Paradox

KI modifiziert, Quelle: Pinterest
Es wiegt so schwer,
so unheilig und schlimm,
dass es zwar untergeht im Sog der Zeit,
doch wie ein Steinwurf,
der an Wasserflächen reibt,
noch Kreise zieht,
wenn er zum Abgrund treibt.

Selbst längst versunken
auf den tiefen Grund,
zittert die Schwingung immer noch im Raum;
um kreisend die Bewegung aufzubauen,
die nach Beschränkung ihres bösen Sinns,
mit starker Kraft dem Übel Einlass bot.
Ein tiefes Paradoxon steht im Raum.
Verwerflich scheint zunächst sein Gastgeschenk:
Böses treibt Mensch, bis er zum Guten lenkt.

Anlehnung an den Satz „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Er stammt aus Goethes Faust und wird von Mephisto gesprochen.

Mephisto, der Teufel, will zwar das Böse bewirken, doch seine Handlungen führen oft unbeabsichtigt zum Guten. Das bedeutet, dass negative oder destruktive Kräfte im Leben manchmal positive Veränderungen bewirken können. In diesem Kontext wird gezeigt, dass selbst das, was als böse oder schädlich gedacht ist, am Ende zum Guten beitragen kann – etwa durch das Auslösen von Bewegung, Entwicklung oder Erkenntnis.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

6 Gedanken zu „Paradox“

  1. Sehr eindrücklich, liebe Gisela. Dass auch aus böser Absicht Gutes entstehen kann, ist ein Wunder, das man nie vergessen sollte. Gott schreibt auch auf krümmen Wegen gerade. Schönes Wochenende und liebe Grüsse Elisa❣️🌻

  2. Ich habe es bei mir angezeigt.
    Die Worte von Mephisto aus „Goethes Faust“ sind mir bekannt und sie fordern uns ja auch heraus,
    weil sie ja eine Mischung aus Wahrheit und Verlockung/Verführung sind, für die wir Menschen oft sehr empfänglich sind.
    Und doch merken wir bald, daß wir lieber Abstand davon halten sollten
    bzw. und jetzt umso mehr bemühen müssen,
    die schlichte, reine und viel höher schwingendes WAHRHEIT zu erahnen.
    Und diese Herausforderung allein bringt uns schon in Bewegung.
    Und was uns in Bewegung bringt, ist eigentlich auch immer gut, weil es uns weckt, und wir uns endlich bemühen und zu Wahrheitsauchenden werden.
    Die WAHRHEIT ist ja immer da und in allen Formen um uns herum anwesend.
    Nur bemerken wir sie nicht, weil das Üble und „Böse“ es versteht, sich stets mit Macht in den Vordergrund zu drängen.
    Letztlich aber ist dies nur eine Täuschung.
    Denn von sich aus kann „der Böse“ gar nichts tun.
    Und er kann nur dann seinen verderblichen Einfluss auf uns und „die Welt“ ausüben, wenn wir Ihm Einlaß gewähren,
    indem wir unsere Gedanken auf sein falsches Wollen ausrichten.

    1. Richtig: Der Böse kann nur durch den Menschen etwas tun und dann auch nur bedingt, denn das Gute wird am Ende stets die Macht ergreifen. Danke für Ihren Kommentar.

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