Der Vergessene

 Die Einsamkeit bei Tagesanbruch – Johann Heinrich Füssli (1741–1825)
Nur Sterne waren dort, der Mond so weit;
der Himmel über ihm, ist grau verhangen.
Er fühlt die Leere um sich, weit und breit
ist niemand da; sind alle fortgegangen.

Doch neben ihm, da liegt ein Treuer,
erwacht wie er im zarten Morgenrot.
Das Hündchen trieb die Ungeheuer
der Nacht hinfort und alle Not.

Er greift nach ihm und fühlt sein Herz,
wie still es pocht, ganz im Vertrauen, gut.
Sieht er die Augen funkeln, geht der Schmerz
und seine Seele weiß, wie gut es tut.

Er ist ein Wanderer in dieser Welt,
an seiner Seite gingen viele Seelen,
die durch Erfahrungen sein Herz gestählt,
nur sein getreuer Hund, er würde fehlen.

Nun sind sie alt geworden hier auf Erden.
Klingt wie das herbste Wort von allen herben.
Der stille Tod ist das Vergessenwerden,
was noch viel bitterer ist als Sterben.

Autor: Gisela

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