Hilferuf

Bild von Gianni Crestani auf Pixabay
Es wirkt so wundersam vollkommen,
wie mich das Schicksalsrad geprägt,
wie es die Sorgen hat genommen
und mir den Rücken hat gestählt.

Ein jeder Schritt, den ich einst machte,
der mich hinabriß in den Schmutz,
war einer, der mich dazu brachte,
zu glauben, an den Gottesschutz.

Als mich mein Handeln tiefer zerrte,
und ich mich in mir selbst verlor,
da klang etwas, was aufbegehrte,
so wie ein Hilfeschrei empor.

Denn meine Seele blieb nicht stumm,
wie sie es jahrelang getan;
es füllte sich ein Vakuum
mit Hoffnung, die nicht schweigen kann.

Ich fand die Tür, die angelehnte,
die Flucht mir bot, aus Schmutz und Sumpf,
war überrascht, als ich sie wähnte;
der Ausweg war der größte Trumpf.

Ich sah das Himmelblau und Wolken
nach langer Zeit zum ersten Mal;
niemals werd‘ ich den Tag bereuen,
als ich erlöst war von der Qual.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

2 Kommentare zu „Hilferuf“

    1. Ja, ich bin gegen mich selbst schonungslos ehrlich und bereue vieles. Aber leider kann man nicht zurückgehen, um es wieder gutzumachen. Früher mussten Lehrlinge die niedrigsten Arbeiten verrichten. Ich verbuche mein damaliges Leben als Lehrzeit, aus der ich mich selbst erlösen konnte. Natürlich geschah das nicht ohne Hilfe. Die vielen guten Geister waren sicher schwer damit beschäftigt, die vielen Löcher meiner kaputten Seele wieder zu stopfen. In jedem Leben glänzt so manches Wunder, liebe Elisa. Man muss es nur erkennen und in Demut dafür dankbar sein. Danke, dass Du immer wieder hier vorbeischaust, und viele Grüße, Gisela 💟

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