
Die Reife des Sommers bringt Ernte ins Land,
saß als Kind auf dem Heuwagen, oben.
Fühlte den Weizen unter der Hand,
sah die Halme im Sommerwind wogen.
Brachten die Schnitter mit Sense und Müh‘
das Getreide in Mühle und Scheuer,
erwartete uns Kinder bereits in der Früh‘,
ein willkommenes Abenteuer.
Hab versucht, auf den Plätzen von einst
Szenen von damals zu finden,
doch die Gassen sind fremd, die Höfe verwaist,
muss den Strauß aus Erinnerung binden.
Der Schnitter macht vor Menschen nicht Halt –
es sind schon so viele gegangen.
Nach dem Ende des Sommers wird es bald kalt,
das Gedächtnis mit Nebel verhangen.
Ein auf Kopfsteinpflaster endender Klang,
Nachhall gemachter Schritte,
gleicht Sisyphusarbeit ein Leben lang,
verbleibt im Körper, als Schwere der Tritte.
Schönheit verging, erst heimlich, dann schnell.
Der Frühling ist lang schon Geschichte,
dessen Last trag’ ich heut noch, wie ein Rebell,
zum Richtplatz … auf dem ich vergebe, nicht richte.
Liebe Gisela, deine Fähigkeit zu vergeben finde ich bewundernswert und bewegend. Ich glaube, im Leben kann Schweres mit Wachstum und Sinn abgeglichen werden, so dass uns leichter ums Herz wird. Ich wünsche dir nach der Schwere der Tageshitze angenehme Gedanken und verzauberte Träume. Ganz liebe Grüsse Elisa 💕🙏💕
Liebe Elisa, ich bin relativ spät erwacht und habe erst einmal die Fenster aufgerissen. Die Träume waren wirr und ohne Zusammenhang. Ich habe sie größtenteils vergessen. Leider gelingt mir das nicht in der Lebenserinnerung. Vergeben, ja, vergessen, nein. So trage ich es mit mir herum, ob ich will oder nicht. Ich wünsche Dir ein angenehmes Wochenende ohne tropische Temperaturen. Ganz liebe Grüße, Gisela 🥰💕