Als Nichtigkeit die Welt zu überwinden, emporzuschwingen, ständig aufwärtsstreben, so, wie am Berg, die rechte Einsamkeit zu finden - bezwungen will er werden, wie das Leben.
Die Höhenluft wie Heilung einzuatmen, Gelassenheit, die unserem Dasein fehlt; an schroffem Fels so wie in Trance geraten, die auch im Aufstieg geistig stählt und hält.
All jene Hemmungen bezwingen, die Kleinigkeiten, die in Frage stellen; der Seele Lähmung wieder Kraft zu bringen, zu hören auf die inneren tiefen Quellen.
Die Flügel öffnen, um hinfortzufliegen, zum Sternenflug in ew’ge Sphären; dort an der ‚Brust‘ des Großen Geistes liegen, um des Geschehens Grund und Sinn zu klären.
Es tönt in uns, wie ein vergessenes Lied, die Stimme Gottes klingt vertraut und unser Herz erblüht. Es ist, als schreiten wir durchs milde Abendlicht, vorbei an fremden Gärten, fremden Türen, und plötzlich lauschen wir gespannt und spüren die Stimme eines Engels, her geweht, aus fernen Himmeln, wie der Mutter Singen, so süß und weich wie einst. Wir stehen still und lauschen. Will sie uns bringen Erinnerung aus unsrem Kinderreich? Ist es ein wohl vertrauter Klang aus Vaters Haus? Das Lied der Freude löscht die Fremdheit aus, und wie durch Zauberhand blüh’n Heimatblumen uns in fremden Gärten, und fremde Sterne leuchten traulich, Licht an Licht, wenn Deine Stimme, Gott, aus einem Menschen spricht.
Wie ein Dolchstoß traf mich dieses Wort, wie ein Pfeil durchdrang er Mark und Bein. Aus, vorbei! – Ein kurzer Schlussakkord, klang mir warnend tief ins Herz hinein.
Wo vor nicht allzu langer Zeit Nähe und Verbundenheit bestand, löst nun dieses messerscharfe Wort für ewig unser ‚untrennbares‘ Band.
Nichts blieb mir, nur Leere, Illusion. Abstand halten, wird zur Zukunftspflicht. Trifft mich doch dein harter Liebeslohn wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht.
Deiner Liebe hab‘ ich blind vertraut, doch sie war ein langes Trauerspiel. Wo normal sie Zukunftsschlösser baut, hattest du nicht einen Stein, – kein Ziel.
Alles nahmst du mir, nichts bleibt zurück. Scherben kann man kleben, Herzen nie! Kreuzt sich dennoch unser Weg ein Stück, werd‘ ich Abstand halten…irgendwie.
Ein Hahnenschrei begrüßte meinen Tag, als ich noch klein im Bettchen lag.
Ich war noch wie ein leeres Feld, hineingeboren in die Erden-Welt.
Voll Neugier war ich einst als Kind, für’s harte Leben unschuldig und blind,
vertrauensvoll, eifrig und klug, sah nicht der Menschen Fehl und Trug.
Frühling war in mir und das Freuen auf viele Stunden, die bunten, neuen.
Morgens zog’s mich in den Garten, wo große Wunder auf mich warten.
Lief hin zu dem hölzernen Gatter, entzückt vom Entengeschnatter.
Klangfroh war’n die Küken im Glück, nichts wissend um ihr Geschick.
So, wie im Abendrot verborgen, sah ich den neuen lichten Morgen,
der still im Sonnenglanz sich kündet, mit dem so manche Angst verschwindet,
und was mich abends noch bedrückt, im Tageslicht war’s längst entrückt.
Die Kindheitslieben sind verborgen unter den tristen Alltagssorgen.
Dinge besser machen, statt bereuen, unschuldig, dem Licht entgegenfreuen,
so, in diesem Hell geborgen, eil ich hin zum nächsten Morgen
und genieß in dieser Zeit frühlingshafte Freudigkeit.
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