August

Hochsommertag – Paul Müller-Kaempff 1861-1941

Der Monat trieft aus Poren und Ritzen.
Verlangsamtes Leben durch Hitze und Schweiß.

Ich kann ihn nicht leiden, will nicht mehr schwitzen.
Wo ich die Kühle suche, ist‘s heiß.

Die Wiese verbrennt, besonnt und verdorrt,
wie durch ein Brennglas trifft es die Welt.

Die Winde sind warm, die Schatten fort.
Wer hat diese Jahreszeit bestellt?

Fast tröstlich, der Gedanke an Eis –
wie ein Tropfen auf den heißen Stein!

Ein Regentanz im heil’gen Kreis
könnte er vielleicht der Retter sein?

Egal, ich tanz nicht. Ich tu‘ lieber nichts.
Bewegen verboten! Ergeb‘ mich der Zeit.

Man dümpelt so hin…Opfer des Lichts.
Die elende Wärme – ich bin sie so leid!!!

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

4 Gedanken zu „August“

  1. Das Gedicht ist schön und ehrlich!
    Doch es ist ungerecht. Im Winter wünscht sich jeder die Sonne und ihre wärmenden Strahlen und nun wo wir sie haben will sie plötzlich niemand mehr herbeigesehnt haben.
    Also ich schaffe mir einen Ausgleich:
    Im Winter denke ich an den Sommer und
    im Sommer an den Winter. Das klappt sehr gut! 😉

    Lieben Gruß,
    Lilo

    1. Danke, Lilo, sicher hast Du recht, wenn Du an die Sonne denkst. Die liebe ich auch – in jeder Jahreszeit. Aber ich leide unter der Hitze und wünsche mir Erleichterung.
      Wenn es draußen kalt ist, kann ich mich warm anziehen und genieße dann die Sonnenstrahlen. Bisher habe ich immer widerwillig an den Sommer gedacht, denn noch mehr ausziehen, das geht nicht. Bald kommt der Herbst! *freu*

      Liebe Grüße

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