Paradox

KI modifiziert, Quelle: Pinterest
Es wiegt so schwer,
so unheilig und schlimm,
dass es zwar untergeht im Sog der Zeit,
doch wie ein Steinwurf,
der an Wasserflächen reibt,
noch Kreise zieht,
wenn er zum Abgrund treibt.

Selbst längst versunken
auf den tiefen Grund,
zittert die Schwingung immer noch im Raum;
um kreisend die Bewegung aufzubauen,
die nach Beschränkung ihres bösen Sinns,
mit starker Kraft dem Übel Einlass bot.
Ein tiefes Paradoxon steht im Raum.
Verwerflich scheint zunächst sein Gastgeschenk:
Böses treibt Mensch, bis er zum Guten lenkt.

Anlehnung an den Satz „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Er stammt aus Goethes Faust und wird von Mephisto gesprochen.

Mephisto, der Teufel, will zwar das Böse bewirken, doch seine Handlungen führen oft unbeabsichtigt zum Guten. Das bedeutet, dass negative oder destruktive Kräfte im Leben manchmal positive Veränderungen bewirken können. In diesem Kontext wird gezeigt, dass selbst das, was als böse oder schädlich gedacht ist, am Ende zum Guten beitragen kann – etwa durch das Auslösen von Bewegung, Entwicklung oder Erkenntnis.