Jom haScho’a

Eingangstor des KZ Auschwitz – Quelle: Wikipedia

Gedenktag 20./21.04.2020 in Israel zu Ehren der 6 Millionen Juden, die dem Holocaust zwischen 1933 und 1945 zum Opfer fielen.  https://photos.yadvashem.org/

Sie waren deutsch, wie wir, mit ganzer Seele.
Die Väter dienten noch im ersten Krieg.
Sie jubelten dem Kaiser und Befehle
befolgten sie für Vaterland und Sieg.

Sie hießen Sarah, Esther, Moses, Lot.
In deutschen Landen waren sie daheim.
Ob Währungskrise, Arbeitslosigkeit und Not,
sie trugen es wie alle, groß und klein.

Als Hindenburg die Tore weit geöffnet,
und „braune“ Schergen fluteten das Land,
da ging die erste Angst durch weise Köpfe,
denn er gab nun den Tod in Satans Hand.

Die Sonnenzeichen brannten Judenbücher.
„Nun danket alle Gott“, dreifach „Sieg Heil“!
So standen sie mit roten Fahnentüchern,
doch Bücher waren nur der erste Teil.

Bald brannten Deutschland und die Nachbarstaaten.
Perfide plante Satan seinen Krieg,
und zwischen Flagfeuern und Handgranaten,
da brannten Synagogen für den Sieg.

Ein Pesthauch wehte schließlich über alles,
was einst für deutschen Schöngeist stand.
Warschauer Getto! Durch die Straßen hallt es.
Der Schrei nach Freiheit schallte ungehört durchs Land.

Die Todesangst, sie starrt aus leeren Augen.
„Arbeit macht frei“ – welch unmenschlicher Hohn.
Ob Kranke, Alte, Kinder, Männer, Frauen,
sie alle deportiert zur Arbeit, Tod, ihr Lohn.

Für Lagerkinder, die kein Lachen kannten,
war Angst und Tod mehr als ihr täglich’ Brot.
Allein, nur Fremde, keine Anverwandten.
Das Böse färbt mit Zyklon-B den Himmel rot.

Millionen Seelen hat der Wahn genommen.
Was treibt den Menschen an, um gut zu sein?
Wenn Gutes siegt, wird niemals wiederkommen
ein großer Führer hier aus unsren Reih’n.

Autor: Gisela

s. meine Seite "über mich"

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