2. Jahresgedenken

Patrick Seidel
18.11.1981 – 29.10.2019
Patricks Tattoo

Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin längst nicht mehr dort
und ich schlafe auch nicht.
Ich bin in den tausend wehenden Winden.
Ich bin der Diamant,
der im Schnee glitzert.
Ich bin das Sonnenlicht über dem reifen Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du in der morgendlichen Stille erwachst,
bin ich der Vogel,
der sich schnell in die Lüfte erhebt und singt.
Ich bin der Stern,
der in der Nacht leuchtet.
Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot.

(Gebet der Hopi Indianer)

Bei seinem Lieblingsessen „Plaaten in de Pann“ und Rote Beete Salat

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

20 Gedanken zu „2. Jahresgedenken“

    1. Darf ich Dich umarmen, ganz aus der Ferne? Die Zeit wird dieses Leid nicht heilen, aber es geht irgendwann besser und das Leben wird wieder leichter. Es tut mir sehr leid für Dich und Deinen Sohn. LG Gisela

  1. Liebe Gisela,
    es ist das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann, wenn sie ihr Kind verliert. Das trägst Du bereits zwei Jahre lang, solch ein hoffnungsvoller junger Mann, der viel zu früh gehen musste. Der Spruch der Hopi-Indianer ist sehr schön, vielleicht hilft er ein wenig zu verstehen.
    Ich wünsche Dir viel Kraft weiterhin und viele helle Tage.
    Liebe Grüße Marie

  2. „Wer von uns weiss denn, ob das Leben nicht Totsein ist und Totsein das Leben“ (Euripedes 480 – 406 v.Chr.) -ubkw., mein Mitgefühl. Ein richtiger Trost ist das natürlich auch ncht. Ich weiss wovon ich rede, diesen Satz gebrauchte ich einmal anlässlich der Trauerfeier eines nahestehenden 27 jährigen. Da wäre der Spruch „Alles hat seine Zeit“ total fehl am Platz gewesen (den mag jemand bei meiner „Abreise“ sprechen..). Warum?, wird da ewig eine Frage ohne Antwort bleiben. Sei stark!.

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