Bruder Mensch

Wie elend ist ein Mensch mit sich allein,
der geistig tot ist, ohne Ideale;
nicht mal ein kleines Licht gab seinen Schein,
sehnsuchtsbefreit sein Leben, das Finale.

Wie arm ist dieser Mensch in seinem Tun,
ein Totengräber ist er seiner selbst.
Er schaufelt anderen Gräber, ohne Ruhen,
freut sich darüber, wenn man fällt.

Opferbereitschaft, Mitleid kennt er nicht,
ist frei von Selbsterkenntnis und nicht klug;
von niederem Instinkt zeugt sein Gesicht,
zeigt keinen menschlich guten Zug.

Erblickte er nicht auch des Schöpfers Land,
als Glück der Mutter und des Vaters Stolz?
Hielt ihn nicht auch des Engels lichte Hand
und wiegte ihn im Bett aus Fichtenholz?

Verirrter Mensch, auch du bist Gottes Kind.
Was trieb dich nur auf diese falsche Bahn?
Mein Bruder Mensch, was machte dich so blind,
trägt auch dein Umfeld eine Schuld daran?

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

2 Gedanken zu „Bruder Mensch“

  1. Liebe Gisela!
    Meinen herzlichsten Dank für diese Vielzahl tiefster und wahrer Worte,

    …gefasst im Reim
    ….hör ich hinein
    …..es weitet sich das Herz durch Wahrheit
    ……die spricht aus Deiner Klarheit!

    GOTT zum Gruße!

    Heinrich

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