Geistesblitze

Aus „Werthers Leiden“ von Johann Wolfgang von Goethe

Was soll ich schreiben,
frag’ ich mich so oft,
wenn ich das leere, weiße Blatt betrachte,
und kommen die Gedanken wie erhofft,
dann sind sie Ursprung dessen,
der sie brachte.

Sind wie ein Blitz in meinem Kopf,
spontan und voller Willkür –
fremde Worte,
als packte mich Vergangenes
beim Schopf,
vermittelt vom geheimen Musen-Orte.

Es füllen sich die Seiten, wie die Stunden,
mit Sätzen;
formen sich zu Reimen aufs Papier,
und in zig Tausenden von flüchtigen Sekunden,
verbinde ich mich still im Vers mit Dir.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

6 Gedanken zu „Geistesblitze“

  1. Unser Gedankengut entsteht aus erlebten und gefühlten Dingen.
    Augenblicke die unser Herz und unsere Seele erreicht haben.
    Nicht selten drängen sie sich mit Macht auf´s Papier.
    So entstehen jedenfalls meine Niederschriften.
    Gruß Lilo

  2. Sehr schöne Verse und Gedanken,
    wie abendlicher Wolkenzug und elegische Musik,
    jetzt verstehe ich, liebe Gisela,
    was Du mit dem „Sehnsuchtsort Weimar“ meinst…

    Herzliche Grüße
    Wolfregen

    1. Lieber Wolfregen, als ich den autobiografischen Schiller-Roman schrieb, war ich oft in Weimar und bin alle Orte abgefahren, an denen sich Schiller aufgehalten hat.
      Weimar gefiel mir am besten. Es gibt dort viele Menschen, die ich ‚kenne‘.

      Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße

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