Immergrün

Quelle: Pinterest
Der Regen kam - 
Erlösung, nach so langem Warten.
Verdorrt die Wiesen, Blätter, wie Papier.

Es raschelt.
Laub ist müde und im Garten
und auf dem Gehsteig zeigt der Herbst Revier.

Gedämpftes Licht,
bedeckt die Sommerfarben,
die dunklen Astern säumen schon den Weg.

Das Wasser ging,
und nach den heißen Tagen,
liegt manches Schiff auf Grund am Ufer Steg.

Der Wind,
er blättert durch die Baumeskronen.
Die Zeit verstürmt die alte, wenn sie stirbt.

Wir hoffen,
immerzu im Paradies zu wohnen,
doch siegt der welke Zeitgeist, unbeirrt.

Die Farbe Lila

Bild von Janusz Nowak auf Pixabay
Die Sonne verstärkt noch einmal ihr Strahlen
wie ein letztes Mal für längere Zeit.
Mit milderem Licht kann sie herbstlich malen,
streift ab das leuchtende Sommerkleid.

Die Wolken treiben anders am Himmel,
geballt zieht‘s vorbei, vor Azurblau und Licht.
Wie am Meer, so groß ist das Gewimmel,
das schneller als sonst zerfließend bricht.

Ein Lila trägt der Aster erstes Blühen
als Formation „Verwandlung“ im Gewand,
und nach des Windes stürmisch wildem Ziehen,
strebt sie als Zögling duftlos ihm voran.

Die Winterheide treibt in Nebelschwaden,
in unermüdlich reicher Pracht,
und auf noch sommerlich erhellten Pfaden
ist längst der Herbst gekommen, über Nacht.