Rosenkranz

Rosenkranz – Peter Paul Rubens (1577-1640)

Bis wir das Himmelsgewölbe als Sterne erleuchten,

sind wir Gemeinschaft der liebend gebundenen Seelen,

so, wie das Glühen im Kranze von blühenden Rosen,

die aus Ursprung und Liebe,

frei im Dienste des Höchsten,

schrankenlos ihr Blühen der Allmacht schenken

und verströmen den Duft,

unsres ew’gen Gebers Gabe.

Die Welt erwacht

Bild von My pictures are CC0. When doing composings: auf Pixabay

Es kämpft die Stille gegen ferne Stimmen,
verklingen leise, wie vergangne Nacht.
Der Wind hob an ein letztes Singen;
die Frühe hat ein Leuchten uns gebracht.

Lässt graue Dissonanzen höher klingen,
das allen Ton, am lichten Fest,
in Dur verwandelt, alles Moll der Dinge,
wie Glockenläuten klingen lässt.

Die Welt erwacht und Regenbogen-Fahnen
weh’n auf der Brücke, die zum Himmel führt,
so bunt und freudig. Lässt das Ziel erahnen,
das Mensch und Tier seit Ewigkeit berührt.

Wir gehn und sehen nur das Dunkel,
manch‘ helles Leuchten sehn wir nicht,
wie über uns das Sternenfunkeln.
Doch ist es bei uns, bis das Auge bricht.