Mühle des Lebens

Jacob Hendricus Maris (1837 -1899)

Die Lebensmühle dreht und windet,
mahlt uns das Korn der vielen Stunden;
was noch die Spreu am Weizen bindet,
trennt jetzt die Güte der Sekunden.

Im roten Himmel backt man Kuchen,
von unsrem wohl gemahl’nen Mehle,
die schlechten Dinge, die wir suchten,
sind bitter für die Menschenseelen.

Und ist der Kuchen gut geraten,
wird Christus ihn mit Kerzen schmücken,
und alle Engel stehn und warten,
zu kosten ihn in süßen Stücken.

Dann hat der Himmel off’ne Türen,
ein Hoch dem edlen Müllersmann,
darf Qualität im Zeichen führen,
das nur ein Guter führen kann.

Autor: Gisela

Bitte auf meiner Seite "Über mich" nachlesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.