
Der Nazarener sah seine Jünger und die jubelnden Menschen, die er geheilt und gesegnet hatte. Er wusste, dass sie ihn in dieser materiellen Welt nicht verstanden hatten. Er sprach eine andere Sprache, eine, die das Ewige im Menschen anspricht. Jesus musste diese Welt verlassen. Er wusste: Nur wenn sein geistiges Erbe hierbleibt, hat alles einen Sinn.
Auch das leere Grab wird von der Welt nicht verstanden. Man sagt, dass der Auferstandene, nicht aussah wie Jesus in seinen letzten Tagen. Es sei ein anderer gewesen. Sie erkannten ihn nicht, weil er der Vollkommene war, mit einer noch größeren Ausstrahlung als früher. Man erfuhr ein Glücksgefühl in seiner Gegenwart, denn man konnte das Ewige erkennen.
Sehnt sich der Mensch deshalb nach der Ewigkeit, wo alle Momente, ob gute oder böse, gerichtet und repariert sind und der Geist vollkommen klar und rein?
Jesus sagte, ihn verstehen bedeutet, das Kreuz auf sich zu nehmen. Damit ist nicht die Last des Leidens gemeint, sondern dieses Leben mit all seinen Schwierigkeiten durchzustehen und gleichermaßen zu wissen: Ich gehe den Weg ins Ewige.
Deshalb heißt es: Wenn du das Leben hier suchst, verlierst du es. Je mehr du es wichtig nimmst, desto mehr verlierst du den Sinn für das Ewige. Freude kann nur sein, wenn der Mensch das Ewige in sein Leben integrieren wird. Was hilft es dem Menschen, wenn er allen Gewinn dieser Welt hat?! Seine Seele, das Ewige, der Heilige Geist Gottes in ihm leidet Schaden. Nach dem Tod wird alles zerplatzen wie eine Seifenblase. Sie schillert schön einen Moment lang, bis sie zerplatzt, und wird zu nichts.
Zitat Zürcher Bibel: Markus 8, 34–38
34 Und er rief das Volk samt seinen Jüngern herbei und sagte zu ihnen: Wenn einer mir auf meinem Weg folgen will, verleugne er sich und nehme sein Kreuz auf sich, und so folge er mir.
35 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren, wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, wird es retten.
36 Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und dabei Schaden zu nehmen an seinem Leben?
37 Was hätte ein Mensch denn zu geben als Gegenwert für sein Leben?
38 Wer sich meiner und meiner Worte schämt in diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird auch der Menschensohn sich schämen, wenn er kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.