leben längst verschwunden, bist du… und immer noch kein „Amen“.
Weiß nicht was wird. Hab’ keine Ziele mehr und kein Warum.
Ich sah im Traum dich gehen… abgewandt und stumm, und neben mich trat ein Kapuzenmann in schwarzem Lein’. Seitdem du gingst, steh’ ich mit ihm allein. Der Tod ist gnädig, trotzdem fürcht’ ich ihn. Er ist so kalt und fordert tausend Tränen. Die Einsamkeit quält mich mit wehem Sehnen, und Finsternis liegt mir auf Leib und Sinn.
Weiß nicht was wird. Hab’ keine Träume mehr und kein Wofür. Nicht einmal schautest du dich um nach mir, nicht ein Gedanke mehr für mich…kein Wort!
Die Trauer dieser Welt, ich will sie tragen und fern in alle Winde streuen, ich will sie an den dunklen Tagen, mit hellem Himmelslicht erfreuen, will ihr ein Lächeln zaubern, wenn heiße Tränen rinnen und durch Verzweiflungsmauern den Zweig der Hoffnung bringen, will nie den Mensch vergessen, tief sitzt sein Weltenschmerz, drum pflanz’ ich statt des Leidens nur Liebe in sein Herz.
Ach, könnt‘ ich doch schlafend unter dem Rasen ruhen, von Sonne beschienen und Regen gestreichelt, von erdigen, feuchten Schollen umschmeichelt, könnte nichts Falsches ich tun!
Wollte dich immerzu küssen. Dich berühren müssen war wie ein Trieb, der niemals endend dir Liebe beschrieb, und mein Sehnen nach deinen Augen, die so tief sind wie Seen… du warst all‘ mein Glück, doch Gedanken vergehen.
Ach, könnt‘ ich doch schlafend im All-Eins vergessen, was ich an dir besessen und doch nichts – nur ersehnt! Die Jahre werden schleichen über den Rasen, den keine Blüte je ziert, und das Land über mir, das erfriert. Dann kann ich nichts Falsches mehr tun… so lass mich doch ruhen!
Wie ein Dolchstoß traf mich dieses Wort, wie ein Pfeil durchdrang er Mark und Bein. Aus, vorbei! – Ein kurzer Schlussakkord, klang mir warnend tief ins Herz hinein.
Wo vor nicht allzu langer Zeit Nähe und Verbundenheit bestand, löst nun dieses messerscharfe Wort für ewig unser ‚untrennbares‘ Band.
Nichts blieb mir, nur Leere, Illusion. Abstand halten, wird zur Zukunftspflicht. Trifft mich doch dein harter Liebeslohn wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht.
Deiner Liebe hab‘ ich blind vertraut, doch sie war ein langes Trauerspiel. Wo normal sie Zukunftsschlösser baut, hattest du nicht einen Stein, – kein Ziel.
Alles nahmst du mir, nichts bleibt zurück. Scherben kann man kleben, Herzen nie! Kreuzt sich dennoch unser Weg ein Stück, werd‘ ich Abstand halten…irgendwie.
Seated Nude 1884 – William Adolphe Bouguereau 1825-1905
Mein Herz ist müd’ vom Weinen, Hoffen. Nicht enden will mein schicksalsschwerer Gang auf Wegen, steinig, zukunftsoffen – weit fort von dir.
Ich schau den Himmel an! Mir scheint, das Blau ist fahl, wird nie mehr leuchten.
Ein Sonnenstrahl streift mild mein Angesicht. Er trocknet meine Augen nicht, die feuchten; an meiner Traurigkeit zerbricht sein Licht.
So lang schon bist du fort, und immer wieder spür ich das Atmen deiner Seele um mich her.
Dein Geist ist bei mir! Schwer sind meine Lider. Nur deine Augen sehend wandle ich umher.
Bin nicht mehr ich! Mein Sein ist gramestrunken. Nichts und doch alles bindet mich an dich. Wenn ich in Nächten tief im Traum versunken mein Selbst verliere, halte mich.
Herzweh statt Freude, verhaltenes Warten, Blick auf die Uhr.
Gedanken, bedrückend, verharrend im Leide, wartend und hoffend, von Glück keine Spur.
Lösung? Nicht dürfen, nicht können, nicht wollen!
Fragen ins Leere! Steht Pflicht vor Gefühl?
Abwenden, leugnen, Achtung zollen, Gefühle der Anderen – ein bitteres Spiel.
Ausweg? Bringt Trennung! Auf steinigen Wegen, Wandel, der schmerzhaft das Neue gebiert.
Zeit und Geduld? Ein klagendes Streben, das meine Tage mit Trauer verziert.
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