von Christoph Martin Wieland

Allmählich wiegt die Wonnetrunkenheit
das volle Herz in zauberischen Schlummer.
Die Augen sinken zu, die Sinne werden stummer,
die Seele dünkt vom Leibe sich befreit.
In Ein Gefühl beschränkt, so fest von ihm umschlungen!
So inniglich von ihm durchatmet und durchdrungen!
Beschränkt in Eins, in diesem Einen bloß.
Sich fühlend. – Aber, o dies Eins, wie grenzenlos!
