In seinem Garten

Kastanienbaum in Oberursel – Hans Thoma (1839-1924)

In seinem Garten wandelt er allein;
in alle Bäume gräbt er immer wieder
gedankenschwer den einz’gen Namen ein,
und in dem Namen klagen seine Lieder.

Sanft blaut der Himmel, milde Rosen webt
die Sommerzeit durch mächt’ge Blättermassen.
Er schaut sie nicht; die Zeit, in der er lebt,
ist alt, verblüht, von allen längst verlassen.

Storm, Theodor
(1817-1888)

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

2 Gedanken zu „In seinem Garten“

  1. Liebe Gisela,
    ich liebe Theodor Storm, immer wieder kommen mir die berührenden Zeilen „Wer je gelebt in Liebesarmen, der wird im Leben nie verarmen…“ in den Sinn. Danke für diese schönen Zeilen und ganz liebe Grüsse, Elisa 💛💜🧡

    1. Ich mag seine Gedichte und seine Geschichten, besonders den „Schimmelreiter“. Er hat viel Schönes hinterlassen. Sei lieb umarmt und liebe Grüße, Gisela

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