Vertraute Töne

Fischer im Mondschein – Sophus Jacobsen 1833-1912

Es tönt in uns wie ein vergessnes Lied:
die Stimme Gottes klingt vertraut
und unser Herz erblüht.
Es ist, als schreiten wir durchs milde Abendlicht,
vorbei an fremden Gärten, fremden Türen,
und plötzlich lauschen wir gespannt und spüren
die Stimme eines Engels, her geweht,
aus fernen Himmeln, wie der Mutter Singen,
so süß und weich wie einst.
Wir stehen still und lauschen.
Will sie uns bringen
Erinnerung aus unsrem Kinderreich?
Ist es ein wohl vertrauter Klang aus Vaters Haus?
Das Lied der Freude löscht die Fremdheit aus,
und wie durch Zauberhand
blüh’n Heimatblumen uns in fremden Gärten,
und fremde Sterne leuchten traulich, Licht an Licht,
wenn Deine Stimme, Gott, aus einem Menschen spricht.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

2 Gedanken zu „Vertraute Töne“

    1. Ein’Licht‘ geht auf…ich freue mich!

      Die Gedichte sind alle von mir. Außer bei Ephides-Gedichten und den ‚Zeitgenossen‘ stehen andere Dichter dahinter. Dann steht es jedenfalls dran.
      Schön, wenn es Dir gefällt. Danke!

      Beste Grüße
      Gisela

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