Taktlos

Arche Noah – Quelle: Pinterest
Es färbt ein dunkler Hauch die Frühlingswende,
verstört, verirrt im neuen Weltgeschehen;
sucht, dass er seine Buntheit wiederfände,
wo helle Friedensfahnen fröhlich wehen.

Wo Farbenspiele spannend unter Bläue,
sich zeigen in des Regenbogens Pracht,
des Schöpfers Segen alle Saat erneuere,
die Welt verschone vor der Bombenmacht.

Den Menschen schlägt ein neuer Takt entgegen,
wie damals auch, im Dreißigjährigen Krieg.
Die Grenzen scheinen fremd und fern gelegen,
von denen allen Ländern böses blüht.

Ein scharfer Besen fegt die Ahnungslosen
mit Perversion – Welt ohne Mitgefühl.
Ein Pulverhauch schwebt schwer im Bodenlosen:
„Stock, der du gewesen, steh doch wieder still!“*

*Zitat aus „Der Zauberlehrling“ von J. W. von Goethe

Autor: Gisela

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8 Kommentare zu „Taktlos“

  1. Beängstigend! Von alters her aktuell. Der Mensch hat nichts gelernt. Ihm liegt vor allem an Geld und Macht, und nicht an Geist und Versöhnung. Traurig. Ein schonungslos offenes Gedicht! Vielen herzlichen Dank, liebe Gisela.😔😞

    1. Liebe Elisa, trotz des bevorstehenden Frühlings kommt man nicht drumherum, an die Kriege zu denken, die Menschen und Tieren das Leben schwer machen. Ich kann darüber nicht schweigen. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. 💚liche Grüße, Gisela

  2. Einen Satz verstehe ich nicht ganz: „Die Macht des Geistes ist auf der Seite des Siegers“? Wahrscheinlich meinen wir das Gleiche: Nicht die scheinbaren „Sieger“ in kriegerischen Auseinandersetzungen, sondern der Sieg über „sich selbst“, indem wir versuchen zu verstehen.
    Was falsch interpretiert oder falsch verstanden und ebenso falsch angewendet wird, weil es so „festgelegt“ wurde, kann verheerende Kriege auslösen.
    Der GEISTESFRÜHLING ist ja schon da.

    1. Gott ist das Licht des Lebens, das jeder in sich trägt, wenn er auf die Welt kommt. Leben ist, Geist in einem Körper zu sein; Gottes Geist als Macht. Er ist Licht in der Finsternis und wird uns Menschen den rechten Weg weisen.

  3. „Takt-los“, – „aus dem Takt gekommen“…
    Ein „neuer Takt“ scheint auf einer „Kriegstrommel“ geschlagen zu werden,
    und „die Geister, die ich rief, werd‘ ich nun nicht wieder los.“ (aus „Der Zauberlehrling“ von Goethe)
    Wer diese Geister rief, wird sie kaum wieder los.
    Ich sehe sie ebenfalls kommen, so grauenvoll,
    als „apokalyptische Reiter“.
    Diese aber wirken an der REINIGUNG und ERNEUERUNG.
    Wer sich nach dem LICHTE der WAHRHEIT sehnt
    und sich m ü h t ,
    GOTTES WILLEN zu dienen und den Nächsten zu lieben wie sich selbst,
    nach dem Vorbild von JESUS CHRISTUS
    m u ß sich n i c h t fürchten.
    **********

    1. Kriege wird es immer geben, solange der Mensch begierig nach materiellen Dingen ist. Die Macht des Geistes ist auf der Seite des Siegers. Ich möchte lieber der Armee der geistigen Befreiung angehören und den Großen Geist anbeten, anstatt dem ‚goldenen Kalb‘ der Welt zu dienen.

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