Selbst befreit

Károly Brocky (1807-1855)- Schlafender Bacchant

So, wie ein Hauch
im Fluss der Zeit verdunstet,
gelöst, gelöscht die Spur,
die tränenreich verschwamm.
 
So trieb der Rauch,
der lichtlos sich verdunkelt,
aus meiner Hölle hoch empor,
als Glut noch glomm.
 
Was bleibt zum Schluss?
Ein Nicht-Verstehen,
Vertrauensbruch und Schmerz,
der tief begraben in der Grube ruht.
 
Doch weckt man ihn,
zerreißt es mir das Herz,
und aus dem Rauch
und aus der Asche steigt die Wut.
 
Es gab kein Wort,
kein Abschied…letzte Blicke.
Erklärung suchend
deute ich den Schluss.
 
So wende ich mich ab,
ertrag die Tritte,
von dem, der „rein“ zu sein schien,
mit Verdruss.
 
Benutzt, gedemütigt, verworfen,
verletzt, verstoßen – längst bereut.
Verbrannt im großen Höllenofen
der Fehler…schließlich selbst befreit.
 

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

4 Gedanken zu „Selbst befreit“

  1. Liebe Gisela, ein kraftvolles, schmerzliches Gedicht! Eigentlich sollte ich kein „like“ geben, denn es tut im Herzen weh. Ich wünsche Dir Trost und endlich die verdiente Liebe. Dafür ist es nie zu spät. Ich umarme Dich, Elisa

    1. Liebe Elisa, es tut mir leid, wenn Dir das Gedicht weh tat. Das waren durchlebte Schmerzen, aber sie sind Vergangenheit. Von weltlichen Lieben bin ich weitab. Das wird sich sicher nicht wiederholen. Trost in Gott hab ich immer.
      Eine liebe Umarmung zurück. 💚

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