Ferne Klänge

Einst zog mich fort ein fernes Rufen,
von Stimmen, die ich nicht gekannt.
Es war ein Gleiten über Stufen,
das mich im Seelenflug verband.

Der Ruf in mir war warmes Klingen,
vertraut und wahr – so nah dem Herz.
Wie elfenhaftes Liedersingen,
drang es in Brust, in Kopf, mit Schmerz.

Und ich ertrug die starken Wellen,
sie zogen mich in ihren Bann.
In Quinten Klang von hohen Quellen
ertönten Lieder und Gesang.

Gebreitet war ein Notenteppich
aus feinster Himmelspoesie;
es schwebte mein sich sehnend Ich
im Wellentanz der Fantasie.

In den Akkorden ew’gen Seins
war meine Seele eingehüllt.
Die Welt, der Mensch und Gott sind eins
und ich und du sein Ebenbild!

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

4 Gedanken zu „Ferne Klänge“

  1. Bei solchen Klängen heißt es für mich ab ins Bett, oder auf die Couch, Beine hochgelegt und Kopfhörer auf… einfach herrlich… komme mir vor wie in einer anderen Welt. 👌🙏
    LG
    Diese wunderbaren Zeilen, stammen sie aus deiner Feder?

    1. Lieber Rolf, Deine Worte tun mir sehr gut. Danke dafür! Ja, das Gedicht habe ich heute geschrieben, obwohl ich eigentlich nicht wusste, was ich schreiben sollte. Dann kam die erste Zeile… danach der Rest, mit nur wenigen Korrekturen. Ich bin manchmal selbst verblüfft. Aber es kam so. Dazu die passende Musik (finde ich). Schön, wenn Du sie auch magst. LG

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