Herbst

Hans Andersen Brendekilde 1857-1942

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Aus: Das Buch der Bilder 1906, Axel Junker Verlag

Rainer Maria Rilke 1875-1926

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

2 Gedanken zu „Herbst“

  1. Liebe Gisela,
    mich berühren gerade die Worte von Rilke sehr :
    „Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
    Und sieh dir andre an: es ist in allen.
    Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
    unendlich sanft in seinen Händen hält.“

    Vielen Dank sagt dir mit lieben Grüßen Marina

    1. Danke Marina, mich berühren Rilkes Worte immer wieder. Sie treiben mir Tränen in die Augen. Darin liegt soviel Wahrheit und Tiefe, und obwohl es traurig ist, ist es schön.

      Ganz liebe Grüße an Dich

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