Dichten und Denken

Tanz der Musen mit Apollon – Giulio Romano (1499-1546)

Der Muse Mund zu küssen,
ist wie ein fernes Grüßen,

bringt Poesie der Stunde,
des Herzens tiefe Kunde.

Gedichte müssen klingen,
sich in Gedanken schwingen,

die Verse fühlend gleiten,
sich Reim für Reim ausweiten.

Die Zeilen müssen passend
die Silbenzahl erfassend,

beflügelnd Reime bringen,
die sanft in Seelen singen,

als Element des Lebens,
des geistigen Bestrebens,

des Schreibers dichtes Denken,
ein Geben und Verschenken.

Autor: Gisela

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2 Gedanken zu „Dichten und Denken“

  1. Liebe Gisela,
    das ist wieder ein sehr berührendes Gedicht von dir. Du hast den Sinn von Gedichten sehr gut beschrieben. Gedichte sind eigentlich nur aneinander gereihte Worte, die der Schreiber dafür gedacht hat, um Herzen zu erreichen, und um sie damit zu erobern.
    Leider ist diese Art der Werbung um einen geliebten Menschen nicht mehr so häufig. Ich finde es sehr schade, aber die Zeiten ändern sich. Feinfühligkeit ist nicht mehr in!
    Ein wunderschönes Wochenende wünscht dir, Lilo.

    1. Mit meiner letzten großen Liebe habe ich ca. 4000 Briefe gewechselt. Ich schreibe meine Freude und meinen Kummer in die Zeilen, oft sind es nur Erlebnisse. Die Zeiten haben sich geändert, aber ich bin kein Herdentier und werde meinen Schreibstil nicht ändern, weil ihn die Mode nicht erlaubt. Mein Sohn hatte einige meiner Gedichte auf Facebook veröffentlicht. Alle waren sehr berührt davon. Ich glaube, die Feinfühligkeit ist nur äußerlich begraben, weil man sich keine Blöße geben will. Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende und grüße Dich herzlich, Gisela

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