Ursprung

Ich wandre durch die Welten,
bewusstseinsblind geboren,
kenn nicht den Weg.
Mit vielen Steinen ist er dicht belegt,
es freut und schmerzt zugleich,
ihn zu durchschreiten.
Niemand geht leichten Fußes,
ohne Leiden.

Nur eine Ahnung wacht;
in mir, ein Urvertrauen.

Das Blut in meinen Adern ist ein Fluss,
der altes Wissen in sich trägt
und einen Geist, der Wahrheit finden muss.
Durch alle Zeitenflüsse treibt sie ihn,
denn alle Lebensgeister sind aus ihm.

Ob Moses Volk einst auszog
aus dem Land der Pharaonen,
durch Sturmesfluten und durch
Wüstenschwere,
nun trägt auch mich
die gotterfüllte Lehre.

Gefahren trotzend geht mein Blick nach oben,
wo ich, von Sonnenhand erhoben,
bestaun den Bogen, bunt, wie ein Kristall.
Wann immer ich ihn sehe, ist er Kompass mir.
Mein Ziel erreichen, will ich, dort und hier.

Was Mensch aus Gott gemacht,
in Kirchen und Gedanken,
Es ist nur ein falsches Bild.
Es wird vergehen,
wie die Gewohnheit irdischer Belange,
ganz ohne Rasse, Nationalität,
im lichten Land befreit sein wird, verweht.

Wo sich die Seelen finden,
körperlos und fern der Zeitenflüsse,
wo Gut und Böse sich zur Harmonie verbinden,
da ist mein Ursprung, möcht' ihn wiederfinden!

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

2 Gedanken zu „Ursprung“

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