Bild im Spiegel

Velazquez, 1599–1660

Der Himmel hat die Schleusen aufgerissen,
in Regenschauern versinkt Sicht und Weg.
Wir alle wandern, ohne Ziel und Wissen
und suchen nach der Heimat sichren Steg.

Die Wetter tragen Saatgut unsrer Taten
bis die Welt an ihnen darbt und blüht.
Sind sie gar verdorben und missraten,
ernten wir die Schuld, bis es genügt;

bis das Bild im Spiegel klar geworden,
bis das Echo aus der Umwelt lacht.
Wir kreieren weise unsren Morgen,
Zustände des Gestern sind vollbracht.

Umwelt ist geformt nach unsrem Bilde.
Im Erkennen sehn wir „Das bin ich!“
Hoffnungsfroh sucht man des Bildes Milde,
und versteht: Ein Neubeginn ist Pflicht!

Wir sind auf dem Weg, uns selbst zu finden
und bemühn uns, Gutes auszusäen,
Zustände von Gestern überwinden,
keine Macht dem Zeitgeschehen.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

2 Gedanken zu „Bild im Spiegel“

    1. Vielen Dank, Elisa. Es gibt Tage, da mag ich nichts schreiben. Dann aber kommen mir ein paar Worte oder ein Satz in den Sinn, und ich muss es aus der Tiefe meiner Gedanken hervorholen. Ich freue mich, wenn Dir die Verse und Bilder gefallen. Ganz liebe Grüße

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