Erstarrter Geist

Bild: Karin M.
Kann Stille jemals lautlos sein,
wie scheinbar Starres schwingende Atome trägt,
den Augen unsichtbar, uns Fragen auferlegt
in dieser Welt des ewig Wandelbaren?

Die Dichte lebt, was nur im Licht gewahr,
und jeder Stein, so hart er scheint, trägt offenbar
ein unscheinbares Schwingungsfeld
in diese scheinbar starre Welt.

Der Menschenblick erliegt der Illusion.

Die Sonnensehnsucht ist der Wüste Tod!
Gleich der des Erdbeschwerten, der sich selbst genügt.
Geistig der Tod im Reich der Selbstverliebten,
die seelisch stumpf sind, blind vom Spiegelglanz,
verlieren sich im Licht der Arroganz.

Was ist der Sinn im Dur und Moll des Lebens?
Geistiger Tanz – das Auf und Nieder singt ein Lied
und plötzlich wird die Stille selbst zur Melodie:
Bewusstsein ist die Kraft der Fantasie.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

4 Gedanken zu „Erstarrter Geist“

  1. Danke für die weisen und schönen Worte. Je mehr ich von Dir lese, liebe Gisela, desto größer wird mein Bedürfnis Dich einmal in „echt“ bei einer Tasse Kaffee zu erleben.

    Meine erste Assoziation von Deinem Gedicht zu Deinem Kommentar auf meinen Beitrag zu Feindesliebe ist folgendes Bild: Ein Tanz zwischen Tradition und Transformation. Je flexibler beide sind, desto schöner wird der Tanz anzusehen sein.
    Herzlichst, Pettersson 🐑

    1. Lieber Pettersson, obwohl ich eine Einzelgängerin geworden bin, könnte ich mir die Tasse Kaffee mit Dir ‚in echt‘ sehr gut vorstellen. Vielleicht wärst Du enttäuscht, denn die Sprache ist anders, weil sie mir in meinem Ruhrpott-Akzent manchmal entgleitet. Mit dem Erleben ist es so eine Sache, wenn die 72 überschritten sind. Meinen Geist halte ich jedenfalls fit durch Lesen und Schreiben.
      Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr darüber. Ja, leider gerät man beim Tanz zwischen Tradition und Transformation manchmal aus dem Takt. Es ist immer wieder ein Drahtseilakt zwischen Himmel und Erde. Herzliche Grüße, Gisela

  2. Dankeschön

    Drei unterschiedliche Erden,
    gehalten an der Kuppel
    feinsten Pinselstrichs,
    im Zentrum einfallendes Licht.

    Drei schwere Pendel,
    bewegend im Äther,
    harmonisch rauschend,
    glänzen sie abwechselnd
    im Sonnenlicht.

    Nur die Phantasie
    im Augenblick
    entzückt.

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