Traumgestalten

Bild KI generiert mit Gemini
Der Mond wird voll sein in den nächsten Tagen,
die Träume ziehen durch mich, wie gesiebt;
die Seele löchrig, grau, voll Unbehagen,
sieht Menschen, Häuser, Wege, ungeliebt.

Bin der Pierrot im Traum, der niemals lachte,
der weißgeschminkt die Augen niederschlägt,
naiv und melancholisch Mitleid brachte,
der wortlos diente, bis das Licht ausgeht.

Gedankengänge, die sich nicht vollenden,
wie Fetzen, ausgerissen und verweht;
unheilbar hier, wie Risse in den Wänden,
im Haus, das bald schon nicht mehr steht.

Versunken in der Traumwelt dieses Lebens,
von Mond zu Mond mit vollem Angesicht.
Zeig mir dein Rund. War all mein Tun vergebens?
Bin ich ein Harlekin* bei Tageslicht?
Bild KI generiert mit Gemini

*Der Harlekin als eine Figur von doppelter Natur: Gauner und Heiler, Priester und Teufel, Schamane und Spaßvogel.

Zusammenfassung

Das vorliegende Gedicht reflektiert in eindringlichen Bildern die Unvollkommenheit und Vergänglichkeit menschlicher Existenz. Es thematisiert unerfüllte Gedanken, brüchige Lebensräume und den Zwiespalt der eigenen Rolle, dargestellt durch die Figur des Harlekins, der zwischen Gegensätzen wie Heilung und Täuschung, Ernst und Spiel pendelt. Die Atmosphäre ist von Melancholie, Selbstzweifel und der Suche nach Sinn geprägt.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

17 Gedanken zu „Traumgestalten“

  1. Inzwischen spricht mich daß traurige erste Bild viel stärker an als zu Beginn..
    .Es gewinnt an Tiefe, und ich ahne mehr von den Höhen und Tiefen des Lebens, von denen dein Gedicht spricht. …
    🙏🌲✨👁️

    1. Ich habe mir Dein Bild angeschaut. Das hat Dir sicher viel Mühe gemacht. Wenn ich Gedichte lese, dann immer laut und nicht nur ein einziges Mal. Dann erklärt sich der Inhalt leichter.

  2. Inzwischen bin ich mit dem Zeichnen fertig und habe die Zeichnung (eigentlich sollten es 2 werden) dann mit meiner Anschrift deines Gedichtes ein wenig dekorativ für das Photo dekoriert.
    Aber ich bin sehr erstaunt und überrascht, wie sich alles verwandelt hat. Ich zeichnete zuerst nach dem 1. KI-Bild so ernst in Silber-Grau….

  3. Oh, liebe Gisela, inzwischen schaute ich deinen Beitrag noch einmal an.
    Die Photos bzw. KI-Bilder haben anscheinend diesen melancholischen Eindruck auf mich gemacht und in mir hervorgerufen.
    Als ich mir aber nur das Gedicht vornahm und es dann in mein Tagebuch abschrieb, dabei dann auch immer wieder die Bilder anschaut, wuchs das Erstaunen.und die innere Bewegung von Wort zu Wort, von Satz zu Satz, von Strophe zu Strophe.

    1. Danke, Du Lieber! Es ist doch nur im Traum. Alles hat seinen Sinn. Manchmal staune ich selbst über meine Gedichte, so auch über das heute Morgen. Dazu die passenden Bilder mit Gemini gestaltet, werten es noch auf. Aus der Seele geschrieben. Ich weiß, es klingt manchmal melancholisch und dunkel. Aber so bin ich im Inneren, besonders kurz vor Vollmond.
      Herzliche Grüße, Gisela

    1. Meine Gedichte zeigen die Höhen und Tiefen des Lebens. Warum Dich dieses Gedicht melancholisch macht, kannst Du Dich nur selbst fragen. Die tiefere Bedeutung dazu steht als Bemerkung unter dem Gedicht.
      Kann der Mensch etwas aus einem Schlaraffenland lernen, in dem alles nur positiv ist, was er tut? Sicher nicht! Das wäre wie ein ‚platt‘ geschriebenes Buch ohne Spannungsbögen in einem Märchenland.

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