Am Niederrhein

Foto: Pieter Delicaat – Wikipedia

An der Niers am frühen Morgen,
schwebt ein Nebel, sanft bewegt,
und der Mond hält das Gebilde
fest am Boden, bis er geht.

An den Ufern strecken Bäume,
das Geäst zum Himmelszelt,
spinnen veilchenblaue Träume;
Schlaf entweicht der Vogelwelt.

Der Jasmin beginnt zu blühen,
glänzt im feuchten Morgentau.
Duft’ges Weiß liegt auf dem Grünen,
kontrastiert zum Himmelblau.

Weiden mit bizarren Ästen
winken heimatlich gesinnt,
bieten farbenfrohen Gästen,
Lebensraum und Neubeginn.

Nimmermüde Dotterblumen,
träumen schwefelgelben Traum,
lauschen selig den Gesängen,
aus dem hohen Lindenbaum.

Foto: Gisela Seidel

Grün erneuert sich das Leben,
Farbenrausch am Niederrhein,
Butterblumen an den Wegen,
Jedermann will draußen sein.

Senfsaat hat in manche Ecke
gelbe Blüten ausgestreut,
überdeckt die Erdendecke.
Seht nur, wie ihr Anblick freut!

Dunkles Erdreich atmet Schwere,
Schollen sind zur Saat bereit,
damit im Frühjahr wiederkehre,
was im Herbst zur Ernte reift.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

6 Kommentare zu „Am Niederrhein“

  1. Liebe Gisela, mir persönlich gefällt Deine Naturlyrik fast am besten unter all Deinen wunderbaren Gedichten hier, denn bei diesen bunten Schilderungen geht mir immerzu sogleich das Herz auf. Zwischenzeitlich ist dieses Erwachen der Frühlingzeit aber schon wieder vorüber und wir ächzen bereits erneut unter hochsommerlichen Temperaturen – alles ist im Fluss … Liebe Grüße zum Donnerstag schickt Dir herzlich Constanze

    1. Danke, liebe Constanze! Ich bin ein sogenannter „früher Vogel“ und finde meine Worte meistens zwischen 4 und 5 Uhr morgens. Wenn der Tag erwacht, reimt es sich am besten. Die Zeit vergeht im Flug. Diese sommerlichen Höchstwerte liebe ich nicht, sondern freue mich schon jetzt auf den Herbst. Danke für Deinen Besuch und Deine lieben Worte. Herzliche Grüße zurück, Gisela

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